Eine halbe Million Apps im Store

Von: Dirk Kunde, Sonntag, 29. Mai 2011 12:55 Uhr

Weniger als drei Jahre (Start: Juli 2008) hat es gebraucht, bis Apples Prüfer weltweit 500.000 Apps zugelassen haben.

Ein Grafik von 148apps.com, Chomp und Chillingo gibt einen guten Überblick. Danach sind 37 Prozent aller Apps kostenlos und 15 Prozent aus der Rubrik Spiele.

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Apple klagt gegen Amazon wegen Appstore

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 22. März 2011 11:07 Uhr

Amazon.com startet in den USA mit seinem eigenen Appstore for Android. Auf der Webseite und auf Android-Smartphones verkauft der Versandhändler Apps. Dabei gibt es jeden Tag eine App kostenlos, den Start machen die Angry Birds.

Der App-Laden ist eine direkte Konkurrenz zu Googles Marketplace. Doch Aufregung kommt aus einer ganz anderen Ecke. In Cupertino lässt man die Anwälte von der Leine, denn Apple hat sich den Begriff App Store als Marke schützen lassen. Laut Unternehmensaussage hat das U.S. Patent and Trademark Office dem Antrag auf Markenschutz auch zugestimmt. Bleibt abzuwarten, wie ein Gericht beim Schutz zu allgemeiner Begriffe wie App (Kurzform für Application) und Store entscheidet.

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Apple verbessert Suchfunktion im iPad App Store

Von: Dirk Kunde, Freitag, 11. Februar 2011 16:45 Uhr

Bei 350.000 Apps ist die Suche nicht einfach. Lediglich in Kategorien oder den Top-Listen zu schauen, ist praktisch nur die Spitze des Eisbergs. Das sieht auch Apple ein und testet weitere Suchoptionen im App Store auf dem iPad – allerdings nur in der US-Version.

Bei der App-Suche kann man die Auswahl in fünf Bereichen verfeinern: Kategorien, Veröffentlichungsdatum, Nutzerbewertung (iTunes-Sterne), Preis und Gerät. Wobei die Auswahl zwischen iPhone und iPad bei “Device” keinen Sinn macht. Doch ist das ein Hinweise auf die Ausweitung der Suchoptionen auf den Rechner sowie das iPhone.

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Apps, Apps, Apps: Apple führt uneinholbar

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 26. Oktober 2010 9:55 Uhr

Aktuell führt Apples AppStore mit 285.000 Apps vor allen anderen App-Läden. Android hat rund 100.000 Apps im Angebot und bei RIM sind es gerade mal 10.000.

Obwohl Android noch weit hinter Apple liegt, ist die Geschwindigkeit, mit der das App-Angebot wächst, beachtlich. Es sind 233 Prozent von März bis Oktober 2010. Wenn das so weiter geht, ist Apples AppStore doch einholbar…

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Back to the Mac – Jobs auf dem Rückzug?

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 21. Oktober 2010 12:00 Uhr

Eigentlich berichte ich hier nicht über iMac und MacBook Air. Doch die gestrige Veranstaltung in Apples Hauptquartier war bemerkenswert. It´s back to the Mac: Der Titel gab Rätsel auf, doch nun ist klar, was gemeint war. Es ist ein Kreislauf. Apple hat seit 2007, der iPhone-Einführung, viel gelernt über berühungsempflindliche Bildschirme, Fingergesten und Menüführung. Der AppStore hat einen Standard für die Mobilfunkbranche gesetzt und die Freigabe der Entwicklerwerkzeuge (SDK) für das Smarphone war die genialste Entscheidung in der Unternehmensgeschichte. Über eine Viertel Million Apps belegen dies. Die Erfahrung mit dem iPhone floß in die Entwicklung des iPads. Damit hat Apple dem Segment des Tablets einen Kick-Start verpasst. Nun fließen die Erfahrungen der beiden mobilen Geräte in das neue Betriebssystem Lion ein. Es wird einen AppStore auf den Rechnern geben und die Fingergesten auf dem Trackpad kennt der Nutzer bereits vom iOS. Steve Jobs nennt es: OS X meets iPad.

