Von: Dirk Kunde, Dienstag, 28. Juni 2011 11:06 Uhr
Nun hat es das iPhone 4 geschafft. Es ist die meistgenutzte Kamera vor all den Nikons und Canons bei flickr.com. Und warum ist das so?
Ich sehe dafür vier Gründe:
- Man hat die Kamera immer dabei.
- Es ist die Kamera mit einem stets geladenen Akku.
- Man muss keine Speicherkarte auslesen und kann Bilder direkt hochladen.
- Die Fünf-Megapixel-Auflösung und der LED-Blitz reichen für den Alltag vollkommen aus.
Zu der Erfolgsgeschichte tragen aber auch eine Vielzahl von Foto-Apps bei, mit denen sich Aufnahmen bearbeiten, verschönern, verfremden und verschicken lassen.
Sechs davon will ich hier kurz vorstellen:
Instagram
Die App ist Netzwerk und Fotobearbeitung in einem. Der Nutzer muss sich als Erstes bei Instagram anmelden. Neben der Instagram-Community, kann der Anwender die Bilder auch bei Facebook veröffentlichen.
Innerhalb der App schaut man sich die beliebtesten Bilder oder die von Freunden an, kann sie kommentieren und als “gefällt mir” markieren.
Nach der Aufnahme eigener Bilder stehen Filter mit kryptischen Namen wie X-Pro II oder Sutro zur Auswahl. Allesamt sorgen sie für einen künstlerischen, retro-artigen Look der Aufnahmen. Einziger Nachteil: Die Bildern ähneln sich sehr stark. Sonnenuntergänge liegen in der Beliebtheitsskala der Nutzer weit vorn.
Tadaa
Tadaa ist der deutsche Gegenentwurf zu Instagram. Die Teilnehmer des Netzwerks teilen und bewerten gegenseitig ihre Fotos. Man vergibt Likes/Dislikes, antwortet mit einem Foto und füllt einen eigene Fotoblog. Die Macher wollen ihre noch junge App in den kommenden Woche um diverse Funktionen erweitern.
Im Gegensatz zu Instagram kann man hier Bilder auch mit Menschen teilen, die kein Smartphone besitzen. Als Alleinstellungsmerkmal nennen die Hamburger Entwickler ihr verpieltes Bewertungssystem der tadaa dollars und den Awesome-Feed, mit den besten Aufnahmen.
Wer kein neues Nutzerkonto anlegen möchte, kann sich mit seinen Facebook-Daten anmelden. Fotos kann der Anwender per Mail als auch zu Twitter und Facebook weiterleiten.
Hipstamatic
Die App treibt den Retro-Trend auf die Spitze. Die Fotos sehen aus, als ob sie mit einer billigen Analog-Plastikkamera geschossen wurden.
Die diversen Effekte lassen sich noch um In-App-Käufe (jeweils 0,79 Euro) erweitern. Die fertigen Aufnahmen kann der Fotograf zu Twitter oder per Mail weiterleiten
1,59 Euro
Camera+
Die App ist etwas für Spielkinder, die alles aus ihren Fotos herausholen möchten. Mit zwei Fingern kann man Belichtung und Schärfe an verschiedenen Stellen im Bild festlegen. Es gibt einen Selbstauslöser und einen Bildstabilisator. Nach der Aufnahme kann der Nutzer Bilder drehen und beschneiden.
Hinzu kommen noch diverse Bearbeitungsfunktionen mit (Retro-)Filtern, Rahmen und weiteren Effekten.
1,59 Euro

Autostitch Panorama
Ein Objektivwechsel ist beim iPhone nicht möglich, so fehlt einem beispielsweise ein Weitwinkel. Wer vor einem erstaunlichen Panorama steht und das mit dem Smartphone festhalten möchte, benötigt Autostitch. Die App setzt die Aufnahmen zu einem Panorama zusammen.
Der Nutzer schhießt im Hoch- oder Querformat mehrere Fotos, dabei sollte man den Standpunkt beibehalten, nur der Körper dreht sich leicht. Die Bildausschnitte sollten sich zu rund 30 Prozent überschneiden, damit die Software sie später gut zusammensetzen kann. Bis zu 20 Bilder kann man so “aneinanderschweißen.”
Ist man mit den Aufnahmen fertig, startet man Autostitch. Man tippt aus dem Album die gewünschten Bilder in der richtigen Reihenfolge an und tippt dann auf Stitch. Die App rechnet und fügt die Bilder nahtlos aneinander. Dabei wird die volle Bildauflösung genutzt und zusammengesetzt. Beim iPhone 3GS und 4 können damit Bilder mit bis zu 18 Megapixel entstehen. Das Ergebnis lässt sich noch beschneiden und dann im Fotoalbum als neue Datei ablegen.
1,59 Euro

ProCamera
Die Kamera-App bringt in der Version 3.1 einen “Maschinengewehr-Modus”, bei dem man in schneller Folge Aufnahmen schießt, in dem man den Finger auf dem Auslöser lässt.
Das bietet sich für Aufnahmen von Sportlern, Kindern und anderen Objekten in Bewegung an.
In der App kann man übrigens auch mit mit auch mit einem Fingertipp auf den Bildausschnitt den Auslöser bedienen. Es gibt einen Selbstauslöser und die Video-Funktion wird ebenfalls unterstützt.
ProCamera liefert Detail-Infos zur Aufnahmeart- und -ort. Die Bilder lassen sich über Werkzeuge und diverse Filter bearbeiten. Die fertigen Werke kann der Nutzer zu Facebook, Twitter und flickr hochladen.
2,39 Euro
La Photocabina
Der Name verrät es schon, die französische App arbeitet wie ein alter Fotoautomat: Ein Fingertipp auf den Auslöser macht vier separate Bilder.
Nach dem Auslösen hat man die Wahl zwischen einem Fotostreifen und einem Quadrat. Außerdem kann man zwischen farbigen und schwarz-weißen Aufnahmen wählen, das war´s dann aber auch – eben wie bei einer alten Kiste im Kaufhaus.
Die Bilder verschickt der Nutzer per Mail, Twitter oder lädt sie zu Facebook hoch. Hier würde sich noch eine AirPrint-Option anbieten. Man kann die Bilder auch noch aus der App in das Foto-Album (Camera Roll) im iPhone verschieben.
