Beiträge vom September 2010

Telekom-Monopol fällt am 28. Oktober

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 30. September 2010 12:20 Uhr

Mit Vodafone bekommt die Telekom Ende des Monats einen Wettbewerber, der offiziell von Apple mit dem iPhone 4 beliefert wird. Laut Macnotes ist der 28. Oktober 2010 Verkaufsstart und ab dem 14. Oktober würden die Smartphones beworben. Damit endet der exklusive Deutschland-Vertrieb für den “roten Provider” rechtzeitig vor dem lukrativen Weihnachtsgeschäft.

Die Tarife dürften denen der Telekom sehr ähnlich sein. Vodafone hat nicht vor, mit Dumping-Preisen in den Markt zu gehen. Außerdem versieht das Düsseldorfer Unternehmen die Smartphones mit einer Netzsperre (Simlock) damit sie nur im Vodafone-Netz verwendet werden. Zur Markteinführung 2007 hatte das Unternehmen noch gegen den exklusiven Vertrieb und Simlock-Fesseln der Telekom geklagt. Inoffiziell vermittelt Vodafone bereits seit Monaten an seine guten Kunden iPhones über Subunternehmer.

Ob mit dem Ende des exklusiven Vertriebs noch weitere Provider hinzukommen, die Rede war von O2, ist bislang unklar. Im Vertrag zwischen Apple und Telekom bestand im viertel Quartal 2010 ein Sonderkündigungsrecht. Wer von beiden gekündigt hat, ist nicht überliefert. Ich gehe aber mal davon aus, dass die Telekom mit dem Vertriebsdeal bislang recht zufrieden war.

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Sechs Video-Tutorials für Einsteiger bei iPhone & Co

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 30. September 2010 11:50 Uhr

Hier kommt etwas Werbung für einen Kooperationspartner: In der aktuellen Ausgabe der iPhone & Co (10/2010) befinden sich auf der beiliegenden CD sechs meiner Anleitungsvideos für Einsteiger.

Außerdem wird in der aktuellen Ausgabe (7,90 Euro) das iPhone 4 unter die Lupe genommen und 270 Apps wurden getestet. Tipps & Tricks sowie Zubehör-Vorstellungen runden den Inhalt ab.

Die Videos sind bereits der zweite Teil von insgesamt 12 Folgen. Wer die Ausgabe 6/2010 verpasst hat, sich aber für die ersten Tutorials interessiert, sollte hier mal schauen.

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1Password: Alle Passwörter immer dabei – jetzt günstiger

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 29. September 2010 13:15 Uhr

Dutzende Passwörter und täglich werden es mehr. Wer soll sich die bloß alle merken? Vor allem, wenn man wirklich mal variiert und in seinen Passwörtern Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen verwendet. Geburtstage und Haustiere sind tabu. Sicherheitsexperten gehen sogar soweit, dass Wörter nicht aussprechbar sein sollten, also in keiner Sprache vorkommen. Nette Vorschläge. Die Realität sieht wohl anders aus.

Den täglichen Passwort-Wahnsinn bekomme ich nur mit einem Tresor in den Griff. Meine Wahl: 1Password. Das gibt es für den Mac, Windows-Rechner (Beta-Version), das iPhone und das iPad. Es ist wahnsinnig praktisch und komfortabel. Nachteil: Es ist nicht die günstigste Lösung. Doch in den kommenden sieben Tagen (bis zum 6. Oktober 2010), gibt es bei MacUpdate Promo mit Rabatt. Angefangen hat es mit 40 Prozent-Rabatt. Da kostete die Version 3.4.2 für den Mac 23,97 Dollar statt 39,95 Euro. In den kommenden Tagen wird der Rabatt geringer.

Wer seine kleinen Geheimnisse auch unterwegs dabei haben möchte, benötigt noch die App für das iPhone (7,99 Euro) oder die Pro-Version für iPhone und iPad (11,99 Euro). Die Synchronisation zwischen 1Password und iPhone erfolgt per WLAN, beide Geräte müssen natürlich im gleichen Netz sein. Doch so hat man immer die aktuelle Version seiner Passwörter dabei. Wer mehrere Rechner nutzt, kann die Passwörter auf dem Rechner aber auch in der App mit seinem Konto bei Dropbox synchronisieren.

