Lasst Zahlen sprechen – zum Abgang von Steve Jobs

Von: Dirk Kunde, Freitag, 26. August 2011 10:42 Uhr

Als iPhone-Fan müsste ich hier rauf und runter kommentieren, was nun mit Apple wird, ob das Unternehmen so innovativ bleibt? Ob Tim Cook der richtige Nachfolger ist? Ob es der richtige Zeitpunkt war?

Aber irgendwie habe ich das Gefühl, alle anderen haben alles gesagt. Welt Kompakt hat heute mit der Überschrift “iGO” ein sehr schöne Titelseite gemacht, während CNN gestern bereits ein Video mit schwarzen Rändern und tragender Musik zu einem Apple-Artikel gestellt hat, so als sei Jobs bereits gestorben.

Nein, viel Neues kann ich zu dieser Diskussion nicht beitragen, aber seine Lebensleistung lässt sich auch mit dem Verlauf der Marktkapitalisierung (also dem Wert des börsennotierten Unternehmens) verdeutlichen. Steve Jobs wurde von dem Unternehmen, dass er 1976 gegründet hat, gefeuert. Kam 1997 zurück, da lag der Börsenkurs bei 4,50 Dollar. „Wir waren damals nur 90 Tage von einem Konkurs entfernt“, sagt Jobs später in einem Interview.

Bis 2011 macht Jobs das Unternehmen zur wertvollsten Aktiengesellschaft der Welt. Der Aktienkurs liegt aktuell 83 Mal so hoch wie bei seiner Rückkehr und Apple hat eine Marktkapitalisierung von 346,5 Milliarden Dollar.

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Steve Jobs ist nicht länger Apples oberster Boss

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 25. August 2011 8:07 Uhr

Steve Jobs hat gestern überraschend in einem Brief seinen Rücktritt als CEO von Apple erklärt. Er möchte jedoch gern weiterhin Chef des Boards (Verwaltungsrat) und Apple-Angestellter bleiben. Die Leitung des Unternehmens soll nach seinem Willen Tim Cook übernehmen, der bislang bereits Jobs im Tagesgeschäft vertreten hat.

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Steve Jobs will ein UFO bauen

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 8. Juni 2011 12:32 Uhr

Auf dem Weg zu den Sternen: Apple-Boss Steve Jobs präsentierte Baupläne für eine neue Firmenzentrale in Cupertino. Das kreisrunde Gebäude sieht aus wie ein gelandetes UFO. Für die Angestellten im kalifornischen Cupertino wird es in den vorhandenen Gebäuden im Infinite Loop zu eng. Das Unternehmen will auf rund 15.000 Angestellte wachsen.

Apple is growing like weed“, wie Gras wachse das Unternehmen, so Steve Jobs in seiner Präsentation vor dem Stadtrat im kalifornischen Cupertino. Am Dienstag zeigte er Gebäudepläne für eine neue Firmenzentrale. “It´s a little bit like a space ship landed“, sagte Jobs, der nüchtern, aber sich spürbar seiner Macht bewusst (Steuer-Dollar), dem Bürgermeister und seinen Beisitzern Rede und Antwort stand.

Apple beschäftigt weltweit knapp 50.000 Menschen. Rund 2.800 davon haben Platz in der aktuellen Firmenzentrale. In den vergangenen Jahren wurden weitere Gebäude in der Stadt angemietet. Vor einiger Zeit hatte Apple dann die Möglichkeit, ein nah gelegenes Gelände von Hewlett-Packard zu erwerben.

Auf dem 607.000 qm (150 Acre) großen Grundstück stehen derzeit 3.700 Bäume. Die will Steve Jobs sogar auf 6.000 aufforsten. Dann bleibt immer noch ausreichend Platz für das vierstöckige UFO mit 290.000 qm Nutzflläche. Neben Büros entstehen hier Kantinen, ein Fitnessstudio, Testlabore sowie ein Auditorium. Parken können die Mitarbeiter unter dem Gebäude, ebenfalls vier Etagen sollen unter der Erde entstehen. Der runde Komplex erhält eine eigene Stromversorgung. Im Jahr 2015 soll der Einzug von rund 12.000 bis 13.000 Mitarbeitern, die bislang verteilt über die Stadt sitzen, stattfinden. Der alte Firmensitz am Infinite Loop wird nicht aufgegeben.

