Apple gibt erstaunlich wenig für Forschung und Entwicklung aus

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 1. Februar 2012 10:47 Uhr

Ausgaben für Forschung & Entwicklung der Technik-Riesen (c) AsymcoFür ein Unternehmen, dass im Jahres-Rythmus seine Produktkategorien erneuert und dabei immer wieder Standards für die Branche setzt, gibt Apple erstaunlich wenig für Forschung und Entwicklung (R&D) aus.

Ja, 758 Millionen Dollar sind viel Geld. So viel wurde im abgelaufenen Quartal für zukünftige Produkte aufgewendet. Doch im Vergleich zu 46.300 Millionen Dollar Umsatz ist es wenig- das sind gerade mal 1,6 Prozent.

Das Analysten-Haus Asymco hat sich die Ausgaben über die letzten fünf Jahre einmal angeschaut. Da gibt Apple 2,8 Prozent aus und landet im Vergleich zu den anderen Größen der Branche auf Platz 12. Erstaunlich: Microsoft gibt durchschnittlich 13,8 Prozent seines Umsatzes für Forschung und Entwicklung aus.

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Apple ist der weltweit größte PC-Verkäufer

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 18. Januar 2012 13:08 Uhr

Apple ist der größte Personal Computer-Hersteller der Welt. Zu dem Ergebnis kommt Analyst Horace Dediu von Asymco. Er zählt allerdings den Tablet-PC iPad bei den Verkaufszahlen hinzu, so konnte Apple den bislang größten PC-Verkäufer HP vom Thron stoßen.

Wie sehr Apple vom Erfolg der mobilen Geräte iPhone und iPad profitiert haben, zeigt ein Blick auf die Geschäftszahlen. Danach verkaufte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2006 – ein Jahr vor dem iPhone-Start – 5,3 Millionen Macs. Im Geschäftsjahr 2011 waren es 16,73 Millionen (ohne iPads).

Apples Marktanteil steig von 3,42 Prozent Ende 2008 auf heute 5,6 Prozent. Zählt man das iPad mit, liegt der Marktanteil bei 17,6 Prozent. HP dagegen bewegte sich in den drei Jahren von 19,3 Prozent auf 16 Prozent (ohne Tablets).

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Apple stellt diesen Monat in New York etwas Neues vor

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 3. Januar 2012 15:14 Uhr

Apple plant für diesen Monat (Januar 2011) einen Medien-Event in New York, so hört es jedenfalls Kara Swisher von AllThings D. Ort, Zeit und Inhalt sind nicht bekannt, nur soviel ist klar: Es wird keine Ankündigung zum iPad 3 geben. Auch die Vorstellung eines Apple-Fernsehers ist höchst unwahrscheinlich, der allerdings im Laufe des Jahres erwartet wird.

Da Eddie Cue, Senior Vice President of Internet Software and Services, teilnehmen wird, dürfte es etwas mit Medien zu tun haben, da er die Läden iBookstore, iTunes Store und den App Store verantwortet. Es könnte aber auch um Werbung gehen. Cue ist für das Werbeprogramm iAd sowie die iCloud-Dienste zuständig. In New York sitzen viele große Werbeagenturen aber auch Verlage. Im Februar 2011 stellte Cue im Big Apple The Daily, das iPad-Magazin der News Corp, vor. Was es diesmal sein wird, da dürfen wir noch ein wenig in der Kristallkugel lesen.

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Apples Gründungsvertrag bringt 1,6 Millionen Dollar bei Versteigerung

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 14. Dezember 2011 10:20 Uhr

Der Gründungsvertrag von Apple brachte am Dienstag bei einer Auktion von Sotheby´s in New York 1,6 Millionen Dollar. Der Zuschlag für das auf 150.000 Dollar geschätzte Dokument erfolgte bei 1,3 Millionen Dollar plus Versteigerungsgebühren für einen telefonischen Bieter.

Am 1. April 1976 hatten Steven P. Jobs, Stephen G. Wozniak und Ronald G. Wayne das dreiseitige Dokument unterschrieben. In Berichten zum Unternehmen kommt Wayne nur selten vor. Er ist leider eine tragische Figur: Schon zwölf Tage nach der Gründung verkaufte er seinen 10-prozentige Anteil für 800 Dollar an die beiden anderen Gründer. Heute wären zehn Prozent von Apple 36,14 Milliarden Dollar wert.

