Mit dem Facebook Messenger kann man ein Taxi bestellen. Und so funktioniert’s:

1. Facebook Messenger auf dem Smartphone öffnen.
2. Neuen Chat mit „Taxi Messenger“ als Empfänger starten.
3. Eigenen Standort senden (Drei-Punke-Icon / Ort). Da eine GPS-Lokalisierung über die Browser-Version des Facebook-Messengers nicht möglich ist, funktioniert die Taxibestellung per Messenger ausschließlich über die Facebook Messenger App.
4. „Taxi Messenger“ sendet eine Antwort mit der übermittelten Adresse des Nutzers zur Bestätigung
5. Abholzeit mit „JA sofort“ oder Wunschzeit bis maximal 24 Stunden im Voraus angeben.
6. Handynummer eingeben/bestätigen und damit den Auftrag aktivieren.
7. Der Auftrag wird an die zuständige Taxizentrale übermittelt und der Nutzer erhält einen Bestätigungstext und das Taxi kommt.

Start in 100 deutschen Städten

Facebook realisiert zusammen mit der Genossenschaft der Taxizentralen sowie taxi.eu  die Erreichbarkeit der Taxizentralen, ohne dass Nutzer noch eine Rufnummer benötigt. Der „Taxi Messenger“ funktioniert in fast 100 Städten im gesamten Bundesgebiet. Bei diesen landet die Bestellung vollautomatisch im Buchungssystem. Hinterlegt sind weitere rund 2.500 Städte und Gemeinden: Alle Orte mit über 5.000 Einwohnern in Deutschland sind enthalten. Ist eine Taxizentrale nicht an die Software angeschlossen, liefert der „Taxi Messenger“ die Telefonnummer der lokalen Taxizentrale. „Geschätzt nutzen rund 14 Millionen Menschen in Deutschland den Facebook Messenger aktiv. Mit unserem neuen Service `Taxi Messenger´ ermöglichen wir den Verbrauchern die Taxibestellung nun also auch unmittelbar über einen der beliebtesten Kommunikationskanäle der Sozialen Medien“, sagt Dieter Schlenker, Vorstandsvorsitzender von Taxi Deutschland eG.

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Facebook Messenger statt Browser

Dass Facebook viel mit dem Messenger noch viel vor hat, weiß man spätestens seit der F8 Entwicklerkonferenz im Jahr 2015. Ein eigener App-Store für Drittanwendungen sowie die komplette Abwicklung von Services und Einkäufen (eCommerce) ist geplant. In diesem Jahr ging es vor allem um automatisierte Chatbots. Das Ziel ist klar: Der Messenger soll den Browser ablösen. Die 900 Millionen Nutzer sollen sich, vor allem auf dem Smartphone, ausschließlich in der blauen Facebook-Welt bewegen.

Wettbewerber aus dem Weg geräumt

Man fragte sich, warum kaufte Facebook 2014 den Messenger-Wettbewerber Whatsapp für sagenhafte 19 Milliarden Dollar? Zumal die Software (sicherheitstechnisch) löchrig wie ein Schweizer Käse war. Man Whatsapp (damals) nicht im Desktop-Browser oder auf dem Tablet nutzen konnte, da die Funktion an eine SIM-Karte bzw. Handynummer gekoppelt ist. Natürlich, da waren die Millionen Nutzer, vor allem in Ländern, in denen der Facebook Messenger noch schwach vertreten war. Aber rückblickend betrachtet, gab mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas anderes den Ausschlag für das Milliarden-Angebot: Mark Zuckerberg hegte schon damals die Expansionspläne für den Messenger und ein erfolgreiches Whatsapp wäre da nur im Weg gewesen. Frei nach dem Motto: Mach Feinde, die Du nicht besiegen kannst, zu deinen Freunden. Whatsapp jedenfalls ist heute unter der Facebook-Kontrolle. Wie Mark Zuckerberg mit einem millitärartigen Lockdown auf den Start des Social Networks Google+ reagierte, hat ein ehemaliger Facebook-Mitarbeiter hier wunderbar zusammengefasst.

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