Architekturstudenten aus aller Welt werden herkommen, um sich dieses Gebäude anzusehen“, prophezeit Jobs dem Stadtrat. Da baut sich ein Mann sein eigenes Denkmal.

Kleine Vermutung am Rande: Jetzt weiß man auch, wofür Apple die bis zu 300 gekauften Glasschneidemaschinen benötigt, die gebogenes Glas verarbeiten können. Es wurde spekultiert, das iPhone 5 könnte ein konvexes oder konkaves Display haben. Aber die Maschinen brauchen sie für die vielen Fenster am runden UFO.


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WWDC 2011 Keynote mit Apple-Chef Steve Jobs

Von: Dirk Kunde, Montag, 6. Juni 2011 18:36 Uhr

Gleich vorweg: Es gibt kein iPhone 4S oder 5. In der Eröffnungsrede wurde keine neue Hardware vorgestellt. Steve Jobs präsentierte iCloud, den Datenabgleich in der Wolke für Apps, Musik und Dokumente. Damit wird MobileMe ein kostenfreier Dienst. Ab Herbst kommt iOS 5 mit einigen Neuerungen, die sich Apple bei erfolgreichen App-Entwicklern abgeschaut hat. Zur Aktivierung eines iPhones oder iPads ist kein Computer mehr notwendig. Die neue Version von OS X (Lion) nähert sich dem iOS schrittweise an und lässt sich fast komplett ohne Maus mit dem Trackpad bedienen.

Video der Eröffnungsveranstaltung

Steve Jobs präsentiert iCloud. Inhalte, die auf einem iPhone erworben werden, gelangen automatisch in die “Wolke”, darüber lassen sich alle Apple-Geräte synchronisieren. So hat man alles Lieder, Mails, Termine, Adressdaten immer bei sich. Auch Apps und eBooks werden mit der Serverfarm abgeglichen. Damit wird MobileMe ein Gratis-Dienst.

Erstellte Dokumente aus den Apps Keynote, Numbers und Pages werden in der Wolke gespeichert. Sämtliche Einstellungen und Passwörter lassen sich mit einem täglichen Backup sichern.

Mit Photo Stream werden Bilder direkt vom iPhone zur iCloud übertragen. Von dort sind sie sofort per iPad, MacBook, Windows PC oder Apple TV Box einsehbar. Die Apple TV Box erhält einen Bilder-Ordner, so dass man sich die Fotos als Dia-Show auf dem Fernseher anschauen kann. Er werden die letzten 1.000 Fotos auf jedem Gerät gespeichert. Der Photo Stream auf einem Mac oder PC enthält sämtliche Bilder, da hier mehr Speicherplatz zur Verfügung steht. In der iCloud wird aus Platzgründen jedes Bild für 30 Tage gespeichert. Bis dahin muss man die Bilder auf eine Festplatte heruntergeladen haben, ansonsten werden sie durch die neuen Bilder ersetzt.

iTunes in der Wolke: Die iCloud wird mit dem iTunes-Konto des Nutzers abgleichen. Alles, was er oder sie schon an Lieden besitzt, kann dann auch auf anderen Apple-Geräten heruntergeladen werden.

Mit iOS 5 und einem iTunes-Konto (Apple-ID) ist iCloud automatisch aktiviert. Man hat 5 GB für Dokumente, Mails und Backups. Apps, Musik und eBooks sowie der Photo Stream werden hier nicht mitgezählt.

One more thing …

Das “kleine Ding” hat mit iTunes in der Cloud zu tun: Viele Nutzer besitzen Musik, die nicht bei iTunes gekauft wurde, sondern von CDs eingelesen oder aus anderen Quellen stammen… Mit dem Dienst iTunes Match (24,99 Dollar pro Jahr) kann man seine gesamte Musiksammlung von iTunes analysieren lassen. Alle gefunden Songs werden auf 256 kpbs AAC und rechtefrei (DRM) konvertiert und in der iCloud freigeschaltet. So können auch diese Lieder auf allen Geräten genutzt werden.