Steve macht Platz

Der Apple-Boss hielt sich auffallend zurück. Das Intro mit dem “Wir-sind-die-Größten-und-Besten” übernahm COO Tim Cook. Die Neuheiten bei iLife 11 durften die Produkt-Manager bzw. Entwickler vorstellen. Scott Forstall, Chef der iPhone-Software Abteilung, durfte zwar nicht auf die Bühne, wurde jedoch mehrfach im Publikum sitzend gezeigt. Der erste Face Time-Anruf vom Mac ging erstaunlicherweise nicht an Design-Guru Jonathan Ive, sondern an Marketingboss Phil Schiller. Der smarte Ive durfte erst später in einem Promo-Video das neue MacbookAir loben.

Früher gehörte die Bühne ganz allein Jobs. Nun darf spekuliert werden. Welcher der Herren ist der Kronprinz? Macht sich Jobs wirklich Gedanken über einen Nachfolger? Tim Cook hat den Laden bestens im Griff gehabt, als Jobs krankheitsbedingt ein halbes Jahr abwesend war. Schiller und Ive fehlt jedoch das Format eines visionären Firmenlenkers. Mein Tipp ist Forstall, Jobs scheint viel von ihm zu halten. Der 41-Jährige arbeitete bereits bei NeXt mit Jobs zusammen. 1997 kehrte Jobs zu Apple zurück, im gleichen Jahr kam Forstall nach Cupertino. Der Entwickler war maßgeblich an der Entwicklung von Mac OS X beteiligt. Heute verantwortet er als Senior Vice President of iPhone Software Engineering and Platform Experience das für Apple wichtige iOS – das Herz der mobilen Geräte.

Für Mac programmieren

Falls Steve den Staffelstab wirklich übergeben sollte, bekäme der Nachfolger einen perfekt laufenden Laden. Die gerade vermeldeten Umsatzzahlen sowie der Gewinn für das Geschäftsjahr 2010 waren hervorragend. Knapp 40 Millionen verkaufte iPhones und 13,7 Millionen Rechner. Das sind drei Mal so viele Computer wie im Jahr 2005. Der Erfolg von iPhone und iPad strahlt auch auf iMacs und Macbooks ab. Jeder fünfte verkaufte Rechner in den USA stammt von Apple. Das Unternehmen betreibt 318 eigene Läden in elf Ländern. Die meisten Produkte (57 Prozent) werden außerhalb der USA verkauft.

Mit diesem Erfolg wird es plötzlich für Entwickler attraktiv, für den Mac zu programmieren. Microsoft verkauft ab dem 26. Oktober 2010 seine Office 2011-Version. Erstmals kommt Outlook auf den Mac, das komplett in Cocoa entwickelt wurde. Autodesk, einer der führenden Anbieter für CAD-Software, wird seine Programme demnächst mactauglich machen. Weitere Branchen werden folgen. Spontan fallen mir die Hotellerie und die Steuerberatungs-Branche ein, die komplett in Windows-Hand sind. Sicher gibt es noch mehr, doch Anwender in diesen Branchen werden Mac-Software verlangen.

Darum ist es ein genialer Schachzug, den AppStore auf den Rechner zu bringen. Apple hat weltweit 600.000 registrierte Entwickler für Apps. Es kommen jeden Monat 30.000 weitere hinzu. Wer mit Apps auf dem iPhone oder iPad Geld verdient, kann das nun auch auf dem Rechner.

Face Time auf dem Mac

Ebenfalls genial ist die Veröffentlichung einer kostenlosen Beta-Version von Face Time für den Mac. Damit wird Videotelefonie am Rechner möglich. Während es weltweit 19 Millionen mobile Geräte mit Face Time (iPhones und iPod touch) gibt, nutzen 50 Millionen Anwender einen Mac-Rechner. Damit sollte endlich Schwung in die Anwendung kommen. Apple hatte bewusst die Technik als offenen Standard angelegt. Facebook, Skype oder andere Anbieter hätten Face Time schon längst integrieren können. Doch bislang blieb es erstaunlich ruhig um Apples-Videotelefonie.

Den Wettbewerb bei mobilen Betriebssystemen kann Apple nicht gegen Android gewinnen. Dazu nutzen zu viele Hersteller die Google-Software. Doch mit dem AppStore und FaceTime auf Computern hat Apple einen entscheidenden Schritt für Anwender, Entwickler und die eigene Zukunft getan.

