Auf in die Wolke – Apple einigt sich mit Musikverlagen

Von: Dirk Kunde, Freitag, 20. Mai 2011 13:54 Uhr

Bloomberg zitiert ungenannte Personen, nach denen sich Apple mit Sony, Warner Music und EMI über eine Streaming-Lösung bei Musik geeinigt hat. Auch mit der Universal Music Group, dem größten Musik-Label, soll ein Vertrag fast unterschriftsreif sein.

Dass Apple über sein neues Rechenzentrum in Maiden (North Carolina) ein Streaming-Dienst anbieten will, ist fast schon ein “alter Hut”. Interessant ist die Form des Music Lockers (Schließfach), den Apple angeblich plant. Steve Jobs Journalisten-Buddy Walt Mossberg schreibt im Wall Street Journal darüber: Der große Nachteil beim Amazon Cloud Service und Googles Music Beta ist das Hochladen der Musik. Man muss seine eigenen Songs erst auf die Server der Anbieter übertragen, je nach Musiksammlung kann das einige Tage dauern – die Uploadgeschwindigkeit ist bei DSL-Anschlüssen der kleinere Wert. Außerdem sind die kostenfreien Speicherplätze (Amazon 5 GB) bei Musik-Liebhabern schnell voll.

Apple will es anders machen. Sie laden sämtliche Lieder der genannten Musikverlage auf ihre nagelneuen Server. Der Nutzer gleicht dann via iTunes ab, für welche Songs er die Abspielrechte besitzt. Danach kann er von jedem iPod touch, iPad, iPhone und Rechner mit Internetanschluss seine Musiksammlung wiedergeben. Coole Idee. Aber ein Dorn im Auge der Musikverlage. Damit werden illegal bezogene oder legal eingelesene CDs (Die der Nutzer aber bei einem Freund geliehen hat) nachträglich und dauerhaft legalisiert. Die Musikindustrie fürchtet Umsatzverluste.

Ach was, die hat sie ja längst. Mittlerweile scheint die Not bei den Verantwortlichen so groß zu sein, dass sie sich vermutlich auf die Apple-Lösung einlassen. Denn sie wissen, was Stevie anfasst, wird zu iGold. Der Mann hat schon einmal die Musikbranche und ihren Vertrieb auf den Kopf gestellt. Die jungen Menschen erinnern das vielleicht nicht mehr: Während Musikmanager in einem Anwaltförderprogramm Napster-Gründer und Filesharer vor Richter zerrten, baute Apple still und leise aus der Kombination von iPod und iTunes den Brachenstandard für digitalen Musikvertrieb auf.

Wir dürfen gespannt sein, ob his Steveness den Music Locker und alle damit zusammenhängenden Dienste bereits Anfang kommenden Monats bei der Entwicklerkonferenz WWDC präsentieren wird.

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Telekom-Monopol fällt am 28. Oktober

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 30. September 2010 12:20 Uhr

Mit Vodafone bekommt die Telekom Ende des Monats einen Wettbewerber, der offiziell von Apple mit dem iPhone 4 beliefert wird. Laut Macnotes ist der 28. Oktober 2010 Verkaufsstart und ab dem 14. Oktober würden die Smartphones beworben. Damit endet der exklusive Deutschland-Vertrieb für den “roten Provider” rechtzeitig vor dem lukrativen Weihnachtsgeschäft.

Die Tarife dürften denen der Telekom sehr ähnlich sein. Vodafone hat nicht vor, mit Dumping-Preisen in den Markt zu gehen. Außerdem versieht das Düsseldorfer Unternehmen die Smartphones mit einer Netzsperre (Simlock) damit sie nur im Vodafone-Netz verwendet werden. Zur Markteinführung 2007 hatte das Unternehmen noch gegen den exklusiven Vertrieb und Simlock-Fesseln der Telekom geklagt. Inoffiziell vermittelt Vodafone bereits seit Monaten an seine guten Kunden iPhones über Subunternehmer.

