Beiträge vom März 2009

Skype App funktioniert bestens

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 31. März 2009 9:36 Uhr

Skype App für das iPhone im Praxistest © SkypeIm Praxistest zeigt sich die kostenlose Skype App von ihrer besten Seite. Der erste Anruf aus dem WLAN meines Büros ging an David Nelles – Glückwünsche zum Geburtstag. Die Sprachqualität stand einem Anruf ins Festnetz in nichts nach. Kein Hall, kein Echo, fast keine Verzögerung. Respekt, da haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet. Kein Wunder, dass die Telekom gleich eine panische Abwehrreaktion an den Tag legt.

Die App hat ein sehr übersichtlich gestaltetes Menü. Bei den Kontakten kann man wählen, ob man alle oder nur die verfügbaren Leute sehen möchte. Die History-Liste zeigt alle geführten Gespräche an. Unter My Info kann man das eigene Profil bearbeiten – auch ein neues Foto mit der iPhone-Kamera schießen oder ein vorhandenes verwenden. Die Einstellungen zum Skype-Guthaben oder dem Anrufbeantworter im Netz sind hier ebenfalls zu sehen. Text-Chats sind mit der App natürlich auch möglich.

Wer sich regelmäßig in der Nähe von Hotspots aufhält, braucht eigentlich nichts anderes mehr für seine Kommunikation.

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Skype kommt – T-Mobile blockt

Von: Dirk Kunde, Montag, 30. März 2009 11:41 Uhr

Screenshots von Skype fürs iPhone bei cnetDiesmal aber in echt: Cnet kündigt den Start der kostenlosen Skype App für morgen im AppStore an. Redakteure von Cnet konnten schon mal einen Blick auf die Applikation werfen. Nur wenige Stunden nach der Ankündigung gibt es allerdings ein Statement von T-Mobile bei Wiwo.de, nachdem die Telekom-Tochter versuchen werde, VOIP im eigenen Netz als auch an den T-Hotspots technisch zu blockieren. „Der Schutz unserer Netz-Performance steht im Vordergrund“, begründet ein Unternehmenssprecher den Schritt. Hintergrund ist wohl eher die Errosion der T-Mobile-Geschäftsgrundlage durch VOIP-Technik. Damit sind Minutenpreise ein Relikt der Vergangenheit.

Mit der SkypeApp sind auf dem iPhone Telefonate und Chats bei einer bestehenden WLAN-Verbindung möglich. Telefonieren über Skype im Mobilfunknetz wird nicht klappen. Skype-Nutzer telefonieren untereinander kostenlos. Wer mag, kann sich SkypeOut-Guthaben kaufen, um günstige VOIP-Telefonate über das Internet zu führen.

Thema Sprachqualität: Die soll bei der SkypeApp besser sein als beispielsweise bei fring oder Nimbuzz. Kurt Thywissen, Entwickler der App, verriet Cnet, dass diese Anwendungen das Skype-Signal durch einen weiteren Server leiten und dabei das Audiosignal nochmals codieren. Das fällt bei Skype weg und soll somit auch hörbar sein. Wir lassen uns morgen überraschen …

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Harz IV für iPhone Nutzer

Von: Dirk Kunde, Montag, 30. März 2009 8:16 Uhr

Harz IV für das iPhone - FakeAppFast ein Jahr ist vergangen, seit dem das letzte Update der Applikation Harz III auf den Markt gekommen ist. Jetzt kommt endlich die Version Harz IV mit den lang erwarteten Features und Übersichten:

  • Grillplätze (grills around me) zwischen Wernigerode und Bad Sachsa
  • Schullandheimbuchung online
  • Gefälle-Angaben für Wanderwege
  • Winter-Öffnungszeiten aller Curlingplätze

Während man bei Harz I bis III die Schneefallhöhen nur von Oktober bis April empfangen werden konnten, ist der Empfänger von Harz IV für das iPhone besser ausgestattet.

Für alle denen diese Applikation zu unsinnig ist, sei Basel II empfohlen.

Entwickler: Harz Kommission in Braunlage. Die Freigabe im AppStore wird in Kürze erwartet.

Hier schreibt AppHuey, unser App-Experte für Fake-Apps, die es so nie geben wird, oder vielleicht doch?

