Apples Gründungsvertrag bringt 1,6 Millionen Dollar bei Versteigerung

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 14. Dezember 2011 10:20 Uhr

Der Gründungsvertrag von Apple brachte am Dienstag bei einer Auktion von Sotheby´s in New York 1,6 Millionen Dollar. Der Zuschlag für das auf 150.000 Dollar geschätzte Dokument erfolgte bei 1,3 Millionen Dollar plus Versteigerungsgebühren für einen telefonischen Bieter.

Am 1. April 1976 hatten Steven P. Jobs, Stephen G. Wozniak und Ronald G. Wayne das dreiseitige Dokument unterschrieben. In Berichten zum Unternehmen kommt Wayne nur selten vor. Er ist leider eine tragische Figur: Schon zwölf Tage nach der Gründung verkaufte er seinen 10-prozentige Anteil für 800 Dollar an die beiden anderen Gründer. Heute wären zehn Prozent von Apple 36,14 Milliarden Dollar wert.

Jobs kannte den älteren Wayne (heute 77) von seiner Tätigkeit bei Atari. Er hatte bereits Erfahrung als Unternehmer war damit jedoch gescheitet. Genau aus dieser Erfahrung stieg der ängstliche Wayne so schnell bei Apple wieder aus.

Er behielt den Gründungsvertrag bis 1994, dann verkaufte er das Papier für ein paar tausend Dollar. Heute könnte er ein reicher Rentner sein …

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Interview mit dem Interviewer – 60 Minutes bei CBS

Von: Dirk Kunde, Montag, 24. Oktober 2011 13:19 Uhr

Die CBS-Sendung “60 Minutes” (ist aber nur 43 Minuten lang) interviewt Walter Isaacson, den Interviewer und Biografen von Steve Jobs. In dem Beitrag hört man etliche Ausschnitte aus den Gesprächen zwischen Jobs und Isaacson, dabei geht es auch um viele private Dinge, die Jobs ansonsten keinem Pressevertreter jemals anvertraut hätte. Die Biografie kommt heute in den US-Handel, bei einem Verlag, der zur CBS-Gruppe gehört.

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Atomkrieg gegen Android, Apple TV und Jobs OP-Ablehnung – die Biografie hat viel zu bieten

Von: Dirk Kunde, Samstag, 22. Oktober 2011 14:23 Uhr

Von wegen ein Hobby. Die Apple TV Box ist weit mehr, es waren die ersten Schritte auf dem Weg zu einem integrierten, einfach zu bedienenden Fernseher mit eingebauter Videothek. Zumindest in Steve Jobs Kopf war der Apple-Fernseher längst fertig, auch wenn er das bei Auftritten immer bestritt. “I’d like to create an integrated television set that is completely easy to use,” sagte Jobs seinem Biografen Walter Isaacson in einem der knapp 50 Interview-Sitzungen, “It would be seamlessly synced with all of your devices and with iCloud. It will have the simplest user interface you could imagine. I finally cracked it.”

Die Biografie Steve Jobs: A Biography erscheint am Montag im amerikanischen Buchhandel. Vorab spricht der Autor bei “60 Minutes” im US-Fernsehen (siehe Video). Nachdem bei Jobs Bauchspeicheldrüsen-Krebs diagnostiziert wurde, verweigerte er neun Monate lang eine Operation. “Ich wollte wirklich nicht, dass sie meinen Körper öffnen”, so Jobs.

Neben seiner Erkrankung und seiner familiärer Situation geht es in dem Buch natürlich vor allem um Apple. Richtig laut sei Jobs geworden, als es Android ging. “I’m willing to go thermonuclear war on this“, sagte Jobs in Bezug auf die Patentverfahren gegen Smartphone- und Tablet-Hersteller wie HTC, Samsung und andere. “Our lawsuit is saying, ‘Google you f***ing ripped off the iPhone, wholesale ripped us off. I will spend my last dying breath if I need to, and I will spend every penny of Apple’s $40 billion in the bank, to right this wrong. I’m going to destroy Android, because it’s a stolen product.