Jobs kannte den älteren Wayne (heute 77) von seiner Tätigkeit bei Atari. Er hatte bereits Erfahrung als Unternehmer war damit jedoch gescheitet. Genau aus dieser Erfahrung stieg der ängstliche Wayne so schnell bei Apple wieder aus.

Er behielt den Gründungsvertrag bis 1994, dann verkaufte er das Papier für ein paar tausend Dollar. Heute könnte er ein reicher Rentner sein …

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4% Marktanteil, aber 52% des Gewinns für Apple

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 8. November 2011 15:47 Uhr

Apple bringt es laut Canaccor Genuity zwar nur auf einen weltweiten Marktanteil von vier Prozent bei den Handys, doch beim Verdienst sieht es ganz anders aus. Beim Gewinnanteil liegt der iPhone-Hersteller bei 52 Prozent, so die Marktforscher.

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Nein, ich bin nicht enttäuscht über das iPhone 4S

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 6. Oktober 2011 13:30 Uhr

Seit Mittwoch stellt mir jeder Gesprächspartner ganz beiläufig die Frage:  “Biste nach der iPhone 4S-Vorstellung eigentlich enttäuscht?” Nein, ich bin keineswegs enttäuscht. Tim Cooks ruhige Art bei seinem ersten Auftritt als CEO hat einen bleibende und guten Eindruck bei mir hinterlassen. Gleiches gilt übrigens auch für das iPhone 4S.

Was kann denn Apple dafür, dass die Gerüchteköche alles zum Sieden bringen und im Vorfeld von einem iPhone 5 und einem günstigen Einsteiger-iPhone reden? Apple hat das bestimmt nicht befeuert und dementieren konnten sie es vorab auch nicht. Die Verlagerung der Veranstaltung in die verhältnismäßig kleine Town Hall auf dem Firmengelände war ja schon ein äußeres Zeichen der Tiefstapelei.

Und ganz nüchtern betrachtet, passt das iPhone 4S ins Muster. Nach dem iPhone 3G kam das iPhone 3GS, ein Zwischenschritt, der technisch nur kleinere Verbesserungen zu bieten hat. Viele iPhone 3G-Besitzer sind den Schritt nicht gegangen, aber ich mit meinem Erst-Generations-iPhone habe mich mit dem iPhone 3GS gefühlt wie auf der Beschleunigungsspur. Das werden 3GS-Nutzer mit dem 4S und seinem schnelleren A5-Chip auch verspüren.

Ganz ehrlich, so etwas wie Siri hat noch keiner von uns gesehen oder erlebt. Wenn der digitale Sprachassistent so funktioniert, wie in der Vorführung von Scott Forstall, dann ist das der Oberhammer, der Burner, die Killerfunktion, einfach das GAF (das geilste anzunehmende Feature). Eine Spracherkennung, die ohne langes Training Worte als auch Zusammenhänge erkennt und entsprechende Ergebnisse liefert und Handlungen umsetzt, kennen wir bislang nur aus dem Kino.

Gut, auf die großen technischen Innovation müssen wir noch etwas warten. Aber die 4G-Netze (LTE) stecken in Deutschland in den Kinderschuhen. Da hat Apple noch etwas Zeit. Obwohl ja nun bis 14,4 Mbit/s beim Datendownload mit dem 4S drin sein sollen. Weiß jemand, ob einer der drei Provider in Deutschland (ePlus können wir hier wohl ausklammern) das überhaupt unterstützt? NFC (Nearfield Communication) ist ein großes Ding der Zukunft, also das Bezahlen mit dem Smartphone, sozusagen der Tod der Plastikkreditkarte. Die Technik ist in Apples Augen noch nicht iPhone-reif, aber sie wird kommen.

Mal so herum gefragt: Mit welchen technischen Innovationen hätte ein iPhone 5 denn aufwarten müssen, um die Massen zu begeistern? Mir fällt spontan nichts ein.

