Apple erringt vor Gericht weiteren Etappensieg gegen Samsung

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 1. Februar 2012 11:10 Uhr

Samsung-Galaxy-Tab10.1Die beiden Tablets Galaxy 10.1 und 8.9 von Samsung dürfen auch weiterhin nicht in Deutschland vertrieben werden. Das entschied gestern ein Richter am Oberlandesgericht in Düsseldorf. Mit den Tablets ahme der koreanische Hersteller in unlauterer Weise das iPad von Apple nach. Samsung nutzte „das herausragende Ansehen und den Prestigewert“ des Apple-Geräts aus, befand das Düsseldorfer Gericht.

Das Galaxy Tab 10.1 N ist nicht von der Entscheidung betroffen. Diese Modell hatte Samsung nach dem ersten Vertriebsverbot speziell für Deutschland auf den Markt gebracht. Das Düsseldorfer Landgericht wird in Sachen dieses Tablets am 9. Februar 2012 in erster Instanz eine Entscheidung verkünden.

Ärger droht für Samsung auch aus Brüssel. Die EU-Wettbewerbsbehörde hat eine Prüfung wegen verbotener Geschäftspraktiken eingeleitet. Der Verdacht: Das Unternehmen habe seine Patentrechte auf dem europäischen Mobilfunkmarkt missbraucht, um Konkurrenten zu behindern.

Hintergrund: Samsung hatte dem Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) 1998 zugesagt, anderen Unternehmen die Nutzung seiner Patente für europäische Handystandards zu fairen und nicht diskriminierenden Bedingungen zu erlauben. Dabei geht es unter anderem um die dritte Mobilfunkgeneration UMTS. Im vergangenen Jahr beantragte Samsung jedoch einstweilige Anordnungen wegen Patentverletzungen mehrerer Wettbewerber. Die EU-Kommission prüft nun, ob Samsung damit sein Versprechen gebrochen und seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hat. Falls dies der Fall ist, droht dem Unternehmen eine Geldbuße.

Thema: Nachrichten | Kommentare (1)

Apple ist der weltweit größte PC-Verkäufer

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 18. Januar 2012 13:08 Uhr

Apple ist der größte Personal Computer-Hersteller der Welt. Zu dem Ergebnis kommt Analyst Horace Dediu von Asymco. Er zählt allerdings den Tablet-PC iPad bei den Verkaufszahlen hinzu, so konnte Apple den bislang größten PC-Verkäufer HP vom Thron stoßen.

Wie sehr Apple vom Erfolg der mobilen Geräte iPhone und iPad profitiert haben, zeigt ein Blick auf die Geschäftszahlen. Danach verkaufte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2006 – ein Jahr vor dem iPhone-Start – 5,3 Millionen Macs. Im Geschäftsjahr 2011 waren es 16,73 Millionen (ohne iPads).

Apples Marktanteil steig von 3,42 Prozent Ende 2008 auf heute 5,6 Prozent. Zählt man das iPad mit, liegt der Marktanteil bei 17,6 Prozent. HP dagegen bewegte sich in den drei Jahren von 19,3 Prozent auf 16 Prozent (ohne Tablets).

Thema: Wettbewerber | Kommentare (0)

Anheizen für das iPad 3

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 13. Dezember 2011 13:48 Uhr

Es wird schon wieder wärmer in der Gerüchteküche: Diesmal geht es um den großen Bruder, des iPads. Nummer 3 des Tablets steht an und laut Digi Times beliefern die einzelnen asiatischen Hersteller der Komponenten bereits die Fertigungswerke von Foxconn.

Im Januar 2012 könnte die Herstellung beginnen, so dass im März ein Verkaufsstart möglich wäre. Auch das iPad 2 kam im März in die Läden. Das erste iPad wurde im April 2010 verkauft. Ein Citi Analyst geht sogar so weit, einen Verkaufsstart im Februar 2012 vorherzusagen. Insgesamt sollen im ersten Quartal 2012 bis zu 10 Millionen Geräte gefertigt werden.

Was ist neu?

