FBI Akte über Steve P. JobsAuf Drängen der Zeitung Wall Street Journal hat das Federal Bureau of Investigation (FBI) die Akte über Steve Paul Jobs freigegeben. Auf 191 Seiten kann man jetzt nachlesen, was im Auftrag des damaligen Präsidenten George W. Bush 1991 über den ehemaligen Apple-Boss gesammelt wurde. Wobei: Zu dieser Zeit war Jobs bereits bei Apple rausgeflogen und Chef des Computerherstellers NeXT. Außerdem war er Eigentümer des Animationsstudios Pixar. Zu diesem Zeitpunkt war Pixar noch mehr ein Hersteller leistungsstarker Grafik-Rechner. Der erste Erfolg mit Filmen kam  vier Jahr später mit Toy Story.

Jobs besaß laut Gawker bereits seit 1988 eine Freigabe des FBIs für geheime Unterlagen der Klasse Top Secret. Der US-Geheimdienst war zu dieser Zeit an Software von Pixar zur Auswertung von Satellitenaufnahmen interessiert.

Der FBI-Hintergrundcheck im Jahr 1991 ging der Aufnahme in den Beraterstab des Präsidenten zum Thema Außenhandel voraus. Allerdings mussten die Special Agents Geduld an den Tag legen. Jobs Büro ließ mitteilen, dass er in den nächsten drei Wochen keine Zeit, nicht mal eine Stunde, für eine Befragung hätte. Die Akte dokumentiert Aussagen von 29 Freunden, Nachbarn, Kollegen und Geschäftspartnern. Die sind nicht immer schmeichelhaft: „Mehrere Personen bezweifeln seine Aufrichtigkeit, Mr. Jobs würde es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen und die Realität verbiegen, um seine Ziele zu erreichen.“ Im Großen und Ganzen sprechen sie ihm jedoch ihr Vertrauen aus und empfehlen ihn für ein öffentliches Amt.

Jobs hege keinerlei Vorurteile gegen Bevölkerungsschichten, Rassen oder Religionen. Auch seien keine Alkohol- oder Drogenprobleme bei den Befragten bekannt. In seiner eigenen Befragung berichtete Jobs von seinen Erfahrungen mit Drogen (Marihuana und LSD) in den 70er Jahren. Auch wurde er zu seiner unehelichen Tochter befragt. Man wollte überprüfen, ob der Unternehmer erpressbar sei. Die Akte hält fest, dass der Unternehmer nach Japan und Russland gereist sei, allerdings keine nahen Verwandten in kommunistisch regierten Ländern habe.

Im Jahr 1985 drohte ein Erpresser dem Apple-Gründer mit Bomben, die in drei Häusern versteckt seien. Er forderte von Jobs eine Million Dollar, sonst würde die Sprengsätze explodieren. Jobs schaltete das FBI ein, doch weder Erpresser noch die Bomben wurden gefunden.

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