Was 1Password so gut macht:

  • Man muss sich nur noch ein Passwort merken.
  • Die Software schlägt Passwörter vor und zeigt die Stärke eigener Passwörter an.
  • Integration der gängigen Browser. Passwörter werden automatisch übernommen bzw. ausgefüllt.
  • Darstellung aller Passwörter auf dem iPhone wie im Telefonbuch, sortiert nach Name oder Webdomain.
  • Formatvorlagen für Ausweise, iTunes, Amazon, Bankkonten und Kreditkarten. Dabei merkt man jedoch die amerikanische Herkunft (Routing Number statt BLZ)
  • Besonders sensible Daten lassen sich auf dem iPhone nochmals durch das Master-Passwort schützen.

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App-Date: Nudeln al dente, besser Aufwachen und Fußballgott

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 28. September 2010 12:47 Uhr

Sich über Apps lustig zu machen, ist gemein, aber unter der Rubrik “Dinge, die die App-Welt nicht braucht”, stelle ich die Pasta Clock vor. Die App zum Preis von 0,79 Euro für iPhone und iPad ist nichts anderes als ein Kurzzeitmesser. Die Funktion hat man bereits mit dem Timer in der Uhr enthalten. Der große Vorteil: Die App-Datenbank enthält mehr als 2.000 Arten von Pasta von 30 verschiedenen Marken. Alternativ: Man schaut auf die Nudelverpackung und stellt die angegebene Kochzeit ein. Einziger Trost: Die App kommt aus dem Pasta-Land Italien, aus dem schönen Città Sant’Angelo. Vielleicht fühlt sich das beim Nudelnkochen einfach anders an.

Das iPhone hat bei der Uhr auch einen eingebauten Wecker, doch der legt zur eingestellten Weckzeit mit einem selbst gewählten Klingelton oder Lied los, egal wie tief man gerade schläft. The Gentle Alarm macht das viel netter. Wie der Name schon verrät, wird man ganz sanft geweckt. Mit sanften Geräusche wird der Nutzer von seiner Tiefschlafphase in einen leichten Schlaf gebracht, ohne dass es dies merkt. Zur Weckzeit springt der Wecker dann an. Der Vorteil: Man wacht nicht mehr gerädert auf – so jeden Falls das Versprechen von Dr. Hans Jörg Stürenburg. Das sanfte Aufwecken hat mit 3,99 Euro allerdings seinen Preis.

Klugscheißen für Fußball-Fans: Mit dem Fußballgott kann mein sein Wissen um den Lieblingssport auf die Probe stellen. In dem Quiz gibt es über 2.000 Fragen, an jedem Spieltag kommen neue hinzu. In einer Online-Tabelle kann man sich mit Freunden messen und seinen Punktestand bei Facebook veröffentlichen.

Pro Spieltag gibt es zwei Halbzeiten mit Fragen aus den fünf Rubriken:

  • National: deutsche Bundesliga
  • International:  europäische Ligen
  • Nationalteams + Turniere
  • Zitate: Die besten Sprüche von Spielern, Trainern, Managern, Präsidenten und Reportern
  • Vermischtes: Regeln, Spitznamen, Transfers

Für 2,99 Euro kann man zum Fußballgott werden.

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iPad 2: mit Kamera, Mini-USB und noch flacher

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 28. September 2010 12:08 Uhr

Die zweite Version des iPads dürfte eine Frontkamera für FaceTime-Gespräche haben und externe Geräte ließen sich per Mini-USB anschließen. Außerdem soll das Tablett noch leichter und dünner werden, dabei jedoch die Bildschirmdiagonale von 24,6 cm (9,7 Zoll) beibehalten. Quelle der Gerüchte sind die Goldman Sachs-Analysten Henry King in Hong Kong und Kevin Lu in Taipei. Die beiden haben gute Drähte zu Hardware-Herstellern. Danach könnte Hon Hai Precision Industry Co. für Apple die nächste Generation fertigen. Die Analysten erwarten einen Verkaufsstart im zweiten Quartal 2011. Das würde gut zu Apples-Jahresrhythmus passen, da die erste Version im April 2010 in die Läden kam.

Die Entscheidung für oder gegen eine 7 Zoll-Version des iPads sei bei Apple noch nicht gefallen, so der Analystenbericht. Goldman Sachs schätzt den Markt für sämtliche Tablet-Rechner auf 16 Millionen Stück in diesem Jahr und 35 Millionen Geräte im kommenden Jahr. Apple verkaufte in den ersten 80 Tagen drei Millionen iPads. Im vergangenen Quartal lag der Umsatzanteil der iPads im Unternehmen bereits bei 12 Prozent und damit vor den iPods.

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WeTab: Wie es nicht geht

Von: Dirk Kunde, Freitag, 24. September 2010 9:09 Uhr

Konkurrenz belebt das Geschäft. Selbst ich, mit meiner rosaroten Apple-Brille, wünsche mir Smartphones, die mit dem iPhone mithalten können und Tablets, die so gut sind wie das iPad. Wettbewerb ist gut für uns Kunden, es macht Produkte besser und günstiger.