Ob mit dem Ende des exklusiven Vertriebs noch weitere Provider hinzukommen, die Rede war von O2, ist bislang unklar. Im Vertrag zwischen Apple und Telekom bestand im viertel Quartal 2010 ein Sonderkündigungsrecht. Wer von beiden gekündigt hat, ist nicht überliefert. Ich gehe aber mal davon aus, dass die Telekom mit dem Vertriebsdeal bislang recht zufrieden war.

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Brot, Butter, Milch und ein iPhone 3G S

Von: Dirk Kunde, Sonntag, 28. März 2010 19:41 Uhr

So könnte am Montag die Einkaufsliste aussehen. Die Supermarktkette real bietet ein iPhone 3 G S mit 32 GB an. Das ganze vertragsfrei, ohne SIM-Lock und mit 15 Euro iTunes-Karte für 799 Euro. Nicht gerade ein Schnäppchen, aber immerhin 100 Euro günstiger als bei einem klassischen iPhone-Reseller.

Die zur Metro-Gruppe gehörende Kette real ist ein iPhone-Fan. Es gibt eine kostenlose real-App mit Angeboten, Rezepten und Kochvideos.

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T-Mobile vertreibt iPhone exklusiv bis 2012

Von: Dirk Kunde, Mittwoch, 3. März 2010 18:17 Uhr

Schlechte Nachrichten für Freunde von Netlock-freien iPhones: Der exklusive Vermarktungsvertrag für Deutschland zwischen Apple und T-Mobile hat eine Laufzeit von fünf Jahren und endet somit erst Ende 2012. Danach würde auch die vierte iPhone-Generation, egal ob sie in diesem oder im nächsten Jahr verfügbar sein wird, noch exklusiv beim rosa T zu haben sein.

Chip zitiert aus einem Bericht der Tageszeitung Welt, dass es zwar für beide Seiten ein Sonderkündigungsrecht im vierten Quartal 2010 gäbe, doch derzeit ist die Telekom bei Steve Jobs wohl gelitten. Sollte der Zeitungsbericht stimmen, hätte ich bei meinen bisherigen Einschätzungen voll daneben gelegen.

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T-Mobile hat bislang 1,5 Millionen iPhones verkauft

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 25. Februar 2010 17:51 Uhr

Die Telekom hat ihre Geschäftszahlen für 2009 veröffentlicht: Danach hat T-Mobile vom Marktstart im November 2007 bis Ende 2009 eineinhalb Millionen iPhones verkauft.

Im letzten Quartal 2009 entschied sich mehr als die Hälfte aller Neukunden für ein Smartphone. Die Umsätze mit Daten im Mobilfunknetz sind im Jahresvergleich um 46 Prozent auf 947 Millionen Euro gestiegen.

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10 Milliarden Lieder bei iTunes verkauft

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 25. Februar 2010 10:21 Uhr

Wenn das nicht noch ein Grund für Steve Jobs zum Feiern war: An seinem gestrigen 55. Geburtstag durchbricht iTunes die magische Marke von 10 Milliarden Downloads. Wow, eine zehn mit neun Nullen. Sieben Jahre nach dem Start ist der digitale Musik- (Film-, TV-, App-) Laden Amerikas größter Verkäufer für Musik.

Laut Analyst Gene Munster von Piper Jaffray machte iTunes im vergangenen Quartal 520 Millionen Dollar Umsatz. Viel Geld, von dem allerdings laut Munster nur wenig Gewinn übrig bleibt. iTunes diene in erster Linie dazu, die Hardware-Verkäufe, vor allem der iPods, anzutreiben.

Auf Platz 1 der All Time Top Songs liegen übrigens die Black Eyed Peas mit I gotta feeling. Der Käufer des zehnmilliardsten Songs gewinnt übrigens einen iTunes-Gutschein über 10.000 Dollar. Noch ist der Gewinner nicht ermittelt. Eins muss gesagt werden. Die Black Eyed Peas nicht nur TOP bei diesen Downloads, sondern auch der Ticketverkauf der Black Eyed Peas soll ziemlich gut sein. Ein echter Publikumsmagnet.

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Google Nexus One verkauft sich nicht gut, kann aber im Boxring punkten

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 9. Februar 2010 11:48 Uhr

Cnet schickt das Google Nexus One und ein iPhone 3G S in den Ring. Es ist einer knapper Sieg für….