Apropos Zukunft: Apple entdeckt die Social Networks. In iPhoto (Teil von iLife 11) kann man Bilder direkt zu flickr und Facebook hochladen, selbst die Kommentare der Freunde bei Facebook werden in iPhoto angezeigt. Auch iMovie bietet Optionen, Videos zu Facebook und YouTube hochzuladen. Die Apple-Begeisterung für Facebook ist auffällig und damit erhält die Spekulation, Jobs sei an Mark Zuckerbergs Netzwerk interessiert, neue Nahrung. Ausreichend Barreserven (51 Milliarden Dollar) für Übernahmen liegen in Apples Kasse.

Ruhe in Frieden: Festplatte und Maus

Wenn Neues kommt, muss Altes gehen. Apple beerdigt zwei langjährige Weggefährten: Die Maus und die Festplatte. Beim neuen MacBook Air setzt Apple auf Fingergesten zu Steuerung der Anwendungen. Da Programme mit OS X Lion wie auf einem iPhone oder iPad bedient werden, kann der Anwender Gesten mit bis zu vier Fingern einsetzen. Es gibt verschiedene Home-Bildschirme und Ordner, wie auf den mobilen Geräten. Auch die Menüleiste der Programme verschwindet, die Anwendungen werden im Vollbildmodus angezeigt – eben wie beim iPhone. Neue Programme installiert man über den AppStore.

Gespeichert werden Software und Daten in einem Flash-Speicher. Die konventionelle Festplatte mit rotierenden Speicherscheiben und Schreibarm hat ausgedient. Die Vorteile liegen auf der Hand: die Speicherchips sind kleiner und leichter. Sie brauchen keinen Lüfter. Sie sind robuster für den mobilen Einsatz. Der Rechner ist sofort betriebsbereit und sie schreiben Daten doppelt so schnell in ihren Speicher wie herkömmliche Festplatten.

Annäherung

Mit dem iPad wurde das iPhone größer, mit dem neuen MacBook Air wird der Laptop kleiner. Wer noch etwas zum Aufklappen und mit Tastatur möchte, bekommt mit dem gerade mal ein Kilogramm schweren und 1,7 Zentimeter dicken (an der dicksten Stelle) Laptop ein mobiles Arbeitsgerät. Mit dem Verzicht auf ein DVD-Laufwerk und dem Wechsel auf Flash-Speicher (64 bis 256 GB) setzt Apple neue Maßstäbe in der Branche.

Würde Jobs jetzt abdanken und einen Nachfolger benennen, würde er unsterblich werden – zumindest in der Firmen-Chronik. Er hat mit dem iPhone der Mobilfunkbranche gezeigt, wo der “Hammer hängt”. Das Geschäft mit den Rechnern läuft mehr als nur ordentlich und mit Apple TV zeigt er gerade, wie die Zukunft im Wohnzimmer aussieht. Eigentlich wäre es ein perfekter Zeitpunkt für den Rücktritt.

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AppStore goes Facebook

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 31. März 2010 16:01 Uhr

Wow, 109.000 Fans. Das ist mal eine beliebte Seite bei Facebook. Der AppStore begibt sich ins Web 2.0 und pflegt eine Fanseite. Eigentlich nichts Aufregendes, denn hier werden lediglich Apps vorgestellt. Ein Klick öffnet eine Platzhalterseite im Browser und dann geht es weiter – wie gewohnt – zu iTunes.

Die Suche in iTunes ist oft ein Graus, das ist aber auf der Facebook-Seite nicht anders. Hier kann man höchstens “Gefällt mir” klicken oder einen Kommentar zur App schreiben. Bei den rund 160.000 Apps muss man wohl darauf hoffen, dass hier mal ein passender Tipp auftaucht.

Oder man macht Freunde auf eine App aufmerksam, aber das geht in iTunes auch schon via Twitter und Facebook.