Nun ist ein deutsches Unternehmen angetreten, einen würdigen iPad-Konkurrenten auf den Markt zu bringen. Doch was Neofonie und 4tiitoo mit dem WeTab geboten haben, ist überaus peinlich. Ich vermute, die Verantwortlichen in Cupertino liegen immer noch lachend unter ihren Schreibtischen.

Über das eigentliche Geräte will ich gar nicht urteilen, ich durfte es bei einer Vorführung in Berlin ja nicht mal anfassen. Mir geht es um den faszinierenden Fall, wie man es nicht macht. Kommende Generationen von PR-Beratern werden am Beispiel des WePads gezeigt bekommen, wie man sämtliche Fehler in der Kommunikation bei der Einführung nur eines Produkts begehen kann.

Ein kleines Clipping:

n-tv: We Tab enttäuscht Käufer
“Die Stimmung schwankt zwischen blanker Wut und Hoffnung. … Dass das WeTab komplett bestückt ausgeliefert wird, hatte wohl selbst der größte Optimist nicht mehr erwartet. Rund eine Woche vor dem Marktstart fehlten auf dem Tablet noch viele essenzielle Funktionen.”

inside-handy.de: Nach Verkaufsstart viele Kunden enttäuscht
Gravierender noch ist es, dass einige Kunden ihr Gerät nicht einmal hochfahren können. Auch das Gewicht der Geräte enspricht nicht den ursprünglichen Herstellerangaben.”

Chip.de: Schwerer als angkündigt, kein Multitouch
Zudem scheint sich leider auch unsere Befürchtung zu bewahrheiten: Offenbar wird an die Käufer des WeTab dasselbe unfertige Produkt ausgeliefert, das uns noch als Vorserienmodell präsentiert wurde.

Notebook Check: WeTab enttäuscht
“Das erste Update hat das WeTab nun auch bereits hinter sich. Dieses soll die Probleme mit der UMTS Verbindung und Probleme mit den Beschleunigungssensoren behoben haben.”

Krönung ist ein bitterböser Comic sowie ein fiktives Interview von Richard Gutjahr mit Helmut Hoffer von Ankershoffen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Woizzer: Ich sag´s Dir

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 22. September 2010 9:10 Uhr

Das iPhone ist ein Handy, mit dem kann man auch reden. Genau diese simple, aber geniale Idee, setzt Woizzer um. Es ist ein Netzwerk wie Facebook, funktioniert aber wie ein Anrufbeantworter. Man spricht seine Nachricht als Aufnahme ins iPhone, der Empfänger ist damit vom Zwang des sofortigen Antwortens – wie beim Telefonat – entlastet.

Man gibt sich selbst ein Profil mit Foto und Sprachbegrüßung, dann kann man von anderen im Netzwerk gefunden werden. Praktisch ist die Umfeldsuche, dabei sehe ich, wer in der Nähe Woizzer nutzt. Habe ich einen Freund oder Bekannten gefunden, nehme ich eine Nachricht auf. Die kann ich mit meiner aktuellen Position und einem Foto versehen, bevor ich sie abschicke. Während ich mich beim Tippen eines Tweets oder einer Statusmeldung auf den Bildschirm konzentrieren muss, behalte ich mit Woizzer die Augen auf der Straße und weiche Laternenpfählen aus – als Fußgänger, das iPhone nutzt ja wohl niemand beim Autofahren! Vom elenden Vertipppen und der überaus kreativen Autokorrektur im iPhone will ich gar nicht sprechen.

Die Nutzung ist also kinderleicht und intuitiv. Hinzu kommt noch ein gelungenes Design und eine Darstellung der Dialoge wie man sie aus dem SMS-Menü kennt. Hier hat das Hamburger Unternehmen Woizzer ganze Arbeit geleistet. Man erkennt, da waren Profis am Werk. Apps für Android und Windows Mobile sind in Arbeit.

Aber ganz ehrlich, wer will noch ein Netzwerk auf seinem iPhone pflegen? Ich nicht! Ich will mir nicht überlegen müssen: Ist Freund A und Kollege B schon bei Woizzer oder muss ich sie erst überreden, damit ich ihnen eine Nachricht schicken kann?

Die Woizzer-Idee ist gut, keine Frage. Perfekt wäre sie als Teil von Twitter oder Facebook. Also, liebe Amerikaner, macht Eure risikokapitalgefüllten Geldsäckel auf und kauft das Ding – wenn ihr nicht eh schon an einer derartigen Funktion arbeitet.

