Gute Nachrichten für Zeitungsverlage: Apple könnte sich laut amerikanischen Medienberichten bei der Weitergabe von Abonnenten-Daten demnächst etwas offener zeigen.

Das Dilemma: Verlage bieten ihre Inhalte – vor allem auf dem iPad – über den In-App-Kauf an. Das entspricht weitestgehend dem klassischen Abo-Modell. Nur erfahren die Verlage nicht, wer die Abonnenten sind. Das ist ihnen aber extrem wichtig, sie wollen ihre Kunden kennen. Zum einen benötigen sie die Angaben für ihre Mediadaten, also den Anzeigenverkauf, als auch für das Cross-Selling, also wer Zeitung A liest, dem könnte man noch Zeitschrift B andrehen.

Apple gibt die wertvollen Daten aber nicht an die Verlage weiter. Warum auch, sie kennen ihre iTunes-Kunden und das genügt ihnen. Doch nun scheint Apple weich zu werden, überlassen es jedoch dem Nutzer. Jeder Abonennt kann in der App über eine Option entscheiden, ob seine Angaben den Verlag erreichen sollen. Apple will von jedem Abo 30 Prozent – wie bei den Apps – und falls der Verlag iAds nutzt, noch mal 40 Prozent.

Da Steve Jobs nichts zu verschenken hat, bleibt die Frage: Was hat er davon? Die Gerüchteküche besagt: Rupert Murdoch ging mit Fox bereitwillig auf den 99-Cent-Deal bei Apple TV ein, wenn Apple im Gegenzug die Abo-Daten bei Zeitungen freigibt. Denn zum Murdoch-Reich gehört unter anderem das Wall Street Journal, das für 3,99 Dollar pro Woche Abos verkauft, aber bislang nicht weiß, wer seine Leser sind.

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