Beiträge vom Mai 2010

Brief an Steve Jobs: Verleger pochen auf Pressefreiheit

Von: Dirk Kunde, Montag, 31. Mai 2010 10:37 Uhr

Die deutschen Zeitschriftenverleger drängen Apple zu mehr Pressefreiheit und einer besseren Beteiligung an den App-Einnahmen. In einem Brief an Steve Jobs schreiben sie: “Wir leben in einer multikulturellen Welt. Das bedeutet, dass Inhalte, die in einem Land völlig akzeptabel sind, in einem anderen als ungeeignet erscheinen können. [...] Einheitliche Regeln für die ganze Welt sind eine Einschränkung der Pressefreiheit und der Wahlfreiheit für die Leser.” Nach Informationen der dpa ging der Brief vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und dem internationalen Dachverband FIPP bereits Mitte März an den Apple-Boss.

VDZ-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Fürstner sieht die Gefahr, dass Verlage “auf bloße Inhaltelieferanten” reduziert werden. Viele Verlage setzen ihr Hoffnung auf das iPad, was bezahlte digitale Inhalte angeht. Etliche Häuser (Springer mit iKiosk, Spiegel, brand eins) bieten für Apples Tablet-Rechner einen kostenlosen Reader an, in dem man für die jeweiligen Ausgaben bezahlt. Nach einer internen VDZ-Einschätzung wollen bis Anfang 2011 rund 45 Prozent aller deutschen Zeitschriftentitel eine kostenpflichtige App bzw. Inhalte anbieten. 26 Prozent der Titel sollen kostenlos bleiben.

Der Springer-Verlag unterstreicht seine Entschlossenheit, Apple die Stirn zu bieten, indem er auf die weißen Blitzer auf Busen und Po in der PDF-Version seiner Bild-App verzichtet. Nach den Apple-Regeln (No Nudity) riskieren sie damit einen Rauswurf aus dem AppStore.

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iPad-Logik: Mehr Pixel = höhere Preise

Von: Dirk Kunde, Montag, 31. Mai 2010 10:25 Uhr

Mit der größeren Bildschirmdiagonale sind auch die Preise für Apps gestiegen. Die vielen 0,79 Euro-Apps wie beim iPhone findet man hier nicht. Man bekommt den Eindruck, die App-Entwickler nutzen die “Vergrößerung”, um auch mehr Geld für ihre Apps zu verlangen. Dabei handelt es sich oft um identische Apps, mit gleichem Funktionsumfang, die eben nur dem größeren Display angepasst wurden. Aktuell liegen die Preise der umsatzstärksten Apps zwischen 1,59 und 39,99 Euro.

Spontanes Beispiel: TV Movie HD. Die digitale Fernsehzeitung kostet 9,99 Euro. Für die iPhone-Version werden nur 79 Cent verlangt.

Laut den Nutzerkommentaren bei iTunes bekommt man für die knapp zehn Euro allerdings nur eine rudimentäre Version der Filmbesprechungen, z.T. ohne Bilder. Dafür gab es bislang 14 Mal nur einen Stern in der Bewertung. Wer das volle TV-Programm will, muss noch ein Abo abschließen. Das kostet über den In-App-Kauf 1,59 Euro für zwei Monate und 4,99 Euro für ein Jahr.

Das gedruckte Programmheft kostet 49,40 Euro für ein Jahr. Doch bekommt man einen Universal-Gutschein in Höhe von 40 Euro dazu. Damit kostet das Jahresabo nur noch 9,40 Euro. Der iPad-Nutzer zahlt für ein Jahr 14,98 Euro.

P.S.: Was das Kürzel HD bei dieser und diversen anderen iPad-Apps soll, ist mir ein Rätsel. Mit High Definition hat die Auflösung des iPads von 1024 x 768 Pixeln nichts zu tun. Das entspricht einer XGA-Auflösung. Die kleinste HD-Auslösung (HD ready) liegt bei 1280 x 720 Pixeln.

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Telefonate mit Skype im Mobilfunknetz

Von: Dirk Kunde, Montag, 31. Mai 2010 9:50 Uhr

Mit der Version 2.0 ermöglicht Skype auch Telefonate im 3G-Mobilfunknetz. Bis mindestens August 2010 sind Anrufe von Skype-zu-Skype-Konten kostenlos. Anrufe im WLAN zwische Skype-Teilnehmern bleiben weiterhin kostenlos.