Das aktuelle iPhone zeigt mir den Weg, hat zwei Kameras, bietet Videotelefonie, spielt Musik ab, beamt Filme auf meinen Fernseher, verschickt Mails, sagt mir, wie das Wetter wird, zeigt mir Internetseiten und für die Dinge, die noch fehlen, gibt es bestimmt eine App. In seinen 58 Quadratzentimetern bündelt es technische Genialität. Ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt meine digitale Spiegelreflexkamera in der Hand hatte. Wann habe ich zuletzt ein Rufnummer im Telefonbuch nachgeschlagen? Wann habe ich auf einen gedruckten Fahrplan geschaut? Weiß noch jemand was patentgefaltete Falk-Pläne sind?

Welcher Anbieter kann denn mit der iCloud mithalten? Dass alle meine gekauften Apps und Bücher, meine Musik und Fotos automatisch auf anderen Apple-Geräten auftauchen ist großartig. Gleiches gilt für Lesezeichen und gemerkte Artikel auf Webseiten. Die Backup-Funktion sei hier nur am Rande erwähnt. Wer kann denn ein so perfekt funktionierendes System à la iTunes mit Apps, Büchern, Podcasts, Filmen und Musik bieten? Es gibt keinen Song oder Interpreten, den ich dort noch nicht gefunden habe.

iTunes Match ist ja wohl ebenfalls genial, kein stundenlanger Download, sondern lediglich ein Ablgleich der Lieder plus bessere Soundqualität bei Songs, wo der Besitzer heute schon gar nicht mehr weiß, woher er die hat und wir auch besser nicht fragen. Das bietet niemand sonst, die anderen stellen einfach nur Speicherplatz auf Servern bereit.

Jetzt zieht Samsung also an Apple vorbei. Aha. Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Wer seine Smartphone-Anschaffung vor allem nach dem Preis entscheidet, wird sich bestimmt für Samsung oder einen anderen Hersteller entscheiden. Machen wir uns nichts vor, Apple ist sch…teuer. Aber sein Geld auch wert. Jedes Android-Smartphone, dass ich bislang in den Fingern hatte, konnte weder bei der Menüführung, der Optik, Haptik und dem Qualitätsstandard der Materialien sowie ihrer Verarbeitung dem iPhone das Wasser reichen.

Das musste den Enttäuschten mal gesagt werden.

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Steve Jobs ist tot – ein Nachruf

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 6. Oktober 2011 8:49 Uhr

Steve Jobs, Gründer und langjähriger Unternehmenslenker von Apple, ist am Mittwoch im Alter von 56 Jahren gestorben. Er hinterlässt seine Frau Laurene und vier Kinder. Beruflich hinterlässt er das wertvollste börsennotierte Unternehmen mit rund 50.000 Angestellten.

Jobs war auf seinem Gebiet ein Visionär. 313 Patente tragen seinen Namen. Er hat die Musik,- Computer- und Mobilfunkbranche komplett umgekrempelt sowie die Maßstäbe für Animationsfilme neu definiert.

Pausen

Im August 2011 zog sich Jobs vom Posten des CEO zurück und übergab die Aufgabe an Tim Cook. Bereits 2004 diagnostiziert man bei Jobs Bauchspeicheldrüsenkrebs – die Ärzte geben ihm kaum Chancen (siehe Video). Doch Jobs erholt sich und kehrt nach kurzer Pause ins Unternehmen zurück. Anfang 2009 zieht er sich für ein halbes Jahr zurück, spricht von einer Hormonstörung. Doch das Wall Street Journal findet später heraus, das Jobs im Methodist University Hospital in Memphis eine Leber transplantiert wurde. Im Januar 2011 informiert er die Apple-Mitarbeiter per Mail, dass er die Tagesgeschäfte an Tim Cook übergibt, doch weiterhin CEO bleibt. Dennoch erfordere sein Gesundheitszustand eine erneute Pause. Am 2. März 2011 zeigte er sich noch einmal auf einer Bühne in San Francisco zur Präsentation des iPad 2.

Die Anfänge

Steve Jobs wurde als Sohn des syrischen Politikwissenschaftlers Abdulfattah Jandali und der Amerikanerin Joanne Carole Schieble am 24. Februar 1955 in San Francisco geboren. Der Vater von Schieble ist gegen die Beziehung zu dem Syrer. Die Mutter gibt ihr Baby zur Adoption frei. Steve wird von Paul und Clara Jobs adoptiert. 1961 zieht die Familie nach Mountain View. In der Nachbarschaft wohnen viele Ingenieure, die bei Hewlett-Packard arbeiten. Jahre später soll Jobs ein HP-Gelände kaufen, um hier die neue Apple-Zentral in UFO-Form zu planen.

