Beiträge vom Februar 2008

Die iPhone Straßenkarte

Von: Dirk Kunde, Freitag, 29. Februar 2008 14:28 Uhr

iPhone Software roadmap © AppleEigentlich sollte der Werkzeug-Kasten (SDK) für Softwareentwickler im Februar ausgeliefert werden. Aber welche Software kommt schon pünktlich? Nun hat Apple Journalisten für kommenden Donnerstag nach Cupertino eingeladen. Der Einladung liegt eine Straßenkarte bei. Jobs will mit der iPhone Software Roadmap die weitere Strategie für das Smartphone vorstellen. Als erstes ist da “Enterprise” zu lesen. Ja, viele Geschäftskunden lieben das iPhone, haben auch das Geld für Anschaffung und Betrieb, aber die IT-Landschaft der meisten Unternehmen ist nicht gerade für Apple-Produkte ausgelegt. Vielleicht hilft Jobs nun mit einigen nützlichen Tools und Support-Angeboten nach.

Nächster Stopp: SDK. Damit können Entwickler endlich ganz legal coole, nützliche, sinnvolle, unterhaltsame, produktive Software für das iPhone programmieren. Dann kommen auch die Nutzer nicht freigeschalteter iPhones in den Genuss von mehr Auswahl bei Anwendungen.

Drittes Schild auf der Straßenkarte: Software Update. Hm, da bin ich überrascht. Nachdem diese Woche erst Version 1.1.4 kam, fällt es mir schwer zu glauben, dass schon wieder eine neue Version ansteht. Andererseits kam mit 1.1.4 keinerlei neue Funktionalität. Dabei warte ich doch so sehnsüchtig auf die Copy&Paste-Funktion und Flash-Unterstützung. Donnerstag Abend wissen wir mehr …

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Zweitgrößter Plattenladen in den USA

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 28. Februar 2008 18:23 Uhr

Zweitgrößter Plattenladen in den USA

Apple ist mit iTunes der zweitgrößte Musikverkäufer in den USA. Nach den Marktdaten der NPD Group liegt auf Platz eins – na, wer hätte es gedacht - WalMart. Über den iTunes-Store wurden 2007 unglaubliche vier Milliarden Songs verkauft. Allein am ersten Weihnachtsfeiertag 2007 waren es 20 Millionen Lieder. Da lagen wohl viele iPods und iPhones unter amerikanischen Weihnachtsbäumen.

50 Millionen Kunden sind bei iTunes registriert. Wer nun vermutet, dass die iPhones-Kunden mit der Möglichkeit unterwegs per WiFi Musik einzukaufen zum Erfolg beigetragen haben, täuscht sich. Das kommt noch mal oben drauf, denn die Verkäufe per WLAN wurden von der NPD Group nicht erfasst.

Damit ist klar, wo beim Musikvertrieb der Hammer hängt. iTunes verfügt mit über sechs Millionen Titeln über die weltweit größte Musikauswahl. Die nächste Baustelle ist der Online-Filmvertrieb. In den USA kann man seit kurzem für 2,99 Dollar (das ist aktuell unter zwei Euro) Filme ausleihen. Es sind bereits rund 1.000 Titel der Studios 20th Century Fox, Walt Disney, Warner Bros., Paramount, Universal, Sony Pictures, Metro-Goldwyn-Mayer, Lionsgate und New Line Cinema verfügbar. Die Filme kann man sich für begrenzte Zeit auf seinem Computer, Fernseher oder iPhone schauen. Innerhalb der Ausleihfrist darf man das Abspielgerät beliebig wechseln. Auf die TV-Sender kommen harte Zeiten zu …

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Update auf 1.1.4

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 27. Februar 2008 19:56 Uhr

Apple hat das Update der Firmware auf die Version 1.1.4 in iTunes freigeschaltet. Die Datei ist 162,1 MB groß. Neue Funktionen konnte ich bisher nicht entdecken. Aber in der Meldung zum Update steht auch nur lapidar: “Diese Softwareversion enthält Fehlerbehebungen und ersetzt alle vorherigen Versionen.” Also, liebe Kinder mit den freigeschalteten iPhones, Finger weg vom “Aktualisieren”-Button in iTunes.

