Beiträge vom Oktober 2011

Testflug mit der AR.Drone von Parrot

Von: Dirk Kunde, Montag, 31. Oktober 2011 9:58 Uhr

Was für ein Spielzeug! Ein Fingertipp auf das Display und die vier Rotoren beginnen sich zu drehen, wie von selbst hebt die AR.Drone ab und stabilisiert sich in einem Meter über dem Boden. Wer jemals einen Helikopter oder ein Flugzeug ferngesteuert hat, wird feststellen, wie viel einfacher das mit der Drone ist. Abstürze bleiben dennoch nicht aus, doch selbst in einer Wohnung bleibt alles heil, dafür sorgt der Styroporschutz um die Rotoren.

Dem französiche Bluetooth-Experten Parrot ist hier eine geniale Kombination aus iPhone/iPod und Flugobjekt gelungen. Der Quadrocopter (vier Rotoren) wird über die kostenlose App AR.FreeFlight gesteuert. Finger auf einen Steuerpunkt legen und über Verlagerung des iPhones fliegt die Drone vor, zurück, nach links oder rechts. Ein zweiter Steuerpunkt auf dem Display sorgt für Steig- oder Sinkflug. Damit dreht man das Flugobjekt auch um die eigene Achse, schließlich will der Pilot sehen, wohin er fliegt. Ja, das kann man auf dem iPhone sehen, denn die Drone hat zwei Kameras an Bord (AR = Augmented Reality). Standardmäßig sieht man die Perspektive des Piloten, so als säße man in dem Fluggerät. Ein Fingertipp und das Bild schaltet um auf den Blick nach unten, was bei Überflügen praktisch ist. Die Sicht des Piloten bleibt aber weiterhin verkleinert als Bild im Bild sichtbar. Somit lässt sich die Drone noch fliegen, wenn man keinen Sichtkontakt mehr zu ihr hat. Die Reichweite des Steuersignals beträgt nach Herstellerangaben 50 Meter, so weit habe ich es im Test allerdings nie geschafft.

Zum Spielbeginn stellt die App eine WLAN-Verbindung zur Drone her. Es empfiehlt sich den Flugmodus zu aktivieren (wie passend), aber nur um eingehende Anrufe und Mitteilungen während des Flugs zu unterdrücken. Die WLAN-Funktion aktiviert man wieder und stellt eine Verbindung zum Flugobjekt her. Schon kann es losgehen.

Eine AR.Drone kostet rund 300 Euro. Das Flugobjekt wiegt mit Styroporschutz 430 Gramm, das schwerste Bauteil ist die 1.000 mAh Batterie. Sie wird zum Aufladen an einem externen Netzteil entnommen. Für den Flug im Freien liegt der Packung noch ein Aufsatz ohne Rotorenschutz bei. Natürlich stürzt die Drone auch mal ab und der Styroposchutz oder andere Teile gehen kaput, doch sämtliche Ersatzteile gibt es direkt im Hersteller-Shop.

Freie App-Entwickler aber auch Parrot bieten Spiele-Apps wie AR.Race, AR.FlyingAce, AR.Pursuit und AR.Hunter. Dabei jagen sich Spieler mit zwei Dronen virtuell und schießen sich gegenseitig ab. Wer nur eine Drone hat, kann mit AR.Hunter Menschen verfolgen und “abschießen”. Damit die Kamera das Ziel erkennt, muss derjenige eine spezielle Parrot-Mütze (30 Euro) tragen.

Ich habe die Drone einfach mal ohne jegliche Verfolgungsjagd ausprobiert und meine Tochter hat mit dem iPhone gefilmt:


Meine Wertung
5 von 5 iPhones in der iPhone Fan Wertung


Preis: 300,00 Euro, Größe: 0,0 MB

Thema: Videos, Zubehör | Kommentare (4)

Perfekt sitzende individuelle Kopfhörer

Von: Dirk Kunde, Freitag, 28. Oktober 2011 9:59 Uhr

So etwas haben eigentlich nur Profimusiker: individuell angefertigte Ohrstücke für perfekten Sitz im Ohr. In-Ear-Kopfhörer hat man als iPhone-Nutzer schon so einige ausprobiert und etliche aussortiert, beispielsweise die mitgelieferten. Die meisten sitzen zu locker, fallen bei Bewegung (Sport) heraus, sitzen zu eng und schmerzen nach einer Weile oder lassen zu viele Außengeräusche hinein, so dass der Musikgenuss leidet.