Trägt man die Gerüchte der diversen Webseiten zusammen, hat das iPad 3 (eventuell) folgende Neuerungen:

  • A6-Chip als Herzstück (Apple Eigenentwicklung mit einem Quad-Core ARM Cortex-A9 design, also vier Prozessorkernen)
  • Der Mobilfunkchip wird den schnellen 4G-Standard LTE unterstützen
  • QXGA-Bildschirm mit 2048 x 1536 Bildpunkten (statt bislang 1024 x 768)
  • Wiedergabe von 3D-Inhalten (siehe Video)
  • Kleinerer Dock-Connector (was bisherige Kabel/Zubehör unbrauchbar machen würde)
  • Die Hülle wird wieder etwas dicker

Randnotiz

Erstaunlich ist, wie viele Leute ausschließlich über das iPad 3 schreiben wollen. Es gibt etliche Domains, die mit iPad 3 im Name, die bereits “bespielt” werden: iPad3 News Blog, iPad 3 News, iPad3 Release, iPad 3 Latest und iPad3 Release Date


Video bei YouTube ansehen

Thema: Nachrichten | Kommentare (1)

Internationale iPad-Dominanz bei den Tablets

Von: Dirk Kunde, Freitag, 24. Juni 2011 9:28 Uhr

Etwas über ein Jahr (in Deutschland seit Mai 2010) ist das iPad auf dem Markt und noch immer Anführer der Gattung Tablet-PC, zumindest, wenn man den comScore-Daten glaubt. Sie haben den Traffic in Suchmaschinen untersucht und den Anteil der Tablets herausgefiltert. Danach liegt der iPad-Anteil in 12 von 13 Ländern über 95 Prozent.

Android-Geräte landen auf dem zweiten Platz, außer in Kanada, der Heimat von RIM. Hier liegt das Playbook auf Platz 2.

Thema: iPad | Kommentare (0)

CES: Ein Tablet ist nicht genug

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 5. Januar 2011 15:37 Uhr

Morgen beginnt in Las Vegas die Consumer Electronis Show (CES), die amerikanische CeBit. Die Messe und der Kongress für Fachbesucher dauern bis zum 9. Januar 2011. Bei den Ausstellern glänzt Apple durch Abwesenheit, doch wird mit Sicherheit ständig die Rede von iPhone, iPad & Co. in der Wüste von Nevada sein. Die Consumer Electronis Show (CES) hat einen großen Trend: Tablet-PCs. Ein knappes Dutzend Hersteller präsentiert in der Glücksspielstadt ihre Flachcomputer. Acer, Asus, Lenovo, LG, Motorola, HTC, Toshiba und die hierzulande unbekannte Vizio gehören dazu. Auch RIM will nun endlich sein BlackBerry Playbook (Foto) der Öffentlichkeit vorstellen. Zwischen 70 und 80 Tablet-PC-Versionen werden das grelle Scheinwerferlicht der Messehallen erblicken. Bis zum Sommer 2011 dürften etliche Modelle mit Preisen zwischen 250 und 1.000 Euro in den amerikanischen und europäischen Handel kommen.

Für Apple-Fans dürften noch die Zubehör-Produkte auf der Messe von Interesse sein. Altec Lansing stellt den Lautsprecher inMotion Air Speaker vor, bei iHome heißt die Version Airplay Speaker. Das verrät schon, was die Boxen können: kabellose Musikwiedergabe per AirPlay vom iPhone oder iPad. Der Lautsprecher von iHome soll einen Akku haben, so dass er sich auch unterwegs nutzen lässt oder schnell von einem Raum zum anderen tragen. Man kann natürlich auch mehrere Lautsprecher in der Wohnung bespielen. Bislang war das eine Domäne von Sonos.

Thema: Nachrichten | Kommentare (1)

iPad ist ein Surfbrett – Safari die beliebteste Anwendung

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 16. November 2010 9:02 Uhr

Bei einer Umfrage unter 500 Lesern des Business Insiders kam heraus, dass die Leute mit dem iPad vor allem im “klassischen” Web surfen. Somit ist Safari die beliebteste App auf dem Tablet.

Thema: iPad | Kommentare (0)

WeTab: Wie es nicht geht

Von: Dirk Kunde, Freitag, 24. September 2010 9:09 Uhr

Konkurrenz belebt das Geschäft. Selbst ich, mit meiner rosaroten Apple-Brille, wünsche mir Smartphones, die mit dem iPhone mithalten können und Tablets, die so gut sind wie das iPad. Wettbewerb ist gut für uns Kunden, es macht Produkte besser und günstiger.

Nun ist ein deutsches Unternehmen angetreten, einen würdigen iPad-Konkurrenten auf den Markt zu bringen. Doch was Neofonie und 4tiitoo mit dem WeTab geboten haben, ist überaus peinlich. Ich vermute, die Verantwortlichen in Cupertino liegen immer noch lachend unter ihren Schreibtischen.

Über das eigentliche Geräte will ich gar nicht urteilen, ich durfte es bei einer Vorführung in Berlin ja nicht mal anfassen. Mir geht es um den faszinierenden Fall, wie man es nicht macht. Kommende Generationen von PR-Beratern werden am Beispiel des WePads gezeigt bekommen, wie man sämtliche Fehler in der Kommunikation bei der Einführung nur eines Produkts begehen kann.

