Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 3. September 2009 12:38 Uhr
Günstiganbieter Blau.de bewirbt auf seinen Seite vertragsfreie iPhone 3G S. Beim Discount-Provider gibt es das Apple-Smartphone ohne SIM-Lock, es lässt sich also mit jeder SIM-Karte betreiben.
Die Preis für das iPhone 3G S liegen zwischen 549 und 919 Euro. Klickt man auf den Angebotsbutton, landet man auf den Seiten vom 3Gstore – dem gefühlten Marktführer für freigeschaltete iPhones, die aus Italien importiert werden. Das erstaunliche: Die iPhones werden bei Blau mit einem Preisvorteil zwischen 50 und 80 Euro verkauft. Das iPhone 3G S mit 32 GB Speicher kostet hier 919 statt 999 Euro. Für den Versand kommen noch sieben Euro hinzu. Ein Blau-Mobilfunkkarte muss man nicht zwingend dazu nehmen.
Die (Video-)Anleitung von Philipp Bielist extrem nützlich, da sie einen Schritt für Schritt durch den Jailbreak und Unlock eines iPhones führt. Für ein iPhone der ersten Generation und für ein iPhone 3G benötigt man Red Snow. Die Software gibt es bei Biel oder direkt beim iPhone Dev Team. Die iPhone 3G S-Nutzer müssen noch ein wenig auf UltraSnow für 3G S warten.
Für Neulinge gibt es zwei Punkte, an denen sie in der Anleitung stocken, so ging es mir jedenfalls. Icy und Cydia sollte man in Red Snow auswählen, wenn man Apps aus diesen beiden Alternativ-App-Stores installieren möchte.
“Unlock” sollte man anklicken, wenn das iPhone bislang nicht von der Netzsperre des Providers befreit wurde. Dabei wird man nach den Binary-Codes für die Baseband Bootloader 3.9 und 4.6 gefragt. Bahnhof? Alles halb so wild, die beiden .bin-Dateien findet man bei iPhonefreakz.com. Hier gibt es auch sämtliche Firmware-Versionen für alle iPhone und iPod touch-Generationen, falls man später mal etwas zurückdrehen will bzw. muss.
Für den ganzen Freischalt-Prozess sollte man etwas Geduld mitbringen, bei mir hat es rund 25 Minuten gedauert, bis ich die neue SIM-Karte aktivieren konnte.
Ausbruch in 15 Minuten oder “Der iPhone Jailbreak für Laien”
Also ich hätte nicht gedacht, dass das so einfach ist. Die Recherche darüber hat mich mehr Zeit gekostet als der eigentliche Akt an sich: Das iPhone von der lästigen Pflichtbindung an iTunes und damit der Gnade von Apple, zu lösen. Nun habe ich zwei weitere App Stores (Cydia & Installer) in denen auch die Applikationen zu finden sind, die T-Mobile und Apple lieber nicht unter die Kunden bringen wollen.
Und so einfach ging´s (übrigens auch für iPod):
1. Ich habe mir ein Schülervideo angeguckt (siehe unten)
2. Danach hab ich mir alle notwendigen Daten geladen. Alle Links zu den Dateien stehen in der Beschreibung des Videos.
3. Dann hab ich das Video nochmal angeschaut und alles Step für Step mitgemacht (So wie bei Kochsendungen).
4. Nach 15 Minuten hatte ich ein freies iPhone mit dem Cydia App Store.
Ich hab vorher alles synchronisiert. Der Vorgang initialisiert das Gerät. D.h. alle Daten gehen erstmal verloren. Durch eine anschließende Synchronisation war alles wieder da. Bei mir hat´s geklappt. Ich bin frei... Juhuuu.
Ich übernehme keinerlei Verantwortung, sollte das jemand nach machen und bin mir bewusst, dass ich damit wahrscheinlich Probleme mit Garantieleistungen bei T-Mobile bekomme. Aber: Bei mir läuft alles wunderbar und auch der App Store von Apple kann normal genutzt werden. Gibt ja auch schöne Sachen dort. Aber eben nicht alles…
Hier zwei sehr feine Applikationen als Beispiele, was es in der Freiheit Schönes gibt:
1. PDANet.
Das iPhone als WLAN-Router für den Laptop nutzen.
2. Qik.
Live-Videos-Streamen vom iPhone direkt ins Netz.