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Ende des Regenbogens

Von: Dirk Kunde, Freitag, 27. März 2009 15:34 Uhr

Ende des Regenbogens von Jason Erdkamp Jason Erdkamp gelang diese Aufnahme vom Ende eines Regenbogens mit seinem iPhone in Orange County, Kalifornien.

Laut Mythos soll an diesem Ende ein Topf voller Gold stehen. Wie man hier sieht, endet er einfach auf der Straße. Aber Erdkamp gewann am gleichen Abend 25 Dollar in einer Lotterie.

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iPhone ab Mai bei China Unicom

Von: Dirk Kunde, Freitag, 27. März 2009 14:44 Uhr

iPhone Details auf der Seite von China Unicom, Screenshot von Dan ButterfieldAuf der regionalen Webseite des Telefonunternehmens China Unicom für Shanghai sind Detailinformationen zum iPhone aufgetaucht. Derzeit ist die Seite nicht erreichbar. Auf der Hauptseite des Providers findet sich keine Ankündigung für den iPhone-Start in China.

Dan Butterfield vermutet in seinem Blog iPhonAsia, dass China Unicom mit dem Start seines 3G-Netztes im Mai auch gleich das iPhone als passende Hardware anbieten möchte – zumindest im Großraum Shanghai. Außerdem sollen so die bereits reichlich vorhandenen iPhone-Besitzer dazu bewegt werden, zu China Unicom zu wechseln.

Die Meldung überrascht mich ein wenig, da bislang immer die Rede davon war, dass Apple mit dem größeren Anbieter China Mobile verhandle.

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WWDC 2009 – Entwicklerkonferenz in San Francisco

Von: Dirk Kunde, Freitag, 27. März 2009 11:41 Uhr

WWDC 2009 in San Francisco © AppleWer eine Idee für eine Applikation hat und noch einen Entwickler sucht, hat bei der Worldwide Developer Conference 2009 (WWDC) gute Chancen. Vom 8. bis 12. Juni 2009 treffen sich im Moscone Center West in San Francisco Entwickler aus aller Welt.

Fünf Tage tüfteln, fachsimpeln, diskutieren und präsentieren rund 5.000 Entwickler gemeinsam mit über 1.000 Apple-Spezialisten. Das dürfte dann die weltweit höchste iPhone-Dichte auf einem Quadratkilometer ergeben.

Tickets für den Kongreß kosten bis zum 24. April 1.295 Dollar, danach wird es 300 Dollar teurer.

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Skype kommt auf´s iPhone – mal wieder

Von: Dirk Kunde, Freitag, 27. März 2009 10:52 Uhr

Bisland gibt es Skype nur für Windows Mobile, eine iPhone-Version soll folgen © SkypeOm Malik streut auf seinem Blog, dass Skype eventuell kommende Woche vor dem Start des CTIA Wireless Kongreß in Las Vegas eine iPhone-Version präsentieren könnte. Ich kann gar nicht mehr zählen, die wievielte Ankündigung das ist …

Skype auf dem iPhone ist natürlich längst überfällig. Doch hat Apple ein entscheidendes Wörtchen mitzureden, bevor sich die Schranke des AppStores für die eBay-Beteiligung hebt. Skype hat sich in der Vergangenheit nicht gerade bei Apple beliebt gemacht, beispielsweise als sie öffentlich die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation in ihrer Bemühung unterstützten, den Jailbreak von iPhones nicht als Verletzung des Digital Millenium Copyright Acts einzustufen.

Apple könnte mit Rücksicht auf die Interessen der Mobilfunkprovider, die für exklusive Vertriebsverträge viel Geld bezahlt haben, auf eine Zulassung von Skype im AppStore verzichten. Dann bliebe nur noch der Vertrieb über Cydia für freigeschaltete iPhones.

Skype steht unter Druck und muss Gas geben. Sie werden allmählich links und rechts überholt. iSkoot beispielsweise bietet Skype-Apps für Symbian, Windows Mobile, PalmOS, Android und sogar den Blackberry an. Skype selbst schafft es gerade mal auf eine mobile Version für Windows Mobile Smartphones sowie das Nokia N800 (Linux basiert).

