Die Info in meinen Einstellungen sagt, dass ich 10.681 Fotos auf meinem iPhone mit mir herumtrage. Da hat sich so einiges angesammelt. Leider bewahrheitet sich da der Spruch: „Das schauste Dir doch nie wieder an.“ Doch bei den Aufnahmen aus der zurückliegenden Dekade sind etliche tolle Bilder dabei. Als Geschenk oder als Jahres-Sammlung habe ich davon schon Fotoalben gemacht. Es gibt Dutzende Apps, mit denen man Fotobücher, Kalender, Tassen und allerlei andere Dinge mit persönlichen Aufnahmen versehen kann.

Heute geht es um das Drucken von Fotos. Etliche Drogerien bieten Fotodrucker in ihren Filialen an. Man schließt das iPhone per Kabel, WLAN oder Bluetooth an den Drucker an. Doch in der Praxis habe ich mehrere Anläufe benötigt, bis die Verbindung endlich stand. Außerdem möchte man sich dort ungern länger aufhalten und private Aufnahmen auf dem Monitor sortieren, wobei andere Kunden im Laden einem über die Schulter schauen.

Multifunktionsdrucker mit AirPrint

Angenehmer ist der Fotodruck in den eigenen vier Wänden. Natürlich findet man im Technik-Handel spezielle Fotodrucker, doch die Anschaffung lohnt sich nur, wenn man regelmäßig Schnappschüsse zu Papier dringt. In der Regel tut es ein gewöhnlicher Tintenstrahl- oder Laserdrucker. Einzige Voraussetzung: Er sollte farbig drucken können. Qualitativ sind etliche Tintenstrahl-Drucker beim Fotodruck gleichauf mit Laser-Druckern. Es ist letztendlich eine Preisfrage. Ich bin ein großer Freund von Multifunktionsdruckern. Sie können Drucken, Faxen, Scannen und Kopieren. Für die gelegentlich im Privathaushalt anfallenden Druck-Jobs werden viele günstige Einstiegsgeräte angeboten. Teuer wird es später beim Kauf neuer Druck-Patronen. Darum: Schon beim Kauf nach dem Preis von Tinte oder Toner schauen.

Bei der Anschaffung sollten Sie für den Fotodruck auf die Funktion AirPrint achten. Das ist Apples Standard für eine kabellose Übertragung von Druckaufträgen. Oft wird auch NFC angegeben. Das steht für Near Field Communication. Allerdings gibt Apple seinen NFC-Chip im iPhone nur für den Bezahldienst Apple Pay frei. Die NFC-Druckfunktion können bislang nur Android-Besitzer nutzen. Hat der Drucker kein AirPrint, ist eventuell Google Cloud Print eine weitere Option. Über die Google-Cloud sendet man das Foto an den heimischen Drucker. Der muss dazu vorher einmal angemeldet werden und sollte über das Internet (via Computer) erreichbar sein.

Drucken mit AirPrint

Ist der Drucker über AirPrint im heimischen WLAN erreichbar, tippt man in der Fotoansicht auf das blaue Weiterleitungssymbol (ganz links). Bei den diversen Optionen (sind in iOS 13 eine ganze Menge geworden) findet man weiter unten auch „Drucken“. In der Druckerauswahl wird angezeigt, welche AirPrint-fähigen Geräte zur Auswahl stehen. Jetzt kann man noch die Anzahl und die Farb- bzw. Schwarz-Weiß-Ausgabe bestimmen. Nach wenigen Sekunden sollte der Drucker anfangen und das Foto zu Papier bringen.

Ein klassisches Foto auf einem DIN A4-Blatt auszudrucken, macht wenig Freude. Zum einen ist das Papier viel zu groß, zum anderen kommen die Farben auf dem dünnen Papier (80 g/m²) nicht Richtig zur Geltung. Hier lohnt sich der Kauf von richtigem Fotopapier.
Das gibt es auch in typischen Foto-Formaten wie beispielsweise 10 x 15 cm. Außerdem ist das Papier dicker (200 g/m²) und hat eine glänzende Oberfläche, so dass die Ausdrucke mehr Strahlkraft haben.

Der fertige Ausdruck landet in einem schönen Rahmen, an einer Pinnwand oder am Kühlschrank – eben dort, wo man ihn stets im Blick hat. Nicht wie bei den über 10.000 anderen Aufnahmen im iPhone.

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