Apples Geschäftszahlen

Erstes Quartal 2012

Für Apple ist das erste Quartal des Geschäftsjahres, was für andere Unternehmen das Vierte ist – die beste Jahreszeit. Weihnachten hat dem Unternehmen ordentlich Cash in die Kassen gespült (17,5 Milliarden Dollar Cash-Flow). Und wieder ist es ein Rekord-Quartal mit 46,33 Mrd. Dollar Umsatz und 13,05 Mrd. Dollar Gewinn.

Da lagen richtig viele iPhones, iPads und auch Macs unter den Weihnachtsbäumen. Nur beim iPod geht es weiter Abwärts – minus 21 Prozent im Jahresvergleich. Wer ein iPhone kauft, braucht eben keinen iPod mehr. Dabei war bislang der iPod die “Einstiegsdroge” in die Apple-Welt. Jetzt beflügeln iPhone und iPad die Rechner-Verkäufe. Schaut man sich die Werte in der Tabelle an, fällt auf, dass Apple im abgelaufenen Quartal fast so viele Macs verkauft hat wie im gesamten Jahr 2006. Die Zahl der verkauften iPhones, ins erste Quartal fiel der Start des iPhones 4S, ist mit 37,04 Millionen ebenfalls bemerkswert. 14 Wochen ist der Berichtszeitraum lang, das sind also rechnerisch 4,4 verkaufte iPhones pro Sekunde.

Das zentralistisch geführte US-Unternehmen macht mittlerweile 58 Prozent seines Umsatzes außerhalb der USA (2009: 46 %). Damit stellt sich die Frage, ob die einzelnen Landeschefs nun in Cupertino mehr Gehör finden.

Ein relativ ruhige Kugel schieben die Mitarbeiter der Pressestelle in Cupertino. Sie haben beim Zitat in der Pressemeldung zu den Quartalszahlen lediglich den Namen des CEOs ausgetauscht. Das hat auch Steve Jobs alle drei Monate so oder so ähnlich gesagt: “We’re thrilled with our outstanding results and record-breaking sales of iPhones, iPads and Macs,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “Apple’s momentum is incredibly strong, and we have some amazing new products in the pipeline.

 

QuartalUmsatz
Gewinn
iPhones%iPads%iPods%Macs%
2012
I 1246,3313,0637,0412815,4311115,4-215,226
2011 108 2672,3
32,39
42,63
16,73
IV 1128,276,6217,072111,121666,62-274,8926
III 1128,577,3120,341429,251837,54-203,9514
II 1124,675,9918,651134,69-9,02-173,7628
I 1126,746,0016,24867,33-19,45-74,1323
201065,22 14,0139,95937,46-50,35-713,6631
IV 1020,34 4,3114,10914,19-9,05-113,8927
III 10 15,703,258,40613,27-9,41-83,4733
II 10 13,50 3,078,75131--10,89-12,9433
I 1015,683,388,70100--21,00-83,3633
200937,28
6,11 20,7578--54,14-1,310,397
IV 099,871,677,407--10,20-83,0517
III 099,081,625,20626--10,20-72,604
II 098,161,213,79123--11,0132,22-3
I 0910,171,614,3688--22,7332,529
200832,474,8411,63---54,8269,7238
IV 087,901,146,89516--11,0582,6121
III 087,461,070,72165--11,01122,5041
II 087,511,051,70---10,6412,2951
I 089,601,582,32---22,1252,3244
200724,002,501,39---51,64317,0533
IV 076,220,901,12---10,20172,1634
III 075,410,820,27---9,82211,7633
II 075,260,77----10,55241,5236
I 077,101,00----21,07501,6128
200619,321,98 - ---39,41 -5,30-
IV 064,840,54----8,73351,6130
III 064,370,47----8,11321,3312
II 064,360,41----8,53611,114
I 065,750,56----14,042071,2520

• Umsatz und Gewinn in Milliarden US-Dollar, Gerätezahlen in Millionen
• %: Prozentuale Veränderung der Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr/Vorjahresquartal

* In der Orignalpressemitteilung für das zweite Quartal 2009, die mir vorliegt, meldet Apple 8,16 Milliarden Dollar Umsatz und 1,21 Milliarden Dollar Gewinn, das haben sie in der aktuellen Meldung (II 2010) nach oben angepasst.