Das Nexus One hat laut Analysten von Flurry einen überaus schwachen Verkaufsstart hingelegt. Gerade mal 20.000 Smartphones konnte Google danach im ersten Monat absetzen. Das mag nicht am Gerät liegen, sondern am Vertriebsmodell. Das Nexus One ist vertragsfrei nur über eine Webseite von Google zu bestellen (mit Vertrag bei T-Mobile). Da Google keine eigenen Shops betreibt und auch keine Erfahrungen mit dem Endkundengeschäft verfügt, überrascht das Ergebnis kaum.

Das iPhone wurde in den ersten beiden Verkaufstagen 2007 rund 146.000 Mal verkauft – und damals sprach man von “enttäuschenden Zahlen“.

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Die iPhone-verrücktesten Länder

Von: Dirk Kunde, Freitag, 15. Januar 2010 10:52 Uhr

Philipp Nagele drüben bei Mobile Zeitgeist hatte eine brilliante Idee: Er hat die iPhone-Verkaufszahlen den Einwohnerzahlen verschiedener Länder gegenüber gestellt. So sieht man, welches Land am iPhone-verrücktesten ist. Tata…Tusch, es sind die Norweger. Irgendwie überrascht das.

Land iPhones1) Einwohner2) Pro 1.000 Einw.
Norwegen 400.952 4.812.000 83,32
Irland 319.427 4.515.000 70,75
USA 18.912.900 314.659.000 60,11
Schweiz 354.152 7.568.000 46,80
Schweden 420.092 9.249.000 45,42
Finnland 241.598 5.326.000 45,36
Ungarn 318.571 9.993.000 31,88
GB 1.689.388 61.113.205 27,64
Portugal 239.749 10.707.000 22,39
Österreich 173.027 8.364.000 20,69
Niederlande 226.952 16.592.000 13,68
Italien 750.033 59.870.000 12,53
Frankreich 632.599 62.343.000 10,15
Spanien 454.163 44.904.000 10,11
Deutschland 789.350 82.167.000 9,61
Rumänien 185.206 21.275.000 8,71
Polen 220.785 38.074.000 5,80
1) Source: http://iphonemeter.com 15.1.2010
2) Source: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Staaten_der_Erde

Mit Blick auf Deutschland habe ich mich ein wenig erschrocken, nur Platz 15 und nur 9,61 iPhones pro 1.000 Einwohner. Das ist viel zu wenig.

Die Erklärung: iPhoneMeter gibt für Deutschland aktuell 789.350 verkaufte iPhones an. Das ist eine veraltete Zahl. Es dürften schätzungsweise 2,5 Millionen sein. 1,2 Millionen hat Exklusivprovider T-Mobile* bereits im November 2009 “zugegeben”. Addiert man die vielen privaten Importe, die Verkäufe von Händlern wie dem 3G Store.de, Simyo, Blau.de aber auch die Angebote von Vodafone-Handelspartnern hinzu, dann dürfte das nicht übertrieben sein.

Damit hätte Deutschland einen iPhone-Kennziffer von 30,43. Schon besser. Damit lägen wir zwischen Finnland und Ungarn. Aber wenn unsere Zahlen nicht stimmen, wie sieht es dann für die anderen Länder aus?

* Die Zahl nannte Telekom-Finanzvorstand Timotheus Höttges bei der Präsentation der Zahlen für das 3. Quartal 2009.

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Handys verlieren, Smartphones gewinnen

Von: Dirk Kunde, Donnerstag, 13. August 2009 12:36 Uhr

Der Handymarkt in westlichen Industrienationen ist gesättigt. Dennoch verkauften die Hersteller im zweiten Quartal 2009 weltweit 286 Millionen Handys. Doch das sind 6,1 Prozent weniger als im Vorjahresvergleich. Die meisten Käufer ersetzen laut Marktforscher Gartner ein einfaches Handy durch ein Smartphone. Hier gab es mit 40 Millionen Stück ein Zuwachs von 27 Prozent im Jahresvergleich.