Man hört sich.

Meine Wertung
Fünf von fünf iPhones

Preis: Kostenlos, Größe: 2,9 MB

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Apple kauft Bilderkennungs-Technologie

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 21. September 2010 11:29 Uhr

Dänische und schwedische Medien berichten, dass Apple Polar Rose gekauft hat. Das Unternehmen aus Malmö mit 15 Mitarbeitern entwickelt Software zur automatischen Gesichtserkennung. Facebook nutzt diese Technik bereits. Beide Unternehmen kommentieren den Deal nicht, laut Techcrunch liegt der Kaufpreis bei rund 29 Millionen Dollar.

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eMails von Steve

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 21. September 2010 11:12 Uhr

Die Blogosphäre ist mal wieder schwer mit eMails von Steve beschäftigt. Bekannterweise beantwortet der Apple-Chef nach Lust und Laune einige der Mail, die ihn unter sjobs@apple.com erreichen.

Valleywag dokumentiert eine Konversation, die mit den unschönen Worten: “Lass uns in Ruhe” seitens Jobs endet. Die Vorgeschichte: Chelsea Kate Isaacs, Studentin an der Long Island University hat sich mehrfach telefonisch an die Pressestelle gewandt, ohne jemals eine Antwort zu erhalten. Nicht wirklich mit einer Antwort rechnend, beschwert sie sich in durchaus freundlichen Worten per Mail bei Steve. Der antwortet und dann steigt Chelsea in eine Diskussion ein, die der Apple-Boss etwas rüde beendet. Aber lest selbst:

Isaacs:

Mr. Jobs, I humbly ask why Apple is so wonderfully attentive to the needs of students, whether it be with the latest, greatest invention or the company’s helpful customer service line, and yet, ironically, the Media Relations Department fails to answer any of my questions which are, as I have repeatedly told them, essential to my academic performance.

Jobs:

Our goals do not include helping you get a good grade. Sorry

Isaacs:

I never said that your goal should be to “help me get a good grade.” Rather, I politely asked why your media relations team does not respond to emails, which consequently, decreases my chances of getting a good grade. But, forget about my individual situation; what about common courtesy, in general —- if you get a message from a client or customer, as an employee, isn’t it your job to return the call? That’s what I always thought. But I guess that’s not one of your goals.

Jobs:

Nope. We have over 300 million users and we can’t respond to their requests unless they involve a problem of some kind. Sorry.

Isaacs:

You’re absolutely right, and I do meet your criteria for being a customer who deserves a response:

1. I AM one of your 300 million users.
2. I DO have a problem; I need answers that only Apple Media Relations can answer.

Now, can they kindly respond to my request (my polite and friendly voice can be heard in the first 5 or 10 messages in their inbox). Please, I am on deadline.

Jobs:

Please leave us alone.

Dagegen hat sich die Antwortmail von Steve bezüglich der Verfügbarkeit weißer iPhones zu Weihnachten 2010 als Fälschung herausgestellt. Der Übeltäter hat gebeichtet. Wer mehr lesen mag, es gibt eine Webseite, die alle bekannt gewordenen Antworten des Apple-Chefs sammelt.

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Kochen mit den Küchengöttern

Von: Dirk Kunde, Montag, 20. September 2010 11:12 Uhr

Es kommen alle Freunde zu Besuch – nicht schon wieder Fondue… Die App der Küchengötter schlägt mir für diesen Fall Bollito Misto vor, einen Eintopf aus Rind-, Kalb- und Hühnerfleisch für acht Personen. Die Zutatenliste ist lang, doch die Zubereitung hört sich nicht so schwer an.

In der App für iPhone und iPad habe ich auf einer Seite das Rezept mit tollem Foto, Kalorienangaben, Saison und Zubereitungszeit. Darunter steht eine Zutatenliste und eine Beschreibung aller Zubereitungsschritte. Auf dem iPad bedeutet das während des Kochens: Keine Blätterei. Ok, der Bildschirm dürfte hinterher noch schlimmer aussehen als er das für gewöhnlich schon tut.

Das digitale Kochbuch aus dem Gräfe und Unzer Verlag enthält 50 Rezepte. Es ist eine bunte Mischung aus Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts. Wer mehr will, kann für 1,59 Euro jeweils 20 Rezepte zu Obsttorten, Veggie Grillen oder fürs Picknick hinzukaufen. Die Rezepte lassen sich per Mail und bei Facebook Freunden empfehlen. Beim Durchblättern kann man Rezepte, die man irgendwann mal kochen möchte, auf eine Favoritenliste setzen.

