Angeblich verliert die Telekom noch in diesem Jahr das Exklusivrecht für den Vertrieb des iPhones in Deutschland. Der Focus rührt kräftig im Topf der Gerüchteküche. Spätestens zum lukrativen Weihnachtsgeschäft dürften auch Vodafone und O2 das Smartphone verkaufen, werden die nebulösen Branchenkreise zitiert.

Ein Ende des Exklusivvertriebs nach drei Jahren würde in die Apple-Strategie passen. Auch in Großbritannien verkaufen seit diesem Jahr neben O2 noch Vodafone und Orange das iPhone. In Frankreich kann man direkt bei Apple Simlock-freie iPhones bestellen. Laut einem älteren Zeitungsbericht läuft der Vertrag in Deutschland mit der Telekom bis 2012, doch beide Seiten haben im vierten Quartal 2010 ein Sonderkündigungsrecht. Eventuell macht Apple davon Gebrauch. Eine weitere Spekulation: Apple entschädigt die Telekom für den Verlust in Deutschland mit Vertriebsrechten in den USA, um dort auch das AT&T-Monopol aufzubrechen.

Die Telekom hat laut dem Focus-Artikel 1,9 Millionen iPhones in Deutschland verkauft. Zusammen mit den Eigenimporten und Import-Anbietern dürften schätzungsweise drei Millionen iPhones in Deutschland funken.

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Nachtrag: An den Gerüchten ist wohl mehr dran. Auch das Wall Street Journal berichtet darüber und sagt ein Ende der Exklusivbindung vielleicht schon für Oktober voraus, also mit Beginn des vierten Quartals. Das würde auch erklären, warum sich Deutschland-Chef van Damme neulich im Focus kritisch gegenüber Apple geäußert hat. Wenn die Kündigung bereits auf dem Tisch liegt, kann man auch mal austeilen.

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