Schluß damit. Beyerdynamic bietet für seine In-Ear-Kopfhörer der Serie MMX und DTX individuell angepasste Ohrstücke. Dazu kooperiert der Heilbronner Hersteller mit dem Hörgerätespezialisten Kind. Den Kopfhörern liegt ein Gutschein für individuelle Ohrstücke bei. Man vereinbart einen Termin in der nächstgelegenen Kind Filiale, wo ein Abdruck beider Ohrmuscheln genommen wird. Das dauert nur ein paar Minuten, doch dann muss man sich gedulden. Im Test brauchte das Kind-Labor knapp zwei Wochen für die Ohrstücke.

Bei der Farbe hat man die Wahl zwischen Weiß, Schwarz und transparent. Ein roter und ein blauer Punkt markieren jeweils den linken bzw. rechten Stecker. Anfänglich ist es gar nicht so einfach, die ungewohnt großen Aufsätze ins Ohr zu bekommen. Aber daran gewöhnt man sich schnell und erkennt mit der Zeit auch die Seiten, ohne auf den Farbpunkt blicken zu müssen. Der Kind-Mitarbeiter fragte mich beim Besuch noch, ob ich meine Initialen aufgedruckt haben möchte. Das verhindert Verwechselungen falls im Familien- oder Freundeskreis mehrere derartige In-Ear-Kopfhörer verwendet werden. Gute Idee, das wollte ich, doch bei der Abholung musste ich feststellen, dass keine Anfangsbuchstaben aufgedruckt sind.

Dafür hat mich der Klang meiner MMX 101 iE Individual weggepustet. Den Unterschied hört man bereits mit den mitgelieferten normalen Gummiaufsätzen. Steckt man aber die individuellen Gehäuse auf, bleiben fast sämtliche Außengeräusche da, wo sie hingehören – Klang pur. Bereits oft gehörte Lieder zeigen sich plötzlich von einer neuen Seite. Hier hört man die Erfahrung von Beyerdynamic, die seit 1924 Audio-Technik in Deutschland fertigen. Wer bislang Kopfhörer im Straßenverkehr, beispielsweise auf dem Fahrrad genutzt hat, sollte das hiermit besser nicht machen. Man hört einfach nichts anderes mehr.

Wer mit den Kopfhörern joggt, wird den perfekten Sitz zu schätzen wissen. Eine Kabelklammer befestigt die baumelnde schwarz Schnur an der Kleidung. Und falls ein Telefonat reinkommt? Dann nimmt man es einfach mit einem Knopfdruck am Mikrofon an. Mit dem Knopf kann man auch die Medienwiedergabe pausieren oder ein Lied/Kapitel weiter springen. Auch Siri, der Sprachassistent im iPhone 4S, reagiert auf einen langen Knopfdruck.

Diesen Kopfhörer will man einfach nicht beiseite legen. Entsprechend sehen die Ohrstücke nach kurzer Zeit aus, die muss man gut pflegen und von menschlichen Rückständen befreien. Für die Verwendung am Rechner, beispielsweise für Skype, liegt ein Adapter für den Mikrofon- und Lautsprecher-Eingang  bei.

Der MMX 101 iE Individual (220 Euro) funktioniert mit seinem vierpoligen 3,5 mm Klinkenstecker auch an Blackberrys und HTC-Modellen. Für Modelle von Nokia, Sony Ericsson, Samsung, Motorola und LG gibt es einen Adapter als Zubehör.

Meine Wertung
5 von 5 iPhones in der iPhone Fan Wertung


Preis: 220,00 Euro, Größe: 0,0 MB

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Save.TV endlich auch als App verfügbar

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 27. Oktober 2011 16:16 Uhr

Der Videorekorder im Web ist endlich auch per App steuerbar. Save.TV gibt es nun als kostenlose Hybrid-App für das iPhone und das iPad.  Damit lassen sich die Basis- und Premium-Features des Online-Videorekorders uneingeschränkt unterwegs nutzen. Zuhause vergessen, den Film oder die Folge einer TV-Serie zu programmieren – kein Problem. Mit dieser App geht das von überall, Hauptsache die Sendung hat noch nicht begonnen und läuft nicht bei RTL (mit dem Sender streitet der Betreiber noch vor Gericht über die Aufzeichnung des Programms). Die Hamburger Macher von Save.TV haben 44 frei empfangbare TV-Kanälen im Angebot.

