Palm Pre – der Handschmeichler
Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 23. Dezember 2009 18:01 Uhr
[Trigami-Review]
Der Weihnachtsmann war bei mir schon früher da. Gebracht hat er ein Palm Pre – ich war dieses Jahr wohl sehr brav. Ja, auch ein iPhone-Fan freut sich über ein anderes Smartphone und schaut gern mal hin, was die Kollegen aus Sunnyvale da gezaubert haben. Auf alle Fälle haben sie sich beim Verpackungsdesign inspirieren lassen. Die weiße Kiste sieht von der Seite aus wie eine SIM-Karte mit einer abgeschrägten Ecken. Schön ist auch der Spruch: „Inspired by and designed in California“ der auf der Abdeckung über dem Ladekabel, und dem Kopfhörer (sitzt deutlich besser im Ohr als der von Apple) liegt.
Erste Handgriffe
Der Palm Pre liegt gut in der Hand. Er ist kleiner als das iPhone, knapp zehn Zentimeter hoch. Er wirkt auch leichter, obwohl Palm beim Gewicht ein Gramm mehr angibt als Apple. Das schwarze Ding ist ein Handschmeichler. Die rundliche Form ist sympathisch und so lässt sich das Smartphone mit einer Hand aufschieben und meistens auch bedienen. Frauen werden es lieben, auch weil im ausgefahrenen Zustand auf der Rückseite eine (Schmink-) Spiegel ist. Männer dürften mit den winzigen Tasten auf der Vorderseite ihre Schwierigkeiten haben. Ich habe sie jedenfalls.
Fingernagel abgebrochen
Doch bevor ich etwas tippen kann, muss die SIM-Karte rein. Das ist beim iPhone schon nicht leicht, Palm hat es noch etwas schwieriger gemacht: Ich muss eine Entriegelung drücken und gleichzeitig mit dem Fingernagel rundum den Rückendeckel fahren, damit er aufspringt. Akku lösen, SIM-Karte richtig herum einschieben, Akku wieder rein, Deckel drauf, Puh, geschafft. Die Anschaltzeit von 1:44 Minuten gibt mir genug Zeit, meinen abgebrochenen Fingernagel abzuschneiden und mir einen Kaffee zu holen. Die Startzeit wird übrigens bei den nächsten Malen nicht kürzer, obwohl sich noch keine Daten auf dem Pre befinden.

Pinchen funktioniert
Nach der PIN-Eingabe öffne ich als erstes den Browser. Großes Staunen: Die Pinch-Bewegung, also mit zwei Fingern etwas vergrößern, klappt auch auf dem Pre. Toll, insgesamt ist die Menüsteuerung mit dem Finger sehr intuitiv. Fenster nach oben rauswischen und es ist zu. Wisch nach links unter dem Bildschirm und der letzte Befehl wird rückgängig gemacht. Besonders lobenswert ist, dass man gleich mehrere Anwendungen gleichzeitig geöffnet haben kann. Dafür sind die Reaktionszeiten beim Start einer App, naja sagen wir mal, gemächlich. Das bin ich vom iPhone 3G S anders gewohnt.
Bild-App ist noch umsonst
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