iPhone-Werbung: Angekommen im Alltäglichen

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 23. Februar 2010 10:08 Uhr

iPhone Werbung: Angekommen im AlltäglichenApple wirbt im neuen TV-Spot “Family Travel” in den USA mit iPhone-Vorteilen für das weibliche Familienoberhaupt. Da berichtet Mutti, wie viel einfacher es mit dem iPhone geworden ist, als Familien-Travel-Managerin unterwegs zu sein. Nix Business, nix Cutting-Edge-Technology, nix Mode-Schickschnack – einfaches, gutes Familienleben. Willkommen im Alltäglichen – das iPhone ist ein nützliches Haushaltsgerät.

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Google, Apple und Microsoft im Vergleich

Von: Dirk Kunde, Montag, 8. Februar 2010 13:32 Uhr

Alles schaut beim Konkurrenzkampf immer nur auf Apple und Google. Dabei sollte man Microsoft nicht außer Acht lassen. Viele werden nun müde lächeln, doch der Riese aus Redmond macht mehr Umsatz, hat mehr Angestellte, bestitzt mehr Bargeld und hat eine höhere Marktkapitalisierung als die beiden Erstgenannten. Außerdem hat Microsoft mit Bing, Windows Mobile, Windows 7, der Tablet-Version und Zune fast alles, was man zukünftig braucht. Im Wettbewerb um das digitale Leben und Arbeiten wird es ganz sicher ein Dreikampf.

Zugegeben, Microsoft ist nicht sexy, das sehen auch die Investoren so. Der Aktienkurs schafft gerade mal + 12 Prozent von 2004 bis heute. Das ist das Jahr des Google-Börsengangs. Der Suchriese schafft immerhin ein Plus von 433 Prozent beim Aktienkurs. Doch Apple schlägt sie alle: Knapp 1.300 Prozent legt die Aktie laut Better Trades in den knapp sechs Jahren zu. Da ist jemand aus dem Dornröschenschlaf erwacht.
Google, Apple und Microsoft im Vergleich

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Apple lehnt iPhone-Fan-App ab

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 3. Februar 2010 12:33 Uhr

Apple lehnt iPhone Fan App abAus der Traum. iPhone-Fan.de wird ohne App leben müssen. Über den Anbieter AppMakr.com hatte ich versucht, mir meine eigene App zusammen zu klicken. Im Grunde ist es ein besserer RSS-Reader in Form einer App, die AppMakr bei Apple einreicht.

Nun bekam ich Post: “Recently, Apple has been rejecting apps citing “objectionable content”. Because your App contained infrequent/mild content in both the Profanity and Sexual Content categories, Apple will not carry your App in their App Store.

Wow! Das hat mich umgehauen. Mit allem habe ich gerechnet, aber nicht mit dem Schmudelvorwurf. Ich habe die App schon extra ipf genannt, damit der Markenbegriff iPhone nicht im Namen auftaucht. Ich weiß ja, wie zickig das Unternehmen hier ist – auch wenn meine Seite reinstes Marketing für Apple ist.

Laut Leo lässt sich Profanity mit Gotteslästerung und Obszönität übersetzen. Ich wüsste nicht einen einzigen Text meiner knapp 1.000 Beiträge, auf den das zutreffen sollte. Und über Sex-Apps, die webbasiert den App Store umgehen, habe ich lediglich zwei Mal berichtet. AppMakr schlägt mir nun vor:  ”Our suggestion is to modify the content so that it does not contain infrequent/mild content in both of those categories.” Pustekuchen! Nichts werde ich verändern. Erstens trifft der Apple-Vorwurf auf keinen meiner Texte zu. Zweitens werde ich Apple ganz bestimmt nicht in meine Autoren-Freiheit reinfuschen lassen. Es muss auch ohne gehen. Meinen Lesern empfehle ich auf dem iPhone meine iPhone-optimierte Webseite.

