Beiträge der Kategorie 'Apps & Webs'

Mit Team Viewer einen anderen Rechner steuern

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 11. März 2010 16:25 Uhr

Die kostenlose Version der App Team Viewer belegt aktuell den ersten Platz in der Download-Statistik. Zu Recht. Es es eine überaus interessante Anwendung. Falls man der technik-unkundigen Schwiegermutter helfen will oder unterwegs Dateien auf dem eigenen Rechner öffnen will, man greift einfach aus der Ferne auf einen PC oder Mac zu.

Mit Team Viewer einen anderen Rechner steuernDas klappt erstaunlich gut und einfach mit der App. Die kostenlose Version ist für Nicht-kommerzielle Zwecke gedacht. Die Pro-Version kostet rund 80 Euro. Auf dem Rechner muss das passende Gegenstück (Software) installiert sein. Dieses Programm gibt eine ID-Nummer und ein Kennwort aus. Tippt man beides in die iPhone-App verbinden sich die Rechner, auch durch eine Firewall hindurch.

Man sieht auf dem Display den Desktop des Rechners. Die Performance hängt ein wenig davon ab, ob man in einem WLAN oder “nur” im Mobilfunknetz hängt. Das iPhone schütteln und man wechselt zwischen den offenen Programmen auf dem Rechner hin und her. Mit dem Finger steuert man die Maus über die Bildschirmoberfläche. Eine Tastatur kann man ausfahren lassen, sieht dann allerdings nur noch wenig von den Inhalten. Selbst ein Neustart des Rechners ist aus der Ferne möglich.

Meine Wertung
Fün von fünf iPhones

Preis: Kostenlos, Pro-Version: 79,99 €, Größe: 10,2 MB

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Tischfußball mit dem iPhone spielen

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 10. März 2010 12:57 Uhr

2:1! Yeah! Die rote Mannschaft gewinnt. Ein Stück Papier als Spielfeld, zwei iPhones und ein leichtes Kügelchen als Ball – mehr braucht man nicht für ein schnelles Spiel Tischfussball. Ach ja, die App Football Real Kick (0,79 €) sollte man noch haben. Das Programm stößt auf Fingertipp Töne aus, deren Schalldruck den Ball vorantreibt. Ja, stimmt das erinnert an Blower, die App, die Kerzen auspustet. Real Kick stammt von den selben Machern (Qneo).

Der Blower funktionierte allerdings nicht mit dicken Tischkerzen, außerdem war der Ton so nervenaufreibend, dass man es nicht lange aushielt, was wohl auch für die iPhone-Lautsprecher gilt. Aber witzig ist die Idee des Fußballspiels schon, schaut einfach mal im Video.

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VoIP-Telefonate über Mobilfunknetz mit Sipgate möglich

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 2. März 2010 12:58 Uhr

VoIP Telefonate über Mobilfunknetz mit Sipgate möglichAls erster Anbieter in Deutschland, noch vor Skype, setzt Sipgate die neue VoIP-Freiheit in die Tat um. Apple hat kürzlich die Möglichkeit geschaffen, mit dem iPhone auch Voice over IP-Telefonate (VoIP) über das Mobilfunknetz zu führen. Dabei werden die Sprachpakete über das UMTS-Netz (3G) übertragen. Für Vieltelefonierer (auch im Ausland) mit einer Datenflatrate ist das eine wunderbare Möglichkeit, die Gesprächskosten mit dem Smartphone zu reduzieren.