Konnte ich schon für TUI Cruises (Kreuzfahrten von TUI) auf unserem Accounttesten:
Von: Dirk Kunde, Freitag, 20. Februar 2009 14:02 Uhr
Mozilla, die Macher des Firefox-Browsers, und Internettelefonie-Anbieter Skype (gehört zu eBay) wollen mit ihrer Software ins iPhone. Im ersten Schritt in die Geräte mit einem Jailbreak. Beide Unternehmen unterstützen das Vorgehen der Electronic Frontier Foundation (EFF) beim US Copyright Office in Sachen Jailbreak. Die Bürgerrechtsorganisation EFF protestiert gegen Apples Vorgehen, die Aufhebung der Fessel per Software (Jailbreak) als Verletzung des Digital Millenium Copyright Acts einzuordnen.
Die Schreiben von Mozialla und Skype sind natürlich nicht uneigennützig. Beide Unternehmen wollen sich wenigstens den Weg auf die “geknackten” iPhones offen halten, sollte der Weg über den AppStore weiterhin versperrt bleiben.
Von: Dirk Kunde, Dienstag, 17. Februar 2009 14:07 Uhr
Bislang hat sich Apple zum Thema Jailbreak offiziell zurückgehalten. Doch nun legt das Unternehmen Beschwerde beim US Copyright Office ein, berichtet die Electronic Frontier Foundation (EFF).
Nach Ansicht des iPhone Herstellers verletze ein Jailbreak das geistige Eigentum des Unternehmens, da der Bootloader und das Betriebssystem manipuliert würden. Dies verstoße gegen die Bestimmungen des Digital Millenium Copyright Acts. Nach einem Jailbreaking der iPhones können auch Apps außerhalb des AppStores auf dem Smartphone installiert werden. Mit Blick auf Sicherheit und Stabilität des Geräts, lehnt Apple dieses Vorgehen ab.
Die EFF plädiert schon länger für eine Ausnahmeregelung für freigeschaltete iPhones. Nach ihrer Ansicht fällt der Jailbreak unter die Fair-Use-Regelung, die Ausnahmen zulässt. Die EFF vergleicht die Bevormundung durch Apple mit einem hypothetischen Beispiel aus der Autoindustrie. Niemand würde sich gefallen lassen, dass Autohersteller die Motorhauben zuschweißen, mit dem Hinweis das Veränderungen am Motor unerwünscht seien.
Hätte Apple mit seiner Beschwerde Erfolg, könnten sie auf juristischem Weg einfacher Anbieter von Jailbreak-Software verfolgen. Die Zahl freigeschalteter iPhones wird auf weltweit mehrere Hunderttausend geschätzt.
Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 12. Februar 2009 10:41 Uhr
Bevor jetzt alle losjubeln und sich auf die Suche im AppStore begeben – halt. Diese Software funktioniert nur auf geknackten (Jailbreak) iPhones und iPod Touches.
Das Video zeigt eine Beta-Testversion von xGPS. Damit wird das iPhone oder, wie hier im Test, ein iPod Touch zu einem vollwertigen Navigationsgerät. Die Kartendaten kommen von Google Maps, die Koordinaten vom GPS-Chip bzw. vom externen Empfänger, sollte man die erste Generation iPhone benutzen. Die Sprachausgabe erfolgt über die Autostereoanlage – klingt noch etwas blechern die Stimme, aber es ist schon erstaunlich, was damit geht und wohin die Reise (im wahrsten Sinne des Wortes) geht.
Aus der Rubrik: “Ich hab´s ja schon immer gesagt”, empfehle ich noch einen Beitrag von vor einem Jahr.
Das iPhone Dev Team hat es geschafft: Es kann iPhones 3G von seinen Netzfesseln befreien. Unter dem Codenamen “Yellowsnow” (wer hat da in den Schnee gepinkelt?) wird der Freischaltmechanismus derzeit in eine nutzerfreundliche Software gepackt, die voraussichtlich Sylvester allgemein zugänglich sein wird. Vorab wird das Dev-Team Details beim Chaos Comunication Congress in Berlin Ende Dezember präsentieren.
Voraussetzung für die Freischaltung ist das Baseband 2.11.07 und ein iPhone 3G mit Jailbreak. Das Katz und Maus-Spiel geht also weiter…
Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 17. April 2008 17:50 Uhr
Das britische Start-up Fring hat eine Testversion für VoiP-Telefonate veröffentlicht. Das funktioniert jedoch nur, wenn das iPhone für neue Software “offen”, also per Jailbreak von seinen Fesseln befreit ist.