Über die elektronische Programmzeitschrift mit intuitiver Menüführung können TV-Sendungen gefunden und aufgezeichnet werden. Aus einem persönlichen Archiv kann man die Aufnahmen nach der Ausstrahlung (nicht währenddessen) in bester H.264-Qualität abgespielen oder am heimischen PC und Mac auf die Festplatte speichern. Mit dem Premiumangebot “Save.TV XL” ist das Streaming von Sendungen mobil über WLAN oder 3G und auf Wunsch auch ohne störende Werbeblöcke möglich.

“Die Save.TV-App ist ein digitaler Programmführer mit inhaltlichen Zusatzangeboten einer TV-Zeitschrift sowie Aufnahme- und Wiedergabesoftware im Pocket-Format. Egal ob beim Einkaufsbummel, auf dem Segelboot oder im Biergarten, Aufzeichnungen können vollkommen ortsunabhängig angelegt und zeitunabhängig angesehen werden”, sagt Thomas Kutsch. Ohne Save.TV-Konto kann die App als kostenfreie digitale TV-Zeitschrift genutzt werden. Man kann Save.TV 14 Tage kostenlos testen. Das Basis-Paket ist ab 4,99 Euro im Monat erhältlich, das Premium-Paket Save.TV XL kostet ab 9,99 pro Monat.

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iPhone 4S günstig kaufen

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 27. Oktober 2011 13:31 Uhr

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Ein neues Apple iPhone 4S günstig kaufen ist vor allem dann möglich, wenn man sich für einen neuen Vertrag entscheidet. Die eigene Rufnummer lässt sich in der Regel immer mitnehmen. Bei diversen Anbietern kann man das Handy günstig bestellen, zum Teil ganz ohne oder mit einer geringen Zuzahlung für das Gerät. Der Kaufpreis hängt natürlich entscheidend vom Monatstarif ab. Hier sollte man einen kritischen Blick auf die enthaltenen “Flatrates” werfen. Meist ist “Flat” nicht gleichbedeutend mit “unbegrenzt”. Die Datennutzung im Mobilfunknetz ist fast immer gedeckelt. Ist das Limit erreicht, tröpfeln die Daten nur noch mit Kriechgeschwindigkeit. Insbesondere mit der Nutzung des Datendienstes iCloud nimmt das iPhone ständig Kontakt mit den Apple-Servern auf. Vor dem Kauf lohnt sich also ein genauer Vergleich der iPhone Angebote.

Thema: Apps | Kommentare (3)

Seine eigene App entwickeln lassen

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 27. Oktober 2011 12:29 Uhr

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Wer eine eigene iPhone-App entwickeln will, ist meist auf fremde Hilfe angewiesen. Die Anwendung X Code und Cocoa sind nicht gerade trivial und für Einsteiger ein Buch mit sieben Siegeln. Vor allem, wenn es um mehr geht als das mobile Abbild einer existierenden Webseite.

Mittlerweile gibt es diverse Experten, die sich genau auf diesen Markt spezialisiert haben, wie beispielsweise MobileAppSoftware.de aus München. Die Entwickler schreiben Apps für iPhone, iPad, Android sowie Windows Phone 7. Abgerechnet wird nach Stunden (29 Euro/Stunde).

Ich habe es mal mit dem amerikanischen Anbieter AppMakr versucht. Bei der browserbasierten Do-it-yourself-Version klickt man sich mit RSS-Feeds seine App zusammen. Die Anmeldung kostet 80 Dollar und wer seine App werbefrei möchte, legt noch mal 80 Dollar drauf. Etwas umfassender ist das Angebot von MobileRoadie. Hier kostet das Basispaket 500 Euro plus 29 Euro pro Monat.

