Von: Dirk Kunde, Freitag, 10. Juni 2011 12:53 Uhr

Anfang der Woche konnte Scott Forstall auf der Eröffnungsveranstaltung der Apple Entwicklerkonferenz WWDC nur einige Neuheiten des Betriebssystems iOS 5 vorstellen. Darum hier noch mal im Detail, was Apple noch veröffentlicht hat bzw. die Fachwelt schreibt.
Die Version Fünf kommt im Herbst, genauer sagt Apple es leider nicht. Updates auf diese Version sind mit dem iPhone 3GS und 4, dem iPad 1 und 2 sowie dem iPod touch ab der dritten Generation möglich. Was aufgrund der Erfahrung früherer Versionen wahrscheinlich ist: iOS 5 wird auf dem dem iPhone 3GS etwas “behäbiger” laufen, einige Funktionen werden auf dem “älteren Gerät” nicht enthalten sein. Ein Beispiel ist die Fotobearbeitung (Schneiden, Drehen, Rote Augen minimieren).
Neuheiten von A bis Z:
Accessibility: Die Funktion VoiceOver, zum Vorlesen von Inhalten, wurde verbessert. Menschen mit Hörschwächen, können neben der Vibration den LED-Blitz nutzen, um keinen Anruf zu verpassen. Außerdem wurde das Zusammenspiel mit Zubehör für Menschen mit sensorischen Einschränkungen erweitert.
AirPlay: iPad 2-Nutzer dürfen, was bislang Steve Jobs für seine Keynotes vorbehalten war: sämtliche Bildschirminhalte auf einen großen Monitor bringen. Das iPad 2 kann per AirPlay und Apple TV Box sämtliche Inhalte auf einem Flachbildfernseher wiedergeben.
Benachrichtigungen: Bislang unterbrechen die Pop-Up-Meldungen den Nutzer bei dem, was er gerade tut. Wer sämtliche Push-Nachrichten aller Apps zulässt, muss ständig Meldungen wegdrücken.
Das neue Benachrichtigungssystem ist deutlich eleganter und unaufdringlicher. Nachrichten erscheinen am oberen Bildrand und blenden sich nach einigen Sekunden wieder aus. Auch im Standby, werden die Meldungen als Balken unter der Uhrzeit angezeigt.
Wischt man mit dem Finger vom oberen Bildrand nach unten, erscheinen alle Benachrichtigungen bildschirmfüllend. Neben App-Nachrichten, Mails, SMS und Anrufen stehen hier auch Aktienkurse und Wetterdaten für den aktuellen Ort. Ein Fingertipp auf die Meldung führt zur entsprechenden Anwendung.
Fotos: lassen sich bearbeiten. Ausschnitte bestimmen (crop), drehen, eine automatische Bildverbesserung und die Reduktion von roten Augen bei Blitz-Bildern gehören zum Umfang. Man kann direkt auf dem iPhone neue Alben anlegen, löschen und Bilder in Alben verschieben.
Game Center: Wer mag, kann sein Spieler-Profil um ein Foto erweitern und “Achievement Scores” anzeigen lassen. Eine Genius-Funktion schlägt neue Spiele aber auch Spielgegner vor.
Gesten: Das iPad erhält weitere Gesten, mit vier und fünf Fingern kann man zwischen Apps wechseln oder zum Startbildschirm zurückkehren.
iCloud: Die iCloud ersetzt den kostenpflichtigen Dienst MobileMe. Jeder iOS-Nutzer kann mit seiner Apple-ID ein kostenloses Konto in der “Wolke” anlegen. Darüber werden Adressen, Termine, Mails, Erinnerungen als auch Apps und eBooks gesichert und auf alle Geräte mit der selben Apple-ID übertragen (bis zu zehn Geräte).
iMessage: Ein weiterer Sargnagel für die SMS. Der kostenlose Nachrichtendienst funktioniert nur auf Geräten mit iOS. Einerseits eine Einschränkung, andererseits eine Stärkung des “Wir-Gefühls” der Apple-Nutzer sowie Anreiz weitere Apple-Produkte zu erwerben.
Kalender: Der iPad-Kalender wurde um eine Jahresansicht und der iPhone-Kalender um eine Wochenansicht im Querformat erweitert.
Per iCloud wird es einfach einen Kalender mit Freunden, Kollegen oder der Familie zu teilen bzw. auf mehreren Geräten zu verwalten.
Kamera: Die iPhone-Kamera gehört bei flickr zu den beliebtesten Modelle – ganz klar, schließlich hat man sein Smartphone immer dabei. Damit man noch schneller Schnappschüsse machen kann, genügt ein doppelter Druck auf die Home-Taste im Standby-Modus. Es erscheint ein Kamera-Symbol. Mit einem Fingertipp ist die Kamera aktiv. Das funktioniert sogar mit einer Code-Sperre, die man nicht eingaben muss. Als zusätzlicher Auslöser dient nun der Plus-Knopf der Lautstärkeregelung.
Man kann manuell den Schärfe- und Belichtungspunkt im Bild festlegen, selbst wenn der Ausschnitt noch verändert wird, merkt sich das iPhone die Einstellung. Ein Raster über dem Bild, erleichtert “Profis” die Bildkomposition.
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