Geschichten rund um Medienmacher auf meedia.deMeedia, Deutschlands Medien-Portal, hat seine eigene App. Für die Zielgruppe ist das nicht unwichtig, auch wenn eigentlich eine iPhone-optimierte Webseite ausreichen würde. Aber so können die gehetzten Chefredakteure, Verlagsleiter und Content-Verantwortlichen zwischen Kostensenkungssitzung und Brainstroming für neue Revenue-Share-Modelle auf die Schnelle nachlesen, was oder wer in ihrer Branche los ist.

Bei inhaltsgetriebenen Apps hat sich mittlerweile ein De-facto-Standard beim Layout entwickelt, dem auch die Meedia-Macher aus der Alten Pianofabrik im Hamburger Schanzenviertel folgen. Die Topstories nehmen die Startseite ein und unten sind noch vier weitere Rubrik-Buttons: Unter „News“ findet man alles, was es nicht auf die Startseite geschafft hat. Mit „Blogs“ sind die Tagebücher der bislang sechs Meedia-Autoren gemeint. Die letzten beiden Rubriken finde ich sehr pfiffig. Wer einen schnellen Überblick bekommen möchte, mit welchen Geschichten und welcher Gestaltung die großen deutschen Tageszeitungen aufmachen, findet das unter „Zeitungen“ und die wichtigsten Schlagzeilen der Online-Angebote von Spiegel, Focus, stern, Welt und FTD findet man unter „Browser

Die Bildkompositionen der Aufmachergeschichten sind reichlich wild: Bis zu drei Gesichter vor einer Homepage oder einem Logo. Boulevardesk, aber an die „Abgedrehtheit“ mancher Turi2-Bildideen kommt Meedia noch nicht heran. Dagegen ist die Versandoption für Texte klasse gemacht: Per Mail, SMS und Twitter lassen sich die Artikel verschicken. Da ist die hämische Freude über den gescheiterten Mitbewerber schnell mit Kollegen geteilt. Die selbstverliebte Branche wird den Branchenporno auf dem iPhone mit Begeisterung aufnehmen, da bin ich mir sicher.

Preis: Kostenlos, Größe: 1,4 MB

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