Bislang kann man Skype nur über den Umweg der Applikationen fring und Nimbuzz auf dem iPhone nutzen. Von fring bin ich überhaupt nicht angetan. Meist werden die Kontakte nicht korrekt als “online” angezeigt und die Sprachqualität ist unterhalb von CB-Funk. Ein erster Test mit Nimbuzz hinterlässt einen ganz anderen Eindruck. Die Sprachqualität der Internettelefonie war vollkommen in Ordnung. Der niederländische Anbieter vereint in seiner App auch die mobilen Zugänge zu Facebook, StudiVZ, Google Talk, ICQ, AIM, MySpace, Windows Live und sieben weiteren Netzwerken.

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Das passende Rezept immer in der Tasche

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 26. März 2009 10:25 Uhr

Das Rezept zum Kochen aber auch Einkauf, ist mit Kochbuch immer dabei © Gräfe und Unzer VerlagMit Kochbuch hat man seine Lieblingsrezepte immer dabei. Zu Besuch bei Freunden, im Urlaub und natürlich auch im Supermarkt beim Einkauf. Vor der Gemüseauslage kann man sich also inspirieren lassen, was heute in den Topf oder Ofen kommt. Und man weiß genau, welche Mengen man benötigt.

Die App kommt mit 50 Rezepten aus der Basic-Serie vom Gräfe und Unzer Verlag. Die Allround-Kochbücher verzichten auf unnötigen Schnickschnack und exotische Zutaten. In den Büchern geht es um Basiswissen zu Einkauf, Vorrat, Garmethoden als auch Küchengeräten. Die Gerichte reichen von Klassikern wie Bratkartoffeln bis zu Omas Lieblingsrezept für den Eintopf.

Was die App wirklich raffiniert macht, ist die Zutat der Erweiterbarkeit. In der Koch-Gemeinschaft Küchengötter findet man über 20.000 Rezepte. Daraus kann man Anleitungen in sein persönliches Kochbuch übernehmen und kostenlos mit der iPhone-App synchronisieren. Dann hat man wirklich immer alle Rezepte dabei und kann mit der Frage punkten: “Schatz, was magst Du heute essen?”

Preis: 2,39 €; Größe: 6,4 MB

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Reisen mit Fotos und Fingern auf der Landkarte

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 26. März 2009 8:35 Uhr

Fotos mit Geocodierung versehen und bei locr.com hochladen © Houdah Softwarelocr ist eine Geotagging Foto-Community mit Schwerpunkt Reisefotografie. Auf der Plattform kann man sich entweder eine Region auf der Weltkarte aussuchen und die entsprechenden Fotos anschauen, oder umgekehrt, tolle Fotos aussuchen und mehr über den Aufnahmeort erfahren. Perfekt für reisebegeisterte Fotofreunde.

Mit der etwas einfacheren Kamera im iPhone kann man nun über die Applikation „locr Upload and Share Photos” auch mitmachen. Das Programm nutzt das integrierte Ortungssystem, basierend auf GPS (iPhone 3G), WLAN oder Cell-ID vom iPhone, um geogetaggte Fotos zu locr hochzuladen. Bereits existierende sowie neu aufgenommene Fotos können gleichermaßen verwendet werden. Den Fotos können Beschreibungen, Stichwörter oder weitere Einstellungen hinzugefügt werden und auch das Hochladen zu existierenden locr-Alben ist möglich.

Programme für Windows Mobile- und Symbian-Smartphones existieren ebenfalls. Auch Apple-Nutzer, die lieber Bilder ihrer “großen Digitalkamera” hochladen wollen, finden bei locr einen Upload-Client für iPhoto und Aperture. Alle Fotos finden also ihren Weg in die Foto-Community.

Preis: Kostenlos, Größe: 0,5 MB

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Landung auf dem Hudson River als Spiel

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 25. März 2009 11:38 Uhr

Mit Sullys Flight die Landung auf dem Hudson River versuchen © Laminar ResearchMit Sully´s Flight kann man die Landung eines Airbus 320 auf dem Hudson River in New York nachspielen. Vorlage ist die spektakuläre Landung von Chesley Sullenburger, Pilot bei US Airways, im Januar 2009 auf dem Fluss, nach dem Gänse die Triebwerke beschädigt hatten.

Das Spiel basiert auf dem X-Plane Airliner Flugsimulator. Man startet, trifft auf die vermeintlich kanadischen Gänse, hat den Triebwerksausfall, kreist über Manhattan und versucht dann auf dem Fluss zu landen. Bewegt man das iPhone zu hektisch, kommt es zur Katastrophe und das Flugzeug versinkt. Währenddessen hört man Originalaufnahmen des Funkverkehrs zwischen der Luftraumüberwachung und dem Cockpit.