Text und Tabelle werden quartalsweise fortgeschrieben

Viertes Quartal 2011

Verrückte Finanzwelt. Da sind die Ergebnisse von Apple nur orbitant statt exorbitant und schon geht der Aktienkurs vorbörslich 5,3 Prozent runter. Die Wallstreet-Experten hatten mit 22 Millionen verkauften iPhone im vierten Quartal gerechnet und es war dann “nur” 17,1 Millionen. Dabei ist es normal, dass sich die (potentiellen) Kunden vor einem Generationswechsel zurückhalten. Das iPhone 4S ist dann auch gut gestartet, am ersten Wochenende wurden weltweit vier Millionen Stück verkauft. Doppelt so viel wie beim iPhone 4-Start in den ersten drei Tagen. Das iPad lag mit 11,1 Millionen verkauften Exemplaren dann sogar eine Million über den Erwartungen.

Das Quartal spült Apple 6,62 Mrd. Dollar in die Kassen (Gewinn) bei einem Umsatz von 28,27 Mrd. Dollar (+28 % zum Vorjahresquartal). iPad verkaufen sich mit +166 Prozent extrem gut und auch Mac-Rechner kommen für immer mehr Leute in Frage. Knapp fünf Millionen Rechner ist ein Allzeithoch (+26 Prozent zum Vorjahresquartal).

Apple schließt das Finanzjahr mit 108 Mrd. Dollar Umsatz und einem Gewinn von 26 Mrd. Dollar ab. Mit rund 81 Mrd. Dollar Barreserven steht Apple besser da als der US-Haushalt. Einzig der frühe Tod des Firmenmitbegründers und langjährigen CEO, Steve Jobs, wirft einen Schatten auf ein ansonsten sehr erfolgreiches Geschäftsjahr.

 

Drittes Quartal 2011

Apple verzeichnet das beste Quartal in der Firmengeschichte. In den Monaten von April bis Juni 2011 machte das Unternehmen 28,57 Milliarden Dollar Umsatz – ein Jahr zuvor waren es noch 15,7 Mrd. Dollar. Der Gewinn liegt bei 7,31 Mrd. Dollar (+125%)Somit verdiente Apple in einem Quartal mehr als im ganzen Jahr 2009. Eine weitere Vergleichszahl: 2007 – dem Startjahr des iPhones – lag der Gewinn bei 2,5 Mrd. Dollar.

Die Wachstumszahlen sind beeindruckend +142 Prozent bei den iPhones (20,34 Mio.), +183 Prozent bei den iPads (9,25 Mio.), auch die Macs legen zu (+14%), nur bei iPods ist das Geschäft rückläufig (-20%). Für das vierte Quartal erwartet Finanzvorstand Peter Oppenheimer einen Umsatz von 25 Mrd. Dollar.

Right now, we’re very focused and excited about bringing iOS 5 and iCloud to our users this fall”, sagt Steve Jobs.

 

 

Zweites Quartal 2011

Es wäre fast langweilig, wenn es nicht so schön wäre: Apple legt wieder mal ein Rekordquartal hin. Im zweiten Quartal, das am 26. März 2011 endete, verdoppelt das Unternehmen seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal. Und dabei spielt das neue iPad 2mit seinem Verkaufsstart am 11. März in den USA und am 25. März in Deutschland bei den Zahlen kaum eine Rolle. Mit einem Zuwachs von 113 Prozent im Jahresvergleich legt das iPhone mit 18,65 Millionen verkauften Geräten ein super Ergebnis hin.

