So das war´s erst mal. Aus und vorbei, vom iPhone-Fan gibt es keine App. Die Apple-Zulassungsprüfer teilen mir nach elf Tagen mit, dass sie meine App nicht reinlassen. Die Begründung ist einfach und einleuchtend: „We’ve completed the review of your app but cannot post this version to the App Store because the experience it provides is not sufficiently different from a web browsing experience, as it would be by incorporating native iOS functionality.“ Vereinfacht gesagt: Wer nur die Inhalte seiner Webseite abbildet, ist einer App nicht wert. Sinnvoll und nachvollziehbar, denn in den Regeln heißt es: „Apps that are simply web clippings, content aggregators, or a collection of links, may be rejected„.

Doch dann frage ich mich, wie die vielen deutschen Medien-Apps in den Store gekommen sind. Die bieten auch keine anderen Texte, Bilder und Videos in ihren Applikation. Und so ein Mädchen nackig schütteln (Bild) kann ja nicht der Weisheit letzter iOS-Schluss sein. Nur am Rande: eine App mit kopierten Wikipedia-Texten mit Hitler-Bildern samt Hakenkreuz im App-Icon durch zu winken, zeigt auch nicht gerade von Konsistenz bei der App-Prüfung.

Aber Leser mit iPhone kommen die Artikel dennoch auf dem Smartphone lesen. Ich setze das Plugin WPtouch Pro des kanadischen Anbieters Bravenewcode dafür ein. Damit wird meine Webseite auf Smartphones (nicht dem iPad) in einer lesefreundlicheren Darstellung präsentiert. Wer sich die Adresse als Icon auf einen Home-Bildschirm legt, bekommt eine Web-App, die in nicht einer nativen App nachsteht.

Ein Fingertipp auf das iPF-Symbol startet die App. Alle Artikel sind in einer kurzen Übersicht. Man sieht direkt, aus welcher Kategorie der Beitrag ist und ob schon jemand einen Kommentar hinterlassen hat. In der Artikelansicht, sieht man den kompletten Text mit Bild, nur eben auf den kleineren Bildschirm optimiert. Man kann Artikel kommentieren oder direkt weiterleiten (Mail, Twitter, Facebook, Delicious oder Instapaper).

Im Menü gibt es eine Suchfunktion, gespeicherte Suchergebnisse, RSS-Feed, einen Link zur Facebook-Fanpage und die Möglichkeit, der Redaktion eine Mail zu schreiben.

Die Geschichte mit meiner App ist komplex: Also eigentlich gibt es seit Februar 2010 doch eine App vom iPhone-Fan im AppStore. Mit der bin ich aber höchst unzufrieden und kann sie auch nicht empfehlen. Sie entstand aus meinen RSS-Feeds und mithilfe des amerikanischen Anbieters AppMakr. Die überarbeitete Fassung, die deutlich besser in Optik und Nutzung, basiert allerdings auf der Erstversion. Diesmal habe ich die App über mein eigenes Entwickler-Konto bei Apple eingereicht und nach knapp zwei Wochen die oben erwähnte Absage erhalten.

12 KOMMENTARE

  1. Wegen der Ablehnung der iPhone-Fan-App: Ich frage mich, wie die Analphabeten von ifun dann ihre App in den Store bekommen haben. Diese macht auch nichts anderes, als den Webinhalt formschön auf’s iPhone zu packen. Ok, Push gibts da noch, aber ist das große Unterschied?

  2. Seltsame Apple-Logik. Denn wenn ich zum Beispiel iFun und co ansehe, dann machen die auch nix anderes, als Du. Liegt wohl wirklich nur am Namen der Seite…
    Trotzdem: besser ne Web-App als gar keine. Und zur Not die normale App einfach bei Cydia abladen 😉

  3. Wirklich sehr sehr schadeIch sage immer: „Geld ist Macht“.So ist es und so wird es auch immer sein.Aber ich habe die Seite schön auf mein Homescreen und es geht auch so
    Lass dich nicht Ärgern und an dieser Stelle ein fettes LOB an dich
    Beste Grüße.

  4. Wechsel die Domain und du wirst sehen, Apple nimmt dich. Warum andere Apps mit iPhone domain genommen wurden? Weil die sich eine Erlaubnis geholt haben und vielleicht ein paar tausend geflossen sind.

    du machst dich übrigens strafbar mit der iphone-fan domain.

  5. Super ärgerlich!
    Vor allem, weil es doch schon eine App gibt und die neue eine deutliche Verbesserung darstellt. Aber eine Google App zulassen, die (zumindest in den frühen Versionen) lediglich aus ein paar Links zu den Google-Services bietet.
    Die iPhone-optimierte Website gefällt mir sehr gut. Großes Lob.
    Vielleicht ist ja das hier eine alternative fürs iPad.
    http://techcrunch.com/2010/07/27/turn-your-blog-into-an-ipad-native-with-padpressed/

    Grüße und weiter so!

  6. Hallo,

    das liegt daran, dass du das Wort „iPhone“ in deiner Domain hast. Da wird Apple immer sauer und guckt genauer hin.
    Theoretisch könnten sie dich sogar anzeigen deswegen

  7. Das find ich ja jetzt mal echt ärgerlich!Ich stellte mir nach dem Lesen Ihres Artikel auch die Frage,wie haben das die Anderen wohl geschafft?!

    So nebenbei, Ihre Seite ist sehr zu empfehlen! Nur schade wegen der App.
    Falls Sie nochmal grafische Unterstützung bezüglich Ihrer App benötigen, dann würde ichmich freuen Ihnen behilflich sein zu dürfen.

    Generell würde ic hmich auch über einen kleinen Leitfaden bezüglich der App-Programmierung freuen!

    MfG

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