Jetzt kommt das Aber: Die Gesprächsqualität im 3G-Netz von T-Mobile (oder wie man jetzt sagt T) ist grottenschlecht. Ein Testanruf zu einem Festnetzanschluss in Hamburg kam nicht mal zustande. Die Angerufene hörte mich zwar, doch ich hörte nur Ping, Boing, Piep – wie bei den frühen Akustikkopplern. Aber davor warnt Sipgate auch in seiner Pressemitteilung: “sipgate weist darauf hin, dass die Verständigungsqualität bei VoIP-Telefonaten abhängig von der jeweils örtlichen Qualität des UMTS-Mobilfunknetzes ist. Des Weiteren ergaben Tests, dass Kunden mit iPhone-Standardverträgen von T-Mobile keine VoIP-Telefonate in zufriedenstellender Sprachqualität führen können. Die besten Vertragsbedingungen bietet O2 seinen Kunden.

Es haben also die Menschen mit Netlock-freien iPhones diesmal die besseren Karten. T wird doch wohl nicht etwa bewusst die VoIP-Pakete “zerstückeln”, um seinen Zusatztarif für VoIP-Gespräche durchzudrücken? Nein, kann ich mir nicht vorstellen.

Wer die kostenlose App ausprobieren möchte, sollte Privat- oder Firmenkunden (sipgate team) beim Düsseldorfer Anbieter Sipgate sein. Die VoIP-Funktion per UMTS muss in der Version 1.2.2 vom Nutzer aktiviert werden (siehe Bild). Eingehende Anrufe auf die Sipgate-Rufnummer können auf dem iPhone noch nicht über das Mobilfunknetz angenommen werden, da dies von Apple bislang nicht zuverlässig unterstützt wird.
VoIP Telefonate über Mobilfunknetz mit Sipgate möglich

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Hier sehen wir die Zukunft von Paid Content – Madonna App

Von: Dirk Kunde, Freitag, 26. Februar 2010 10:46 Uhr

Hier sehen wir die Zukunft von Paid Content   Madonna AppMadonna-Fans muss ich enttäuschen, hier geht es nur am Rande um die tollen Funktionen, der soeben erschienen App. In erster Linie ist die Applikation ein perfektes Beispiel dafür, wer in Zukunft Geld mit digitalen Inhalten verdienen wird.

Megastar Madonna braucht keine Verlage als Mittler ihrer Botschaften. Sie braucht keinen Musikverlag mehr, keinen stationären Platten- oder Buchladen. Alles was die Dame, die sich seit ihrem ersten Album Madonna im Jahre 1983 immer wieder neu erfindet braucht, ist ein Konzertveranstalter. Live-Events sind das einzige, was sich nicht digitalisieren und über das Web vertreiben lässt. Zudem machen die Auftritte im Umsatzmix der Dame einen Großteil aus. Quatsch? Warum hat sie dann 2007 ihrem Label Warner den Rücken gekehrt und ist zum weltgrößen Konzertveranstalter Live Nation gewechselt? Was übrigens Jay Z, Shakira and Nickelback ebenfalls getan haben.

Die App ist kostenlos, aber Fans würden die App auch laden, wenn sie ein Preisschild hätte. Doch so ist das trojanische Pferd wahrscheinlich viel effektiver. In der App kann man ihre Songs und Bücher kaufen. Es gibt einen Link zu ihrem Webstore mit allerhand Merchandise-Kram. Tourdaten finden sich ebenfalls, doch kann man (noch) keine Tickets kaufen.

Die App verwendet Push-Nachrichten, will den Ort des Nutzers verwenden, schlägt die Brücke zu Twitter und Facebook. Direkt nach dem Start, beginnt die Wiedergabe eines Songs. Die Macher von Mobile Roadie verstehen ihr Geschäft.