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iPhone-Fan-App schafft es im zweiten Anlauf in den App Store

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 11. Februar 2010 12:46 Uhr

Sitzt in Cupertino ein Karnevals-Jeck? Vielleicht, auf alle Fälle haben die Prüfer mir Narren ein großes Geschenk gemacht: Zu Weiberfastnacht gelingt der zweite Anlauf und die iPhone-Fan-App passiert die Kontrollschranken des App Stores. Die App trägt die kryptische Abkürzung iPF, einfach um den Markennamen “iPhone” im Titel zu vermeiden.

Das war ja bereits vorauseilender Gehorsam, um die Zulassungshürde zu nehmen. Umso überraschter war ich, als ich im ersten Anlauf wegen Profanity (Gotteslästerung) und Sexual Content (Schmuddelkram) abgelehnt wurde. Meine Helfer bei AppMakr setzten daraufhin die Altersfreigabe höher und reichten die App noch einmal zur Prüfung ein.

Die App ist nicht mehr als eine iPhone-optimierte Seite, auf der sich die Beiträge der Webseite lesen und verschicken lassen. Die einzelnen Rubriken wie Apps, Anleitungen, Fragebogen oder FakeApps haben eigene Menüpunkte. Die Rubrik Videos noch ist traurig leer, aber das wird sich bald ändern. Demnächst sind hier Tutorial-Videos des iPhone-Fans in Kooperation mit den Blogpiloten zu sehen. Gedreht sind die 12 Folgen , der Schnitt ist auch fast fertig.

Leider hat die App noch einige Schwachstellen: Die Menüleiste in der Artikelansicht ist etwas zu durchsichtig geraten. Darum hier eine Symbol-Erklärung.

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Apple lehnt iPhone-Fan-App ab

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 3. Februar 2010 12:33 Uhr

Aus der Traum. iPhone-Fan.de wird ohne App leben müssen. Über den Anbieter AppMakr.com hatte ich versucht, mir meine eigene App zusammen zu klicken. Im Grunde ist es ein besserer RSS-Reader in Form einer App, die AppMakr bei Apple einreicht.

Nun bekam ich Post: “Recently, Apple has been rejecting apps citing “objectionable content”. Because your App contained infrequent/mild content in both the Profanity and Sexual Content categories, Apple will not carry your App in their App Store.

Wow! Das hat mich umgehauen. Mit allem habe ich gerechnet, aber nicht mit dem Schmudelvorwurf. Ich habe die App schon extra ipf genannt, damit der Markenbegriff iPhone nicht im Namen auftaucht. Ich weiß ja, wie zickig das Unternehmen hier ist – auch wenn meine Seite reinstes Marketing für Apple ist.

Laut Leo lässt sich Profanity mit Gotteslästerung und Obszönität übersetzen. Ich wüsste nicht einen einzigen Text meiner knapp 1.000 Beiträge, auf den das zutreffen sollte. Und über Sex-Apps, die webbasiert den App Store umgehen, habe ich lediglich zwei Mal berichtet. AppMakr schlägt mir nun vor:  ”Our suggestion is to modify the content so that it does not contain infrequent/mild content in both of those categories.” Pustekuchen! Nichts werde ich verändern. Erstens trifft der Apple-Vorwurf auf keinen meiner Texte zu. Zweitens werde ich Apple ganz bestimmt nicht in meine Autoren-Freiheit reinfuschen lassen. Es muss auch ohne gehen. Meinen Lesern empfehle ich auf dem iPhone meine iPhone-optimierte Webseite.

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Fragmentierung des App Stores – Alptraum aller mobilen Entwickler

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 29. Juli 2009 14:39 Uhr

Über die Gefahr einer Fragmentierung im AppStore zwischen “hochwertigen” Apps, die nur auf iPhone 3G (S) mit OS 3.0 laufen und dem “Rest” habe ich hier schon berichtet. Nun schreibt Michael Schade, CEO von Fishlabs in einem Gastbeitrag über diese Gefahr. Am Beispiel des sehr erfolgreichen Spiels Waterslide Extreme hat er analysiert, welche Hardware derzeit im Markt die Nase vorn hat:

Im Juli dieses Jahres hat Apple das neue iPhone und die neue iPhone Firmware 3.0 (OS 3.0) vorgestellt. Das iPhone 3G S bietet neben zusätzlichen Funktionen, wie z.B. einem Kompass, vor allem mehr Geschwindigkeit. Mit dem iPhone OS 3.0, dass es kostenlos für alle älteren iPhones und für 7,99 Euro für alle iPod touch gibt, lassen sich neue Geschäftsmodelle wie Abos oder kostenpflichtige Zusatzinhalte realisieren. Das sind prinzipiell gute Nachrichten – mehr Leistung ist immer gut und insbesondere durch die neuen Geschäftsmodelle werden sich hochwertigere Applikationen, und vor allem Spiele mit zusätzlichen Levels oder sogenannten in-game Items, in Zukunft realisieren lassen. Doch gerade in der Überlegenheit des neuen iPhone und den neuen Funktionen des iPhone OS 3.0 liegt auch eine Gefahr. Es wurde bereits viel darüber diskutiert, dass Apple eines seiner stärksten Alleinstellungsmerkmale, die Konsistenz der Plattform, aufweicht. Das neue iPhone 3GS und die neuen Funktionen von OS 3.0 führen zwangsläufig zur Fragmentierung und stellen damit auf lange Sicht eine ernsthafte Bedrohung für die Entwickler-Community und den Erfolg des App Store dar.

Wie viele und vor allem welche Versionen von iPhone und iPod touch sind im Markt?
Da es fast keine verlässlichen Daten darüber gibt, wie viele Geräte genau und welche Versionen im Einsatz sind und welche Betriebssysteme darauf benutzt werden, soll an dieser Stelle anhand von handfesten Zahlen die Situation eingehend beleuchtet werden. Das kostenlosen Werbespiel Barclaycard Waterslide Extreme, das im Zuge der kultigen Wasserrutschen-Anzeige von Barclaycard nach einem
Konzept von Dare Digital von Fishlabs entwickelt wurde, hat innerhalb von einer Woche über 2,5 Millionen Downloads generiert und dominiert die Download-Charts in 57 Ländern. Da Waterslide Extreme zudem für ein breites Publikum von Gelegenheitsspielern konzipiert ist, kann man damit einen recht guten Überblick der derzeit installierten Geräte und Betriebssysteme erhalten.

Wie bereits erwähnt, ist das iPhone 3GS deutlich leistungsfähiger als anderen iPhone und iPod touch. Aber zwischen iPhone, iPhone 3G, iPod touch der ersten und der zweiten Generation gibt es teils deutliche Unterschiede. Als Entwickler möchte man wissen, wie viele potenzielle Kunden man möglicherweise verliert, wenn man die Anwendung nun für leistungsfähigere Geräte wie den iPod touch der 2. Generation und natürlich das iPhone 3GS optimiert. Eventuell lohnt es sich auch, mehrere verschiedene Grafik-Ausführungen anzubieten.

[Sämtliche Daten wurden anonym erhoben und lassen keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Anwender zu]

Sehr deutlich kann man erkennen, dass iPhone 3G und iPod touch der 2. Generation die beliebtesten Geräte sind, mit fast gleichen Marktanteilen um jeweils 38 Prozent. Das iPhone 3GS liegt bei etwa 12,5 Prozent – schon ein recht beachtlicher Anteil, wenn man bedenkt, dass es erst seit kurzem erhältlich ist.

Es empfiehlt sich also, insbesondere in der Spieleentwicklung, wo es auf das letzte Quäntchen Rechenleistung ankommt, für das Leistungiveau des iPod touch der 2. Generation zu optimieren, um auf fast 90 Prozent der verkauften iDevices (iPod touch 2. Generation, iPhone 3G und iPhone 3GS) ein gutes Spielerlebnis zu erreichen. Für das ursprüngliche iPhone und den iPod touch der 1. Generation macht es unter Umständen Sinn, Grafikelemente und -effekte zu reduzieren. Andererseits ist es aber auch einfach noch zu früh, eine dezidierte High-End-Version herauszubringen, die die enorme Rechenpower des iPhone 3G S voll unterstützt. Noch kritischer wäre eine Anwendung (Spiel), die auf exklusiven Funktionen des iPhone 3GS basiert.