Mein erster Testanruf im Mobilfunknetz zum Echo Test von Skype war nur die ersten fünf Sekunden gut, danach knallte, pingte, pochte und echote es so stark im Hörer, dass man nichts mehr verstehen konnte. Eine Erfahrung, die ich auch schon bei Telefonaten mit der Sipgate-App im Mobilfunknetz gemacht habe. VoIP im Mobilfunknetz ist eine nette Idee, jedoch gefühlt noch weit weg von der Marktreife.

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Warum Apple so erfolgreich ist

Von: Dirk Kunde, Freitag, 28. Mai 2010 17:14 Uhr

Vielleicht erklärt das, warum Apple so beliebt bei seinen Kunden ist. Sechs Stunden nach dem Kauf meines iPads erhalte ich eine Mail mit dem Angebot, mir deutschsprachige Einführungsvideos anzuschauen, falls ich mit einer der Funktionen nicht klar komme. Ich kaufe seit zwei Jahrzehnten Gadgets, aber das passiert mir zum ersten Mal. Einen derartigen Kundenservice habe ich noch bei keinem anderen Unternehmen erlebt.

Auch die Art und Weise, wie ruhig und besonnen die Verkäufer heute den Ansturm der Leute im Apple Store abgearbeitet haben, hat einen guten Eindruck hinterlassen. Ok, die Vorstellung des Verkäufers per Vornamen und das Duzen muss man mögen, aber mir liegt das. Apple macht nicht nur schöne Produkte, sondern geht auch gut mit seinen Kunden um.

Ok, ich höre bereits die Aufschreie. Ja, die Verschlossenheit des Unternehmens, das sektenartige, fast schon religiöse Verhältnis zwischen Steve Jobs und den Apple-Fan-Boys sowie der Kontrollzwang sind nicht ganz so lobenswert.

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iPad-Verkaufsstart in Deutschland

Von: Dirk Kunde, Freitag, 28. Mai 2010 8:26 Uhr

Heute geht es in Deutschland los: Verkaufsstart des iPad. Nach der Schlange im Alstertal Einkaufszentrum (AEZ) in Hamburg zu urteilen, wird der Tablet von Apple ein großer Erfolg. Hier dürften rund 500 Leute stehen.

Bereits vor Ladenöffnung um 8 Uhr, schlängelt sich die Reihe der Menschen durch den breiten Gang des Einkaufszentrums – in Schach gehalten von Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma. Mitarbeiter von Starbucks verteilen Kaffee, andere reichen den Wartenden Wasserflaschen. Warten Deluxe – mit Dach über dem Kopf und Catering.

Um Viertel vor Acht fällt der schwarz Vorhang im Laden und die rund zwanzig Verkäufer beklatschen und bejubeln sich selber. Sie machen ein Welle. Die Menge schaut interessiert, aber reserviert zu – eben Norddeutsche. Die Medienvertreter wimmeln um den Eingang, in den Punkt 8 Uhr einzeln eingelassen wird. Die “blauen Engel” (Verkäufer in blauen T-Shirts) holen die Käufer einzeln am Eingang ab, wo bereits der Modell-Wunsch erfragt wird, und führen sie in den Laden. Dort wird das heilige Tablet dann ausgehändigt.

Mir ist die Schlange eigentlich zu lang, ich will schon aufbrechen in die Schanze, beim dortigen Apple-Fachhändler soll es das iPad auch geben. Da treffe ich Nils Jacobsen und seinen Bekannten in der Schlange. Mit Nils besorge ich Frühstück und dann stehen wir zu Dritt an 40. Position in der Schlange. Rund eine halbe Stunde später fragt vor dem Einlass eine Mitarbeiterin meinen Versionswunsch ab. Dann wird mir Nils (einer der Verkäufer im blauen T-Shirt) vorgestellt und er begleitet mich in den Laden. Die amerikanische Verkaufsweise gefällt mir, in einem “deutschen” Laden hätte es bei der Menge Hauen und Stechen gegeben. Nun führt mir Nils zwei unterschiedliche Hüllen vor, packt sie sogar für mich aus. Von Hektik keine Spur. Dann holt er mein iPad, stehen locker an einem der Tische. Auf der Genius Bar stehen rund 1.000 Packungen. Wie viele noch auf Lager sind, will/kann Nils nicht sagen. “Aber bis heute Abend werden die schon ausreichen”, meint er.

