Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 28. Januar 2010 10:11 Uhr
Nun ist es raus: Das iPhone hat ein Geschwisterchen bekommen. Die Verniedlichung passt nicht ganz, denn der iPad hat eine mehr als zweieinhalb mal so große Bildschirmdiagonale wie das Smartphone. Das Tablett ist irgendetwas zwischen iPhone und Laptop, da sind sich die Beobachter noch nicht ganz einig. Die führenden Köpfe bei Apple, erklären in diesem Video, ihre Sicht der Dinge.
Das iPad läuft mit der iPhone OS 3.2, hat keine klassische Festplatte, sondern einen Flash-Speicher, hat mit dem A4 einen eigenentwickelten 1-GHz-Prozessor (Apple hatte sich dazu PA Semi gekauft). Das iPad kommt ohne feste Tastatur aus, die kann man allerdings als Zubehör anschließen kann. Der Anwender steuert alles mit seinen Fingern auf der Glasoberfläche.
Alle bisherigen Apps – und das sind mittlerweile 140.000 – laufen auf dem Gerät, entweder in ihrer Originalgröße oder durch Verdoppelung der Pixel auch formatfüllend. Standardmäßig hat das iPad zwölf Apps installiert (Mail, Safari, Fotos, Kalender, Kontakte, Notizen, YouTube, Videos, iTunes, App Store, iPod, iBooks).
Die Entwickler erhalten ab sofort einen neuen Werkzeugkasten (SDK), um Apps speziell für den iPad zu entwickeln. Flash-Inhalte kann es immer noch nicht wiedergeben! Ein Unding für´s Websurfen auf dem Sofa. Es fehlt eine Kamera. Multitasking ist wie beim iPhone (noch) nicht möglich. Einzige Ausnahme ist die Musikwiedergabe.
Es gibt eine spezielle Version von iWorks mit Pages, Keynote und Numbers, in der sich Texte, Präsentationen sowie Tabellen mit den Fingern und der virtuellen Tastatur erstellen lassen. Jedes der drei Programme kostet 9,99 Dollar im App Store und macht aus dem iPad einen Laptop-Ersatz.
Mit dem iBookstore macht Apple Amazons Kindle Konkurrenz. Der Nutzer soll elektronische Bücher auf dem 13,4 Millimeter dünnen Gerät lesen. Dazu gibt es einen eigenen Buchladen, die Dateien werden nicht via iTunes verkauft. Seine Werke hat man in einem hölzernen Bücherregal stehen. Ein Fingertipp darauf, dreht das Regal um und öffnet den Buchladen.
Das iPad in der WLAN-Version wird Ende März weltweit ab 499 Dollar erhältlich sein. Die Variante mit WLAN und UMTS (3G) gibt es dann im April – auch in einigen Ländern außerhalb der USA. Die hiesigen Preise sind noch nicht bekannt, aber Apple verlangt schon mal die Dollarsumme auch in Euros. Den iBookstore wird es erst mal nur in den USA geben.
Die Modelle und Preise
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16 GB |
32 GB |
64 GB |
| WLAN |
$ 499 |
$ 599 |
$ 699 |
| WLAN & UMTS |
$ 629 |
$ 729 |
$ 829 |
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Amazon Deutschland ist geschickt, da kann man bereits die 64 GB-Variante
für 699 Euro vorbestellen. Der Versender kennt den genauen Euro-Preis zwar auch noch nicht, kann aber mit der Dollarsumme in Euro nicht viel falsch machen, also sammelt er erst mal Bestellungen ein. Sinkt später der Preis, zahlen die Kunden auch nur den niedrigeren Preis.
Technische Wert
| Größe |
242,8 (H), 189,7 (B), 13,4 (T) mm |
| Gewicht |
680 gr , 730 gr (WLAN & UMTS) |
| Prozessor |
1 GHz Apple A4 |
| Speicher |
16, 32 und 64 GB Flash Drive |
| Display |
Diagonale: 24,64 cm (9,7 Inch)
1024 x 768 Pixel mit 132 Pixel pro Inch |
| Datenübertragung |
Wi-Fi (802.11a/b/g/n)
Bluetooth 2.1 + EDR |
Datenmobilfunk
(nur 3G Modell) |
UMTS/HSDPA
GSM/EDGE |
| Batterie |
Lithium-Polymer Akku
Laufzeit bis zu 10 Stunden |
| Bewegung |
Bewegungssensor (Accelerometer),
Lichtsensor |
| Ortung |
über WLAN, digitaler Kompass
WLAN & UMTS Modell: GPS und Mobilfunkortung |
| Anschlüsse |
Dock-Connector, Kopfhörer (3,5 mm Klinke), Lautsprecher, Mikrofon, SIM-Kartenschlitten |
| Knöpfe |
An/Aus, Stummschalter, Lautstärke, Home |
| Zubehör |
Dock, Tastatur mit Dock, Hülle, Kamera-Adapter |
Die Domain www.t-mobile.de/ipad führt zur iPhone-Seite von T-Mobile. Das legt den Verdacht nah, dass es das UMTS-Modell auch beim Provider geben wird. Die Vertragskonditionen sind noch unbekannt. Doch wird Apple dieses Mal das iPad sicher auch vertragsfrei in seinen Stores anbieten – beide Modelle.