Das war ein dickes Oster-Überraschungs-Ei: Mark Zuckerberg kündigt an, man werde die Foto-Gemeinschaft Instagram für eine Milliarde US-Dollar in Aktien und Bargeld übernehmen.

Eine Hammer-Nachricht, wenn man sich anschaut, was bislang für Foto-Communitys bei Übernahmen gezahlt wurde – für flickr gab es gerade mal 30 Milionen Dollar. Der Kauf ist umso erstaunlicher, wenn man sich anschaut, dass Instagram bislang keinen Umsatz generiert. Das Unternehmen aus South Park in San Francisco hat 13 Angestellte und 9 Investoren. Die beiden Gründer Kevin Systrom (40 Prozent der Anteile) und Mike Krieger (10 Prozent der Anteile) fingen im März 2010 an, im September des Jahres kam die erste App-Version in den Store. Die Android-App ist gerade mal wenige Tage alt.

DFotos mit Filtern in Instagram bearbeiten und der Welt zeigenie beiden begeisterten sich für alte Fotoapparate. Mit ihrer App sollte es möglich sein, wie mit einer Polaroid oder einer analogen Spiegelreflexkamera, auf einem Smartphone zu fotografieren. Mithilfe von Filtern werden die Aufnahmen „gealtert“. Dabei zeigen sich die Nutzer gegenseitig ihre Fotos – vor allem Strandbilder und Sonnenuntergänge. Doch Spot ist zwecklos, das Start-up war mit seiner Idee über alle Maße erfolgreich. Hatte die Foto-Gemeinschaft Anfang 2011 rund eine Million Mitglieder, waren es im Dezember 2011 bereits 15 Millionen. Heute sind es rund 30 Millionen, einige Schätzungen gehen von 50 Millionen Nutzern aus. Prominentester Nutzer ist wohl Teenie-Star Justin Bieber. Seine Aufnahmen zogen hundertausende Kommentatorinnen an. Angeblich forderte Biebers Manager dafür eine Kompensationszahlung. Die Gründer lehnten ab – Bieber nutzte Instagram weiterhin.

Wo zeigt man seine tollen Aufnahmen von unterwegs am liebsten? Richtig, im Social Network. Da die Zukunft „Social“ und „Mobile“ ist, dürfte Zuckerbergs Kauf durchaus Sinn machen. Ob die Höhe des Kaufpreises allerdings gerechtfertigt ist, muss sich noch zeigen.

Übernahmen von Foto-Diensten (c) Business Insider

1 KOMMENTAR

  1. „seine rechnerisch 42,22 Dollar pro Nutzer“ wohl eher das Doppelte, min 50 % sind schon bei Facebook!
    Warum gibt man so viel Geld pro User aus? Mal sehen was kommt Facebook will natürlich damit Geld machen.

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