Nils zieht meine Kreditkarte durch sein Handgerät, da ich die auch im AppStore benutze, hat er sofort meine Daten im Display. “Soll ich Dir die Rechnungen mailen”, fragt er. Eine Minute später sehe ich den Maileingang auf meinem iPhone. Schöne neue Welt. Das iPad und seine Hülle kommen in die Apple-Rucksacktüte, wie ich sie noch aus meiner Jugendzeit von Benetton kenne.

Kaum habe ich den Laden um 10:05 Uhr verlassen, renne ich fast in ein Mikrofon von Hamburg 1, unserem Stadtsender. Die Kamera ist auch nicht weit. Was mich denn nun am iPad so fasziniert? Ob ich es mal auspacken und einschalten könnte? Naja, macht man doch gern. Ob ich jetzt noch mal für die Kamera weggehen könnte? Klar doch, ich will nämlich ins Büro und das Ding aktivieren.

Nils Bekannter (nicht der Verkäufer, der Freund von Nils Jacobsen, ist etwas verwirrend die Namensgleichheit) ist übrigens unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Sein Wunsch-iPad mit 16GB war bereits ausverkauft. Der arme Kerl, hatte seit 7:30 Uhr in der Schlange gestanden.


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DocInsider bringt Patienten-Fragebogen auf das iPad

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 27. Mai 2010 14:49 Uhr

“Werden Sie angemessen in Entscheidungen eingebunden?” lautet eine der Fragen in der DocInsider iPad-App. In vier Schritten können Patienten ihren Arztbesuch in Textform als auch Noten (1 bis 5) bewerten. „DocInsider verfolgt den innovativen Ansatz, die klassische Patientenforschung mit neuen Elementen des Internets zu verbinden und populär zu machen”, sagt Prof. Dr. med. Friedrich Wilhelm Schwartz, Direktor des ISEG und ehemaliger Vorsitzender des Sachverständigenrates für das Gesundheitswesen. Das Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISEG) an der Medizinischen Hochschule in Hannover hat gemeinsam mit DocInsider den Fragebogen entworfen. Die Patientenbewertungen werden später evaluiert und statistisch ausgewertet. Diese Auswertungen erhalten auf Wunsch auch die Praxen, so will DocInsider einen Beitrag zur Qualitätssicherung der medizinischen Versorgung leisten.

Das Hamburger Start-up beitet seit 2007 ein Bewertungsportal für Ärzte und Gesundheitsanbieter. Über 2.500 Ärzte nutzen die Plattform zur Imagebildung indem sie Fragen beantworten und Expertenbeiträge verfassen. „Durch das iPad wird die Bewertung von Ärzten und komplementären Anbietern noch populärer. Patienten erhalten noch mehr Transparenz bei der Auswahl“, sagt Ingo Horak, Gründer und Geschäftsführer. Zum Start sind 14 Praxen und Kliniken mit dabei und bieten ihren Patienten den Fragebogen auf dem iPad an. Interessierte Praxen müssen sich das iPad selber anschaffen.

Es bleibt die Frage: Nehmen sich Patienten nach ihrem Arztbesuch die Zeit, sich nochmals ins Wartezimmer zu setzen und den Fragebogen auszufüllen? Die Zeit vor der Arzt-Konsultation ist doch viel interessanter. Das iPad könnte der Ersatz für den Lesezirkel werden – endlich aktuellen Magazine und (per WLAN) Webinhalte lesen. Natürlich ist das iPad im Wartezimmer der perfekte Platz für Gesundheits- und Pharma-Magazine.

Die DocInsider-App wurde mitentwickelt von der Neofonie GmbH. Der Berliner Dienstleister ist auf die Software-Entwicklung mobiler Anwendungen spezialisiert. Ja, es ist ein Tochterunternehmen des WeTab-Anbieters.

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Im Social Web bei Gefallen mit Flattr bezahlen

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 27. Mai 2010 14:02 Uhr

Seit heute nutze ich Flattr. Es ist ein Bezahldienst für Kleinstbeträge. Die Idee ist schnell erklärt (siehe auch: Video): Die Schöpfer von Blogs, Musik und Videos im Social Web haben nicht die Reichweite, dass sich klassische Banner-Werbung lohnt. Ob sie gewollt ist, ist noch eine andere Frage. Für die Texte, Filme, Musik bezahlen, wollen die wenigsten Nutzer. Die Inhalte sollen ohne Bezahlschranke verfügbar sein.