Gleichzeitig suchen Verlage, an vorderster Front Springer, aufgeregt den Schulterschluss mit dem Verlegerverband, weil Apple mit seiner No-Sex-Regel angeblich die Pressefreiheit bedrohe. Doch was haben blanke Busen mit Pressefreiheit zu tun? Das Problem mit zu viel Freizügigkeit dürfte bei Madonna passé sein. Im Gegenteil, derartige Künstler-Apps dürften auf ganzer Linie im Interesse von Apple sein. Führen sie doch Nutzer nahtlos zu iTunes, wo sie Lieder, Filme, Videos und demnächst auch Bücher kaufen.
Hier sehen wir die Zukunft von Paid Content   Madonna App

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Cherry SMS: günstiger simsen

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 25. Februar 2010 16:29 Uhr

Cherry SMS: günstiger simsen Eine SMS ist mit 19 Cent nach wie vor die teuerste Art der Datenübertragung im Mobilfunk. Rechnet man die 160 Zeichen auf Byte um, dann würde ein Datenpaket mit einem MB per SMS 1.423 Euro kosten. Nicht schlecht. Wer mit seinem iPhone viele SMS schreibt, kann den Preis mit der App Cherry SMS deutlich senken. Dann kostet eine SMS nur noch acht Cent.

Nach dem die kostenlose App installiert ist, muss man sich bei Cherry anmelden und sein Konto mit Guthaben füllen. 10 SMS bekommt man bei der Anmeldung derzeit geschenkt. Es besteht keine Vertragsbindung, lediglich Vorkasse ist Voraussetzung. Der endgültige Preis pro SMS richtig sich nach dem erworbenen Guthaben. Bei 30 Euro sind es rechnerisch 2,5 Cent pro SMS. Wer erst mal einmal testen möchte, bekommt für vier Euro 100 SMS, also 4 Cent pro SMS. Die Preise gelten für SMS in weltweit alle Netze.

Optik und Menüführung der App sind im Grunde genau wie bei der iPhone-eigenen Nachrichten-Funktion.  Auch die Dialoge werden als farbige Sprechblasen dargestellt. Vor dem Versand muss man sich noch entscheiden, ob die SMS mit oder ohne Absenderkennung verschickt wird. Ohne bedeutet, dass zwar Gruß Dirk drunter steht. Der Empfänger weiß also wer schreibt, doch kann er nicht direkt antworten, weil die SMS mit einer Nummer von Cherry verschickt wurde. Erst wenn man zwei Guthabenpunkte spendiert, erhält die SMS auch die persönliche Absendernummer. So lässt sich wohl auch die zweite Kirsche im Logo deuten – den vollen Spaß gibt es nur zum doppelten Preis. Somit kostet eine SMS mit Absenderkennung bei einem Guthaben von vier Euro also rechnerisch acht Cent – immer noch deutlich weniger als die gewohnten 19 Cent.

Sehr praktisch finde ich die Versandbestätigung. Sobald die SMS raus ist, meldet die App Vollzug und man kann davon ausgehen, dass der Text zugestellt wird. Cherry SMS lohnt sich vor allem für Vielschreiber. Mein iPhone-Vertrag umfasst 40 SMS im Monat, von denen ich im Durchschnitt 15 verbrauche. Nur wer deutlich mehr schreibt oder keine Inklusiv-SMS im Vertrag hat, sollte sich für die Kirschen entscheiden.

Es gibt noch ein Bonbon für Heavy User: Der Anbieter hat ein Programm für Windows-Rechner, man kann sein Guthaben also auch für den SMS-Versand am Rechner nutzen. Das stelle ich mir für den professionellen Einsatz interessant vor, beispielsweise die Vertriebssteuerung in einem Unternehmen.

Meine Wertung
Drei von fünf iPhones

Preis: App kostenlos, SMS: ab 2,5 Cent; Größe: 0,2 MB


Cherry SMS: günstiger simsen

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Den Artikel lese ich später – mit Read it later

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 24. Februar 2010 11:20 Uhr

Ach, das lese ich später. Wie oft sagt man den Satz zu sich selbst? Und dann tut man es doch nicht, weil der Link verloren gegangen ist, die Zeit fehlt oder man nicht mehr genau weiß, wo man den Artikel gesehen hat. Später allerdings, im Bus, in der Bahn, im Flieger hätte man die Zeit und Muße den Text zu lesen, doch dann ist es unmöglich. Read it later löst dieses Problem.