Ob der “Held vom Hudson” an dem Spiel mitverdient, ist nicht bekannt. Er hat jedenfalls bereits einen Vertrag mit dem amerikanischen Verlag William Morrow über seine Lebensgeschichte und einen weiteren Buchtitel abgeschlossen. Es sei ihm gekönnt.

Preis: 0,79 €, Größe: 8 MB

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iKill 3.0 – Paradigmenwechsel bei Apple

Von: Diddo Ramm, Dienstag, 24. März 2009 15:49 Uhr

ngmoco:) bringt mit Live Fire einen Egoshooter auf das iPhoneFür viele fast unbemerkt hat letzte Woche ein Paradigmenwechsel bei Apple stattgefunden. Wovon ist die Rede? Von der Einführung des iPhone Betriebsystem 3.0. Denn letzte Woche wurde, ohne mit der Wimper zu zucken, mit einem Tabu gebrochen. Es war vorauszusehen, und viele von uns Nutzern können nicht anders als zugeben: Wir waren dabei und haben es gewusst.

Drehen wir einmal die Zeit zurück. 10. Januar 2007, Macworld in San Francisco. Steve Jobs stellt ein „widescreen ipod mit touchcontrolls”, ein „internet communicator” und ein „revolutionary mobile phone” vor – das iPhone. Neben der Hardware gab es aber auch weitere Revolutionen, eine Computer-Systemsoftware, nämlich OS X auf einem Handy, und damit „desktop class” Applikationen. So etwas hatte die Welt noch nicht gesehen.

Geben wir es zu, wir waren froh, Jünger von Apple zu sein, ganz vorne an der Front der technologischen Innovationen. Und dann sprach Steve Jobs, unser Messias, noch von der neuen Qualität der Software. Und genau das tat er auch Monate später, im März 2008, bei der Einführung der ersten iPhone SDK: „Begrenzungen? Ja – kein Porno, keine illegalen, bösen Applikationen.” (O-Ton: „Limitations? Yes. No porn, illegal, malicious apps.”)

Nun „böse” kann man verschiedenartig interpretieren, die USA ist sogar schon in einen Krieg gegen „das Böse” gezogen. „Kein Porno” hinterlässt dagegen keine Zweifel, dass Applikationen mit diesem Inhaltsspektrum ihren Weg NICHT auf das iPhone finden würden. Doch missverstehen Sie mich bitte nicht, ich selbst besitze zwei iPhones, ich liebe das iPhone. Mein 14-jähriger Sohn auch.

Ich war also wie geplättet, als bei der Vorstellung der Systemsoftware Version 3.0, nicht nur kreative Momente wie die Ocarina-Spieler Eingang in die Welt von Apple fanden, nicht nur kleine putzige Hundewelpen-Spiele, sondern ein oder besser der erste Egoshooter, die „Königsdisziplin aller Spielehersteller”, für das iPhone vorgestellt wurde: das Spiel „Live Fire“.

Zugegeben, Amerikaner sind, was Gewalt betrifft, nicht so zimperlich wie wir Deutschen. Aber auch ein sich nach Kalifornien verirrter, gut gelaunter Engländer als Chef von ngmoco:) (mit nettem Smiley im Firmennamen und viel Geld aus dem Risikokapitaltopf iFund von KPCB), konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier gerade eine große Idee zugunsten des blanken Kommerz zu Grabe getragen wurde.

Natürlich weiß jeder, dass mit Spielen endlos viel Geld verdient werden kann, und keiner will jemandem die Freiheit nehmen, sich mit diesem oder jenem zu unterhalten. Aber ehrlich, braucht das iPhone, das offensichtlich zur neuen Nintendo DS und Sony PSP ausgebaut wird, wirklich Killerspiele?

Und war die „Killerapp Number One” nicht einmal das Telefonieren? Wie wäre es mit Flash für das iPhone? Verstehe, Flash würde sämtliche beweglichen Inhalte und gerade diejenigen über den Browser aufs iPhone holen, und dazu gehört eben auch Pornografie. Das kann vielleicht der Grund sein, warum es Flash bisher nicht auf dem iPhone gibt. Aber vielleicht bin ich ja auch zu naiv. Flash würde Inhalte aufs iPhone bringen, an denen Apple NICHT mitverdienen könnte. Also will Apple wohl lieber an dem endlos großen Spielekuchen mitverdienen, egal wie!