Wie viele iPhones und iPod touch laufen bereits mit OS 3.0?
Die meisten Entwickler sind ganz begeistert von den neuen iPhone OS 3.0-Funktionen wie In-App-Purchasing, Push Notification, Bluetooth-Multiplayer und so weiter. Aber wann ist die richtige Zeit gekommen, um Anwendungen und insbesondere Spiele auf den Markt zu bringen, die diese neuen Funktionen gezielt verwenden?

[Sämtliche Daten wurden anonym erhoben und lassen keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Anwender zu]

Wer eine Anwendung (Spiel) mit den neuen OS 3.0-Funktionen für das iPhone herausbringen möchte, kann dafür mit rund 60 Prozent der gesamten potenziellen Kundschaft rechnen. Damit erreicht man immer noch eine Menge potentielle Kunden, aber es ist nicht einfach, in die Top 25 zu kommen, wenn die Anzahl der möglichen Downloads im Vergleich mit OS 2.x-Anwendungen der Konkurrenz um bis zu 40 Prozent niedriger liegt (auch wenn manch einer sich vielleicht für eine besonders tolle Anwendung ein 3.0-Upgrade besorgt).

Natürlich wird Apple Anwendungen (Spiele) mit OS 3.0-Funktionen besonders bewerben, um das zu kompensieren. Aber sobald die Werbeaktion endet, ist das Risiko wieder da. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung kann also sehr entscheidend sein, wen man bereits OS 3.0-Funktionen unterstützen möchte. Vielleicht ist es auch sinnvoll, zunächst eine Applikation mit OS 2.x-Funktionen herauszubringen und dann, wenn die erste Vermarktungswelle vorüber ist, ein Update mit OS 3.0-Funktionen nachzuschieben, um damit eine zweite Vermarktungswelle zu starten. Das funktioniert natürlich nicht bei Anwendungen (Spielen), die komplett auf den Funktionen von OS 3.0 basieren.

Wie immer ist der Erfolg einer Applikation nicht nur von diesen Überlegungen abhängig aber mit Sicherheit hat die Strategie, wann und welchem Umfang man auf die neuen Funktionen des iPhone 3GS und des iPhone OS 3.0 setzt, einen wesentlichen Teil daran an. Gemessen an der Dynamik, die im App Store herrscht, werden wir in kürze erfahren, was sich bewährt und was nicht. Nur wird Apple bis dahin weitere zig Millionen Geräte verkauft haben und es gelten dann wieder neue Spielregeln. Aber das macht es ja auch so spannend.
Michael Schade, CEO Fish Labs Michael Schade

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1.500.000.000 – 65.000 – 100.000

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 14. Juli 2009 16:28 Uhr

Die Überschrift ist kein Geheimcode, sondern die neuesten Zahlen zum AppStore, die Apple heute veröffentlicht hat. Im ersten Jahr seiner Existenz wurden 1,5 Milliarden Apps aus dem AppStore heruntergeladen. Aktuell sind 65.000 Apps im Store zu finden und weltweit sind 100.000 Programmierer zum Developer-Programm bei Apple zugelassen. Beeindruckende Zahlen, wie ich finde.

“The App Store is like nothing the industry has ever seen before in both scale and quality,” sagt Steve Jobs, CEO von Apple, in der Pressemitteilung. Mit seiner Präsenz in 77 Ländern ist Apple bislang Marktführer aller Anbieter von Smartphone-Applikations-Läden.

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1 Jahr AppStore – Herzlichen Glückwunsch

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 7. Juli 2009 10:54 Uhr

AppStore feiert sich selber

Herzlichen Glückwunsch AppStore. Am Samstag, dem 11. Juli 2009 feiert Apples Laden für iPhone- und iPod touch-Software seinen ersten Geburtstag. Was für eine Erfolgsgeschichte. Anfang Juni vermeldete das Unternehmen 50.000 Apps in den virtuellen Regalen. Mittlerweile dürfte die Marke von 60.000 überschritten sein.

Zum Geburtstag gibt es zwar keine Geschenke von Apple, aber eine nette App-Zusammenstellung. Welche Apps für welchen Zweck die Beste ist, wird langsam bei der Vielzahl an Apps schwer zu beurteilen. Darum sei hier noch mal auf meine Abstimmung zur absoluten Lieblingsapps verwiesen.

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