Ein kleines Clipping:

n-tv: We Tab enttäuscht Käufer
“Die Stimmung schwankt zwischen blanker Wut und Hoffnung. … Dass das WeTab komplett bestückt ausgeliefert wird, hatte wohl selbst der größte Optimist nicht mehr erwartet. Rund eine Woche vor dem Marktstart fehlten auf dem Tablet noch viele essenzielle Funktionen.”

inside-handy.de: Nach Verkaufsstart viele Kunden enttäuscht
Gravierender noch ist es, dass einige Kunden ihr Gerät nicht einmal hochfahren können. Auch das Gewicht der Geräte enspricht nicht den ursprünglichen Herstellerangaben.”

Chip.de: Schwerer als angkündigt, kein Multitouch
Zudem scheint sich leider auch unsere Befürchtung zu bewahrheiten: Offenbar wird an die Käufer des WeTab dasselbe unfertige Produkt ausgeliefert, das uns noch als Vorserienmodell präsentiert wurde.

Notebook Check: WeTab enttäuscht
“Das erste Update hat das WeTab nun auch bereits hinter sich. Dieses soll die Probleme mit der UMTS Verbindung und Probleme mit den Beschleunigungssensoren behoben haben.”

Krönung ist ein bitterböser Comic sowie ein fiktives Interview von Richard Gutjahr mit Helmut Hoffer von Ankershoffen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Thema: Nachrichten | Kommentare (3)

Die Pad-Schwemme

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 14. April 2010 9:54 Uhr

Beim iPhone hat es etwas länger gedauert, bis die vielen Nachahmer aus dem “Löchern” kamen. Diesmal will keiner den Anschluss verpassen, uns steht die “Pad-Schwemme” bevor: Google arbeite an einem Slate Computer (Schiefertagel), Nokia an einer Art eReader. Microsoft hat bereits seine Vorstellung mit dem HP Slate Anfang des Jahres präsentiert.

Zum Beginn dieser Woche legte das deutsche Unternehmen Neofonie in Berlin nach. Sie präsentierten das WePad. Erst als Rettung der Verlagsbranche gefeiert, da es keine Kassenwärter und Zulassungskontrolleure kennt. Doch später drehte sich die Berichterstattung, als herauskam, dass Geschäftsführer  Helmut Hoffer von Ankershoffen auf dem Tablet lediglich ein Endlosvideo in einer Windows 7-Umgebung präsentierte (siehe Video). Und das auf einem Gerät, dass bereits in wenigen Wochen mit einem Linux-Betriebssystem in den Handel kommen soll.

Trotz dieser kleinen Augenwischerei steht wohl fest, wohin die Reise in Sachen Computer geht: Weg mit Tastatur und Maus. Bei dem Tempo wird es nicht bis 2054 dauern, bis wir mit unseren Fingern auf wandgroßen Kunststoffflächen Computer bedienen, so wie wir es im Film Minority Report mit Tom Cruise neidvoll gesehen haben. Der Streifen spielt nämlich im Jahr 2054.

Thema: iPad | Kommentare (4)

iPad: Das iPhone bekommt einen großen Bruder

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 28. Januar 2010 10:11 Uhr

Nun ist es raus: Das iPhone hat ein Geschwisterchen bekommen. Die Verniedlichung passt nicht ganz, denn der iPad hat eine mehr als zweieinhalb mal so große Bildschirmdiagonale wie das Smartphone. Das Tablett ist irgendetwas zwischen iPhone und Laptop, da sind sich die Beobachter noch nicht ganz einig. Die führenden Köpfe bei Apple, erklären in diesem Video, ihre Sicht der Dinge.

Das iPad läuft mit der iPhone OS 3.2, hat keine klassische Festplatte, sondern einen Flash-Speicher, hat mit dem A4 einen eigenentwickelten 1-GHz-Prozessor (Apple hatte sich dazu PA Semi gekauft). Das iPad kommt ohne feste Tastatur aus, die kann man allerdings als Zubehör anschließen kann. Der Anwender steuert alles mit seinen Fingern auf der Glasoberfläche.

Alle bisherigen Apps – und das sind mittlerweile 140.000 – laufen auf dem Gerät, entweder in ihrer Originalgröße oder durch Verdoppelung der Pixel auch formatfüllend. Standardmäßig hat das iPad zwölf Apps installiert (Mail, Safari, Fotos, Kalender, Kontakte, Notizen, YouTube, Videos, iTunes, App Store, iPod, iBooks).

