Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 29. Oktober 2008 12:31 Uhr
Wer sich auf keinen Fall vertraglich an T-Mobile binden möchte, aber ein iPhone mit vollem Funktionsumfang nutzen will, für den könnte das Prepaid-Angebot von T-Mobile interessant sein (570 Euro für die 8 GB Variante). Nach einem Jahr und für 50 Euro kann man den Netlock, also die Bindung ans T-Mobile-Netz, entfernen lassen. Das iPhone funktioniert dann in allen Netzen.
Wer unbedingt in einem anderen Netz telefonieren will, muss sein iPhone “knacken”. Das iPhone-Dev Team arbeitet an einer Lösung für das iPhone 3G, sie scheinen nur noch wenige Schritte von einer brauchbaren Lösung entfernt zu sein.
Eine weitere Möglichkeit: Einkaufen im Ausland. In etlichen Ländern gibt es das iPhone vertragsfrei und ohne Netzsperre. Damit lässt sich das iPhone mit einer anderen Netzkarte betreiben. Weiterer Vorteil: Da die Software des iPhones nicht manipuliert wurde, kann man bedenkenlos die Software-Upgrades via iTunes machen.
Ganz oben auf der Hitliste der iPhone Einkaufsländer steht die Schweiz. Sie ist nicht weit weg und – vollkommen untypisch für das Land – sehr günstig. Bei Swisscom gibt es die 8 GB Variante für 357 Euro (519 CHF), die 16 GB Version kostet 425 Euro (619 CHF). Beides sind Prepaid-Angebote mit einem SIM-Lock, der sich allerdings entfernen lässt. Über die Kosten gibt es sehr unterschiedliche Angaben und leider nichts Offizielles auf der Swisscom-Seite.
Dennoch scheint es viele Käufer in die Schweiz zu ziehen. Laut einem Zeitungsbericht wurden vom iPhone 3G bereits 150.000 Stück verkauft. Eine erstaunliche Zahl für die kleine Schweiz mit gerade mal 7,6 Millionen Einwohnern. Ende August hatte T-Mobile kommuniziert, dass in Deutschland, Österreich und den Niederlanden zusammen 120.000 iPhones 3G verkauft wurden. Sicherlich hat der eine oder andere Einkaufstourist für diese beeindruckende Verkaufszahl bei den Eidgenossen gesorgt.
In Italien bietet TIM das iPhone 3G für 499 (8GB) und 569 Euro (16 GB) an. SIM- und Netlock soll es hier nicht geben, doch fragt der Verkäufer nach einer italienischen Steuernummer. In Griechenland bietet Vodafone das iPhone zum gleichen Preis an: 499 Euro (8GB) bzw. 569 Euro (16 GB). Nur unwesentlich teurer ist es in der Tschechischen Republik. Hier verlangt Vodafone 500 Euro (11.977 Kč) für 8GB und 575 Euro (13.977 Kč) für 16 GB. Bei dem Kauf könnten Währungsschwankungen sogar noch für positive Veränderungen sorgen. Mit 525 Euro (8 GB) und 615 Euro (16 GB) ist Mobistar in Belgien auch eine günstige Alternative zum heimischen Provider.
Die USA, das Mutterland des iPhones scheidet für einen Einkauf, trotz nach wie vor günstigem Dollarkurs, eigentlich aus. Die iPhones werden noch im Laden aktiviert, außerdem fragt der Verkäufer nach einer amerikanische Sozialversicherungsnummer.
Doch egal welche SIM-Karte man in sein ausländisches oder Jailbreak iPhone einlegt, ob von Vodafone, O2 oder e-Plus, Funktionen wie Visual Voicemail, die Abfrage des Anrufbeantworters, funktionieren damit nicht – das sollte man wissen. Auch sollte man bei seiner Karte eine Flatrate für Daten haben. Ansonsten kann es am Monatsende unangenehm teuer werden.
Mich würden die Erfahrungsberichte von Auslandseinkäufern hier mal interessieren. 