Nach der Installation kann man über einen WLAN-Zugang telefonieren. Hat natürlich bei Auslandsgesprächen und wenn das Minutenbudget erschöpft ist, enorme Kostenvorteile. Die Software ist ein Pre-Release, also noch fast jungfräulich. Das Unternehmen wünscht sich Nutzer-Feedback. Ich kann es nicht ausprobieren, da mein iPhone noch den T-Mobile-Keuschheitsgürtel trägt. Aber der erste Praxistest der Kollegen bei Macnotes fällt nicht gerade begeistert aus.
Entwickelt wurde die Software von Fring und dem israelischen Holon Institute of Technology. Fring bietet Software, mit der Nutzer (“Fringster”) mobiler Geräte über Skype, MSN Messenger, Google Talk, ICQ, SIP, Twitter, Yahoo und AIM telefonieren sowie chatten können.
Apple wird das Programm nicht lieben. Steve Jobs hatte bereits bei der SDK-Präsentation angemerkt, dass man VoIP-Anwendungen nicht in den AppStore aufnehmen werde.
Von: Dirk Kunde, Montag, 18. Februar 2008 18:00 Uhr
Schon lange fragen sich Experten, wohin rund 1,4 Millionen iPhones verschwunden sind. Apple gibt an, im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Geräte verkauft zu haben. Die Mobilfunkprovider in den USA, Frankreich, Großbritannien und Deutschland sagen, sie haben zusammengerechnet 2,3 Millionen iPhones verkauft. Wo steckt die Differenz? Im grauen Markt, also in irgendwelchen Ländern, in denen das iPhone offiziell noch nicht zu haben ist. Ganz weit vorn liegt dabei China. Laut US-Marktforscher In-Stat sind allein 400.000 Geräte in China im Einsatz. Das ist irgendwie komisch, denn die Smartphones werden genau dort hergestellt. Irgendjemand kauft die Geräte in den USA, bringt sie im großen Stil zurück nach China und schaltet sie für die dortigen Netze frei, berichtet die New York Times.
Einerseits sollte das Apple freuen. Schließlich beweist es die enorme Popularität ihres Produkts. Auf der anderen Seite entgeht dem Unternehmen ein Umsatz von schätzungsweise einer Milliarde Dollar in den kommenden drei Jahren. Schließlich verdient Apple nicht nur am Verkauf, sondern auch am Betrieb der Handys. Natürlich nur, wenn es Verträge mit den Mobilfunkprovidern gibt. Angeblich sind die Verhandlungen mit China Mobil genau wegen dieser Umsatzanteile im Januar auf Eis gelegt worden. Sehr mutig von Steve Jobs, hat doch China Mobil rund 360 Millionen Kunden. Insgesamt gibt es in dem Land laut Bloomberg mehr Mobilfunkkunden als in den USA, Japan und Großbritannien zusammen (rund 540 Millionen).
Die chinesischen Kunden zahlen derzeit einen saftigen Aufpreis. Das 400 Dollar teure Gerät, wird in China für über 600 Dollar verkauft. “Ich habe meins im vergangenen Oktober für 625 Dollar gekauft. Der Verkäufer hat mir beim Freischalten geholfen. Nachrichten in chinesischen Schriftzeichen zu lesen oder zu schreiben ist gar kein Problem”, berichtet Ingenieur Chen Chen (27) der NY Times.
Von: Dirk Kunde, Montag, 11. Februar 2008 18:13 Uhr
Der Junge kann es einfach nicht lassen: Im August 2007 war George Hotz (damals 17) einer der ersten Hacker, die ein iPhone von seinen Fesseln befreit hat (Video). Nun hat er sich nach einem schlechten Tag hingesetzt und mit etwas Wut im Bauch an einem Hack für die Version 1.1.3 getüftelt. Darüber und über andere Lösungen der Freischaltungen berichtet der Spiegel.
Auf Hotz Weblog findet man eine Anleitung für den Hack, schließlich soll jedermann sein iPhone vom SIM-Lock befreien können. Doch ich muss schon sagen, ich passe bereits bei Punkt 2. Aber lest selbst:
1. Download these:
gunlock and the secpack from http://iphonejtag.blogspot.com/ or the blog the 4.02.13 fls from around the internet
2. Downgrade your phone to 1.0.2. See all the great tutorials online to do this. Your baseband won’t be downgraded, this is normal. This will probably work on other versions too, but 1.0.2 doesn’t lose wifi on bb access.
3. Make sure you have secpack and ICE04.02.13_G.fls in the folder you are in.
4. chmod +x runme.sh
5. ./runme.sh
6. For some reason my phone was in brick mode. Use the elite team bricktool to get out.