Der Umsatz lag in den drei Monaten bei 24,67 Milliarden Dollar, der Gewinn bei 5,99 Milliarden Dollar. ”With quarterly revenue growth of 83 percent and profit growth of 95 percent, we’re firing on all cylinders,” sagt der krankheitsbedingt abwesende Steve Jobs in der Pressemitteilung, “We will continue to innovate on all fronts throughout the remainder of the year.” Der letzte Satz ist erstaunlich, weil er sonst immer sagt, dass im Laufe des Jahres noch “ganz tolle Produkte” kommen werden.

Erstes Quartal 2011

Apple ist eine Gelddruckmaschine. Das erste Quartal im Finanzjahr 2011, das kurz nach Weihnachten endete, sorgt für sechs Milliarden Dollar Gewinn bei 26,74 Milliarden Dollar Umsatz. Das ist ein Umsatzplus von 71 Prozentgegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum.

Mit 7,33 Millionen iPads wurden im Weihnachtsgeschäft fast soviele Tablets verkauft wie in den beiden Vorquartalen zusammen. Die glänzenden Geschäfte mit iPad und iPhone 4 (16,24 Millionen) strahlen auch auf den Rechner-Verkauf ab. Mit 4,13 Millionen Macs wurde ebenfalls ein neuer Absatzrekord für ein Quartal aufgestellt. Lediglich die Absatzzahlen für den Musikspieler iPod sind rückläufig.

Der krankheitsbedingt abwesende Firmenchef Steve Jobs wird in der Pressemeldung mit den immer wiederkehrenden Wortenzitiert, man feuere aus allen Rohren und habe noch ein paar aufregende Dinge in der Pipeline für dieses Jahr. Seine dritte Krankmeldung wurde geschickt terminiert. Am Montag, als die schriftliche Meldung die Runde macht, war die amerikanische Börse aufgrund eines Feiertags geschlossen. Die Analysten und Anleger hatten ausreichend Zeit, den Schock zu verdauen. Insgesamt verlor die Aktie nur 2,25 Prozent bis zum Handelsschluss. Am Dienstag wurden nach Börsenschluss diese glänzenden Geschäftszahlen präsentiert, die den Kurs heute stützen dürften.

 

Viertes Quartal 2010

Rekord, Rekord, Rekord, Rekord. Anders lässt sich das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2010, das am 25. September 2010 endete, nicht beschreiben. Mit über 20 Milliarden Dollar Umsatz und über vier Milliarden Dollar Gewinn wurden die ersten beiden Rekorde erzielt. Das Geschäftsjahr endet mit 14 Milliarden Dollar Gewinn. Zum Vergleich: vor drei Jahren waren es gerade mal 2,5 Milliarden Dollar. Die Geschäftstätigkeit spülte knapp 5,7 Milliarden Dollar in Cash in die Kasse. Damit steigen die Barreserve des Unternehmens auf 51 Milliarden Dollar. Damit ist ausreichend Geld für Übernahmen als auch Forschung und Entwicklung vorhanden.

Den dritten Rekord stellt das iPhone 4 auf: es verkauft sich blendend. Mit über 14 Millionen Geräten wurden 91 Prozent mehr als im Vorjahresquartal verkauft. Dazu noch ein kleiner Seitenhieb von Apple-Boss Steve Jobs: “Handily beating the 12,1 million phones RIM sold in their most recent quarter.” Doch heftigeren Wettbewerb erfährt Apple von Suchgigant Google. Android gewinnt rasant an Marktanteilen, das offene Betriebssystem ist auf Smartphones diverser Hersteller vertreten. Wiederholt sich hier der Wettbewerb `PC gegen Mac´, fragt sich die New York Times. Langfristig werde Apple seine Dominanz im Smartphone-Markt verlieren, so Prof. David B. Yoffie von der Harvard Business School, doch mit einem Marktanteil von 25 bis 30 Prozent lasse sich ein profitables Geschäft betreiben. Vor allem wenn der Umsatz in unterschiedlichen Ländern generiert wird. Und das ist der vierte Rekord: DerAuslandsumsatz (außerhalb der USA) steigt von 52 auf 57 Prozent.