Ob die Behauptung stimmt oder nicht, wird schwer nachzuweisen sein. Vielleicht kann man in Jobs Situation nicht anders, als sich so den Erfolg eines Wettbewerbers zu erklären. Allerdings: Googles oberster Android-Chef, Andy Rubin, begann seine Karriere 1989 bei Apple.

Die Biografie dürfte für Apple-Freunde einiges Unbekanntes enthalten, meine Bestellung ist bereits raus.

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Apples Trauerfeier für Steve Jobs

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 20. Oktober 2011 11:46 Uhr

Apple hat auf dem Firmengelände im kalifornischen Cupertino gestern seinem verstorbenen Mitbegründer und Chef, Steve Jobs, gedacht.

Medien waren keine zugelassen und so weiß man nur aus Tweets von Teilnehmern, dass neben CEO Tim Cook auch Al Gore gesprochen hat und Coldplay sowie Norah Jones aufgetreten sind. Das Foto stammt von der Apple-Pressestelle.

Die Luftaufnahmen sind leider ohne Ton.

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Steve Jobs ist tot – ein Nachruf

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 6. Oktober 2011 8:49 Uhr

Steve Jobs, Gründer und langjähriger Unternehmenslenker von Apple, ist am Mittwoch im Alter von 56 Jahren gestorben. Er hinterlässt seine Frau Laurene und vier Kinder. Beruflich hinterlässt er das wertvollste börsennotierte Unternehmen mit rund 50.000 Angestellten.

Jobs war auf seinem Gebiet ein Visionär. 313 Patente tragen seinen Namen. Er hat die Musik,- Computer- und Mobilfunkbranche komplett umgekrempelt sowie die Maßstäbe für Animationsfilme neu definiert.

Pausen

Im August 2011 zog sich Jobs vom Posten des CEO zurück und übergab die Aufgabe an Tim Cook. Bereits 2004 diagnostiziert man bei Jobs Bauchspeicheldrüsenkrebs – die Ärzte geben ihm kaum Chancen (siehe Video). Doch Jobs erholt sich und kehrt nach kurzer Pause ins Unternehmen zurück. Anfang 2009 zieht er sich für ein halbes Jahr zurück, spricht von einer Hormonstörung. Doch das Wall Street Journal findet später heraus, das Jobs im Methodist University Hospital in Memphis eine Leber transplantiert wurde. Im Januar 2011 informiert er die Apple-Mitarbeiter per Mail, dass er die Tagesgeschäfte an Tim Cook übergibt, doch weiterhin CEO bleibt. Dennoch erfordere sein Gesundheitszustand eine erneute Pause. Am 2. März 2011 zeigte er sich noch einmal auf einer Bühne in San Francisco zur Präsentation des iPad 2.

Die Anfänge

Steve Jobs wurde als Sohn des syrischen Politikwissenschaftlers Abdulfattah Jandali und der Amerikanerin Joanne Carole Schieble am 24. Februar 1955 in San Francisco geboren. Der Vater von Schieble ist gegen die Beziehung zu dem Syrer. Die Mutter gibt ihr Baby zur Adoption frei. Steve wird von Paul und Clara Jobs adoptiert. 1961 zieht die Familie nach Mountain View. In der Nachbarschaft wohnen viele Ingenieure, die bei Hewlett-Packard arbeiten. Jahre später soll Jobs ein HP-Gelände kaufen, um hier die neue Apple-Zentral in UFO-Form zu planen.

Jobs ist technikbegeistert und schaut den HP-Ingenieuren über die Schultern, wenn sie an Geräten basteln. Gleiches tut Jobs Anfang der 70er Jahre zusammen mit seinem älteren Freund Steve Wozniak in der elterlichen Garage in Los Altos. Am 1. April 1976 gründen der 21-jährige und der 26-jährige ihre Firma Apple Corp. Für das Startkapital verkaufte Woz seine Rechenmaschine HP-65 und Jobs seinen VW-Bus.

