Preisabsprachen wohin man schaut: Zucker, Kartoffeln, Benzin und nun auch noch eBooks. All Things D veröffentlicht den Mailverkehr zwischen Steve Jobs und James Murdoch zum Thema digitale Bücher aus dem Jahr 2010. Der ehemalige Apple-Boss will mit dem Chef der News Corp, zu dem der Verlag HarperCollins gehört, eine Allianz gegen Amazon schmieden. Amazon verkauft digitale Bestseller für 9,99 Dollar. Jobs plädiert für eine Spanne zwischen 12,99 und 14,99 Dollar – mehr sei im Markt nicht durchzusetzen, aber darunter sollte der Preise keinesfalls liegen. Das Ganze soll bitte vertraulich behandelt werden, „(I´d appreciate it if we can keep this between you and me):

Markt für eBooks ist umkämpft

Solche Sätze rufen natürlich das US-Justizministerium auf den Plan, die ermitteln wegen des Verdachts auf Preisabsprachen. Ob sie das anhand des Schriftverkehrs auch vor Gericht belegen können, ist eine andere Frage. Man kann es auch so lesen, dass hier zwei Marktteilnehmer, sich gegen einen aggressiven Wettbewerber (Marktanteile um jeden Preis) positionieren.

Die Diskussion um den korrekten Preis für digitale Güter dürfte uns noch eine Weile beschäftigen. Den Wert eines Buches, einer TV-Folge oder eines Liedes sollten nicht die Kosten der Herstellung, Vervielfältigung und Distribution bestimmen, sondern die künstlerische Leistung. Viel Raum zum Debattieren. Das war in einer analogen Welt einfacher, da hat niemand die Preise in Frage gestellt (und die Buchpreisbindung lassen wir mal ganz Außen vor.)

Jobs-Murdoch-exchange

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