Besonders gut gefallen hat mir die Umsetzung der Einkaufsliste. Ein Fingertipp und alle Zutaten landen auf der Liste – das funktioniert auch für mehrere Gerichte. Wer sein iPad oder iPhone zum Einkaufen mitnimmt, kann in der Liste abhaken. Die Alternative: Man mail die Liste an einen Rechner und druckt sie aus.

Auf meiner Favoritenlisten stehen jetzt Fisch im Salzmantel, Nusskartoffeln mit sahniger Meerrettichsauce und Gebrannte Mandeln. Die App bietet noch einen Link zum YouTube-Kanal der Küchengötter.

Meine Wertung
Vier von fünf iPhones

Preis: 2,39 , Größe: 8,7 MB

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On Air: Das läuft gleich im Fernsehen

Von: Dirk Kunde, Freitag, 17. September 2010 17:22 Uhr

Guter Start für On Air: Die kostenlose TV-Programmzeitung für iPhone und iPad liegt bereits auf dem dritten Platz der Top Ten. Der Bedarf ist also da und das Angebot noch ausbaufähig. Sich über das Fernsehprogramm auf dem iPhone zu informieren, macht nur bedingt Spaß, darum habe ich mir die App auf dem iPad näher angeschaut. Vorweg: Solide gemacht, mit viel Luft nach oben.

Der Startbildschirm wird für eine tabellarische Übersicht der acht großen Sender genutzt. Da hat man schon mal einen guten Überblick, was derzeit läuft. Über einen Button kann man zur Prime-Time 20:15 Uhr springen oder gleich zum nächsten Tag. Die Senderliste lässt sich natürlich noch erweitern – theoretisch. Derzeit stürzt die App mit schöner Regelmäßigkeit ab, wenn man Spartenkanäle hinzufügen möchte.


Ein Fingertipp auf eine Sendung, öffnet einen Kasten mit Detail-Infos. Allerdings sieht man die Rubrik “Interaktiv” mit Links zu Wikipedia, Twitter, Facebook und der TV-Datenbank IMDb zuerst. Dabei interessiere ich mich doch viel mehr für eine Inhaltsbeschreibung. Dafür muss ich erst auf “Text” tippen. Text und Fotos fallen leider viel zu knapp aus. Wie auch bei teXXas wird der zur Verfügung stehende Platz auf dem iPad nicht genutzt. Bei den Inhalten merkt man, das ein erfahrener TV-Redakteur fehlt. Die Fotos sind winzig und oft nur Platzhalter für eine Serie oder einen Sender.

Es gibt eine Erinnerungsfunktion im Kasten der jeweiligen Sendung, wenn man die antippt wird man 15 Minuten und direkt vor Sendungsbeginn erinnert. Bei einer Serie wird man jede Woche an den Start erinnert. Leider verändert sich das Wecker-Symbol beim Antippen nicht. Man weiß also nicht genau, ob man schon eine Erinnerung gesetzt hat oder nicht. Dafür sieht man allerdings in der Senderübersicht eine aufgeklappt Ecke mit rot-weißen Logo – das steht für eine Erinnerung. Im Test hat es leider nicht funktioniert. Scheinbar muss die App aktiviert und das Gerät an sein – Multitasking funktioniert beim iPad ja noch nicht.

Der Preis für eine kostenlose App, sind die Werbeeinblendungen. Die sind bei On Air am unteren Bildrand nicht sonderlich groß, aber dennoch nervig – vor allem, wenn sie blinken. Die Münchner Macher von Stanwood sind keine Neulinge im App-Markt. Mit MyTVizz hatten sie bereits ein ähnliches Programm im Store. Die Nutzerkonten lassen sich auch mit On Air verwenden. Neue Nutzer müssen sich einmal registrieren.

Fazit:

Ich halt das iPad geradezu für prädestiniert als TV-Programmzeitung für den modernen Menschen. On Air liefert gute Ansätze, aber für echtes Vergnügen muss noch nachgebessert werden. Bei On Air als auch teXXas habe ich das Gefühl, sie gehen mit dem zur Verfügung stehenden Platz auf dem iPad nicht richtig um. Vielleicht muss hier ein Grafiker oder UI-Experte ran. Auch sollten sie sich jemanden ins Team holen, der reaktionelle Erfahrung bei einer Programmzeitung hat. Der Info-Grad ist bei etlichen Sendungen sehr dünn. Da die Print-Magazine sich alle kleingespart haben, müsste es doch freie Autoren auf dem Markt geben.

Meine Wertung
Drei von fünf iPhones

Preis: Kostenlos, Größe: 2,0 MB

Thema: Apps | Kommentare (5)



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