Darüber, warum das Unternehmen nach einem Obst benannt wird, gibt es unterschiedliche Deutungen:

  • Einer der ersten bezahlten Aufträge kam von Atari. Es ging um das Videospiel Breakout. Die beiden wollten im Telefonbuch unbedingt vor Atari stehen.
  • Es ist eine Art Referenz an die Band Beatles, die Jobs verehrte.
  • Steve Jobs kurierte ein Jahr vor der Unternehmensgründung sein Pfeiffersches Drüsenfieber auf der All One-Farm in Oregon aus. Dort half er auch bei der  Apfelernte. Als Vegetarierer liebte Jobs Äpfel.

Der Rausschmiss

Im Jahr 1972 schrieb sich Jobs im Reed College in Portland, Oregon ein. Er wählte bewusst eine Universität, die 400 Kilometer von zuhause entfernt war. Doch die eigentlichen Vorlesungen ließ Jobs schnell sausen und besuchte Typographie-Kurse und interessierte sich mehr für östliche Religionen und Meditations-Techniken – eben ein echter Hippie. Wie diese Erfahrung ihm Jahre später bei Apple nützte, berichtet er in dem beigefügten Video.

Mitte der 80er Jahre kommt es im Apple-Vorstand zum Streit. Die Mitglieder des Boards beschließen, den Mitgründer Steve Jobs zu entlassen. 1985 verlässt er im Streit sein eigenes Unternehmen. Er gründet next, wo er weiterhin an seinen Ideen für einen Personal Computer arbeitet. 1986 kauft er von Georg Lucas für rund sieben Millionen Dollar ein kleines aber vielversprechendes Animationsstudio namens Pixar. Jobs macht es zum erfolgreichsten Animationsfilm-Studio der Branche (Toy Story, Findet Nemo, Die Monster AG, Cars etc.). 2006 verkauft er Pixar für rund 7.400 Millionen Dollar an Disney, deren größter Einzelaktionär er lange Zeit bleibt.

1997 kehrt Steve Jobs als Retter zu Apple zurück. „Wir waren damals nur 90 Tage von einem Konkurs entfernt“, sagt Jobs später. Der Aktienkurs lag bei 4,50 Dollar, heute notiert er bei 378 Dollar.

Die Erfolgsprodukte

Der bunte iMac wird als Heimcomputer ein Riesenerfolg (1998). Am 23. Oktober 2001 stellt Jobs in der Town Hallo auf dem Apple-Gelände einen MP3-Player vor, der 1.000 Lieder speichern kann und zur Steuerung ein großes Rad hat. Musikabspieler im MP3-Standard gab es schon vorher, doch der iPod revolutioniert die Musikindustrie. Während die großen Labels reihenweise Raubkopierer und Filesharer verklagen, konstruiert Apple mit iTunes und iPod den legalen Musikvertrieb der Zukunft und schafft einen Defacto-Standard.

Der iPod, egal in welcher der folgenden Versionen (classic, shuffle, nano, mini, touch) verkauft sich bis heute 300 Millionen Mal und wird zum erfolgreichsten Musikabspieler der Welt. Für die meisten Käufer ist er der Einstieg in die Apple-Welt. Neben den Computerprodukten wagt sich das Unternehmen auf ein komplett neues Feld: Im Januar 2007 präsentiert Jobs das iPhone. Es definiert die Gattung der Smartphones. Im Januar 2010 folgt der große Bruder, das iPad. Es ist ein Kickstart für die Gattung der Tablet-PCs. Die Vorstellung des iPad 2 war Jobs letzte Produktpräsentation, deren Äußeres (Rollkragenpulli und Jeans), Ablauf und Form (One more thing…) längst Kultstatus besitzen.

Von allen Auftritten und Produktpräsentationen hat mich am tiefsten seine Rede vor der Abschlussklasse der Uni Stanford im Jahr 2005 beeindruckt. Hier gibt Jobs in drei Kapiteln einen tiefen Einblick in sein Leben und sein Weltbild: Stay hungry, stay foolish.