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iPad: Das iPhone bekommt einen großen Bruder

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 28. Januar 2010 10:11 Uhr

iPad: Das iPhone bekommt einen großen BruderNun ist es raus: Das iPhone hat ein Geschwisterchen bekommen. Die Verniedlichung passt nicht ganz, denn der iPad hat eine mehr als zweieinhalb mal so große Bildschirmdiagonale wie das Smartphone. Das Tablett ist irgendetwas zwischen iPhone und Laptop, da sind sich die Beobachter noch nicht ganz einig. Die führenden Köpfe bei Apple, erklären in diesem Video, ihre Sicht der Dinge.

Das iPad läuft mit der iPhone OS 3.2, hat keine klassische Festplatte, sondern einen Flash-Speicher, hat mit dem A4 einen eigenentwickelten 1-GHz-Prozessor (Apple hatte sich dazu PA Semi gekauft). Das iPad kommt ohne feste Tastatur aus, die kann man allerdings als Zubehör anschließen kann. Der Anwender steuert alles mit seinen Fingern auf der Glasoberfläche.

Alle bisherigen Apps – und das sind mittlerweile 140.000 – laufen auf dem Gerät, entweder in ihrer Originalgröße oder durch Verdoppelung der Pixel auch formatfüllend. Standardmäßig hat das iPad zwölf Apps installiert (Mail, Safari, Fotos, Kalender, Kontakte, Notizen, YouTube, Videos, iTunes, App Store, iPod, iBooks).

Die Entwickler erhalten ab sofort einen neuen Werkzeugkasten (SDK), um Apps speziell für den iPad zu entwickeln. Flash-Inhalte kann es immer noch nicht wiedergeben! Ein Unding für´s Websurfen auf dem Sofa. Es fehlt eine KameraMultitasking ist wie beim iPhone (noch) nicht möglich. Einzige Ausnahme ist die Musikwiedergabe.

Es gibt eine spezielle Version von iWorks mit Pages, Keynote und Numbers, in der sich Texte, Präsentationen sowie Tabellen mit den Fingern und der virtuellen Tastatur erstellen lassen. Jedes der drei Programme kostet 9,99 Dollar im App Store und macht aus dem iPad einen Laptop-Ersatz.

iPad: Das iPhone bekommt einen großen BruderMit dem iBookstore macht Apple Amazons Kindle Konkurrenz. Der Nutzer soll elektronische Bücher auf dem 13,4 Millimeter dünnen Gerät lesen. Dazu gibt es einen eigenen Buchladen, die Dateien werden nicht via iTunes verkauft. Seine Werke hat man in einem hölzernen Bücherregal stehen. Ein Fingertipp darauf, dreht das Regal um und öffnet den Buchladen.

Das iPad in der WLAN-Version wird Ende März weltweit ab 499 Dollar erhältlich sein. Die Variante mit WLAN und UMTS (3G) gibt es dann im April – auch in einigen Ländern außerhalb der USA. Die hiesigen Preise sind noch nicht bekannt, aber Apple verlangt schon mal die Dollarsumme auch in Euros. Den iBookstore wird es erst mal nur in den USA geben.

Die Modelle und Preise

16 GB 32 GB 64 GB
WLAN $ 499 $ 599 $ 699
WLAN & UMTS $ 629 $ 729 $ 829

Amazon Deutschland ist geschickt, da kann man bereits die 64 GB-VarianteiPad: Das iPhone bekommt einen großen Bruder für 699 Euro vorbestellen. Der Versender kennt den genauen Euro-Preis zwar auch noch nicht, kann aber mit der Dollarsumme in Euro nicht viel falsch machen, also sammelt er erst mal Bestellungen ein. Sinkt später der Preis, zahlen die Kunden auch nur den niedrigeren Preis.

Technische Wert

Größe 242,8 (H), 189,7 (B), 13,4 (T) mm
Gewicht 680 gr , 730 gr (WLAN & UMTS)
Prozessor 1 GHz Apple A4
Speicher 16, 32 und 64 GB Flash Drive
Display Diagonale: 24,64 cm (9,7 Inch)
1024 x 768 Pixel mit 132 Pixel pro Inch
Datenübertragung Wi-Fi (802.11a/b/g/n)
Bluetooth 2.1 + EDR
Datenmobilfunk
(nur 3G Modell)
UMTS/HSDPA
GSM/EDGE
Batterie Lithium-Polymer Akku
Laufzeit bis zu 10 Stunden
Bewegung Bewegungssensor (Accelerometer),
Lichtsensor
Ortung über WLAN, digitaler Kompass
WLAN & UMTS Modell: GPS und Mobilfunkortung
Anschlüsse Dock-Connector, Kopfhörer (3,5 mm Klinke), Lautsprecher, Mikrofon, SIM-Kartenschlitten
Knöpfe An/Aus, Stummschalter, Lautstärke, Home
Zubehör Dock, Tastatur mit Dock, Hülle, Kamera-Adapter