Scott Forstall präsentiert iOS 5. Weltweit sind 200 Millionen Geräte mit iOS als Betriebssystem im Einsatz. Damit hat es einen Marktanteile von 44 Prozent (ComScore USA April 2011). In den ersten 14 Monaten wurden 25 Millionen iPads verkauft. Noch ein paar Zahlen: 130 Millionen verkauft eBooks, 15 Milliarden verkaufte Lieder bei iTunes Music. Es gibt offiziell 425.000 Apps, davon 90.000 speziell für das iPad. 14 Milliarden App-Downloads in den knapp drei Jahren seit Einführung des AppStores.

iOS 5 bringt 200 Neuerungen für den Nutzer und 1.500 neue Schnittstellen (APIs) für Entwickler. Die Benachrichtigungen werden neu arrangiert. Bislang unterbricht die Popup-Meldung den Nutzer. Es wird ein Notification Center geben, in dem neue Mails, Termine, Anrufe und SMS-Nachrichten angezeigt werden. Dazu zieht man mit dem Finger von oben das Mitteilungscenter nach unten. Alle Meldungen aus Apps sowie Aktienkurse und das Wetter für den aktuellen Ort sind zu sehen.

Newsstand bündelt alle Abos auf dem iPhone/iPad. Hier werden die Cover der neuesten Ausgaben abonnierter Magazine und Zeitungsausgaben angezeigt.

Twitter wird fest in iOS 5 integriert. Man loggt sich einmal mit seinen Konten ein und jede weitere installierte App fragt nur noch, ob sie das Konto-Nutzer darf. Keine erneute Anmeldung nötig. Aus YouTube, Safari und der Kamera kann man direkt Inhalte zu Twitter übertragen.

Safari erhält auch einige Neuerungen: Mit der Reading List erhält der Browser eine Funktion wie Readt it Later oder Instapaper. Dabei markiert der Nutzer interessante Artikel für ein späteres Lesen. Markierte Artikel können über alle Safari-Versionen auf iPhone, iPad, Mac und Windows-PC synchronisiert werden. Tabed-Browsing wird auf dem iPad möglich, also mehrere geöffnete Seiten, die als Reiter dargestellt werden. Es wird ein Reader für einige Webseiten möglich sein. Die Funktion stellt nur Text und Fotos einer Webseite dar, weitere Elemente auch Seitenumbrüche werden ausgeblendet, das erleichtert das Lesen langer Texte.

Mit Reminders macht Apple Entwicklern von To-Do-List Konkurrenz. Damit lassen sich Einkaufslisten, Aufgaben und Termine merken. Die Einträge können mit iCal, CalDev und Outlook synchronisiert werden.

Die iPhone-Kamera wird mit iOS 5 schneller reagieren und betriebsbereit sein. Mit einem Doppel-Druck auf dem Home-Button aktiviert man ein Kamera-Symbol auf dem Standby-Bildschirm, um einen Schnappschuss zu machen. Das funktioniert auch mit einer Code-Sperre, die umgangen wird. Allerdings sieht man dann keine der zuvor gemachten Aufnahmen. Als zusätzliche Auslöser dient der Lautstärke-Knopf. Fotos kann man nun direkt auf dem iPhone bearbeiten: Beschneiden, Drehen, Rote Augen entfernen etc. Ein weiterer Dolch in den Rücken einiger App-Entwickler.

Die Mail-Funktion wird erweitert: Mails können farblich markiert werden (Flags). Die Suchfunktion kann nun den kompletten Inhalt einer Mail durchsuchen, außerdem wird die Verschlüsselung von Mail per S/Mime unterstützt, was vor allem für den Unternehmenseinsatz von Bedeutung ist. Die Tastatur lässt sich in zwei Teile teilen, um mit beiden Daumen zu tippen.

Man kann nicht immer von der Post-PC-Ära reden und dann einen Rechner zur Aktivierung von iPhone und iPad voraussetzen. Für die Aktivierung ist nun kein Computer mehr notwendig, auf dem Bildschirm eines neuen iPhones erscheint ein “Welcome” und der Nutzer kann es direkt einrichten. Auch für ein Update des iOS braucht man keinen Computer mit iTunes mehr. Es wird so genannte Delta-Updates auf dem iPhone / iPad geben. Es wird nur das geladen, was sich verändert hat.

Mit iMessage wird ein Nachrichten-Dienst, der zwischen sämtlichen iOS-Nutzern (auch iPod touch) funktioniert, eingeführt. Damit lassen sich Texte, Videos, Adresseinträge und Fotos übermitteln. Die Nachrichten werden verschlüsselt im Mobilfunknetz oder WLAN übertragen.