Drittes Quartal 2010

Trotz aller Schwierigkeiten mit dem iPhone 4, es war der erfolgreichste Produktstart in der Unternehmensgeschichte. Über drei Millionen Geräte wurden verkauft. Noch erstaunlicher: Die Verkäufe des iPhones 3G S sind im dritten Quartal, das am 26. Juni endete, nicht eingebrochen. Die Besprechung des gestohlenen iPhone 4-Prototpys im April hätte durchaus zu einem Kaufstopp des aktuellen iPhones führen können. Doch mit 8,4 Millionen Smartphones lag das Ergebnis nur knapp hinter den beiden Vorquartalen.

“Das iPad hatte einen tollen Start, mehr Leute denn je kaufen Macs und wir haben noch weitere erstaunliche Produkte für dieses Jahr geplant”, sagt Apple-Boss Steve Jobs. Vom “großen iPhone-Bruder” wurden 3,27 Millionen verkauft. Mit 15,7 Milliarden Dollar Umsatz und 3,25 Milliarden Dollar Gewinn wurden neue Quartalsrekorde erreicht.


Zweites Quartal 2010

Apple strotzt nur so vor Selbstbewusstsein. Die Kassen sind voll, Macs, aber vor allem iPhones steuern kräftig zum Gewinn bei. Der hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 3,07 Milliarden Dollar fast verdoppelt.* Die Umsätze außerhalb der USA machen mittlerweile 58 Prozent aus (Vorjahr: 46%). Steve Jobs benutzt zur Beschreibung des Quartals mal wieder die berühmte Formulierung: “We’re thrilled to report our best non-holiday quarter ever.” Also das beste Quartal, in dem kein Weihnachten vorkommt.

Und der Chef verspricht für dieses Jahr noch einige Bescherungen:  “We’ve launched our revolutionary new iPad and users are loving it, and we have several more extraordinary products in the pipeline for this year.” Der Verkauf der iPads mit Mobilfunk (3G) beginnt am 30. April ab 17 Uhr in den USA. Die Preise liegen bei 629 (16 GB), 729 (32 GB) und 829 Dollar für 64 GB. Der Start in Europa wurde auf Ende Mai verschoben. Vorbestellungen nimmt Apple hier ab dem 10. Mai 2010 entgegen. Dann werden auch die offiziellen Verkaufspreise verkündet.

Mit 8.750.000 verkauften iPhones wurden rund 3,5 Millionen Smartphones mehr verkauft als im zweiten Quartal 2009. Bei den Macs ist es ein Plus von 33 Prozent. Die iPodsverlieren etwas in der Gunst der Nutzer. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist es nur ein Prozent, doch im Vergleich zum ersten Quartal 2010 hat sich die Stückzahl mit 10.890.000 fast halbiert.

Erstes Quartal 2010

Das macht neugierig: “The new products we are planning to release this year are very strong, starting this week with a major new product that we’re really excited about.” Es ist das Zitat von Steve Jobs aus der Pressemitteilung zu den Quartalszahlen. Bei den Umsätzen hat Apple seine eigenen Schätzungen mit 15,68 Milliarden Dollar natürlich übertroffen – es ist ein neues Rekordquartalsergebnis. Der Gewinn liegt bei 3,38 Milliarden Dollar.

Die iPhone-Verkäufe sind mit 8,7 Millionen Stück solide. Zwar liegen sie 100 Prozent über dem Vorjahresergebnis, doch die gestiegene Zahl an Providern (weitere Länder, u.a. China) und ein starkes Weihnachtsgeschäft (das Quartal endete am 26.12.), ließen auf mehr hoffen. Gleiches gilt für die iPods, die im Vorjahresvergleich, trotz neuer Modelle, verlieren. Erfreulich entwickeln sich dagegen die Computer-Verkäufer. Gleich um ein Drittel legt der Mac-Absatz im Jahresvergleich zu.

Das Auslandsgeschäft wird für Apple immer wichtiger. Lag der Anteil internationaler Verkäufer bislang unter 50 Prozent, macht er im ersten Quartal 58 Prozent der Umsätze aus. Das Geschäft spülte Finanzchef Peter Oppenheimer 5,8 Milliarden Dollar in Cash in die Kasse. Damit dürften die Barreserven des Unternehmens aufgrund früherer Angaben deutlich über 30 Milliarden Dollar liegen. Also eine perfekt gefüllte “Übernahmekasse” für die weitere Expansion.