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Auf der Apple-Seite heißt es für Beileidsbekundungen: If you would like to share your thoughts, memories, and condolences, please email rememberingsteve@apple.com

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Hip-Hop it for Steve – Lobeshymne für den größten CEO unseres Jahrhunderts

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 8. September 2011 13:00 Uhr


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Steve Jobs biologischer Vater würde ihn gern treffen

Von: Dirk Kunde, Freitag, 2. September 2011 12:01 Uhr

Steve Jobs, Apples ehemaliger CEO, hat seinen biologischen Vater noch nie getroffen. Doch nun meldet sich Abdulfattah John Jandali in US-Medien zu Wort. Doch den ersten Schritt will der 80-jährige nicht machen, das verbiete ihm sein syrischer Stolz: “Steve will have to do that, as the Syrian pride in me does not want him ever to think I am after his fortune”.

Jandali ist trotz des fortgeschrittenen Alters immer noch berufstätig, er arbeitet im Boomtown Casino und Hotel in Reno. Dabei ist er studierter Politologe. Als Lehrender traf er in den 50er Jahren an der Universität von Wisconsin auf die Studentin Joanne Carole Schieble. Die beiden verliebten sich und 1955 wurde Steve geboren. Doch Schiebles Vater war gegen die Verbindung mit einem syrischen Immigranten. Somit gab die Studentin das Baby in Kalifornien – weit weg von zuhause – zur Adoption frei.

Ironie des Schicksals: Wenige Monate später starb Schiebles Vater und sie heiratete den syrischen Politikwissenschaftler. Gemeinsam bekamen sie eine Tochter, Mona ist Steve Jobs Schwester.

Die Familie zog nach Syrien, doch Joanne fühlt sich dort nicht wohl und kehrte in die USA zurück. Nach der Trennung von Jandali heiratete sie erneut und nahm den Namen Simpson an.

Der einzige Kontakt zwischen Vater und Sohn bestand bisher aus Mails zum Geburtstag, die Jandali aber nie mit Dad, sondern immer mit seinem Vornamen unterzeichnete. “Now I just live in hope that, before it is too late, he will reach out to me, because even to have just one coffee with him just once would make me a very happy man,” sagt der verhinderte Vater.

Nachtrag 24. Okober 2011: Ironie des Schicksals, die beiden haben sich getroffen, ohne von der Verwandtschaftbeziehung zu wissen. Das kam durch Steve Jobs Biografie heraus. Jandali leitete zeitweise ein angesagtes Restaurant an der Westküste, auch Jobs war dort mehrfach Gast. Die beiden schüttelten sich die Hände und plauschten. Natürlich wusste Jandali, dass Jobs der Apple-Chef ist, aber nicht, dass er sein Sohn ist. Jobs wusste es ebenfalls nicht, erst durch seine Halbschwester Mona erfuhr er viel später, wer sein biologischer Vater ist.

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Lasst Zahlen sprechen – zum Abgang von Steve Jobs

Von: Dirk Kunde, Freitag, 26. August 2011 10:42 Uhr

Als iPhone-Fan müsste ich hier rauf und runter kommentieren, was nun mit Apple wird, ob das Unternehmen so innovativ bleibt? Ob Tim Cook der richtige Nachfolger ist? Ob es der richtige Zeitpunkt war?

Aber irgendwie habe ich das Gefühl, alle anderen haben alles gesagt. Welt Kompakt hat heute mit der Überschrift “iGO” ein sehr schöne Titelseite gemacht, während CNN gestern bereits ein Video mit schwarzen Rändern und tragender Musik zu einem Apple-Artikel gestellt hat, so als sei Jobs bereits gestorben.

Nein, viel Neues kann ich zu dieser Diskussion nicht beitragen, aber seine Lebensleistung lässt sich auch mit dem Verlauf der Marktkapitalisierung (also dem Wert des börsennotierten Unternehmens) verdeutlichen. Steve Jobs wurde von dem Unternehmen, dass er 1976 gegründet hat, gefeuert. Kam 1997 zurück, da lag der Börsenkurs bei 4,50 Dollar. „Wir waren damals nur 90 Tage von einem Konkurs entfernt“, sagt Jobs später in einem Interview.

