Knapp zwei Milliarden Dollar (1,918 Mrd. $) investierte Apple im zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres in Forschung und Entwicklung (R&D). Das sind 500 Millionen Dollar mehr als im gleichen Vorjahresquartal. Es ist mehr Geld als im gesamten Geschäftsjahr 2010 (endet im September) im Etat war, dem Jahr des iPad-Starts. „Es sieht ganz so aus, als ob das Management grünes Licht für Apples nächstes Großprojekt gegeben hat. Ich vermute, Apple hat damit begonnen, an Batterien, Telematik und dem autonomen Fahren im Bereich Personentransport zu arbeiten„, schreibt Neil Cybart von Above Avalon. Mit CarPlay und den Berichten über das Abwerben von Batterie-Experten wurden die Gerüchte um ein Apple-Auto bereits ordentlich angeheizt.

Risiken beim Autobau

Fahrerassistenz und – unterhaltungssysteme dürften zusammen mit alternativen Antrieben (Elektro) die kommenden Differenzierungsmerkmale beim Autoverkauf sein. Insofern hat Apple mit seinem Know-how und seinem Image gute Karten in diesem Segment. Ein Apple-Auto dürfte viele Abnehmer finden. Doch ist der Einstieg in eine neue Branche auch mit Risiken verbunden: Haftungsfragen, Sicherheit, staatliche Zulassungsregeln etc. So ein Produkt auf die Straße zu bringen, kann durchaus länger dauern als gehofft. Tesla kann ein Lied davon singen. Deren erstes Auto, ein Roadster, kam 2008 mit einiger Verspätung raus. Auch das Model X (SUV-Verschnitt) wurde bereits 2012 vorgestellt und kommt frühestens Ende 2015 auf den Markt. Das günstigere Model 3 für den Massenmarkt wird erst im kommenden Jahr präsentiert und soll dann 2017 verfügbar sein.

Abhängigkeit vom iPhone

Vielleicht liegen aber auch alle falsch und Apple entwickelt etwas ganz anderes. Die Erweiterung der recht übersichtlichen Produktpalette bestehend aus Uhr, iPhone, iPad, iPod und Macs (Laptop, Desktop, Pro, Server) ist jedenfalls sinnvoll. Das iPhone macht aktuell rund 70 Prozent des Umsatzes aus. Verliert das Smartphone an Popularität, leidet das gesamte Unternehmen. Mit zwei Milliarden Dollar kann man schon etwas Großes entwickeln. Vor allem wenn man bedenkt, dass in der Zeit der iPhone-Entwicklung 2005/2006 der Forschungs- und Entwicklungsetat bei gerade mal 125 Millionen Dollar lag.

Forschung Apple

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