Über die Webseite des Anbieters legt man sich in die Menüleiste seines Browser einen Button. Wenn man über einen interessanten Text stolpert oder ihn empfohlen bekommt, klickt man auf den Button und der Link landet auf einer Liste. Die Artikel liest man später in einer ruhigen Minute an seinem Rechner oder – viel besser – auf seinem iPhone. Einfach die kostenlose App installieren, Login-Daten eingeben und die Liste wird abgeglichen.

Großartig dabei ist die Offline-Lesen-Funktion. Damit es mit der Lektüre im Flieger funktioniert, kann man in den Einstellungen den automatischen Download des Textes aktivieren. Damit stehen dann alle Texte auch ohne Datenverbindung zur Verfügung. Auf Wunsch sogar in beiden Darstellungsversionen. Texte werden entweder im klassischen Web-Layout mit Bildern angezeigt oder als reine Text-Versionen, fast wie bei einem eBook-Reader, was natürlich die Lektüre erleichtert. Seine eigene Liste der zu lesenden Artikel kann man nach Datum, Überschrift oder Seitenname sortieren lassen.

Mit der iPhone-App liest man nicht nur die gesammelten Artikel, es lassen sich auch Texte der Liste hinzufügen. Die Installation eines so genannten Bookmarklets in den Lesezeichen bei Safari ist etwas umständlicher, wird in der App aber Schritt für Schritt erklärt. Apple lässt keinen anderen Weg der Installation auf dem iPhone zu.

Die Pro-Version von Read it later für 3,99 Euro enthält noch einige zusätzliche Funktionen:

  • Einfacheres setzen von Lesezeichen / Hinzufügen von Artikeln zur Liste
  • Texte mit anderen teilen
  • Feststelltaste für Hoch- oder Querformat (praktisch fürs Lesen im Liegen)

Meine Wertung
Fünf von fünf iPhones

Preis: Kostenlos, Größe: 0,7 MB

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Brigitte: Alles, was die Frau interessiert

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 23. Februar 2010 11:22 Uhr

Brigitte: Alles, was die Frau interessiertIch wage mal die Behauptung, dass das iPhone zu den beliebtesten Smartphones bei weiblichen Käufern derartiger Geräte zählt. Da ist es nur konsequent, wenn ein Frauenmagazin eine App macht. Nach stern und Financial Times Deutschland ist die Brigitte das dritte Magazin aus dem Hause Gruner + Jahr im App Store.

Für publizistische Apps hat sich mittlerweile ein defacto-Standard in Aufmachung und Menü-Struktur etabliert. Vielleicht liegt es auch daran, dass die App aus dem Hause Cellular stammt. Die verantworten die Verlags-Apps von stern, FTD, Focus, TV Spielfilm und weiteren Magazinen. Die Startseite bei Brigitte bietet Artikel aus allen Rubriken. Das Frauenmagazin arbeitet viel mit Fotos und Videos, was ja auch nur konsequent auf einem Multimedia-Gerät ist.

In der unteren Menüleiste haben zwar nur fünf Rubriken Platz, doch über “Mehr” lässt sich diese Leiste nach eigenen Wünschen zusammenstellen. Hier stehen 14 weitere Rubriken von Liebe & Sex über Kultur bis Wohnen zur Auswahl. Unter jedem Artikel gibt es einen Empfehlungs-Button, um Texte per Mail, Twitter oder Facebook den Freundinnen zu empfehlen.

Noch ist die kostenlose App komplett werbefrei, aber das dürfte sich bald ändern.