Das Game Center wird “more social”: Man sieht Bilder seiner Gegener, bekommt Spielpartner vorgeschlagen, kann erreichte Punktzahlen anzeigen und es gibt so etwas wie “Genius” für Spiele, das weitere Titel vorschlägt. Mit der Funktion AirPlay Mirroring kann man kabellos alle Inhalte vom iPad 2 auf einem Fernseher wiedergeben, der an eine Apple TV Box angeschlossen ist.

iOS 5 wird für Anwender ab Herbst verfügbar sein, Entwickler können bereits sofort zuschlagen. Die Version wird auf iPhone 3GS und 4, iPad 1 und 2 sowie dem iPod Touch  ab der 3. Generation laufen.

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Steve Jobs wird bei der WWDC 2011 iCloud präsentieren

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 31. Mai 2011 23:05 Uhr

Ein ausgesprochen ungewöhnlicher Schritt: Apple kündigt vorab an, dass Steve Jobs die Keynote bei der Montag beginnenden Apple-Entwicklerkonferenz WWDC halten wird. Außerdem werden bereits Produkte genannt.

Entweder hat ein Praktikant in der Apple-Zentrale zu früh auf den Veröffentlichen-Knopf gedrückt oder Glasnost ist im Infinite Loop in Cupertino ausgebrochen. Apple kündigt iCloud, den Mediendienst in der “Wolke”, die neue Version des mobilen Betriebssystems iOS 5 sowie Lion, die achte Version des Desktop-Betriebssystems OS X an.

Warum tun sie das? Apples Veranstaltungen lebten bislang zu einem guten Teil von den Vorab-Spekulationen und dem Überraschungseffekt. Steve Jobs und einige seiner Verstandskollegen werden am Montag, den 6. Juni 2011 um 10 Uhr Ortszeit (19 Uhr unserer Zeit) die Bühne im Moscone Center betreten. Hoffentlich bleibt uns noch das liebgewonnene “One more thing….

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Inside Apple: Der Zirkel der Top 100

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 10. Mai 2011 9:47 Uhr

Adam Lashinsky blickt für das amerikanische Magazin Fortune hinter den Apple-Vorhang. Sein Artikel erscheint am 23. Mai 2011 in der gedruckten Ausgabe und ist bereits jetzt in der iPad-Version zu haben (3, 99 Euro).

Eine interessantes Stück für Apple-Interessierte, doch spürt man deutlich, wie schwierig es für den Autor war, (ehemalige) Beschäftige zum Reden zu bewegen. Apples Geheimniskrämerei ist nicht umsonst so erfolgreich – der Schweigekodex wird eingehalten. Zudem ist der Kreis derer, die regelmäßig Kontakt zu Steve Jobs haben und Firmengeheimnisse kennen, überschaubar.

Das Unternehmen hält sich nicht lange mit Prototypen und Marktforschung auf. Wenn man in Cupertino an ein Produkte glaubt, wird es realisiert. Dabei gilt es, Fehler schnell zu korrigieren bzw. die Marschrichtung zu ändern. Die beeindruckenste und erfolgreichste Kurskorrektur dürfte die Öffnung des Werkzeugkastens für App-Entwickler (SDK) sein, so dass weltweit jeder eine App für iPhone, iPod und iPad programmieren kann.

Auf der anderen Seite gehen auch bei Apple Dinge mal schief und dann gibt es einen “Einlauf” vom Chef persönlich. Im Sommer 2008 musste das gesamte MobileMe-Team in der Town Hall, dem Auditorium, wo sonst Produkte der Presse vorgestellt werden, antreten. Der Datendienst hatte einen schweren Start. Das Produkt war unausgereift, es gab Kundenbeschwerden, die Presse schrieb schlecht, sogar Walt Mossberg vom Wall Street Journal, der als sehr Apple-freundlich gilt, schrieb negativ über MobileMe. Jobs warf dem Team vor, sie hätten Apples guten Ruf beschädigt. Die führenden Köpfe wurden ersetzt und das Produkt überarbeitet.

Trotz der knapp 50.000 Angestellten wird Apple wie ein Start-up geführt. Kleine Arbeitsgruppen, knappe Budgets und Abgabefristen sowie direkte Verantwortung. Für jedes Projekt, für jedes Produkt gibt es einen so genannten DRI (Directly Responsible Individual), also eine Person, die den Kopf hinhalten muss, wenn etwas nicht klappt. Lashinsky berichtet auch von der Ansprache, die jeder neue Vice President (VP) zu hören bekommt. Ein Hausmeister darf Gründe vorbringen, warum etwas nicht läuft. Ab dem Level VP zählen Gründe nicht mehr. Man ist für das komplette Team und seine Leistung verantwortlich.