Die Domain www.t-mobile.de/ipad führt zur iPhone-Seite von T-Mobile. Das legt den Verdacht nah, dass es das UMTS-Modell auch beim Provider geben wird. Die Vertragskonditionen sind noch unbekannt. Doch wird Apple dieses Mal das iPad sicher auch vertragsfrei in seinen Stores anbieten – beide Modelle.

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Apples Geschäftszahlen

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 26. Januar 2010 9:10 Uhr

Erstes Quartal 2010

Das macht neugierig: “The new products we are planning to release this year are very strong, starting this week with a major new product that we’re really excited about.” Es ist das Zitat von Steve Jobs aus der Pressemitteilung zu den Quartalszahlen. Bei den Umsätzen hat Apple seine eigenen Schätzungen mit 15,68 Milliarden Dollar natürlich übertroffen – es ist ein neues Rekordquartalsergebnis. Der Gewinn liegt bei 3,38 Milliarden Dollar.

Die iPhone-Verkäufe sind mit 8,7 Millionen Stück solide. Zwar liegen sie 100 Prozent über dem Vorjahresergebnis, doch die gestiegene Zahl an Providern (weitere Länder, u.a. China) und ein starkes Weihnachtsgeschäft (das Quartal endete am 26.12.), ließen auf mehr hoffen. Gleiches gilt für die iPods, die im Vorjahresvergleich, trotz neuer Modelle, verlieren. Erfreulich entwickeln sich dagegen die Computer-Verkäufer. Gleich um ein Drittel legt der Mac-Absatz im Jahresvergleich zu.

Das Auslandsgeschäft wird für Apple immer wichtiger. Lag der Anteil internationaler Verkäufer bislang unter 50 Prozent, macht er im ersten Quartal 58 Prozent der Umsätze aus. Das Geschäft spülte Finanzchef Peter Oppenheimer 5,8 Milliarden Dollar in Cash in die Kasse. Damit dürften die Barreserven des Unternehmens aufgrund früherer Angaben deutlich über 30 Milliarden Dollar liegen. Also eine perfekt gefüllte “Übernahmekasse” für die weitere Expansion.

Quartal Umsatz
Gewinn
iPhones % iPods % Macs %
2010
I 10 15.680 3.380 8.700.000 100 21.000.000 -8 3.360.000 33
2009 36.540
5.720 20.753.000 78 54.137.000 -1,3 10.394.000 7
IV 09 9.870 1.670 7.400.000 7 10.200.000 -8 3.050.000 17
III 09 8.340 1.230 5.200.000 626 10.200.000 -7 2.600.000 4
II 09 8.160 1.210 3.790.000 123 11.010.000 3 2.220.000 -3
I 09 10.170 1.610 4.363.000 88 22.727.000 3 2.524.000 9
2008 32.470 4.840 11.627.000 - 54.828.000 6 9.715.000 38
IV 08 7.900 1.140 6.892.000 516 11.052.000 8 2.611.000 21
III 08 7.460 1.070 717.000 165 11.011.000 12 2.496.000 41
II 08 7.510 1.050 1.703.000 - 10.644.000 1 2.289.000 51
I 08 9.600 1.580 2.315.000 - 22.121.000 5 2.319.000 44
2007 23.990 3.492 1.389.000 - 51.630.000 31 7.051.000 33
IV 07 6.220 904 1.119.000 - 10.200.000 17 2.164.000 34
III 07 5.410 818 270.000 - 9.815.000 21 1.764.000 33
II 07 5.260 770 - - 10.549.000 24 1.517.000 36
I 07 7.100 1.000 - - 21.066.000 50 1.606.000 28
2006 19.320 1.989 - - 39.409.000 - 5.303.000 -
IV 06 4.840 542 - - 8.729.000 35 1.610.000 30
III 06 4.370 472 - - 8.111.000 32 1.327.000 12
II 06 4.360 410 - - 8.526.000 61 1.112.000 4
I 06 5.750 565 - - 14.043.000 207 1.254.000 20

• Umsatz und Gewinn in Millionen US-Dollar
• % – prozentuale Veränderung der Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr/Vorjahresquartal

Text und Tabelle werden quartalsweise fortgeschrieben.