Meine Wertung
Vier von fünf iPhones

Preis: Kostenlos, Größe: 1,2 MB

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Apple: Absolutely no sex please

Von: Dirk Kunde, Montag, 22. Februar 2010 11:56 Uhr

Apple: Absolutely no sex pleaseApple verschärft seine No-Sex-Regeln. Das Unternehmen teilte Wobble-Entwickler John Atherton mit: “We have decided to remove any overtly sexual content from the App Store.” Seine App ist damit Geschicht und fliegt aus dem AppStore. Das Schicksal droht auch anderen Apps, die nach Apples Ansicht zu viel nackte Haut zeigen. Zwar wurden bisher schon Apps mit zu viel Sexappeal abgelehnt, doch ab jetzt soll das noch strikter gehandhabt werden. Atherton erhielt auf Rückfrage folgende Regeln von Apple genannt:

1. No images of women in bikinis.

2. No images of men in bikinis!

3. No skin.

4. No silhouettes that indicate that Wobble can be used for wobbling boobs.

5. No sexual connotations or innuendo: boobs, babes, booty, sex – all banned.

6. Nothing that can be sexually arousing.

7. No apps will be approved that in any way imply sexual content.

Danach ist nicht einmal mehr die redaktionelle Berichterstattung von Schwimmwettkämpfen mit Bildern möglich. Was bebeutet das für Verlags-Apps wie dem Playboy oder der Bild-Zeitung? Ein Mädchen, dass man durch Schütteln auszieht, dürfte danach nicht mehr zugelassen sein. Die übrigen Naktbilder wurden von der Bild-Redaktion bisher mit “Blitzern” auf den Brustwarzen entschärft. Das sollte nach den neuen Regeln nicht mehr ausreichen.

Es wird nun interessant zu sehen, wer aus dem App Store fliegt und wer nicht. Wird Apple mit zweierlei Maß messen und die Großen verschonen? Als Umweg bleibt eine URL, die man in Safari aufruft. Anbieter von Sex-Spielchen gehen diesen Weg schon länger.

Update: Apple misst tatsächlich mit unterschiedlichem Maß. Philip Schiller, Apples Marketing-Boss begründet die Verbannung der Apps in der New York Times mit Kundenbeschwerden:  ”It came to the point where we were getting customer complaints from women who found the content getting too degrading and objectionable, as well as parents who were upset with what their kids were able to see.” Warum erklärt Apple ihnen nicht die Funktionsweise der Altersfreigaben? In den Einstellungen hat der Nutzer sehr dezidierte Möglichkeiten, Inhalte für Kinder zu sperren oder Altersfreigaben festzulegen.

Doch angesprochen auf Apps wie die vom Playboy oder Sports Illustrated (macht jedes Jahr eine Badeanzug-Ausgabe) sagt Schiller: “The difference is this is a well-known company with previously published material available broadly in a well-accepted format.” Übersetzt heißt das, wer schon vorher nackte Haut verbreitet hat, darf das auch weiterhin auf dem iPhone tun. Gute Nachrichten für die Bild-Zeitung, doch gleichzeitig der Gipfel an Verlogenheit.
Apple: Absolutely no sex please

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Den Spiegel schon am Samstag lesen

Von: Dirk Kunde, Freitag, 19. Februar 2010 13:54 Uhr

Den Spiegel schon am Samstag lesenNach einem Wissenstrainer bringt der Spiegel endliche einen eReader für sein Magazin heraus. Eigentlich ist Montag (gedruckter) Spiegeltag, für manche Priviligierte sogar schon am Sonntag. Nun kann jeder iPhone-Besitzer schon am Samstag Abend ab 22 Uhr in den kritisch, spöttischen Artikeln des Hamburger Nachrichtenmagazins lesen. Eine Online-Version ist rund fünf MB groß und kann per 3G-Netz oder WLAN heruntergeladen werden. Die eigentliche App ist kostenlos und enthält ein Demo-Heft mit Anleitung zur Navigation.

Nur wer weitere Ausgaben lesen will, muss sich registrieren. Der Einführungspreis für eine Ausgabe liegt bei 2,99 Euro, bezahlt wird via InApp-Purchase über iTunes. Ein Mini-Abo für vier Ausgaben soll 9,60 Euro kosten. Sechs Wochen nach der Einführung wird der digitale Spiegel im Einzelverkauf laut meedia.de bei 3,99 Euro liegen. Eine mutige Entscheidung, denn damit ist das Magazin in Bits und Byts teurer als die Papierversion.