Flattr geht den Mittelweg: Kleinstbeträge und Freiwillig. Die Inhalteanbieter binden den Flattr-Button auf ihrer Seite ein. Wenn einem Leser, Hörer, Zuschauer der Inhalt gefällt, klickt er den Button und zahlt damit einen kleinen Betrag.

Kein Nehmen ohne Geben: Jeder der Einnahmen via Flattr erzielt, muss auch geben. Man legt einen monatlichen Betrag fest (mind. 2 Euro). Dieser Betrag wird am Monatsende auf alle Empfänger verteilt, deren Button man geklickt hat. Hat man zehn Mal an verschiedenen Stellen geklickt, erhält jeder Autor 20 Cent, hat man 1.000 Mal geklickt, sind es eben nur 0,2 Cent. Und da sind wir schon am Knackpunkt: Flattr wird nur funktionieren, wenn viele mitmachen. Also, weitersagen.

Der Name Flattr ist eine Kombination aus Flatrate und to flatter (engl: jemandem schmeicheln). Geboren wurde die Idee in Schweden. Einen der Gründer, Peter Sunde, habe ich auf der next 10 in Berlin erlebt. Die Idee hat mich begeistert, wie auch seine Lebensgeschichte (Mitgründer von Pirate Bay).

Auch ich glaube daran, dass nützliche Tipps, Anleitungen und sonstige Hilfen, die Seiten wie diese bieten, etwas wert sein sollten. Darum gibt es ab heute unter jedem Beitrag auf meinen Seiten, iPhone-Fan, Android-Fan und dem Spartier einen Flattr-Button.

Nachtrag: Ich bin noch ein wenig ins Grübeln gekommen. Wenn alle, die Einnahmen erzielen, auch Geld ausgeben müssen, bleibt das ja ein geschlossener Kreislauf. Wie wollen denn Blogger höhere Einnahmen als Ausgaben erreichen? Da beißt sich das System in den Schwanz. Nur wenn mehr rein- als rausfließt, kann das wirtschaftlich für die Inhalteschaffenden attraktiv sein.

Thema: Apps | Kommentare (4)

Fritz App Fon: Mit dem iPhone an einer Fritz-Box telefonieren

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 26. Mai 2010 10:25 Uhr

Mit der kostenlosen Fritz App Fon kann man sein iPhone als Festnetztelefon an einer Fritz-Box von AVM nutzen.  Das funktioniert mit einem iPhone 3G oder 3G S an den Box-Modellen 7390, 7270, 7170. Einfach die App installieren und dann den Anweisungen folgen. Im Menü der Fritz-Box muss das iPhone als neues Telefon angemeldet und eingerichtet werden. Das ist aber mit wenigen Klicks erledigt.

Die Verbindung zur Fritz-Box und die Telefonie-Anbindung zeigt die App mit einem grünen Icon oben rechts an. Ansonsten ist die Anwendung simpel gehalten: Ein Ziffernfeld zum Wählen sowie Symbole für die Anrufliste, das Telefonbuch und Mehr (Einstellungen). Mit der App zu telefonieren, hat bei mir auf Anhieb funktioniert. Allerdings war während des Gesprächs ständig ein leichtes Knacken zu hören. Bei einem eingehenden Anruf habe ich während die anderen Festnetztelefone bereits läuteten, die App aktiviert. Doch der aktuelle Anruf wurde nicht im iPhone signalisiert – musste dann also doch laufen. Vielleicht wird das mit der Multitasking-Funktion ab OS 4.0 möglich.

Auf das Telefonbuch in der Box konnte ich sofort zugreifen. Das Icon für die Anrufliste dagegen reagiert überhaupt nicht. Ich kann weder getätigte Anrufe sehen, noch auf den Anrufbeantworter zugreifen.

Ein schwaches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die App bereits Anfang März zur CeBit angekündigt war und erst am 21. Mai 2010 mit so magerem Funktionsumfang im AppStore erscheint. Hier setze ich mein Hoffnung auf ein Update.

Nachtrag 17. Juli 2010: Selbst mit dem Update 1.0.7 für das iOS 4 tut es die App nicht richtig. Der Anruf wird nicht auf dem iPhone signalisiert, wenn die App nicht aktiv im Vordergrund ist. Das sollte doch aber der Vorteil vom Multitasking sein. Selbst wenn man die App bei einem eingehenden Anruf aktiviert, nimmt sie den Anruf nicht an. Das Ding ist spätes Alpha-, frühes Beta-Stadium. Ich habe meine Bewertung von zwei auf ein iPhone heruntergestuft.