Jobs ist technikbegeistert und schaut den HP-Ingenieuren über die Schultern, wenn sie an Geräten basteln. Gleiches tut Jobs Anfang der 70er Jahre zusammen mit seinem älteren Freund Steve Wozniak in der elterlichen Garage in Los Altos. Am 1. April 1976 gründen der 21-jährige und der 26-jährige ihre Firma Apple Corp. Für das Startkapital verkaufte Woz seine Rechenmaschine HP-65 und Jobs seinen VW-Bus.

Darüber, warum das Unternehmen nach einem Obst benannt wird, gibt es unterschiedliche Deutungen:

  • Einer der ersten bezahlten Aufträge kam von Atari. Es ging um das Videospiel Breakout. Die beiden wollten im Telefonbuch unbedingt vor Atari stehen.
  • Es ist eine Art Referenz an die Band Beatles, die Jobs verehrte.
  • Steve Jobs kurierte ein Jahr vor der Unternehmensgründung sein Pfeiffersches Drüsenfieber auf der All One-Farm in Oregon aus. Dort half er auch bei der  Apfelernte. Als Vegetarierer liebte Jobs Äpfel.

Der Rausschmiss

Im Jahr 1972 schrieb sich Jobs im Reed College in Portland, Oregon ein. Er wählte bewusst eine Universität, die 400 Kilometer von zuhause entfernt war. Doch die eigentlichen Vorlesungen ließ Jobs schnell sausen und besuchte Typographie-Kurse und interessierte sich mehr für östliche Religionen und Meditations-Techniken – eben ein echter Hippie. Wie diese Erfahrung ihm Jahre später bei Apple nützte, berichtet er in dem beigefügten Video.

Mitte der 80er Jahre kommt es im Apple-Vorstand zum Streit. Die Mitglieder des Boards beschließen, den Mitgründer Steve Jobs zu entlassen. 1985 verlässt er im Streit sein eigenes Unternehmen. Er gründet next, wo er weiterhin an seinen Ideen für einen Personal Computer arbeitet. 1986 kauft er von Georg Lucas für rund sieben Millionen Dollar ein kleines aber vielversprechendes Animationsstudio namens Pixar. Jobs macht es zum erfolgreichsten Animationsfilm-Studio der Branche (Toy Story, Findet Nemo, Die Monster AG, Cars etc.). 2006 verkauft er Pixar für rund 7.400 Millionen Dollar an Disney, deren größter Einzelaktionär er lange Zeit bleibt.

1997 kehrt Steve Jobs als Retter zu Apple zurück. „Wir waren damals nur 90 Tage von einem Konkurs entfernt“, sagt Jobs später. Der Aktienkurs lag bei 4,50 Dollar, heute notiert er bei 378 Dollar.

Die Erfolgsprodukte

Der bunte iMac wird als Heimcomputer ein Riesenerfolg (1998). Am 23. Oktober 2001 stellt Jobs in der Town Hallo auf dem Apple-Gelände einen MP3-Player vor, der 1.000 Lieder speichern kann und zur Steuerung ein großes Rad hat. Musikabspieler im MP3-Standard gab es schon vorher, doch der iPod revolutioniert die Musikindustrie. Während die großen Labels reihenweise Raubkopierer und Filesharer verklagen, konstruiert Apple mit iTunes und iPod den legalen Musikvertrieb der Zukunft und schafft einen Defacto-Standard.

Der iPod, egal in welcher der folgenden Versionen (classic, shuffle, nano, mini, touch) verkauft sich bis heute 300 Millionen Mal und wird zum erfolgreichsten Musikabspieler der Welt. Für die meisten Käufer ist er der Einstieg in die Apple-Welt. Neben den Computerprodukten wagt sich das Unternehmen auf ein komplett neues Feld: Im Januar 2007 präsentiert Jobs das iPhone. Es definiert die Gattung der Smartphones. Im Januar 2010 folgt der große Bruder, das iPad. Es ist ein Kickstart für die Gattung der Tablet-PCs. Die Vorstellung des iPad 2 war Jobs letzte Produktpräsentation, deren Äußeres (Rollkragenpulli und Jeans), Ablauf und Form (One more thing…) längst Kultstatus besitzen.