 

Viertes Quartal 2009

“Wir sind begeistert, dass wir mehr Macs und iPhones verkauft haben als jemals zuvor”, sagt Apples CEO, Steve Jobs in der Mitteilung zu den Geschäftszahlen des vierten Quartals 2009. Mit 9,87 Millarden Dollar Umsatz und 1,67 Milliarden Dollar Gewinn war das am 26. September zu Ende gegangene Quartal das profitabelste der Firmengeschichte. Damit wurden die Analystenerwartungen deutlich übertroffen. Die Aktie stieg nachbörslich um sieben Prozent und notierte zeitweise über 200 Dollar. ImJahresvergleich wurden 78 Prozent mehr iPhones und sieben Prozent mehr Rechner als im Vorjahr verkauft.

Im vierten Quartal 2009 konnte Apple 7,4 Millionen iPhones absetzen. Das ist bislang das beste Verkaufsergebnis in einem Quartal. Dabei hatten Analysten schlechtere Zahlen vermutet, da das iPhone 3G S nur 100 Tage in dem Quartal in den Läden war und immer wieder über Lieferengpässe berichtet wurde. Weltweit sind 33,8 Millionen iPhones seit der Einführung 2007 verkauft.

Steve Jobs macht Lust auf mehr: Laut der Firmenmitteilung habe man tolle neue Produkte für 2010 in der Pipeline. Hier darf über neue Rechner- und iPhone-Generationen spekuliert werden. Am wahrscheinlichsten dürfte ein iPhone-Rechner-Hybrid sein – ein Tablet-PC mit großem berührungsempfindlichen Bildschirm, der wie ein iPhone bedient wird.

Dritte Quartal 2009

Apples Finanzchef, Peter Oppenheimer, durfte für das dritte Quartal im Finanzjahr 2009 (ging bis zum 27. Juni 2009) wieder die, für deutsche Ohren ungewöhnliche, Formulierung benutzen: “We’re extremely pleased to report record non-holiday quarter revenue and earnings.” Es wurde also kein Weihnachten im dem Quartal gefeiert – sehr schön.

Die Umsatzzahlen sehen gut aus: 5,2 Millionen verkaufte iPhones (626 Prozent über dem Vorjahresquartal – gut das war kurz vor einem Modellwechsel), 2,6 Millionen Rechnerund 10,2 Millionen iPods (-7 Prozent) verkauft. Bei einem Umsatz von 8,34 Milliarden Dollar (44 Prozent Auslandsanteil) blieben 1,23 Milliarden als Gewinn hängen.

“We’re making our most innovative products ever and our customers are responding,” sagt CEO Steve Jobs bei der Präsentation der Zahlen. Die Erwartungen für das laufende Quartal liegen zwischen 8,7 und 8,9 Milliarden Dollar Umsatz.

Zweites Quartal 2009

8,16 Milliarden DollaUmsatz und 1,21 Milliarden Dollar Gewinn sind solide Zahlen für ein zweites Quartal. Aber bei Apple müssen Rekorde her, darum sagt CFO Peter Oppenheimer in der Pressemitteilung: “We are extremely pleased to report the best non-holiday quarter revenue and earnings in our history.” Gut gebrüllt Löwe.

Mit fast 29 Milliarden Dollar Barvermögen geht es dem Unternehmen sehr gut. Für das dritte Quartal wird mit einem Umsatz zwischen 7,7 und 7,9 Milliarden Dollar gerechnet.