Apple-Boss Steve Jobs umgibt sie nur mit einem kleinen Kreis Mitarbeiter. Mit ihnen sitzt er jeden Montag zusammen und spricht die wichtigsten Produktideen durch. Jeden Mitwoch trifft er sich mit den Leitern der Marketing- und Kommunikationsabteilung. Der Artikel enthält eine Grafik mit Manageern der dritten Reihe. Die meisten Namen hat man noch nicht gehört. Doch hinter dem Vorstand und den Senior Vice Presidents, stehen rund 30 Vice Presidents.

Höchstes Ziel für einen Apple-Mitarbeiter ist die Zugehörigkeit zu den Top 100. Das sind nicht die 100 ranghöchsten, sondern die – aus Jobs Sicht – wichtigsten Mitarbeiter. Leute, mit denen er ein neues Unternehmen aufbauen würde, wenn er neu anfangen müsste. Dieser erlesene Kreis fährt einmal im Jahr zu einem dreitägigen Workshop. Niemand weiß vorher, wer eingeladen wird und wohin es geht. Das Ziel sucht Jobs aus und es gibt zwei Kriterien: Gutes Essen, keine Golf-Plätze in der Nähe.

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Erste offizielle Steve Jobs Biographie erscheint 2012

Von: Dirk Kunde, Montag, 11. April 2011 9:45 Uhr

Bücher über Steve Jobs gibt es viele. Doch bislang fehlt eine offizielle Biographie, die über den Segen und die Mithilfe des Unternehmenslenkers verfügt. Das ändert sich Anfang 2012, dann bringt der Verlag Simon & Schuster das Buch “iSteve: The Book of Jobs” auf den amerikanischen Markt. Der erste Teil des Titels ist natürlich eine Anspielung auf die Apple-Produkte. Der Zweite bezieht sich auf den englischen Namen des “Buch Hiobs” in der Bibel.

Der Autor, Walter Isaacson, arbeitet laut Verlag bereits seit 2009 an dem Werk. Er sprach mit Jobs, seinen Angehörigen, Weggefährten, Kollegen und Wettbewerbern. Isaacon war als Medienmanager beim Nachrichtensender CNN und dem Time Magazin tätig. Er hat bereits Biographien über Albert Einstein, Benjamin Franklin und Henry Kissinger geschrieben.

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Happy Birthday Steve Jobs

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 24. Februar 2011 9:24 Uhr

Alles Gute zum Geburtstag: Steve Jobs wird heute 56 Jahre alt.

Schenken kann ich dem Mann natürlich nichts, aber ich kann Euch noch einmal eine Rede des Apple-Chefs ans Herz legen.

Nein, keine Produktvorstellung. Es ist die Rede vor dem Abschlussjahrgang 2005 an der Elite-Uni Stanford in den USA. Es ist, wie ich finde, die beste, emotionalste und ehrlichste Rede, die ich von ihm kenne. In drei Episoden gibt er den Absolventen etwas mit auf ihren Lebensweg.

Kurz zusammengefasst:

1.) Verbinde die Punkte

Im Leben ergeben viele Dinge, die man tut, erst viel später einen Sinn. Der junge Steve Jobs meldete sich schnell wieder ab beim Reed College in Portland, doch besuchte er weiterhin Kurse, die ihn interessierten. Darunter auch einen Kalligraphie-Kurs. Später kam das der Benutzeroberfläche und den Schriften im ersten Mac zugute. Und nur weil Microsoft bei Apple “kopiert”, haben alle Rechner heute proportionale Schriften.

2.) Liebe was Du tust

Die Erfahrung bei Apple gefeuert zu werden, tat weh. Dennoch machte Jobs weiterhin das, was er liebte. Er gründete mit Next eine Softwarefirma und stieg bei Pixar ein. Next wurde später von Apple übernommen und Jobs konnte zu dem Unternehmen zurückkehren, das er einst gegründet hatte. Pixar gehört heute Disney und ist das führende Studio für Animationsfilme. Wer das macht, was er liebt, wird damit auch Erfolg haben.