Von allen Auftritten und Produktpräsentationen hat mich am tiefsten seine Rede vor der Abschlussklasse der Uni Stanford im Jahr 2005 beeindruckt. Hier gibt Jobs in drei Kapiteln einen tiefen Einblick in sein Leben und sein Weltbild: Stay hungry, stay foolish.


Video bei YouTube ansehen

Auf der Apple-Seite heißt es für Beileidsbekundungen: If you would like to share your thoughts, memories, and condolences, please email rememberingsteve@apple.com

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Apple-Event: Let´s talk iPhone 4S

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 4. Oktober 2011 19:50 Uhr

Video des Apple-Events.

Nein, es gibt kein iPhone 5. Aber ansonsten lagen die Gerüchteköche nah dran: schnellerer Prozessor, mehr Speicher und eine bessere Kamera. Lediglich der Sprachassistent von Siri ist wirklich neu.

Das iPhone 4S geht am 14. Oktober 2011 in den USA als auch in Deutschland in den Handel (629,- / 739,- / 849,- Euro).  Der Startpreis mit Vertrag liegt in den USA bei 199 Dollar (16 GB). Weiter geht es mit 299 Dollar für 32 GB und 399 Dollar für 64 GB. Das iPhone 4 gibt es für 99 Dollar (8 GB).

Erstaunlicherweise präsentierte Marketing-Chef Phil Schiller und nicht Apple-CEO Tim Cook das neue Modell. Das  iPhone 4S nutzt den Apple-eigenen A5-Chip (wie im iPad 2). Mit dem Dual Core Prozessor wird es schneller, bleibt aber äußerlich identisch, mit Retina-Display und Metallrahmen am Rand.

Das Antennen-Problem ist gelöst. Die beiden Antennenteile wechseln automatisch zwischen Sende- und Empfangsfunktion. Dadurch wurde nach Schillers Worten auch die Sprachqualiät bei Telefonaten verbessert. Außerdem sollen jetzt Upload-Geschwindigkeiten von 5,8 Mbit/s und Download-Geschwindigkeiten von bis zu 14,4 Mbit/s erreicht werden, bei welchem Provider das im 3G-Netz möglich ist, bleibt allerdings ein Rätsel. Das ist die doppelte HSDPA-Geschwindigkeit. Das iPhone 4S ist ein “Welttelefon”, da die Mobilfunktechniken GSM und CDMA in einem Chip vereint sind. Jemand, der in einem CDMA-Land zuhause ist, konnte bei Reisen nicht in GSM-Netzen telefonieren. Da das iPhone 4S beide Techniken beherrscht, ist es weltweit einsetzbar.

Das iPhone 4S hat eine Acht-Megapixel-Kamera mit 3.264×2.448 Bildpunkten. Ein neuer Sensor als auch eine größere Blende (2.4) sorgt dafür, dass mehr Licht in die Kamera gelassen wird (+72 %) und die Farben natürlicher wirken. Darüber hinaus sorgt eine fünffach-Linse für mehr Schärfe (+30%). Außerdem löst die Kamera schneller aus. Es dauert 1,1 Sekunden für das erste Bild und 0,5 Sekunden für ein weiteres. Zudem sind Full-HD-Videoaufnahmen (1080p) möglich.

Mit dem Sprachassistenten hält Siri-Technologie Einzug. Das iPhone 4S versteht Fragen und liefert die passende Antwort. Sei es nach dem Wetter oder einem Fakt aus Wikipedia oder Wolfram Alpha. Man kann Termine eintragen und verschieben, Erinnerung setzen oder SMS verschicken, alles mit gesprochenen Worten. Mit der Diktat-Funktion lassen sich auch Mail-Texte sprechen. Der Sprachassistent wird zu Beginn Englisch, Französisch und Deutsch verstehen. Weitere Sprachen sollen folgen.