Update 20. September 2010: AVM ist vorsichtiger geworden. Nun gibt es eine zweite App mit dem Zusatz Labor, um deutlich zu machen, dass es eine Betaversion ist. Fritz App Labor Fon soll multitaskingfähig sein, also klingelt das iPhone auch bei eingehenden Anrufen, wenn die App nicht im Vordergrund aktiv ist. Ich konnte es leider noch nicht probieren, weil das dazugehörige Update meiner Fritz-Box daheim nicht funktionierte. Die aktuelle Software wollte die neue Version einfach nicht erkennen und installieren, manuell liess sich das Update nicht von der Webseite “ziehen”.

Meine Wertung
Eins von fünf iPhones

Preis: Kostenlos, Größe: 1,3 MB

Thema: Apps, Neu & Updates | Kommentare (11)

iTunes AGB: Wer liest 97 Seiten?

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 25. Mai 2010 20:43 Uhr

Wer hat eigentlich die kompletten 97 Seiten der neuen iTunes-Geschäftsbedingungen (AGB) auf seinem iPhone gelesen?

Bei mir war auf Seite 2 Schluss, als von Ohnmacht, Übelkeit und unkontrollierten Bewegungen die Rede war.

Thema: Nachrichten | Kommentare (11)

MiFi: Privates WLAN-Netz im Urlaub

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 19. Mai 2010 14:55 Uhr

Aufgepasst Ihr Netz-Junkies: Wer auch im ausländischen Ferienhaus nicht auf Twitter, Facebook, Mails und den Rest des Webs verzichten kann, braucht die MiFi 2352 von Novatel Wireless. Die Zigarettenschachtel-große Box macht aus dem Mobilfunksignal ein WLAN-Netz oder wie die Amerikaner sagen WiFi, daher die Namens-Anlehnung.

Klar, könnte man auch mit einem Surf-Stick am Laptop im Urlaub ins Internet gehen. Aber was macht der Partner mit dem iPhone oder einem anderen WLAN-fähigen Gerät? Der schaut in die Röhre oder zahlt hohe Roaming-Gebühren.

Für die MiFi kauft man im Urlaubsland eine Daten-SIM-Karte. Bei HSDPA-Empfang, surft man mit bis zu 7,2 Mbits Download-Geschwindigkeit, aber auch UMTS oder GPRS funktionieren. Damit entsteht im Ferienhaus ein privates WLAN-Netz, an das man bis zu fünf Geräte anschließen kann.

Den Zugang sollte man allerdings mit einem Passwort schützen, sonst surfen die Nachbarn auf dem Guthaben mit. Das schwarze Kästchen (auch in weiß erhältlich) ist gerade mal 81 Gramm schwer. So kann man es in der Jackentasche mit zum Strand, in den Biergarten oder auf den Balkon nehmen. Einfach das Gerät einschalten und lossurfen. Es hat nur einen einzigen Knopf, ist also idiotensicher in der Bedienung. Die Farbe des Power-Buttons verrät einem die Netzqualität. Violett steht für HSDPA, Blau für UMTS und Grün für GPRS/EDGE. Der Li-Ionen-Akku (1.530 mAh) hält rund drei Stunden im Web ohne Stromversorgung.

In meinem Test hatte ich in den Niederlanden fast durchgehend HSDPA-Verbindung. Für die MiFi habe ich mir in einem Telefonladen eine Data Only-Karte von Vodafone (4,99 Euro) gekauft. Ein Megabyte (MB) Datenvolumen kostet 0,33 Euro. Die Guthabenkarten gibt es in jedem Supermarkt. Die Konfiguration des Netzwerkes erfolgt über eine Browserfenster (www.mifi) am Rechner. Im Menü kann man dem Netzwerk einen Namen (SSID) geben und einenVerschlüsselungsstandard (WEP/WPA/WPA2) auswählen. Hier sieht man auch, wie viele Geräte angemeldet sind und welches Datenvolumen bereits “versurft” wurde.

Die MiFi erspart dem reisenden iPhone-Nutzer einen SIM-Kartentausch. Er ist unter seiner gewohnten Telefonnummer erreichbar und kann alle Web- und Datendienste per MiFi mit lokaler Mobilfunkkarte nutzen. Vor der Abreise sollte man in den Einstellungen, das Daten-Roaming im iPhone deaktivieren, um zusätzliche Datenkosten zu vermeiden (Einstellungen / Allgemein / Netzwerk / Daten-Roaming).