Bis 2011 macht Jobs das Unternehmen zur wertvollsten Aktiengesellschaft der Welt. Der Aktienkurs liegt aktuell 83 Mal so hoch wie bei seiner Rückkehr und Apple hat eine Marktkapitalisierung von 346,5 Milliarden Dollar.

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Steve Jobs ist nicht länger Apples oberster Boss

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 25. August 2011 8:07 Uhr

Steve Jobs hat gestern überraschend in einem Brief seinen Rücktritt als CEO von Apple erklärt. Er möchte jedoch gern weiterhin Chef des Boards (Verwaltungsrat) und Apple-Angestellter bleiben. Die Leitung des Unternehmens soll nach seinem Willen Tim Cook übernehmen, der bislang bereits Jobs im Tagesgeschäft vertreten hat.

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Steve Jobs will ein UFO bauen

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 8. Juni 2011 12:32 Uhr

Auf dem Weg zu den Sternen: Apple-Boss Steve Jobs präsentierte Baupläne für eine neue Firmenzentrale in Cupertino. Das kreisrunde Gebäude sieht aus wie ein gelandetes UFO. Für die Angestellten im kalifornischen Cupertino wird es in den vorhandenen Gebäuden im Infinite Loop zu eng. Das Unternehmen will auf rund 15.000 Angestellte wachsen.

Apple is growing like weed“, wie Gras wachse das Unternehmen, so Steve Jobs in seiner Präsentation vor dem Stadtrat im kalifornischen Cupertino. Am Dienstag zeigte er Gebäudepläne für eine neue Firmenzentrale. “It´s a little bit like a space ship landed“, sagte Jobs, der nüchtern, aber sich spürbar seiner Macht bewusst (Steuer-Dollar), dem Bürgermeister und seinen Beisitzern Rede und Antwort stand.

Apple beschäftigt weltweit knapp 50.000 Menschen. Rund 2.800 davon haben Platz in der aktuellen Firmenzentrale. In den vergangenen Jahren wurden weitere Gebäude in der Stadt angemietet. Vor einiger Zeit hatte Apple dann die Möglichkeit, ein nah gelegenes Gelände von Hewlett-Packard zu erwerben.

Auf dem 607.000 qm (150 Acre) großen Grundstück stehen derzeit 3.700 Bäume. Die will Steve Jobs sogar auf 6.000 aufforsten. Dann bleibt immer noch ausreichend Platz für das vierstöckige UFO mit 290.000 qm Nutzflläche. Neben Büros entstehen hier Kantinen, ein Fitnessstudio, Testlabore sowie ein Auditorium. Parken können die Mitarbeiter unter dem Gebäude, ebenfalls vier Etagen sollen unter der Erde entstehen. Der runde Komplex erhält eine eigene Stromversorgung. Im Jahr 2015 soll der Einzug von rund 12.000 bis 13.000 Mitarbeitern, die bislang verteilt über die Stadt sitzen, stattfinden. Der alte Firmensitz am Infinite Loop wird nicht aufgegeben.

Architekturstudenten aus aller Welt werden herkommen, um sich dieses Gebäude anzusehen“, prophezeit Jobs dem Stadtrat. Da baut sich ein Mann sein eigenes Denkmal.

Kleine Vermutung am Rande: Jetzt weiß man auch, wofür Apple die bis zu 300 gekauften Glasschneidemaschinen benötigt, die gebogenes Glas verarbeiten können. Es wurde spekultiert, das iPhone 5 könnte ein konvexes oder konkaves Display haben. Aber die Maschinen brauchen sie für die vielen Fenster am runden UFO.


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WWDC 2011 Keynote mit Apple-Chef Steve Jobs

Von: Dirk Kunde, Montag, 6. Juni 2011 18:36 Uhr

Gleich vorweg: Es gibt kein iPhone 4S oder 5. In der Eröffnungsrede wurde keine neue Hardware vorgestellt. Steve Jobs präsentierte iCloud, den Datenabgleich in der Wolke für Apps, Musik und Dokumente. Damit wird MobileMe ein kostenfreier Dienst. Ab Herbst kommt iOS 5 mit einigen Neuerungen, die sich Apple bei erfolgreichen App-Entwicklern abgeschaut hat. Zur Aktivierung eines iPhones oder iPads ist kein Computer mehr notwendig. Die neue Version von OS X (Lion) nähert sich dem iOS schrittweise an und lässt sich fast komplett ohne Maus mit dem Trackpad bedienen.