Meine App iPF (iPhone-Fan) ist ein rudimentärer Abklatsch der Webseite. Im ersten Anlauf nahm Apple sie an, im zweiten wurde ein Update abgelehnt. So sollten die Entwickler nicht nur die Technik, sondern auch die Apple-Spielregeln kennen. Wer einen Entwickler in Deutschland sucht, kann über das Mitgliederverzeichnis des deutschen Entwicklerverbandes Vieda gehen oder findet hier oder hier Adressen.

Thema: Nachrichten | Kommentare (3)

Neue Funktionen in iOS 5: Der Safari Browser

Von: Felix Gütt, Donnerstag, 27. Oktober 2011 11:02 Uhr

Mit iOS 5 kamen laut Apple rund 200 neue Features auf´s iPhone, iPad und iPod. Damit war es das wohl gründlichste iOS-Update aller Zeiten. Apple hat in Präsentationen nur eine handvoll Neuerungen vorgestellt. Darum blicken wir in der Rubrik “Wie geht das?” auf die verbesserten Funktionen im Betriebssystem.

Leseliste:

Die Leseliste ist ein Ordner für Lesezeichen, die man nicht ewig aufbewahren möchte. Artikel oder Webseiten fürgt man auf gewohntem Weg hinzu und hat sie automatisch auf allen iOS 5 Geräten und kann sie mit dem Desktop Safari benutzen. Voraussetzung ist die Nutzung der iCloud, darüber werden Lesezeichen und Leseliste abgeglichen. Das Highlight der Leseliste ist die Offline-Funktion, mit der iPod touch Nutzer die Seiten auch unterwegs lesen können.

Reader:

Der ins Safari integrierte Reader könnte so eine Art Glanzstück sein, er könnte. Sein Problem ist nur, das er nur auf wenigen Seiten verfügbar ist. Wenn dann aber mal das Reader-Symbol in der URL-Leiste erscheint, ist er eine echt gute Sache, denn er macht Internetseiten, die kein Mobilportal haben, wirklich angenehm lesbar, wie hier der Artikel von Chip.de. Top! Der Reader blendet Menü- und Navigationsleisten, Werbung und größtenteils auch Bilder einfach aus – Text pur.

 

Tabs (nur iPad):

Safari auf dem iPad hat noch eine weitere tolle Funktion bekommen, nämlich Tabs wie in der Desktop-Version von Safari. Damit wird das Navigieren und Wechseln zwischen geöffneten Webseiten noch leichter und man muss nicht immer dieses Zwischenfenster öffnen. Schade, dass Apple darauf beim iPhone (sicher aus Platzgründen) verzichtet hat, doch andere Anbieter haben dafür doch auch eine Lösung gefunden.

Weitere Neuheiten: Foto-Alben auf dem iPhone anlegen und Zitatebenen in Mails bearbeiten.

Thema: Wie geht das? | Kommentare (0)

Ist das iPhone 4S weltweit überall gleich teuer?

Von: Thorsten Schultz, Mittwoch, 26. Oktober 2011 16:11 Uhr

Blickt man in die verschiedenen nationalen Online-Stores von Apple, werden größere Preisunterschiede für das iPhone 4S sichtbar: Kanada ist quasi der Günstig-Spitzenreiter. Hier kostet das neueste iPhone mit 16 GB Speicherkapazität umgerechent 459 Euro (ohne Vertrag). Immerhin noch sieben Euro weniger als in den USA, dort gibt es vertragsfreie iPhone 4S ab November zum Preis von 466 Euro  (649 Dollar).

Spitzenreiter nach oben ist Italien mit 659 Euro. In Deutschland werden für die 16GB-Variante bei Apple 629 Euro verlangt. Bis Ende 2011 soll das iPhone 4S in 70 Ländern weltweit verfügbar sein. Die Preisschwankungen werden dann weiter zunehmen.

Doch wer sich nicht auf einer Reise eindecken kann, muss die iPhone Angebote in Deutschland vergleichen. Ein Apple iPhone 4S günstig kaufen ist recht einfach, wenn man sich für einen neuen Vertrag entscheidet. Dann erhält man das iPhone 4S  bei O2 zum Preis von 19,00 Euro in Verbindung mit dem o2 Blue-Tarif. Auch Vodafone und die Telekom (Tarif Complete Mobil XL) bieten das Handy an, in Verbindung mit einem Vertrag für jeweils 49,95 Euro.