Apples Geschäftszahlen

[...]

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Come see our latest creation

Von: Gerrit Maschek, Montag, 18. Januar 2010 18:30 Uhr

Come see our latest creation

Einladung (Quelle: Engadget.com)

Apple veranstaltet am 27. Januar 2010 ein Special Event unter dem Motto “Come see our latest creation“. Die Veranstaltung wird (wie auch die alljährlichen iPod-Events) im Yerba Buena Center of Arts in San Francisco abgehalten, dies könnte andeuten, dass es sich um ein größeres Event, als nur ein “normales” Presse-Meeting handelt. In der Gerüchteküche kochen natürlich Tablet, neue MacBook (Pros) sowie möglicherweise ein Mac Pro Update.

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Apple macht süchtig: 12 Tage Geschenke

Von: Dirk Kunde, Montag, 21. Dezember 2009 9:19 Uhr

Apple macht süchtig: 12 Tage GeschenkeEs ist das Dealer-Prinzip: Neulinge mit kostenlosen Proben abhängig machen und dann später kassieren. Während wir alle bräsig und vollgefuttert unter dem Weihnachtsbaum liegen, schenkt Apple uns Medienjunkies kostenlose Lieder, Musikvideos, TV-Folgen und Apps!

Die Nadel heisst 12 Tage Geschenke und ist kostenlos im AppStore erhältlich. Der Sucht sind bereits Hunderte, wenn nicht sogar Tausende verfallen, denn die App hat den DB Navigator bereits von Platz Eins der App-Hitliste verdrängt.

Vom 26. Dezember 2009 bis zum 6. Januar 2010 verschenkt Apple jeden Tag ein Medien-Häppchen. Wer in seinem Rausch gar nichts mehr mitbekommt, wird per Push-Nachricht auf den Nachschub aufmerksam gemacht.

Also, wenn Ihr stark seid, greift zu bei den kostenlosen Proben. Aber ab dem 7. Januar schön wieder loslassen, sonst kommt Ihr von der iTunes-Spritze nicht mehr weg.

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Sonderangebote zum Schwarzen Freitag

Von: Dirk Kunde, Freitag, 27. November 2009 0:05 Uhr

Angebote bei Apple am Schwarzen FreitagWir übernehmen eine weitere amerikanische Sitte: Den Schwarzen Freitag. Apple führt diesen Shopping-Tag auch in seinem deutschen Online-Store ein. Heute gibt es viele Produkte rund um Mac, iPhone und iPod zu Angebotspreisen und das ohne Versandkosten.

Der Schwarze Freitag folgt in den USA auf den Thanksgiving-Donnerstag. Es ist ein verkaufsoffener Feiertag an einem langen Wochenende. Er markiert für die Amerikaner die Eröffnung der Weihnachtseinkaufs-Saison.

Eine schöne Erklärung für den Ursprung des Namens lautet: Die Händler wollen mit ihren Angeboten aus den roten Zahlen in diesem Jahr noch Schwarze machen. Gibt aber auch noch andere Versionen.

Auf den Zug springen etliche deutsche  Apple-Reseller und Verkäufer von Zubehör auf. Hier einige Beispiele:

Der 3G store aus Bochum, verkauft vertragsfreie iPhones 3G S 122,- Euro (16 GB) bzw. 111 Euro (32 GB) günstiger als sonst.

App-Anbieter iHanwel verkauft seine Fitness-App iBody für 3,99 Euro (sonst 7,99 Euro) und iDay für 2,99 Euro (statt 3,99 Euro).