Steve Jobs listet im März 2008 die Einschränkungen für Apps auf. © AppleNun wurde die Vorstellung der iPhone Systemsoftware 3.0 von langer Hand geplant und Cupertino und Winnenden sind weit voneinander entfernt. Doch was am 11. März mit zu einem Amoklauf eines pubertierenden Jungen beigetragen hatte – das geistig unkontrollierte Spielen von Egoshootern wie FarCry2 und Counterstrike – war wohl am 17. März im ach so weit entfernten Cupertino niemandem recht bekannt. Pietätlos würde man sagen, aber dann, das amerikanische Weltbild unterscheidet sich eben doch recht stark von unserem europäischen, wenn wir denn überhaupt als Welt da drüben bekannt sind. Und Live Fire, it’s just hell lot of fun.

Es geht hier schlechtweg nicht darum, eine nachweisbare Verbindung von Egoshootern zu Amokläufern zu konstruieren, aber warum wird hier nun einfach mit dem Tabu der Gewaltverherrlichung gebrochen? Hat man Existenzielles verpasst, wenn man nie einen Egoshooter gespielt hat?

Soll nun überall, in U- und S-Bahn, in Bussen, in der Schulpause, im Unterricht mit Peer-to-Peer (danke, iPhone 3.0) auf dem iPhone die Grundlage weiteren Verwirrtseins oder soll ich besser sagen weiterer Abhängigkeit fortgeführt werden? Live Fire zwischen erster und zweiter Stunde zum Beispiel? Denn eins ist klar, es ist inzwischen bewiesen, dass diese Spiele abhängig machen. Da sollte sich bei Apple niemand etwas vormachen, dieser Schritt führt zwangsläufig zu iPhone-Verboten an Schulen und Universitäten und damit bei einem Großteil der Zielgruppe, von dem Verlust an positiven Markenwerten ganz zu schweigen.

Denn seien wir ehrlich. iPhones sind cool, gerade für die jungen Menschen, die gerne verbal oder per SMS kommunizieren, die nicht in der Lage sind, mehr als drei grammatikalisch korrekte Sätze per Brief, geschweige denn per E-Mail zu verfassen, die gerne zum Teil wirklich hirnentleerte Youtube-Videos angucken und eben auch gerne mobil das eine oder andere Videospiel konsumieren wollen, ohne immer ihren alten PC mit an jeden Ort der Welt schleppen zu müssen.

Das iPhone ist spitze und die Abhängigkeit auch. Geben wir es doch zu, wer einmal ein iPhone besessen hat, ist „hooked”. Wer Kindern zuguckt, wie sie „ihre” Spiele nutzen, sieht: Sie sind ebenfalls „hooked”. Da kommen zwei zusammen. Gut, abhängig von Hundewelpen zu sein, scheint nicht eine Gefahr für die Welt an sich darzustellen, wenn dann aber Spiele ganz offensichtlich labilen Gestalten ein neues Weltbild ermöglichen, an dessen Ende der Tod von unzähligen Menschen steht, ist das doch sehr bedenklich. Und ehrlich, man sollte solchen Umständen keinen Vorschub leisten.

Warum also Spiele einfach überall, in egal welcher Qualität auch immer, jederzeit zur Verfügung stellen? Was ist das neue Apple-Konzept des App-Stores? Und komm jetzt bitte keiner mit den Eltern-Sperren, die sind für Kinder leichter zu knacken, als Spam-Mail den Weg in unsere Mailer findet.

Also Steve Jobs, ich kann gut ohne Egoshooter auf meinem iPhone, will mein iPhone nicht vor meinen Kindern verstecken, würde ihnen gerne so was Tolles schenken, aber war da nicht einmal was mit „no malicious apps”? Quo vadis Apple?

Was denken Sie? Diskutieren Sie mit!

diddorammÜber den Autor:

Diddo Ramm, 44, Vater zweier Söhne und Unternehmer, bezeichnet sich als Early-Adapter und gleichzeitig als „Digital-Abhängiger”. Ramm betreut und trainiert in seiner Freizeit eine Fußballjugendmannschaft in Hamburg-Altona.

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