Die Entwickler erhalten ab sofort einen neuen Werkzeugkasten (SDK), um Apps speziell für den iPad zu entwickeln. Flash-Inhalte kann es immer noch nicht wiedergeben! Ein Unding für´s Websurfen auf dem Sofa. Es fehlt eine KameraMultitasking ist wie beim iPhone (noch) nicht möglich. Einzige Ausnahme ist die Musikwiedergabe.

Es gibt eine spezielle Version von iWorks mit Pages, Keynote und Numbers, in der sich Texte, Präsentationen sowie Tabellen mit den Fingern und der virtuellen Tastatur erstellen lassen. Jedes der drei Programme kostet 9,99 Dollar im App Store und macht aus dem iPad einen Laptop-Ersatz.

Mit dem iBookstore macht Apple Amazons Kindle Konkurrenz. Der Nutzer soll elektronische Bücher auf dem 13,4 Millimeter dünnen Gerät lesen. Dazu gibt es einen eigenen Buchladen, die Dateien werden nicht via iTunes verkauft. Seine Werke hat man in einem hölzernen Bücherregal stehen. Ein Fingertipp darauf, dreht das Regal um und öffnet den Buchladen.

Das iPad in der WLAN-Version wird Ende März weltweit ab 499 Dollar erhältlich sein. Die Variante mit WLAN und UMTS (3G) gibt es dann im April – auch in einigen Ländern außerhalb der USA. Die hiesigen Preise sind noch nicht bekannt, aber Apple verlangt schon mal die Dollarsumme auch in Euros. Den iBookstore wird es erst mal nur in den USA geben.

Die Modelle und Preise

16 GB 32 GB 64 GB
WLAN $ 499 $ 599 $ 699
WLAN & UMTS $ 629 $ 729 $ 829

Amazon Deutschland ist geschickt, da kann man bereits die 64 GB-VarianteiPad: Das iPhone bekommt einen großen Bruder für 699 Euro vorbestellen. Der Versender kennt den genauen Euro-Preis zwar auch noch nicht, kann aber mit der Dollarsumme in Euro nicht viel falsch machen, also sammelt er erst mal Bestellungen ein. Sinkt später der Preis, zahlen die Kunden auch nur den niedrigeren Preis.

Technische Wert

Größe 242,8 (H), 189,7 (B), 13,4 (T) mm
Gewicht 680 gr , 730 gr (WLAN & UMTS)
Prozessor 1 GHz Apple A4
Speicher 16, 32 und 64 GB Flash Drive
Display Diagonale: 24,64 cm (9,7 Inch)
1024 x 768 Pixel mit 132 Pixel pro Inch
Datenübertragung Wi-Fi (802.11a/b/g/n)
Bluetooth 2.1 + EDR
Datenmobilfunk
(nur 3G Modell)
UMTS/HSDPA
GSM/EDGE
Batterie Lithium-Polymer Akku
Laufzeit bis zu 10 Stunden
Bewegung Bewegungssensor (Accelerometer),
Lichtsensor
Ortung über WLAN, digitaler Kompass
WLAN & UMTS Modell: GPS und Mobilfunkortung
Anschlüsse Dock-Connector, Kopfhörer (3,5 mm Klinke), Lautsprecher, Mikrofon, SIM-Kartenschlitten
Knöpfe An/Aus, Stummschalter, Lautstärke, Home
Zubehör Dock, Tastatur mit Dock, Hülle, Kamera-Adapter

Die Domain www.t-mobile.de/ipad führt zur iPhone-Seite von T-Mobile. Das legt den Verdacht nah, dass es das UMTS-Modell auch beim Provider geben wird. Die Vertragskonditionen sind noch unbekannt. Doch wird Apple dieses Mal das iPad sicher auch vertragsfrei in seinen Stores anbieten – beide Modelle.

Thema: Nachrichten | Kommentare (11)

Schön, ein Finger zu sein – Tablet-Werbespot

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 27. Januar 2010 11:29 Uhr

Ach, mir ist es egal, ob die vielen Bilder, die durchs Netz schwirren, nun das echte Tablet (iSlate) zeigen oder nicht. Heute Abend werden wir es sehen. Aber dieser Werbespot es wirklich schön gemacht – und zeigt dabei noch nicht mal das Produkt.

(Lob an den stern, weil man seine Videos in Blogs einbinden kann, Computer Bild (Springer) ist von der viralen Wirkung dieses Verbreitungsweges noch nicht überzeugt.)

Thema: Videos | Kommentare (4)


Performance Optimization WordPress Plugins by W3 EDGE