Thema: Nachrichten | Kommentare (2)

Telekom tauscht defekte SIM-Karten für das iPhone 4S aus

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 26. Oktober 2011 14:37 Uhr

Telekom-Kunden, die Schwierigkeiten mit Ihrer SIM-Karte haben, können diese kostenlos austauschen. In einem der 800 Telekom-Shops oder unter der netzinternen Rufnummer 2202 können Vertragskunden einen neue Micro-SIM-Karte bestellen. Das Problem tritt bei einigen Karten im iPhone 4S auf, die bereits zuvor in einem iPhone 4 aktiv waren. Es erschienen Fehlermeldungen (SIM-Karte kann nicht aktiviert werden), kam zu Gesprächsabbrüchen und Schwierigkeiten beim SMS-Versand. Abhilfe schaffte in den meisten Fällen die Deaktivierung der SIM-PIN-Abfrage unter Einstellungen/Telefon/SIM-PIN. Wer darauf aber nicht verzichten will, sollte seine kleine Chip-Karte austauschen lassen.

 

Thema: Nachrichten | Kommentare (0)

Deutschland verabschiede Dich von der SMS

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 25. Oktober 2011 16:27 Uhr

Der Short Message Service (SMS) ist immer noch ein beliebter Dienst bei Handy-Nutzern. Im vergangenen Jahr wurden 41,3 Milliarden SMS von 59 Millionen Handynutzern in Deutschland verschickt – das waren 78.000 SMS pro Minute. Die Mobilfunkprovider verdienten mit den Kurznachrichten 2,3 Milliarden Euro. Geld auf das sie zukünftig nur ungern verzichten werden. Doch mit den Daten-Flatrates kamen und kommen etliche Sargnägel auf die gute alte SMS zu.

In den USA spielt die 160-Zeichen-Nachricht keine so große Rolle. Verständlich, dass Apple hier wenig Ehrgeiz an den Tag legte, beim iPad wurde die Funktion sogar unterschlagen. Das holte Apple erst  mit iOS 5 und der iMessage nach. Die blaue iMessage ist eben so ein Sargnagel. Nutzer von iOS-Geräten verschicken untereinander kostenlose Nachrichten. Die Vorteile: Keine Begrenzung auf 160 Zeichen. Man erhält eine Lesebestätigung. Man kann Fotos, Videos und Geodaten mitschicken. Man muss keine Handy-Nummer kennen, die Mailadresse reicht, denn Apple erkennt den Empfänger an seiner Apple-ID. Der Nachteil: Man ist mit seinen Mitteilungen auf die Apple-Welt begrenzt, selbst wenn iMessage noch auf iChat ausgeweitet werden sollte.

Die Begrenzung auf eine Plattform machen Angebote wie What´s App Messenger weg. Den Nachrichten-Dienst, der die Push-Notification im iPhone verwendet, gibt es auch für Android, Blackberrys, Nokias (Ovi) und Windows Phone – somit ist die Smartphone-Welt gut abgedeckt. Man muss sich also kaum Gedanken darüber machen, welches Gerät der Empfänger hat. Nicht umsonst ist die App aktuell mal wieder auf Platz 1 der meistverkauften iPhone-Apps. Auch hier gilt: Keine Zeichenbegrenzung, Gruppen-Chats, Fotos, Videos und Sprachaufzeichnungen lassen sich über das Internet verschicken. Doch sollte man wissen: Die App liest das komplette Adressverzeichnis aus, überträgt alle Einträge auf einen Server (vermutlich in den USA) und stellt so fest, wer von den Freunden und Bekannten noch What´s App nutzt und “empfangsbereit” ist.

Lassen wir mal das Thema Datenschutz und “gläsener Nutzer” beiseite, denn ich will noch auf die Sozialen Netzwerke kommen. Mit dem Facebook Messenger existiert eine App, die nur auf die Chat-Funktion des Netzwerks abzielt. Wer sein komplettes soziales Umfeld hier pflegt, wird die SMS kaum vermissen. Bei Google+ heißt die Funktion ebenfalls Messenger und ermöglicht Einzel- und Gruppennachrichten.