Erstes Quartal 2009

Rekord, Rekord, Rekord. Dem Firmenboss, Steve Jobs, geht es zwar gesundheitlich schlecht, – gute Besserung an dieser Stelle – doch das Unternehmen entwickelt sich blendend. Erstmals in der Firmengeschichte wurde die 10-Milliarden-Dollar-Umsatzmarke in einem Quartal überschritten: 10,17 Mrd. Dollar hat Apple im ersten Quartal des Finanzjahres 2009 umgesetzt (Oktober bis Dezember 2008). “Even in these economically challenging times, we are incredibly pleased to report our best quarterly revenue and earnings in Apple history – surpassing $10 billion in quarterly revenue for the first time ever,” sagt CEO Steve Jobs zu den Zahlen. Die Aktie legte nachbörslich rund zehn Prozent zu.

Vom Umsatz bleiben 1,61 Milliarden Dollar als Gewinn hängen. Bei aller Euphorie muss aber auch angemerkt werden, dass die iPhone-Verkäufe im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar um 88 Prozent gestiegen sind, doch im Vergleich zum Vorquartal ist es ein Rückgang um 37 Prozent. Die iPod-Verkäufe entwickeln sich erstaunlich gut. Die neue Linie kommt an. Mit 22,7 Millionen Geräten wurden doppelt so viele verkauft wie im Vorquartal. Der Absatz bei Rechnern hält sich relativ konstant bei 2,5 Millionen Stück. Rund 46 Prozent aller Apple Produkte werden außerhalb der USA verkauft.

Leider wurde vom Unternehmen noch keine Aussage dazu gemacht, wie viel Umsatz der AppStore macht.

Viertes Quartal 2008

“Wir verkaufen mehr iPhones als RIM Blackberrys”, sagt ein stolzer Steve Jobs bei der Präsentation der Zahlen zum vierten Quartal. Im Finanzjahr 2008 konnte Apple insgesammt 11,6 Millionen iPhones verkaufen. Damit ist die Hürde von 10.000.000 iPhones locker genommen.

Apple geht es bestens. Die Verkäufe der Rechner ziehen dank neuer Modelle (u.a. MacBook Air) und dem Imagegewinn durch iPods, iPhones und iPod Touch kräftig an – ein Plus von 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Unternehmen aus Cupertino hat 25 Milliarden Dollar auf seinen Konten und keine Schulden. Dennoch leidet die Aktie. Sie verliert innerhalb des vergangenen Monats rund 30 Prozent. Ob die Finanzkrise oder die anhaltenden Krankheitsgerüchte des dominanten Firmen-Boss dafür verantwortlich sind, ist nicht ganz klar – sicher ist es von beidem etwas.

Die Nachfolgefrage im Unternehmen ist nach wie vor unbeantwortet. Die Wirtschaftswoche berichtet von Gerüchten im Silicon Valley, dass Apple und Google ein perfektes Paar wären. Intelligente Software trifft auf schöne Hardware. Ein nettes Gedankenspiel.

Drittes Quartal 2008

Ein weiterer Rekord: Apple legt das beste dritte Quartal in Sachen Umsatz (7,46 Mrd. Dollar) und Gewinn (1,07 Mrd. Dollar) in der Firmengeschichte hin. Dazu trägt vor allem der Verkauf von Rechnern bei. Der wächst konstant. Apple ist mittlerweile der drittgrößte Computerhersteller in den USA nach HP und Dell.

Der Auslandsverkauf macht inzwischen 42 Prozent aus. Für das vierte Quartal erwartet CFO Peter Oppenheimer einen Umsatz von 7,8 Milliarden Dollar und einen Gewinn von einem Dollar pro Aktie.

Die vergleichsweise niedrige Verkaufszahl bei den iPhones (717.000) in dem Quartal liegt am Auslaufen des ersten Modells. Viele Neukunden zögerten bei der Anschaffung, da das iPhone 3G bereits erwartet wurde.

Zweites Quartal 2008

Apple Inc. hat im zweiten Quartal des Finanzjahres 2008 ein Rekordergebnis hingelegt. Interessant wird es, wenn man die aktuellen Zahlen mal mit zurückliegenden Ergebnissen vergleicht.

