Erst kürzlich wurde der Jailbreak von iPhones in den USA vom Copyright Office genehmigt, da wird ein Patentantrag von Apple publik, der in eine ganz andere Richtung geht. Unter dem Titel “Systems and Methods for Identifying Unauthorized Users of an Electronic Device” will sich Apple den Fernzugriff auf sämtliche iPhone sichern, die per “hacking, jailbreaking, unlocking, or removal of a SIM card” verändert wurden.

Ein Missbrauch kann zur Löschung von Inhalten führen, aber auch zur Aktivierung der iPhone-Kamera. Apple könnte ein Foto mit Geo-Daten machen und auf eigene Server hochladen. Offiziell soll damit ein Missbrauch von sensiblen Daten wie Kreditkartennummern oder Passwörtern bei Diebstahl verhindert werden bzw. den unrechtmäßigen Nutzer überführen.

Aktiviert werde der Fernzugriff beispielsweise, wenn ungewöhnlich viele Daten übertragen werden, was auf einen Jailbreak oder sonstigen Missbrauch hinweisen könnte. Diese Technik wäre die perfekte Überwachung sämtlicher Nutzer zu jeder Zeit.

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Ein derartiges Patent hätte fatale Folgen. Es bleibt unklar, warum Apple nach dem Verkauf eines iPhones immer noch Zugriff auf die Hardware haben möchte. Auch die Wettbewerbsbehörden der USA und EU werden hier vermutlich, neben den bereits laufenden Untersuchungen, ein Auge drauf werfen.

2 Kommentare

  1. Da kann man nur hoffen, das dieses Patent – wenn es nicht gleich abgelehnt wird – von der „Hacker”-Gemeinde á la Apple’s-Killswitch gekillt wird.
    Auch wenn die Idee bzgl. sensibler Daten gut ist.
    Aber: was sind viele Daten? Was, wenn ich ein komplettes Album von iTunes kaufe – da werden auch eine Menge Daten bewegt 🙂

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