Video der Eröffnungsveranstaltung

Steve Jobs präsentiert iCloud. Inhalte, die auf einem iPhone erworben werden, gelangen automatisch in die “Wolke”, darüber lassen sich alle Apple-Geräte synchronisieren. So hat man alles Lieder, Mails, Termine, Adressdaten immer bei sich. Auch Apps und eBooks werden mit der Serverfarm abgeglichen. Damit wird MobileMe ein Gratis-Dienst.

Erstellte Dokumente aus den Apps Keynote, Numbers und Pages werden in der Wolke gespeichert. Sämtliche Einstellungen und Passwörter lassen sich mit einem täglichen Backup sichern.

Mit Photo Stream werden Bilder direkt vom iPhone zur iCloud übertragen. Von dort sind sie sofort per iPad, MacBook, Windows PC oder Apple TV Box einsehbar. Die Apple TV Box erhält einen Bilder-Ordner, so dass man sich die Fotos als Dia-Show auf dem Fernseher anschauen kann. Er werden die letzten 1.000 Fotos auf jedem Gerät gespeichert. Der Photo Stream auf einem Mac oder PC enthält sämtliche Bilder, da hier mehr Speicherplatz zur Verfügung steht. In der iCloud wird aus Platzgründen jedes Bild für 30 Tage gespeichert. Bis dahin muss man die Bilder auf eine Festplatte heruntergeladen haben, ansonsten werden sie durch die neuen Bilder ersetzt.

iTunes in der Wolke: Die iCloud wird mit dem iTunes-Konto des Nutzers abgleichen. Alles, was er oder sie schon an Lieden besitzt, kann dann auch auf anderen Apple-Geräten heruntergeladen werden.

Mit iOS 5 und einem iTunes-Konto (Apple-ID) ist iCloud automatisch aktiviert. Man hat 5 GB für Dokumente, Mails und Backups. Apps, Musik und eBooks sowie der Photo Stream werden hier nicht mitgezählt.

One more thing …

Das “kleine Ding” hat mit iTunes in der Cloud zu tun: Viele Nutzer besitzen Musik, die nicht bei iTunes gekauft wurde, sondern von CDs eingelesen oder aus anderen Quellen stammen… Mit dem Dienst iTunes Match (24,99 Dollar pro Jahr) kann man seine gesamte Musiksammlung von iTunes analysieren lassen. Alle gefunden Songs werden auf 256 kpbs AAC und rechtefrei (DRM) konvertiert und in der iCloud freigeschaltet. So können auch diese Lieder auf allen Geräten genutzt werden.

Scott Forstall präsentiert iOS 5. Weltweit sind 200 Millionen Geräte mit iOS als Betriebssystem im Einsatz. Damit hat es einen Marktanteile von 44 Prozent (ComScore USA April 2011). In den ersten 14 Monaten wurden 25 Millionen iPads verkauft. Noch ein paar Zahlen: 130 Millionen verkauft eBooks, 15 Milliarden verkaufte Lieder bei iTunes Music. Es gibt offiziell 425.000 Apps, davon 90.000 speziell für das iPad. 14 Milliarden App-Downloads in den knapp drei Jahren seit Einführung des AppStores.

iOS 5 bringt 200 Neuerungen für den Nutzer und 1.500 neue Schnittstellen (APIs) für Entwickler. Die Benachrichtigungen werden neu arrangiert. Bislang unterbricht die Popup-Meldung den Nutzer. Es wird ein Notification Center geben, in dem neue Mails, Termine, Anrufe und SMS-Nachrichten angezeigt werden. Dazu zieht man mit dem Finger von oben das Mitteilungscenter nach unten. Alle Meldungen aus Apps sowie Aktienkurse und das Wetter für den aktuellen Ort sind zu sehen.

