Bei einer Anhörung vor dem Justizausschuss im US-Repräsentatenhaus sagte Apples Chef-Jurist Bruce Sewell, dass Unternehmen habe Ermittlern bei der Suche nach Flug MH 370 geholfen. Als Teil einer Antwort zum San Bernardino-Fall sagt er: “When the Malaysia Airline[s] plane went down, within one hour of that plane being declared missing, we had Apple operators cooperating with telephone providers all over the world, with the airlines [and] with the FBI to try to find a ping, to try to find some way we could locate where that plane was.” (Bei 5:02:30 im Video)

Erfolglose Hilfe

Die Boeing 777-200 von Malaysia Airline war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar verschwunden. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass einer der 239 Menschen an Bord ein iPhone bei sich hatte. Apples-Techniker versuchten eine Antwort (Ping) von einem Smartphone zusammen mit den GPS-Daten zu erhalten. Da der genaue Verbleib des Flugzeugs bis heute unklar ist, darf man annehmen, dass Apples Hilfe nicht von Erfolg gekrönt war.

Apple will keine Hintertür

Apple wehrt sich derzeit gegen die FBI-Forderung nach einer Hintertür in iOS, um die Verschlüsselung zu umgehen. In der Anhörung gab FBI-Boss James Comey zu, einen Fehler begangen zu haben, als Ermittler das iCloud-Passwort des Attentäters von San Bernardino eigenmächtig zurück setzten.

Apple geht es bei seinem Widerstand nicht nur um den Fall von San Bernardino, sondern um die generelle Möglichkeit der Ermittlungsbehörden, auf verschlüsselte Daten im iPhone zuzugreifen. Anfang dieser Woche hatte ein New Yorker Gericht in einem anderen Fall entschieden, dass sich die Antidrogenbehörde DEA und das FBI nicht auf den All Writs Act von 1789 stützen könnten. Das Gesetz aus dem 18. Jahrhundert decke nicht die Forderungen der Behörden nach Einsicht privater Daten, so Richter James Orenstein in seiner Begründung.

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