Der Kölner Anbieter Elektropulli verkauft seine Filzhüllen für iPhones 4 Euro und MacBooks 10 Euro am Schwarzen Freitag günstiger.

Wer also für sich oder andere Geschenke sucht, sollte heute mit offenen Augen durch die Apple-Produkt-Welt klicken.

iPhone- und iPod-Taschen*.
Kannst du dir vorstellen, in einer kurzen Notiz auf unsere Aktion hinzuweisen?
Schöne Grüße aus Köln,
Stefan
*MacBook-Taschen kosten dann nur noch 49,- Euro statt 59,- Euro, iPod- und iPhone-Taschen nur noch 19,80 Euro statt 23,80 Euro

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Werbung: Die Apps aus den TV-Spots

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 30. September 2009 10:30 Uhr

Apple zeigt in seinen TV-Spots viele Apps. Nutzer haben es dann später schwer, genau die im AppStore wieder zu finden.

Zumindest im amerikanischen AppStore gibt es eine kleine Hilfe. Unter den Spots auf Apples Webseite steht der Link: Learn more about the apps shown in this TV ad on iTunes Der führt direkt zur Sammlung im AppStore. Auf der deutschen Apple-Seite habe ich das noch nicht gefunden.

iPhone Apps aus der amerikanischen TV-Werbung

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Das iPhone ist schlecht fürs Geschäft der Provider

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 9. September 2009 15:18 Uhr

Apple denkt nur an sich - Strand ConsultSchweres Geschütz gegen Apple. Von Kopenhagen aus feuert das Beratungsunternehmen Strand Consult in Richtung Cupertino. In der Studie „The Moment of Truth – a Portrait of the iPhone“ behaupten die Autoren, kein Provider konnte Marktanteil, Umsatz oder Gewinn mit dem iPhone steigern. Von dem Smartphone profitiere nur einer: Apple. Die Provider sollten nun die Gerätesubventionen zurückfahren und Umsatzbeteiligungen am AppStore fordern.

Das Cover der 105 Seiten starken Studie über das iPhone ziert ironischerweise ein altmodisches Handy. Auf den Folgeseiten geht es dann zur Sache. Das dänische Beratungsunternehmen räumt mit zehn Mythen auf:

  • -    Das iPhone sorgt für mehr Datenvolumen im Netzwerk des Providers.
  • -    Das iPhone lockt Neukunden.
  • -    Das iPhone ist gut fürs Geschäft.
  • -    Das iPhone dominiert den Markt der Mobile Services.
  • -    App Stores sind ein großer Erfolg und haben den Servicemarkt revolutioniert.
  • -    Man kann Geld mit der Entwicklung von iPhone-Apps verdienen.
  • -    iPhone-Nutzer sorgen für den größten Anteil am mobilen Datenverkehr.
  • -    Das iPhone hat einen großen Markanteil.
  • -    Das iPhone war das erste Smartphone mit Touchscreen.
  • -    Das iPhone ist ein technisch innovatives Mobiltelefon.

Insgesamt sei das iPhone ein schlechtes Geschäft für die Mobilfunkprovider: Umsatzbeteiligung an Apple, hohe Marketingkosten und wenig Neukunden. Nach Recherche von Strand konnte kein Provider seinen Marktanteil, Umsatz oder Gewinn mit dem iPhone steigern. Im Gegenteil: AT&T sowie SingTel in Singapur mussten sogar Gewinnwarnungen herausgeben. Die iPhone-Kunden von AT&T seien zu 40 Prozent Neukunden, doch damit ersetzten 60 Prozent ihren Vertrag, der mitunter lukrativer für den Provider war. Ein namentlich nicht genannter Vorstandsvorsitzender wird mit den Worten zitiert: „Das Management legt nicht mehr den Focus auf die 99 Prozent der Kunden, die den Umsatz generieren und unsere Rechnungen bezahlen.“