Newsstand bündelt alle Abos auf dem iPhone/iPad. Hier werden die Cover der neuesten Ausgaben abonnierter Magazine und Zeitungsausgaben angezeigt.

Twitter wird fest in iOS 5 integriert. Man loggt sich einmal mit seinen Konten ein und jede weitere installierte App fragt nur noch, ob sie das Konto-Nutzer darf. Keine erneute Anmeldung nötig. Aus YouTube, Safari und der Kamera kann man direkt Inhalte zu Twitter übertragen.

Safari erhält auch einige Neuerungen: Mit der Reading List erhält der Browser eine Funktion wie Readt it Later oder Instapaper. Dabei markiert der Nutzer interessante Artikel für ein späteres Lesen. Markierte Artikel können über alle Safari-Versionen auf iPhone, iPad, Mac und Windows-PC synchronisiert werden. Tabed-Browsing wird auf dem iPad möglich, also mehrere geöffnete Seiten, die als Reiter dargestellt werden. Es wird ein Reader für einige Webseiten möglich sein. Die Funktion stellt nur Text und Fotos einer Webseite dar, weitere Elemente auch Seitenumbrüche werden ausgeblendet, das erleichtert das Lesen langer Texte.

Mit Reminders macht Apple Entwicklern von To-Do-List Konkurrenz. Damit lassen sich Einkaufslisten, Aufgaben und Termine merken. Die Einträge können mit iCal, CalDev und Outlook synchronisiert werden.

Die iPhone-Kamera wird mit iOS 5 schneller reagieren und betriebsbereit sein. Mit einem Doppel-Druck auf dem Home-Button aktiviert man ein Kamera-Symbol auf dem Standby-Bildschirm, um einen Schnappschuss zu machen. Das funktioniert auch mit einer Code-Sperre, die umgangen wird. Allerdings sieht man dann keine der zuvor gemachten Aufnahmen. Als zusätzliche Auslöser dient der Lautstärke-Knopf. Fotos kann man nun direkt auf dem iPhone bearbeiten: Beschneiden, Drehen, Rote Augen entfernen etc. Ein weiterer Dolch in den Rücken einiger App-Entwickler.

Die Mail-Funktion wird erweitert: Mails können farblich markiert werden (Flags). Die Suchfunktion kann nun den kompletten Inhalt einer Mail durchsuchen, außerdem wird die Verschlüsselung von Mail per S/Mime unterstützt, was vor allem für den Unternehmenseinsatz von Bedeutung ist. Die Tastatur lässt sich in zwei Teile teilen, um mit beiden Daumen zu tippen.

Man kann nicht immer von der Post-PC-Ära reden und dann einen Rechner zur Aktivierung von iPhone und iPad voraussetzen. Für die Aktivierung ist nun kein Computer mehr notwendig, auf dem Bildschirm eines neuen iPhones erscheint ein “Welcome” und der Nutzer kann es direkt einrichten. Auch für ein Update des iOS braucht man keinen Computer mit iTunes mehr. Es wird so genannte Delta-Updates auf dem iPhone / iPad geben. Es wird nur das geladen, was sich verändert hat.

Mit iMessage wird ein Nachrichten-Dienst, der zwischen sämtlichen iOS-Nutzern (auch iPod touch) funktioniert, eingeführt. Damit lassen sich Texte, Videos, Adresseinträge und Fotos übermitteln. Die Nachrichten werden verschlüsselt im Mobilfunknetz oder WLAN übertragen.

Das Game Center wird “more social”: Man sieht Bilder seiner Gegener, bekommt Spielpartner vorgeschlagen, kann erreichte Punktzahlen anzeigen und es gibt so etwas wie “Genius” für Spiele, das weitere Titel vorschlägt. Mit der Funktion AirPlay Mirroring kann man kabellos alle Inhalte vom iPad 2 auf einem Fernseher wiedergeben, der an eine Apple TV Box angeschlossen ist.

iOS 5 wird für Anwender ab Herbst verfügbar sein, Entwickler können bereits sofort zuschlagen. Die Version wird auf iPhone 3GS und 4, iPad 1 und 2 sowie dem iPod Touch  ab der 3. Generation laufen.

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