3.) Im Angesicht des Todes

We all will be dead soon… Die eigene Endlichkeit ist ein guter Motivator und Antrieb. Niemand will sterben und seine Zeit davor möglichst sinnvoll nutzen. Wäre man mit dem, was man gerade tut, zufrieden, wenn morgen der letzte Tag wäre? Falls man die Frage an zu vielen Tagen hintereinander verneint, sollte man dringend etwas in seinem Leben ändern.

Die Ärzte diagnostizierten 2004 Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Jobs. “Regeln Sie Ihre Dinge”, gaben sie ihm auf den Weg, der nur noch drei bis sechs Monate dauern sollte. Doch dann stellte sich heraus, dass seine Zeit noch nicht abgelaufen war, er konnte operiert werden. Seine Lektion: Verschwende keine Zeit.

Zum Abschluss legt Steve Jobs den Absolventen noch sein Lebensmotto ans Herz: Stay hungry, stay foolish.


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Ich ziehe den Hut vor der Lebensleistung dieses Mannes. Ja, ich bin ein Steve-Fanboy.

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Steve Jobs nahm teil am Gipfeltreffen der Digital-Elite mit Präsident Barack Obama

Von: Dirk Kunde, Freitag, 18. Februar 2011 13:19 Uhr

Jetzt existieren Fotos von Steve Jobs beim gestrigen Gipfeltreffel. Den Apple-Boss hat zwar niemand aus dem Pressetross des US-Präsidenten zu sehen bekommen, doch ein Sprecher des Weißen Hauses bestätigt gegenüber Reuters, dass alle von der Gästeliste erschienen sind.

Außerdem sind nun Fotos aufgetaucht. Diese Bilder hat ein Mitarbeiter des Präsidenten geschossen hat. Sie sind in der Flickr-Galerie des Weißen Hauses zu sehen. Danke  an C.H. für den Tipp.

Auf der Gästeliste standen zwölf Namen:

  • Steve Jobs, Apple
  • John Doerr, Kleiner Perkins Caufield & Byers
  • Carol Bartz, Yahoo
  • John Chambers, Cisco Systems
  • Dick Costolo, Twitter
  • Larry Ellison, Oracle
  • Reed Hastings, Netflix
  • John Hennessy, Stanford University
  • Art Levinson, Genentech
  • Eric Schmidt, Google
  • Steve Westly, The Westly Group
  • Mark Zuckerberg, Facebook

Barack Obama wollte von den Lenkern der Unternehmen wissen, wie er die amerikanische Wirtschaft fit für die Zukunft machen kann. Wie man Investitionen für Forschung und Entwicklung als auch neue Jobs im Land hält.

Das Treffen mit der Elite der digitalen Wirtschaft fand abgeschieden und im privaten Rahmen bei John Doerr daheim im kalifornischen Woodside, unweit von Palo Alto, statt. Doerr und Jobs sind alte “Buddys”. Doerr ist Partner der Risikiokapitalgesellschaft Kleiner Perkins Caufield & Byers. Für den iFund hat er bei Investoren 200 Millionen Dollar gesammelt, um das Geld in die Entwicklung von iOS-Apps zu stecken.

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Steve Jobs in kalifornischer Krebsklinik

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 17. Februar 2011 14:35 Uhr

Apple-Boss Steve Jobs befindet sich laut einem Bericht des US-Klatschblatts National Enquirer in einer Krebsklinik. Fotos von Anfang Februar zeigen einen noch weiter abgemagerten Jobs beim Verlassen des Stanford Cancer Centers in Palo Alto. Hier wurde auch Schauspieler Patrick Swayze bis zu seinem Tod behandelt.

- Das Bild wurde auf anwaltliche Forderung der Celebrity-Bildagentur entfernt -

Der 55-jährige unterzieht sich laut dem Bericht einer Chemotherapie. Ein Arzt, der lediglich die Bilder gesehen hat, spekuliert in dem Zeitungsartikel: „Den Fotos nach zu urteilen, ist er sterbenskrank, ich würde sagen, er hat nur noch sechs Wochen zu leben.“ Bei 1,83 Meter Körpergröße wiege er nur nur 60 Kilogramm. Das Bild unten zeigt Jobs bei einem seiner ersten TV-Auftritte Anfang der 80er Jahre (im Anzug hat man ihn danach nur noch selten gesehen).

Es ist eine grausame Prognose, dabei hieß es in amerikanischen Medien, der Firmenchef würde heute Abend mit Präsident Obama in San Francisco zusammentreffen.


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