Jim Courtney vergleicht den Blackberry Storm auf Gigaom mit einem Stealth Flieger. Das Smartphone bewege sich unterhalb des Medienradars, werde aber nach seiner Markteinführung diesen Herbst größere Marktanteile erobern können.

Seine Gründe: Mit Verizon (70 Millionen Kunden) und Vodafone hat RIM die richtigen Provider in den USA gewählt. Zum einen haben beide eine große Kundenbasis und zum anderen eine gute UMTS-Abdeckung (3G). In Deutschland ist Vodafone exklusiver Vertriebspartner. Der Verkauf beginnt Mitte November.

Tastatur und Touchscreen. RIM will auf seine Tastatur nicht verzichten und gleichzeitig das Touchscreen-Konzept von Apple kopieren. Herausgekommen ist eine innovative Tastatur auf dem Bildschirm. Sie funktioniert hochkant, als auch quer (landscape) als vollständige QWERTY-Tastatur. Der Clou: Der Vibrationsmechanismus des Storms reagiert auf jeden Tastendruck, so dass man beim Tippen einen Widerstand spürt, wie bei einer richtigen Tastatur.

Von Unternehmen akzeptiert. Im Gegensatz zum iPhone ist Blackberry längst Alltag in vielen Unternehmen. Die IT-Abteilungen sperren sich nicht gegen den Support, meist ist die entsprechende Infrastruktur bereits vorhanden.

Der Blackberry App Store. Voraussichtlich im März 2009 geht der AppStore für Blackberrys online. Dann können die rund 4.000 existierenden Programme (Applikationen) an einer zentralen Stelle erworben werden, sei es via Rechner oder direkt vom Blackberry. Doch hier ist der Hinkefuss: Der Storm verzichtet auf WLAN (WiFi). Das ist eine schwere Hypothek, vor allem für Geschäftsleute, die sich im Unternehmen, im Hotel, auf der Messe, am Flughafen oder Bahnhof an den schnellen WLAN-Zugang gewöhnt haben.

Die Anzahl der Applikationen für Blackberrys dürfte schnell zunehmen, nicht allein wegen des BlackBerry Partners Fund, der mit 150 Millionen Dollar für die Entwicklung neuer Anwendungen gefüllt ist. Auch die Möglichkeit, den Unterhaltungsaspekt mit Spielen, Videos und Musik, stäker abzudecken, trägt zur Popularität der einstmals klobigen „Taschenrechner“ bei. Mit der Zusatzsoftware MediaSync kann man schon jetzt Lieder aus iTunes für den Blackberry konvertieren und auch synchronisieren.

Jim Courtney glaubt, dass Blackberry mit dem Storm seine führende Position im Smartphone-Markt festigen kann. Da habe ich meine Zweifel. Blackberry liegt bei den Absatzzahlen aktuell hinter Apple. Im vergangenen Quartal verkauft Apple 6,9 Millionen iPhones und RIM 6,1 Millionen Blackberrys. Beim Umsatz wird es noch deutlicher. Apple liegt auf Platz drei nach Nokia und Samsung. Das kanadische Unternehmen RIM kommt erst auf Platz sieben.

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