Der aktuelle Gewinn ist mehr als doppelt so hoch wie beispielsweise im zweiten Quartal 2006. Der Zuwachs beim Umsatz geht seit einiger Zeit zu einem großen Teil auf das Konto der Rechner. Apple verkaufte bis Ende März 2008 doppelt so viele iMacs wie im Vorjahresquartal. Ich deute das mal so: Die Popularität der iPods und iPhones strahlt auf die Computer ab. Für viele Menschen werden Apple-Rechner zu einer echten Alternative beim PC-Kauf.

Gleichzeitig scheint eine Sättigung bei den iPods einzusetzen. Die absoluten Zahlen sehen noch gut aus, doch die prozentualen Zuwächse schmelzen langsam dahin. Addiert man alle verkauften iPhones, sind 5,4 Millionen Stück im Markt. Das ist ungefähr die Hälfte von dem, was Steve Jobs bis Ende 2008 erreichen will. Bleiben also noch neun Monate für weitere fünf Millionen Smartphones – kein gänzlich unrealistisches Ziel. Vor allem nicht, wenn im Juni wirklich eine UMTS-Version auf den Markt kommt.

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14 Kommentare

  1. 1

    [...] unglaublich gute Quartalsergebnis regt die Fantasie einiger Menschen an. Auf der Webseite Apple made more money than … kann man [...]

  2. 2

    [...] Apple vom Erfolg der mobilen Geräte iPhone und iPad profitiert haben, zeigt ein Blick auf die Geschäftszahlen. Danach verkaufte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2006 – ein Jahr vor dem iPhone-Start [...]

  3. 3

    [...] hält rund 95 Patente. An Anobit sind mehrere Risikokapitalgesellschaften beteiligt.Genug Bargeld (rund 81 Milliarden Dollar) hätte Apple und ein Kauf würde ins Konzept passen. Schon [...]

  4. 4

    bringt apple eig. jedes quartal die zahlen raus, oder nur 2x im jahr? da apple ja eig. immer bessere zahlen haben, könnten die das doch auch jede woche raus bringen oder?

  5. 5

    [...] in die Autobahnstaus, die Wartezimmer und in die Vorlesungssäle wandert. Nur, um hier die Dimensionen zu verdeutlichen: Apple hat im zweiten Quartal 2011 rund 18,65 Millionen iPhones und 4,69 iPads [...]

  6. 6

    [...] ein deutlich geringerer Wert als im Weihnachtsgeschäft. ftd.de, wsj.com, appleinsider.com, iphone-fan.de [...]

  7. 7

    [...] so manchen Nutzer, sich auch einen Mac als Rechner anzuschaffen. Den Schluss legen jedenfalls Apple-Verkaufszahlen nah. Da überrascht es kaum, das Microsoft nach zweieinhalb Jahren eine neue Version des [...]

  8. 8

    [...] übergeben sollte, bekäme der Nachfolger einen perfekt laufenden Laden. Die gerade vermeldeten Umsatzzahlen sowie der Gewinn für das Geschäftsjahr 2010 waren hervorragend. Knapp 40 Millionen verkaufte iPhones und 13,7 [...]

  9. 9

    [...] der heutigen Telefonkonferenz zu Apples Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr spekuliert Peter Kafka von All Things Digital ein wenig. Wobei [...]

  10. 10

    [...] ist in jedem Falle eine weitere Erfolgsgeschichte im schicken Apple-Land. In nur drei Monaten wurde 3,27 Millionen Stück verkauft. Damit steuerte es in diesem Zeitraum 2,1 Milliarden Dollar bei. 15,7 Milliarden Dollar setzte Apple [...]

  11. 11

    Apples Geschäftszahlen: http://bit.ly/6fg0As

  12. 12

    [...] sie beruhen auf sehr spekulativen Anahmen. Nur so viel: 20 bis 45 Millionen Dollar sind bei einem Jahresumsatz von 32,5 Milliarden Dollar (2008) nicht viel. Anderseits wäre wohl jedes Unternehmen, neun Monate [...]

  13. 13

    [...] >>iPhone-fan.de [...]

  14. 14

    Apple: More than 11 Mio sold iPhones, 25 billion $ in cash, but the share loses anyway http://tinyurl.com/5flglv

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