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Gelungenes Product Placement bei der Oscar-Verleihung

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 26. Februar 2008 18:18 Uhr

Gelungenes Product Placement bei der Oscar VerleihungDie Übertragung der 80. Oscarverleihung hatte in den USA die niedrigste Zuschauerquote seit Jahren und die meisten Preise gingen an europäische Schauspieler. Doch viel interessanter finde ich die Frage: Wurde er bezahlt oder nicht? Jon Stewart (The Daily Show), der die Verleihung moderierte, hielt ein iPhone in der Hand und tat so, als ob er Lawrence von Arabien schauen würde (Videoausschnitt bei Gizmodo). Super Product Placement. Doch hat es Apple nötig, sich hier einzukaufen? Oder ist das Gadget so cool, dass auch Hollywoods Medienschaffende nicht davon lassen können und einfach nur begeistert sind?

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Social Network als Killer-App?

Von: Dirk Kunde, Montag, 25. Februar 2008 11:16 Uhr

Social Network als Killer App?Michael Arrington spielt auf TechCrunch mit der Idee eines “iPhone-only”-Netzwerks. Mit den richtigen Anwendungen könnte dies in der von sich überzeugten und elitären Gemeinde der iPhone-Nutzer zu einem Erfolg werden. Mit der entsprechenden Verbreitung wäre ein mobiles soziales Netzwerk wahrscheinlich für sämtliche Endgeräte ein Hammer. Man stelle sich vor – natürlich mit Zustimmung des Nutzers – könne man sehen, was die Freunde / Kollegen so machen und wo sie stecken. Mit der Lokalisierungsfunktion wäre es leicht möglich – privat wie geschäftlich – zu erfahren, wer noch auf der Messe, dem Kongress oder der Party herumläuft.

Das amerikanische Startup Fon11 macht das bereits ansatzweise. Für die großen Netzwerke wie Facebook oder Xing sollten das einfach zu realisierende Anwendungen sein. Sie haben bereits die kritische Masse an Nutzern. Mittels GPS oder der WPS-Lokalisierung von Skyhook Wireless ist die Ortung sogar in geschlossenen Räumen möglich.

Die Diskussion um Arringtons Artikel führt zu einem interessanten Blogeintrag des schwedischen Unternehmers Peter S. Magnusson. Seine Theorie lautet: Steve Jobs ist richtig gut in der Produktentwicklung, wenn er den Nutzer versteht. Doch Jobs versteht nicht das Nutzungsverhalten im 21 Jahrhundert. Es ist nicht mehr nur der eMail-Versand, der mobile Kommunikation ausmacht. Die Leute chatten, bloggen, tauschen Fotos, Filme und Songs. Sie diskutieren, verlinken, bewegen sich als Avatare durch künstliche Welten, stimmen ab und teilen ihr Wissen in Wikis. Jobs versteht nichts von Social Networks und genau das wäre die Killer-Applikation für das iPhone.

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Die iBand rockt

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 21. Februar 2008 17:48 Uhr

Naja, rocken ist vielleicht zu viel gesagt: Aber mit zwei iPhones – Klavier und Gitarre - sowie einer Nintendo DS – Rhythmus-Gerät – macht die iBand aus Österreich Musik auf ihren Gadgets. Die Anwendung iAno zaubert Pianotasten auf das Touchscreen. Mit PocketGuitar wird das Display zum Gitarren-Griffbrett.

Da behaupte noch mal jemand, die jungen Leute wüssten nichts mit sich anzufangen. Aber seht und hört selbst:

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Back to China

Von: Dirk Kunde, Montag, 18. Februar 2008 18:00 Uhr

HongkongSchon lange fragen sich Experten, wohin rund 1,4 Millionen iPhones verschwunden sind. Apple gibt an, im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Geräte verkauft zu haben. Die Mobilfunkprovider in den USA, Frankreich, Großbritannien und Deutschland sagen, sie haben zusammengerechnet 2,3 Millionen iPhones verkauft. Wo steckt die Differenz? Im grauen Markt, also in irgendwelchen Ländern, in denen das iPhone offiziell noch nicht zu haben ist. Ganz weit vorn liegt dabei China. Laut US-Marktforscher In-Stat sind allein 400.000 Geräte in China im Einsatz. Das ist irgendwie komisch, denn die Smartphones werden genau dort hergestellt. Irgendjemand kauft die Geräte in den USA, bringt sie im großen Stil zurück nach China und schaltet sie für die dortigen Netze frei, berichtet die New York Times.

