Apple setzt jedes Jahr mit seinen iPhones neue Maßstäbe, mit denen sich andere Hersteller messen müssen – so auch LG mit seinem neuen LG G4. Das neue Flaggschiff des südkoreanischen Produzenten verspricht einiges. Dieser Vergleich zeigt, ob es mit dem iPhone 6 mithalten kann. Beide Smartphones gibt es übrigens bei Mobildiscounter.de mit Vertrag zu attraktiven Preisen.

Leder vs. Aluminium – Eine Frage des Geschmacks

Die Haptik des iPhone 6 und des LG G4 könnte unterschiedlicher kaum sein. Das iPhone ist wie gewohnt glatt, kühl, ohne Kanten und mit einem metallenen Unibody-Gehäuse versehen. Das G4 besitzt in der teureren Variante einen Echtleder-Überzug. Hinzu kommt, dass seine Rückseite abgerundet ist. Dadurch fühlt es sich strukturiert, warm und griffig an. Beide Geräte sehen auf ihre eigene Weise hochwertig und modern aus.

Mit seinen Abmessungen von 148,9 mm x 76,5 mm x 9,8 mm und einem Gewicht von 155 g ist das G4 im Vergleich zum iPhone 6 wesentlich größer und schwerer. Letzteres wiegt gerade einmal 129 g und misst schlanke 138,1 mm x 67,0 mm x 6,9 mm. Dies lässt sich natürlich dadurch erklären, dass das LG G4 über die größere Bildschirmdiagonale und dadurch auch über einen größeren Akku verfügt, der in das Gehäuse integriert werden muss.

Designtechnisch bewegen sich beide Smartphones auf gleichem Niveau. Sie sind hochwertig verarbeitet, liegen gut in der Hand und sehen edel aus. In diesem Punkt bleibt es reine Geschmackssache, ob man sich lieber für das metallene iPhone 6 oder das lederne LG G4 entscheidet.

LG hat die bessere Kamera

Die Kamera des LG G4 verfügt über doppelt so viele Megapixel (16 MP) als das iPhone 6 (8 MP). Dies klingt sicherlich nach einem riesigen Unterschied. Allerdings bedeuten viele Megapixel nicht automatisch eine gute Kamera.

Denn trotz geringer Megapixelzahl liefert Apples neustes Smartphone Top-Fotoqualität. Dank des ultraschnellen Autofokus und einer Blende von f/2,2 lassen sich mit der iPhone 6 Kamera gestochen scharfe Bilder schießen. Beachtenswert ist zudem noch der Zeitlupenmodus, mit dem man bis zu 280 Bilder pro Sekunde aufnehmen und bis zu 8-fache Verlangsamungen zeigen kann.

Doch auch das LG G4 verfügt über eine der aktuell besten Kameras auf dem Handy-Markt. Sie besitzt eine lichtstarke f/1,8-Blende und einen 1/2,6-Zoll großen Bildsensor. Zudem bietet die neue Software umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten, die fast schon einer professionellen Kamera gleichkommen. So kann man den Weißabgleich, den Fokus, die Helligkeit, die Verschlusszeit oder den ISO-Wert manuell einstellen.

Generell lässt sich sagen, dass sowohl das iPhone 6 als auch das LG G4 hervorragende Bilder schießen können. Allerdings macht sich der Unterschied bei der technischen Ausstattung vor allem bei lichtschwachen Umgebungen bemerkbar. In der Dunkelheit das das G4 deutlich mehr Reserven und kann besser abliefern als das iPhone 6.

Display: Große Unterschiede, kleine Wirkung

Beim Display klingen die Daten zum LG G4 mehr als gut. So löst der 5,5-Zoll-Display mit 2.560 x 1.440 Pixeln, sprich in QHD, auf. Das bedeutet eine sagenhafte Pixeldichte von 534 ppi. Dagegen scheint das iPhone 6 mit seinen 4,7 Zoll und einer Pixeldichte von 326 ppi (1.334 x 750 Pixel) gar nicht ankommen zu können. An dieser Stelle sei jedoch gesagt, dass beide Auflösungen so hoch ausfallen, dass Unterschiede mit dem menschlichen Auge nicht mehr auszumachen sind. Der einzig wahrnehmbare Unterschied besteht darin, dass die Farben auf Apples Retina-Display weniger leuchten als auf dem LCD-Display von LG mit Quantum-Technologie.

LG G4 kommt mit wechselbarem Akku

Im LG G4 verfügt über einen riesigen 3.000 mAh-Akku. Zum Vergleich im iPhone 6 befindet sich gerade einmal ein 1.810 mAh-Akku. Dies ist allerdings logisch, wenn man bedenkt, dass das G4 ein größeres Display besitzt und somit auch wesentlich mehr Strom verbraucht. Zudem sind Apples Bauteile in der Regel so aufeinander abgestimmt, dass die einzelnen Komponenten effizient zusammenarbeiten bei einem Minimum an Stromverbrauch. Beide Geräte haben also Akkus, die zu ihrer jeweiligen Bauweise passen und fast einen ganzen Tag ausgiebige Nutzung erlauben.

Eine wirkliche Überraschung beim LG G4 ist der wechselbare Akku. Die Rückseite lässt sich abnehmen, sodass sowohl der Akku ausgetauscht als auch der Speicher über microSD erweitert werden kann. Dieses Feature ist bei den meisten High-End-Smartphones wie auch beim iPhone 6 schon lange nicht mehr vorhanden.

Ein paar Worte zum Prozessor

Im iPhone 6 arbeitet ein A8-Dual-Core-Prozessor mit 1 GB RAM. Im Vergleich zum LG G4, das immerhin über einen Sechskern-Snapdragon 808 von Qualcomm und 3 GB verfügt, scheint es bei der Prozessorleistung das Nachsehen zu haben. Dank aufeinander abgestimmter Soft- und Hardware benötigt das iPhone 6 auch weniger Leistung und läuft genauso flüssig wie es sich für ein Flaggschiff gehört. Es ist unwahrscheinlich, dass man beim normalen Gebrauch einen Unterschied in der Leistung beider Geräte feststellt.

Die Preise im Vergleich

Das LG G4 gibt es für 649 Euro in einer Kunststoffvariante. Wer noch einmal 50 Euro drauflegt, erhält es mit einem Echtleder-Überzug und einer goldenen Kunststoffrückseite zum Auswechseln. Das iPhone 6 kostet in der günstigsten Variante mit 16 GB internen Speicher 699 Euro. 64 GB kosten dann schon 799 Euro und 128 GB ganze 899 Euro. Damit ist es wesentlich teurer als das LG G4.

Es bleibt der alte Kampf – iOS vs. Android

Es gibt sicherlich so einiges, was für das LG G4 spricht. Es besitzt die bessere Kamera, einen austauschbaren Akku, einen erweiterbaren Speicher, den geringeren Preis und es ist auch sonst mindestens auf dem gleichen Niveau wie das iPhone 6, wenn nicht sogar ein Quäntchen besser.

Das bedeutet aber nicht, dass Apple-Fans jetzt vom Glauben abfallen müssen. Viele Unterschiede, die sich auf dem technischen Datenblatt groß anhören, machen sich im Alltagsgebrauch so gut wie gar nicht bemerkbar. Beide Geräte arbeiten schnell, zuverlässig und auf höchstem Niveau.

Am Ende bleibt es eine Geschmacksfrage, ob man lieber zu Android oder zu iOS greift, ob man Metallgehäuse lieber mag als Echtleder und Kunststoff bzw. ob man eher große Displays als kleine bevorzugt.

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