Auf der Abo-Seite des Spiegels sind aktuell keine speziellen iPhone-Preise zu finden. Danach würde eine E-Paper-Version für zwölf Wochen 44,40 Euro kosten. Wer sich für das kostenpflichtige Abo auf dem iPhone registriert, kann den Spiegel auch auf seinem Rechner im Browser lesen.

Dabei ist die Magazin-Applikation keine billige PDF-Version à la Bild-Zeitung, sondern ein echter Browser für Inhalte (eReader wie man es von Büchern kennt). Der Einstieg erfolgt über ein Inhaltsverzeichnis mit den Rubriken, die man auch aus der Print-Ausgabe kennt. Artikel antippen und der Text öffnet sich. Mit dem Finger blättert man durch die Seiten. Eine Titelgeschichte zieht sich dann über 43 iPhone-Seiten, doch der Text lässt sich prima auf dem Touchscreen lesen.

Ein Wisch nach unten und das Menü erscheint. Leider kann man die Schriftgröße, -art und Hintergrundfarbe hier nicht seinen Wünschen anpassen. Lediglich bei der Schriftgröße kann man in den Einstellungen  zwischen drei Größen wählen. Ein Wisch nach oben und man kommt zum nächsten Artikel. Leider haut es mit den Formatierungen noch nicht immer ganz hin. Gleich im ersten Artikel, den ich lese, haben sich zweimal Bildunterschriften in den Text gemogelt. Das stört den Lesefluß schon sehr.

Schade ist, dass die Texte nicht im Querformat angezeigt werden. Da sieht man nur formatfüllend die Fotos. Die gekauften Hefte bleiben auf dem iPhone gespeichert. Praktisch ist der Menü-Punkt “Zuletzt gelesen“. Hiermit springt man zur Textstelle, an der man beim letzten Mal aufgehört hat.

Update: Abonnenten der Print-Ausgabe können das ePaper fürs iPhone zum Preis von 26 Euro pro Jahr hinzubuchen (0,50 Euro bei 52 Ausgaben). Danke an HicSuntUrsi

Meine Wertung
Vier von fünf iPhones

Preis: eReader – kostenlos, Aktuelle Ausgabe – 2,99 €, Größe: 5,7 MB
Den Spiegel schon am Samstag lesen

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2010: Deutschland wird Fußball-Weltmeister

Von: Dirk Kunde, Montag, 15. Februar 2010 9:06 Uhr

Tippen auf Papier war gestern. Fußball-Ergebnisse werden heute auf dem iPhone getippt.

Die Fußball Weltmeisterschaft startet zwar erst am 11. Juni 2010 in Südafrika, doch in der kostenlosen App ZwanzigZehn wurden bereits über eine Million Tipps abgegeben. Erstaunliches Ergebnis: Wir sind schon so gut wie Weltmeister.

2010: Deutschland wird Fußball Weltmeister Insgesamt 64 Ergebnisse müssen die Fußball-Fans vorhersagen, von den Gruppenspielen über die K.O.-Phase bis zum Finale am 11. Juli 2010 in Johannesburg.

Seinen Tipp kann man auch im Facebook-Profil veröffentlichen. Die App wird von der Regensburger Agentur Kupferwerk in den kommenden Wochen noch erweitert. So wird der Nutzer eine globale Highscore-Liste der aktuellen Prognosen und während der WM die Live-Ergebnisse je Gruppen- oder Finalspiel abrufen können. Neben der Tipp-Funktion kann der Nutzer schon jetzt detaillierte Informationen zu den 32 teilnehmenden Teams, den zehn Spielorten sowie den Stadien in Südafrika abrufen. 60.000 Mal wurde die App bereits heruntergeladen.

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