In diesem Jahr ist Apple mit seiner Produktvorstellung vom Moscone Center ins größere Bill Graham Civic Auditorium (bis zu 7.000 Sitze) in San Francisco umgezogen. Hier präsentierte CEO Tim Cook das iPhone 6s (4,7 Zoll) und 6s Plus (5,5 Zoll). Sowie die übrigen, vollkommen korrekt vorausgesagten Produkte, wie iPad Pro und Apple TV.

Beim nächten iPhone wird eine Technik übernommen, die bislang nur in den Touchpads der Macbooks zum Einsatz kommt. 3D Touch erkennt den Druck, den der Nutzer mit seinem Finger auf den Bildschirm ausübt und ermöglicht so neue Befehle, beispielsweise eine Vorschau, ohne dass eine neue App geöffnet wird. Oder ein App-Wechsel ohen Druck auf die Home-Taste. Der Coprozessor M9 ist nun Teil des neuen A9 Chips. „Hey, Siri“, die sprachbasierte Aktivierung funktioniert jetzt auch, wenn das iPhone nicht an eine Stromquelle angeschlossen ist. Die Rückseiten-Kamera macht 12 Megapixel-Fotos und nimmt 4K-Videos (8 Millionen Pixel in jedem Bild) auf. Die Frontkamera hat 5 Megapixel und der Bildschirm fungiert als Blitz für Selfies.

3D Touch ermöglicht auch Live Photos, ein längerer Fingerdruck aktiviert die Wiedergabe des Bildes. Live Photos sind vereinfacht gesagt kurze Videos. Diese Fotos werden genauso wie bisher aufgenommen, doch die iPhone-Kamera speichert einige Sekunden nach dem Auslösen als Bewegtbild.

Die neuen Smartphone-Modelle in Grau, Dunkelgrau, Gold und Rosgold kann man ab dem 12. September 2015 bei Apple, bei den Mobilfunkprovidern oder anderen Anbietern vorbestellen, die mitunter sogar ein iPhone 6S verlosen. Die Auslieferung bzw. der Verkauf beginnt ab dem 25. September 2015. Die Preise für ein iPhone 6s starten bei 739 Euro für 16 GB Speicher (849 Euro – 64 GB, 959 Euro – 128 GB) und das günstigste iPhone 6s Plus gibt es für 849 Euro (16 GB). Die anderen Varianten kosten 959 Euro (64 GB) und 1.069 Euro (128 GB). Das neue iOS 9 gibt es ab dem 16. September 2015 als kostenloses Upgrade.

Fernsehen – das sind Apps

Apple hat sein Apple TV überarbeitet. Es ist eher eine Evolution als eine TV-Revolution. Tim Cook spricht zwar vom „Golden Age of Television“, doch das bezieht sich vor allem auf die Inhalte. Für Apple sind Apps die Zukunft des Fernsehens. Lineares Fernsehen wie wir es bislang kennen hat ausgedient.

Die kleine schwarze Box von Apple sieht immer noch gleich aus, doch die Fernbedienung wurde erweitert. Sie hat ein Touch-Feld, Knöpfe und versteht Sprachbefehle. Siri kommt also ins Fernsehen. Wer eine Fernsehserie oder Kategorie per Sprachbefehle durchsucht, bekommt nicht nur Inhalte aus iTunes angezeigt, sondern auch von Hulu, Netflix und HBO. Natürlich bietet Apple TV auch den Zugang zu Apple Music und weiteren Apps.

Die Apple TV Box läuft mit dem neuen Betriebssystem tvOS auf Basis von iOS. Entwickler können speziell für den App Store auf der Fernsehbox Apps entwickeln. So wird es Spiele aber auch Shopping-Apps wie beispielsweise Gilt (Fashion) geben – der Traum eines jeden Home-Shopping-Kanals. Universal Apps beziehen sich nun auf iPhone, iPad und Apple TV. Die wiederaufladbar Fernbedienung funktioniert mit Bluetooth 4.0, muss also nicht in Richtung des Fernsehers gehalten werden. Die neue Apple TV Box gibt es ab Ende Oktober zum Preis von 149 Dollar (32 GB) und 199 Dollar für 64 GB Speicher.

Apple TV Siri

Das iPad wächst und wird zum Pro

Während Tim Cook bei der Einführung des iPad Pro auf die geschäftliche Nutzung abzielt, hebt Phil Schiller vor allem private Anwendungen hervor: Filme, Spiele, Bücher und Fotos. Das iPad Pro hat eine Bildschirmdiagonale von 12,9 Zoll (32,8 cm) und 2.732 x 2.048 Pixel (5,6 Millionen Pixel). Innen arbeitet der neue A9X-Chip, das Gerät ist damit schneller als 80 Prozent der aktuellen Laptops. Dabei ist es nur 6,9 mm dünn und die Batterie hält bis zu zehn Stunden. Es wurden vier Lautsprecher und eine 8 Megapixel iSight Kamera verbaut. Apple bietet dazu eine spezielle Tastatur-Halter-Hüllen-Kombination (169 Dollar). Optional gibt es den Apple Pencil, einen Stift, der präzisere Befehle ermöglicht (je nach Druck und Winkel). Der Nutzer kann gleichzeitig seine Finger und den Pencil nutzen. Die Entscheidung: Laptop oder Tablet wird damit noch schwieriger.

Als Business-Anwendungen durften Microsoft und Adobe Apps vorführen. Mit Fingergesten lassen sich Diagramme oder Layouts erstellen. Mit Multitasking und zwei geöffneten Fenstern wird das iPad Pro tatsächlich ein Arbeitswerkzeug. Der Verkauf startet im November 2015 und der Preis liegt zwischen 799 bis 1079 Dollar für 32 bis 128 GB Speicher. Der Pencil kostet 99 Dollar.

iphone-6s Tim CookApple Watch bekommt Updates

Tim Cook hebt zwar nochmals die Vorteile und Kundenbegeisterung über die smarte Uhr hervor, doch Verkaufszahlen nennt er nicht. Inzwischen sind 10.000 Apps kompatibel mit der Apple Watch. Der Facebook Messenger und die GoPro Kameravorschau kommen auf die Uhr. Fashion-Victims können nun ein Lederarmband sowie weitere bunte Kunststoffarmbänder, darunter ein Rotes (Zugunsten der Aids-Hilfe), bekommen.

Kleiner Nachtrag zum Pencil (Stylus). Zum Start des iPhones hat sich Apple-Boss Steve Jobs noch über derartige Stifte lustig gemacht…

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