Google+ mag noch nicht die große Rolle spielen, doch anfänglich stand die SMS  in keinem Business-Plan der Mobilfunkprovider. Sie war ein ungeplantes Kind. Die Techniker nutzten den Signalisierungs-Kanal für ihre Arbeit, für die Kunden war das nie gedacht. Doch als immer mehr Nutzer bereit waren, für die 160-Zeichen Geld zu bezahlen, machte die SMS eine erstaunliche Karriere. Plötzlich gab es “SMS-Mehrwertdienste” wie Horoskope, Wetter und die nach wie vor wahnsinnig herausfordernden Gewinnspiele der privaten TV-Sender. Diese Anbieter dürften neben den Providern die einzigen sein, die der SMS nachweinen werden.

Bereits jetzt sind alle oder größere SMS-Kontingente innerhalb von Flatrates kostenlos. Doch wenn man Text auf mehrere Meldungen aufteilen muss oder doch wieder Kosten anfallen, weil man ein Foto anhängt, werden immer mehr Nutzer zu den Messenger-Apps wechseln. Verabschieden wir uns doch einfach von der SMS.

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Interview mit dem Interviewer – 60 Minutes bei CBS

Von: Dirk Kunde, Montag, 24. Oktober 2011 13:19 Uhr

Die CBS-Sendung “60 Minutes” (ist aber nur 43 Minuten lang) interviewt Walter Isaacson, den Interviewer und Biografen von Steve Jobs. In dem Beitrag hört man etliche Ausschnitte aus den Gesprächen zwischen Jobs und Isaacson, dabei geht es auch um viele private Dinge, die Jobs ansonsten keinem Pressevertreter jemals anvertraut hätte. Die Biografie kommt heute in den US-Handel, bei einem Verlag, der zur CBS-Gruppe gehört.

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Atomkrieg gegen Android, Apple TV und Jobs OP-Ablehnung – die Biografie hat viel zu bieten

Von: Dirk Kunde, Samstag, 22. Oktober 2011 14:23 Uhr

Von wegen ein Hobby. Die Apple TV Box ist weit mehr, es waren die ersten Schritte auf dem Weg zu einem integrierten, einfach zu bedienenden Fernseher mit eingebauter Videothek. Zumindest in Steve Jobs Kopf war der Apple-Fernseher längst fertig, auch wenn er das bei Auftritten immer bestritt. “I’d like to create an integrated television set that is completely easy to use,” sagte Jobs seinem Biografen Walter Isaacson in einem der knapp 50 Interview-Sitzungen, “It would be seamlessly synced with all of your devices and with iCloud. It will have the simplest user interface you could imagine. I finally cracked it.”

Die Biografie Steve Jobs: A Biography erscheint am Montag im amerikanischen Buchhandel. Vorab spricht der Autor bei “60 Minutes” im US-Fernsehen (siehe Video). Nachdem bei Jobs Bauchspeicheldrüsen-Krebs diagnostiziert wurde, verweigerte er neun Monate lang eine Operation. “Ich wollte wirklich nicht, dass sie meinen Körper öffnen”, so Jobs.

Neben seiner Erkrankung und seiner familiärer Situation geht es in dem Buch natürlich vor allem um Apple. Richtig laut sei Jobs geworden, als es Android ging. “I’m willing to go thermonuclear war on this“, sagte Jobs in Bezug auf die Patentverfahren gegen Smartphone- und Tablet-Hersteller wie HTC, Samsung und andere. “Our lawsuit is saying, ‘Google you f***ing ripped off the iPhone, wholesale ripped us off. I will spend my last dying breath if I need to, and I will spend every penny of Apple’s $40 billion in the bank, to right this wrong. I’m going to destroy Android, because it’s a stolen product.

Ob die Behauptung stimmt oder nicht, wird schwer nachzuweisen sein. Vielleicht kann man in Jobs Situation nicht anders, als sich so den Erfolg eines Wettbewerbers zu erklären. Allerdings: Googles oberster Android-Chef, Andy Rubin, begann seine Karriere 1989 bei Apple.

Die Biografie dürfte für Apple-Freunde einiges Unbekanntes enthalten, meine Bestellung ist bereits raus.

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