Kickin´Ass – jemanden gehörig in den Hintern treten. Das beschreibt wohl am besten, was Apple am liebsten macht. Die Hersteller von MP3-Playern, von Smartphones als auch von Tablets, die gesamte Musikindustrie, die Macher von Animationsfilmen und demnächst die TV-Branche können davon ein Klagelied singen. Sind die Mobilfunkprovider die nächsten „Chormitglieder“?

Gerüchteweise arbeitet Apple zusammen mit Gemalto an einer Lösung, die den europäischen Mobilfunkprovidern so gar nicht gefallen dürfte. Apple könnte das iPhone demnächst mit vorkonfigurierter SIM-Karte anbieten und zwar nur in den eigenen Läden und im Online-Store. Der Kunde entscheidet sich dann beim Aktivieren, welchen Provider er nutzen möchte. Das eröffnet dem Netz-Hopping, je nachdem wo die Minute oder das MB gerade günstiger ist ,Tür und Tor. Außerdem wäre es ein Segen für Reisende in Europa.

Die Provider wären nur noch Steigbügelhalter, die in einem wilden Preiswettbewerb um Marktanteile kämpfen. Aber Apple hat sich ja noch nie um das Wohl von Partnerunternehmen geschert. Mein Lieblingsbeispiel: 1997 rettet Microsoft mit einem 150-Millionen-Dollar-Investment Apple. Ein paar Jahre später greift Apple dennoch mit einer Safari-Version für Windows an und bringt auch iTunes auf die Dosen.

Gemalto ist ein börsennotiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Amsterdam. Im Jahr 2009 wurde mit 10.000 Beschäftigten in 40 Ländern ein Umsatz in Höhe von 1,7 Milliarden Euro erzielt.

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