Die dänische Strand Consult ist seit 15 Jahren im Geschäft und zählt nach eigenen Angaben 160 Provider zu ihren Kunden. Darüber hinaus veranstaltet das Unternehmen jährlich 50 Workshops auf Vorstandsebene. Für die Studie wurden Geschäftszahlen der Provider analysiert und „Inside Information“ genutzt. „Von uns wurden keine Zahlen an Strand Consult weitergegeben. Also muss ich davon ausgehen, dass es sich um eigene Schätzungen bzw. Hochrechnung handelt. Die Ergebnisse möchte ich nicht weiter kommentieren, auch weil mir Vorgehensweise und Hintergrund der Studie unbekannt sind“, sagt T-Mobile Pressesprecher Alexander von Schmettow. Von dem Unternehmen habe er zum ersten Mal gehört. Auch dem Autor war Strand Consult bislang unbekannt. Doch Branchenkennerin Heike Scholz von Mobile Zeitgeist sagt: „Was ich bisher von denen gelesen habe, hatte Hand und Fuß.“

Beim iPhone fallen die Akquisitionskosten im Vergleich zum Umsatz hoch aus, so die Studie. T-Mobile kostet ein iPhone-Neukunde 317 Euro (SAC), bringt aber nur einen durchschnittlichen Umsatz von 77 Euro (ARPU). „Für die Deutsche Telekom kann ich lediglich fest stellen, dass wir mit dem Erfolg des iPhones außerordentlich zufrieden sind. Nicht nur, weil wir mit über einer Million verkaufter Exemplare bis Juli 2009 einen großen Markterfolg in Deutschland erzielen konnten. Auch passt das Gerät perfekt in unsere Strategie, überall und jederzeit unseren Kunden breitbandiges Internet zur Verfügung zu stellen“, sagt von Schmettow. Außerdem lasse sich die öffentliche Wahrnehmung und Berichterstattung über das Gerät gar nicht hoch genug bewerten.

Doch als Erfolgstreiber für mobile Breitbandanschlüsse sieht Strand eher andere Geräte. Die Provider-Organisation GSMA schätzt, dass im ersten Quartal 2010 die Marke von 200 Millionen Hochgeschwindigkeitsanschlüssen (HSDPA) überschritten wird. Damit werden pro Quartal mehr mobile Breitbandanschlüsse vertrieben als in den ersten zwei Jahren iPhones verkauft wurden. Auch im Markt für mobile Services schätzt das Beratungsunternehmen Apples Rolle gering an. Das Segment lag 2008 bei einem Volumen von 8.600 Millionen Dollar, Apple Beitrag dazu betrug gerade mal 150 Millionen Dollar.

Strand beschreibt Apples Strategie provokativ: „Der Provider ist weniger ein Partner, als viel mehr ein naiver Freund, der Apple hilft sein Ziel zu erreichen.“ In Apples Welt gebe es aktuell nur drei Partner: Apple, Apple, Apple. Das Unternehmen habe bei der exklusiven Erstvermarktung die Begehrlichkeiten der Provider geschickt für sich genutzt. Und die haben nun das Dilemma. Der Kunde sei zwar sehr loyal der Hardware gegenüber, das gelte aber nicht für die Tarife der Provider. Sobald die Netzbindung auslaufe, wechseln Kunden mit ihrem subventionierten iPhone zu Billiganbietern (MVNO). Die Studie nennt Simyo in Deutschland und BiBob in Dänemark als große Gewinner. Bei BiBob telefonieren acht Prozent der Kunden mit einem iPhone.

Für die Thesen von Strand mag sprechen, dass T-Mobile jetzt zusätzlich zur Datenflatrate noch Gebühren für die Modemnutzung als auch die Internettelefonie (VoIP) verlangt. Wer das iPhone als Modem für seinen Rechner verwenden will, muss knapp 20 Euro pro Monat extra zahlen, bekommt aber auch drei Gigabyte an zusätzlichem Datenvolumen. Keinerlei Extraleistung bekommt, wer Skype oder andere VoIP-Dienste auf seinem iPhone nutzen möchte. Er wird lediglich mit knapp 10 bzw. 15 Euro zur Kasse gebeten.

Strand rät Providern, die Subventionen zurückfahren und Umsatzbeteiligungen am AppStore einzufordern. Die sollten am besten gleich über die Telefonrechnung eingezogen werden. Schließlich hätten die Provider mit ihrem Marketing das iPhone erst groß gemacht.
Das iPhone ist schlecht fürs Geschäft der Provider

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