Einerseits sollte das Apple freuen. Schließlich beweist es die enorme Popularität ihres Produkts. Auf der anderen Seite entgeht dem Unternehmen ein Umsatz von schätzungsweise einer Milliarde Dollar in den kommenden drei Jahren. Schließlich verdient Apple nicht nur am Verkauf, sondern auch am Betrieb der Handys. Natürlich nur, wenn es Verträge mit den Mobilfunkprovidern gibt. Angeblich sind die Verhandlungen mit China Mobil genau wegen dieser Umsatzanteile im Januar auf Eis gelegt worden. Sehr mutig von Steve Jobs, hat doch China Mobil rund 360 Millionen Kunden. Insgesamt gibt es in dem Land laut Bloomberg mehr Mobilfunkkunden als in den USA, Japan und Großbritannien zusammen (rund 540 Millionen).

Die chinesischen Kunden zahlen derzeit einen saftigen Aufpreis. Das 400 Dollar teure Gerät, wird in China für über 600 Dollar verkauft. “Ich habe meins im vergangenen Oktober für 625 Dollar gekauft. Der Verkäufer hat mir beim Freischalten geholfen. Nachrichten in chinesischen Schriftzeichen zu lesen oder zu schreiben ist gar kein Problem”, berichtet Ingenieur Chen Chen (27) der NY Times.

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Second Life auf dem iPhone

Von: Dirk Kunde, Samstag, 16. Februar 2008 17:31 Uhr

Ok, natürlich schafft der Prozessor im iPhone nicht die geforderte Leistung für die zweite Welt. Was man hier sehen kann, ist ein Demo-Video des Unternehmens Comverse. Dabei werden die Inhalte von Second Life auf einem Server ausgeführt und auf das iPhone gestreamt. Darum reagiert die Avatar-Steuerung auch so langsam.

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Google profitiert vom iPhone

Von: Dirk Kunde, Freitag, 15. Februar 2008 9:48 Uhr

Google verzeichnet stark gestiegene Suchanfragen über das iPhoneDie Suchmaschine profitiert enorm vom iPhone. Da die Google-Suche sowie Google-Maps auf dem iPhone “vorinstalliert” sind, werden sie auch fleißig genutzt. Bis zu 50-mal mehr Suchen verzeichnen die Google-Logfiles über das iPhone als über andere mobile Geräte. “Wir hielten es für einen Irrtum und ließen es unsere Techniker noch einmal prüfen”, sagt Vic Gundotra, Leiter des Google-Mobilfunkgeschäfts, der Financial Times auf dem Mobile World Kongress in Barcelona. Dieses Verhalten hatte sich bereits früher schon abgezeichnet. Die Leute nutzen das iPhone sehr intensiv für den Zugriff auf Daten (Mails, Internet, Routenplanung).

Das ist gut für Google, denn die gestiegenen Zugriffe erhöhen auch ihren Umsatz bei der Werbevermarktung von Suchwörtern (Google AdWords). Aber auch die Provider profitieren von der mobilen Datennutzung. In den USA liege der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) bei AT&T mit dem iPhone fast doppelt so hoch wie der Gesamtdurchschnitt. Die iPhone-Nutzer müssen dort neben den Gesprächsminuten umfangreiche Datenpakete hinzukaufen.

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HTC positioniert sich neu

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 14. Februar 2008 10:08 Uhr

HTC positioniert sich neuDer taiwanesische Handyhersteller High Tech Computer Corporation (HTC) rückt enger an Google heran. Mit dem Betriebssystem Android will HTC massenmarkttaugliche Smartphones unter der eigenen Marke verkaufen. Bisher ist HTC nur als Auftragsfertiger für Mobilfunkbetreiber bekannt.

Der Vorstoß ist erstaunlich, da HTC bisher im Bett mit Microsoft liegt. Laut einem Interview in der FTD, stammen 70 Prozent aller Smartphones mit Windows Mobile aus den Fertigungshallen von HTC. “Windows Mobile hat viele Vorzüge, ist aber manchmal etwas zu kompliziert”, sagt Peter Chou, der HTC-Chef im Interview.

Das Google-Handy soll in der zweiten Jahreshälfte 2008 erhältlich sein. Wie so ein Smartphone aussehen kann, hat HTC bereits gezeigt und einen iPhone-Konkurrenten ins Programm aufgenommen. “Die Hersteller und Netzbetreiber kennen uns alle, bei den Endkunden ist HTC noch weitgehend unbekannt”, räumte Chou im Interview ein. In einigen Ländern wie Italien und Spanien sei HTC bereits als eigenständige Marke etabliert. In Deutschland ist der Hersteller noch etwas zurückhaltender, um Rücksicht auf seinen Partner T-Mobile zu nehmen.


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