Neben der Suchfunktion “Mein iPhone suchen” wird es auch die Funktion “Find my Friends” geben, wenn diese der Ortung zustimmen. Gemeinsame Treffpunkt lassen sich mit einem “Verfallsdatum” versehen.

Scott Forstall, Chef der iOS-Abteilung, ging die zehn wichtigsten Neuerungen von iOS 5 durch. Die fünfte Version des Betriebssystems kommt am 12. Oktober 2011 als kostenloses Update. Auch der Datendienst iCloud startet an diesem Datum. iTunes Match, die nachträgliche Legalisierung von Liedern, startet Ende Oktober zum Jahrespreis von 24,99 Dollar, leider vorerst nur in den USA.

Zuvor hatte Tim Cook, Apples neuer CEO, die Produktpräsentation in Apples Town Hall mit Erfolgszahlen eröffnet: Apple betreibt mittlerweile 357 eigene Läden in elf Ländern. Bei Rechnern hat Apple in den USA einen Marktanteil mit OS X von 23 Prozent. In diesem Jahr wird die Zahl von weltweit 60 Millionen installierten OS X-Versionen erreicht. Apples Betriebsystem legte im vergangenen Jahr 23 Prozent zu, der PC-Markt wuchs nur um vier Prozent

Der iPod bleibt das Einsteiger-Gerät in die Apple-Welt: 45 Millionen iPods wurden zwischen Juli 2010 und Juni 2011 verkauft. Mit insgesamt 300 Millionen verkauften Geräten ist er die Nummer Eins aller Musikabspieler.

Das iPhone liegt bei fünf Prozent Marktanteil im weltweiten Handy-Markt. Es schafft regelmäßig die höchste Kundenzufriedenheit in Umfragen (Changewave, JD Powers). Drei von vier verkauften Tablet-PCs in den USA sind iPads. Somit sind nun weltweit 250 Millionen Geräte mit iOS als Betriebssystem aktiv (iPhones, iPads, iPods).

Der App-Store von Apple ist mit 18 Milliarden Downloads und 500.000 Apps, davon 140.000 nur für das iPad, die Nummer Eins im App-Markt. Das Game Center verzeichnet derzeit 67 Millionen Spieler-Konten

Apple öffnet mit der App Cards das Postamt auf dem iPhone und versucht den in Schieflage befindlichen US Postal Service zu unterstützten, ähnlich wie bei Kartensender oder Pokamax kann man eine (Glückwunsch-)Karten gestalten und für 2,99 Dollar wird diese gedruckt und per Post verschickt. Bei Cards erhält man noch eine Benachrichtigung, wenn die Karte zugestellt wurde.

Ticker-Quelle: engadget.com und AllThingsD.com

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Steve Jobs ist nicht länger Apples oberster Boss

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 25. August 2011 8:07 Uhr

Steve Jobs hat gestern überraschend in einem Brief seinen Rücktritt als CEO von Apple erklärt. Er möchte jedoch gern weiterhin Chef des Boards (Verwaltungsrat) und Apple-Angestellter bleiben. Die Leitung des Unternehmens soll nach seinem Willen Tim Cook übernehmen, der bislang bereits Jobs im Tagesgeschäft vertreten hat.

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Apple-Aktie auf Allzeithoch

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 19. Juli 2011 15:58 Uhr

Die Apple-Aktie erreichte heute mit 376,45 Dollar ein Allzeithoch. Die letzten Monate sahen für die Anleger nicht so rosig aus, doch nun überschlagen sich die Analysten mit ihren Erwartungen. Mark Moskowitz, Analyst bei J.P. Morgan hat schon mal das Kurziel 450 Dollar ausgerufen.

Apple meldet heute Abend nach Börsenschluss (US-Zeit) die Zahlen für das dritte Quartal. Erwartet werden knapp 25 Milliarden Dollar Umsatz. Vor einem Jahr waren es noch 15,7 Milliarden Dollar. Beim Finanzmanagement-Haus Baird schätzt man, dass Apple 16,9 Millionen iPhones und 7,3 Millionen iPads im abgelaufenen Quartal über die Ladentheken geschoben hat.

Mit dem kommenden Betriebssystem OS X Lion, neuer Rechner- und Smartphone-Hardware dürfte dann auch das vierte Quartal gut anlaufen.

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