“Touchscreen and qwerty devices remained a major driver for replacement sales and benefited manufacturers with strong, touch-focused midtier devices. However, the decline in average selling price (ASP) accelerated in the first half of the year and particularly affected manufacturers that focus on midtier and low-end devices, where margins are already slim”, sagt Carolina Milanesi, Research Director bei Gartner Inc.

Zu den großen Gewinnern zählt Apple. Der weltweite Marktanteil bei den Smartphones beträgt mit gerade mal einer Modellreihe 13,3 Prozent (2,8 % in Q2 2008). Das ist der dritte Platz (siehe Tabelle). Großer Verlierer ist Nokia. Lag der der Marktanteil im dritten Quartal 2007 noch bei 48,3 Prozent, liegt er nun bei 45 Prozent. Allein im zweiten Quartal 2009 verlor Nokia nach einer GFK-Analyse in Deutschland fünf Prozent Marktanteil.

Weitere Tendenzen: Asiatische Hersteller wie Samsung (+10%) und LG (+5 %) legen zu. SonyEricsson (-7 %) verliert und Motorola (2 % Marktanteil) verschwindet fast komplett aus der Kundenwahrnehmung.

Weltweite Smartphone-Verkäufe an Endkunden im 2. Quartal 2009

Company

2Q09

Sales

2Q09 Market

Share (%)

2Q08

Sales

2Q08 Market

Share (%)

Nokia

18,441.0

45.0

15,297.9

47.4

Research In Motion

7,678.9

18.7

5,594.2

17.3

Apple

5,434.7

13.3

892.5

2.8

HTC

2,471.0

6.0

1,330.8

4.1

Fujitsu

1,249.0

3.0

1,071.5

3.3

Others

5,688.2

13.9

8,085.8

25.1

Total

40,962.8

100.0

32,272.7

100.0

Note: For HTC, Gartner counts only the company’s own-branded devices, including the G1.
Totals may not add to 100.0 percent due to rounding. Einheiten in 1.000

Quelle: Gartner (August 2009)

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Ende der exklusiven Vertragsbindung in Sicht?

Von: Dirk Kunde, Dienstag, 28. April 2009 10:55 Uhr

Wie lange wird T-Mobile das iPhone noch exklusiv verkaufen? © Telekom, 3Gstore.deWie lange wird T-Mobile das iPhone in Deutschland noch exklusiv vertreiben? Darüber wurde schon viel spekuliert. Neue Nahrung erhalten die Mutmaßungen durch Nachrichten aus den USA. Angeblich verhandelt Apple bereits mit Verizon (einer Vodafone-Beteiligung). Der exklusive Vertrag mit AT&T soll im kommenden Jahr auslaufen. Dem bisherigen Provider wird nachgesagt, auch über 2010 hinaus, Interesse am exklusiven iPhone-Verkauf zu haben.

Wenn der Vertrag in den USA also über drei Jahre läuft (2007 – 2010), wird das vermutlich in Deutschland, Frankreich und Großbritannien nicht viel anders sein. Auch hierzulande dürften die Wettbewerber mit den Hufen scharren.

Vodafone winkt bereits mit dem iPhone. Schon mehrfach wurde mir berichtet, dass Dienstleister bzw. Subunternehmer des Providers Bestandskunden mit iPhones zur Vertragsverlängerung bewegen möchte. In einem Fall wurde das iPhone für einmalig 100 Euro angeboten, wenn der Vertrag bei Vodafone verlängert würde. Ein interessantes Vorgehen, dass T-Mobile gar nicht gefallen dürfte.

Das Apple weiterhin Interesse an einer exklusiven Hardware-Vermarktung hat, darf man bezweifeln. Die Beteilung an den Einnahmen bei Flatrates sind nach oben gedeckelt. Beim AppStore sieht das ganz anders aus. Diese Einnahmen lassen sich skalieren, was eine Milliarde Downloads innerhalb von neuen Monaten eindrucksvoll belegen. Somit dürfte Apples Strategie sein, möglichst viele Geräte bei möglichst vielen Providern zu platzieren, um allein und ungestört am App-Verkauf zu verdienen.

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