Google-Suche mit der Stimme, auf der Festplatte und in der direkten Umgebung

Von: Dirk Kunde, Montag, 17. November 2008 10:55 Uhr

Google erweitert die Suche auf dem iPhone um eine Funktion zur Spracherkennung. Man spricht einfach in sein Smartphone: “Wo ist die nächste Apotheke?” oder “Wann wurde die Bundesrepublik gegründet” und Googles Suchmaschine liefert die Antworten wie gewohnt als Links. Mit dieser Ankündigung hat ein Artikel in der New York Times die iPhone-Fangemeinde Ende vergangener Woche elektrisiert. Doch das war etwas zu früh. Die Spracherweiterung für das mobile Google Such-App ist weder im amerikanischen noch im deutschen App Store zu finden. Apple scheint mit der Freischaltung der Anwendungen nicht hinterher zu kommen. Wenigstens gibt es ein Google-Video, in dem die Funktion vorgestellt wird (siehe unten).

Dennoch lohnt sich schon jetzt die Installation der Anwendung (Wenn die neue Version kommt, erhält man eine Update-Benachrichtigung). Das App verbessert die Suche auf dem iPhone spürbar. Google findet auch Einträge im Adressbuch und zwar deutlich schneller, als wenn man im iPhone-eigenen Adressbuch sucht. Was schade ist, man kann Adressbucheinträge nicht nach Firmennamen und Städten durchsuchen. Das wäre noch eine sinnvolle Ergänzung – sei es in dieser App oder im Adressbuch.

Die Suchapplikation macht während der Eingabe Vorschläge, was man noch suchen könnte und was zum Thema passt. Die Suchoptionen lassen sich einstellen auf: iPhone und Web, Lokal (Umgebung), Bilder, Nachrichten, Einkaufen und Wikipedia. Dabei sind die beiden ersten für mich die interessanteren Varianten. Bei iPhone und Web sucht das Programm auf der iPhone-Festplatte nach Eintragen und zeitgleich im Internet. Die lokale Suche ist praktisch, wenn man ein Geschäft oder Restaurant in der Nähe sucht. Der Eintrag wird in Google Maps angezeigt, die Routenfunktion berechnet den kürzesten Weg vom aktuellen Standort zur Zieladresse.

Preis: Kostenlos, Größe: 0,8 MB

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Entwickelt Apple eine Suchmaschine?

Von: Dirk Kunde, Freitag, 14. November 2008 15:00 Uhr

Michael Arrington von Techcrunch betreibt nette Gedankenspiele. Er fragt sich, ob Apple an einer eigenen Suchmaschine arbeiten könnte. Das Unternehmen hätte die passenden Werkzeuge und die notwendige Größe. Doch die richtigen Leute fehlen noch und werden, allem Anschein nach, auch aktuell nicht gesucht.

Pro:

  • Eigene Erlösquelle für Apple
  • Weniger Abhängigkeit von Google
  • Apple sieht Google Android und Android Market als iPhone-Konkurrenz

Contra:

  • Googles CEO Eric Schmidt sitzt (noch) in Apples Aufsichtsrat
  • Verlust der Lizenzeinnahmen, die Google als Standardsuchmaschine im iPhone zahlt
  • Dann würde die Spekulationsblase platzen, nach der Apple und Google eines Tages verschmelzen (letzter Absatz im viertel Quartal)

Aber lest selbst, zu welchem Ergebnis Arrington kommt …

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Blick in die Suchzukunft

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 18. Juni 2008 16:11 Uhr

Nicht mehr Suchworte eintippen, nur ein Foto machen, einschicken und die Infos erscheinen auf dem Handydisplay. Eine schöne Suchzukunft - so jedenfalls stellt sich das der schweizer Anbieter Kooaba vor.

In der ersten Ausbaustufe funktioniert die visuelle Erkennung nur mit Kinoplakaten oder Anzeigen. Später sind auch Sightseeing-Objekte “abfragbar”.

Schickt man die MMS oder eine Mail mit Kinoplakat an Kooba, bekommt man kurz darauf die wichtigsten Filminformationen oder kann eine Kinoticket bestellen. Eine Ausweitung auf alle möglichen Dinge im täglichen Leben ist ein reizvoller Gedanke. Da erfährt man etwas über das Gebäude vor dem man steht oder bekommt die Produktinformation zu einem Möbelstück, das man in einem Schaufenster gesehen hat

Kooaba wurde Ende 2006 als Spinn-off der renommierten ETH Zürich gegründet. Das Video zeigt, wie der Suchdienst funktioniert:

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