Die handliche MiFi, gerade mal 62 mm x 98 mm groß und 15,3 mm dick, verfügt über eine GPS-Antenne. Somit sind Ortungsdienste nutzbar, wenn man das Gerät per USB-Kabel als Modem ans Laptop hängt. Außerdem hat man einen SD-Kartenschacht. In meiner Testversion steckte eine Micro-SD-Karte so groß wie mein kleiner Fingernagel mit zwei GB Speicherplatz. Darauf lassen sich beispielsweise die Urlaubsfotos sichern.

Kommen wir zu den Nachteilen, davon konnte ich nur zwei ausmachen. Nummer Eins: Der Kabelsalat. Der MiFi kommt mit einem Netzstecker, der an den MicroUSB-Eingang angeschlossen wird. Will man die MiFi als Modem am Rechner nutzen, braucht man noch ein zweites USB-Kabel. Warum das Ladekabel, wie beim iPhone, nicht gleich beide Funktionen übernehmen kann, ist mir ein Rätsel. Schließlich will man sein Reisegepäck schmal halten.

Der zweite Nachteil ist der Preis. Die MiFi gibt es bei Amazon für rund 255 Euro. Das macht nur Sinn, wenn man regelmäßig im Ausland unterwegs ist oder sich das MiFi mit Freunden teilt. Oder einen anderen Einsatzzweck in Deutschland dafür hat (z.B. eigenes WLAN bei einer Messe oder Präsentation).

Ansonsten hat das kleine Kästchen die volle iPhone-Zahl in der Bewertung durchaus verdient. Doch für Preis und Kabelsalat gibt es einen Abzug.

Meine Wertung
Vier von fünf iPhones

Preis: ca. 255 Euro

Thema: Zubehör | Kommentare (9)

Mietwagen Preisvergleich: Günstige Leihwagen finden

Von: Dirk Kunde, Montag, 17. Mai 2010 9:57 Uhr

Mietwagenpreise zu vergleichen, kann eine zeitraubende Urlaubsvorbereitung sein. Da kommt eine Meta-Suchmaschine für Preise gerade recht. Diese App sucht für rund 100 Länder, aber auch in Deutschland, die günstigsten Preise für Leihautos.

Dabei werden die Preise nicht direkt bei den Mietwagenfirmen, sondern in den Preistabellen der Mietwagenvermittler, gesucht. Das sind Unternehmen, die zu günstigen Preisen die Überkapazitäten der namhaften Anbieter wie Sixt, Hertz, Europcar und Avis vermarkten. Mietwagen Preisvergleich arbeitet unter anderem mit Auto Europe, Holiday Autos, Car del Mar, Mietwagen.com und e-mietwagen zusammen. Die Angebote liegen bis zu 50 Prozent unter den regulären Tarifen. Alle Mietangebote sind Endpreise, also inklusive Vollkasko- und Kfz-Diebstahlversicherung sowie unbegrenzter Kilometer.

Nach Eingabe von Mietort und Mietzeitraum kann man noch die Wagenklasse (klein, mittel, groß) bestimmen und dann zeigt die App die Ergebnisse nach Preisen sortiert an. Ein Fingertipp auf das Ergebnis zeigt die Wagenklasse und weitere Details an. Man kann dann beim Vermietunternehmen anrufen oder auf „Jetzt buchen“ tippen. Damit landet man auf der Webseite des Anbieters. Die App-Anbieter arbeiten an einer direkten Buchungsmöglichkeit in der App. In kommenden Versionen soll auch die Abfrage von Einwegmieten möglich sein.

Die App-Anbieter betreiben seit vier Jahren Mietwagen-Auskunft.de. Seit 2007 arbeiten sie mit der Organisation Naturfund zusammen, da dem Unternehmen nach Auskunft von Geschäftsführer Bernhard Frank eine Reduktion des CO2-Ausstosses am Herzen liegt. Für jede zehnten vermittelten Wagen, spendet das Unternehmen einen Baum zur Aufforstung des Regenwaldes in Honduras.

Meine Wertung
Vier von fünf iPhones

Preis: Kostenlos, Größe: 2,3 MB

Thema: Apps | Kommentare (3)



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