Der Kopfhörer Anschluss könnte wegfallen, ansonsten gibt es wahrscheinlich keine größeren technischen Veränderungen beim iPhone 7, so das Wall Street Journal (kostenpflichtig). Doch wenn der 3,5 mm-Eingang für den Klinkenstecker weg fällt, wie hört man zukünftig Musik mit dem iPhone? Entweder öffnet man seinen Geldbeutel und investiert in neue Kopfhörer mit Lightning-Anschluss wie den Philips Fidelio M2L. Oder man setzt auf Bluetooth-Kopfhörer. Wobei Lightning (mit dem iPhone 5 eingeführt) ja auch schon wieder ausgedient hat. Das iPhone 7 dürfte einen USB-C-Anschluss zum Laden und übertragen von Audio-Signalen haben.

Natürlich nervt das. Ich will meinen Kopfhörer nicht wechseln. Ich nutzt einen In-Ear-Kopfhörer mit individuell angepassten Ohrstücken. Das Ding ist perfekt. Noch nie saßen Kopfhörer bei mir so gut – vor allem beim Sport. Auf Reisen nutze ich einen großen Bügel-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung. Gut bei dem hätte ich kein Problem, da er auch per Bluetooth funken kann. Das Kabelgewirr hätte ein Ende. Auch im Auto ginge es per Bluetooth, was die meisten Neuwagen anbieten oder per Lightning-/USB-C-Kabel falls CarPlay unterstützt werden soll.

Bluetooth nervt

Wer mehrere Bluetooth-Geräte nutzt wird das kennen: Die automatische Verbindung funktioniert nur so leidlich. Morgens beim Lauf um den See soll das iPhone meine Herzfrequenz von der Uhr übernehmen, danach beim Duschen Musik auf den UE Boom Lautsprecher übertragen und im Auto meine Telefonat an die Freisprecheinrichtung vermitteln – theoretisch. Mit der automatischen Koppelung an die diversen Bluetooth-Geräte in meinem Alltag klappt das häufig nicht von allein. Ich muss noch mal die Einstellungen öffnen und nachbessern.

Mehr Kontrolle für die Produzenten

Die Audiophilen werden sagen, der Umstieg von einem analogen Anschluss auf eine rein digitale Übertragung der Musiksignale wird hörbare Vorteile bringen. Ja, aber ich bezweifle, dass man diese Vorteile bei Pop-Musik über Kopfhörer tatsächlich wahrnimmt. Viel schlimmer: Mit dem digitalen Anschluss wird DRM wieder ein Thema. Das Rechtemanagement ermöglicht den Inhalteproduzenten die Wiedergabe von Musik und Filmen zu beschränken. Filme und Musik aus dem Graubereich der Medienquellen fördern dann diesen Hinweis oder ähnliche Meldungen auf den iPhone-Bildschirm: „Die Wiedergabe ist auf diesem Gerät nicht möglich.

Verzicht – ein alte Apple-Tradtion

Apple hat das schon immer so gemacht. Das allererste iMac hatte kein Floppy-Disk-Laufwerk. Die Nachfolger-Version 2012 verzichtete komplett auf ein optisches Laufwerk, genau wie das MacBook Air. Das dünnste MacBook hat auch keinen Bildschirm- und LAN-Kabel-Anschluss.

Aber dennoch, man gibt Anschlüsse nur ungern auf. Was war das für ein Generve beim Übergang vom 30-Pin Connector zum Lightning-Anschluss. Immer musste man zwei Ladekabel dabei haben. Die Familie war gespalten in zwei Lade-Lager.

Staub- und Wasserdicht?

Ein oft genannter Grund für den Verzicht des Kopfhörer-Anschlusses ist neben dem Platz für andere Bauteile ein wasserdichtes iPhone. Wasserdicht ist schön und gut, aber das bekommen andere Hersteller trotz Kopfhörer-Anschlusses hin. Sonys Xperia M4 Aqua und Samsungs Galays S7 erfüllen den Schutzstandard IP68. Wasser macht dem klassischen Kopfhörer-Anschluss also nichts aus. Während die 6 für staubdicht steht, beschreibt die zweite Zahl das Verhalten bei Kontakt mit Wasser. Die 8 steht für dauerhaftes Eintauchen. Das wird von Samsung allerdings auf 1,5 m Wassertiefe für 30 Minuten und ausschließlich in klarem (Süss-) Wasser begrenzt – immerhin!

Ein weiteres Argument: Das kleine Loch für den Kopfhörer ist, wenn nicht in Betrieb, ein Staubfänger. Stimmt, aber das ist der Lightning-Anschluss auch, wenn man das iPhone oft in der Hosentasche herum trägt.

Aussehen des iPhone 7

Sollte das iPhone 7 tatsächlich aussehen wie das iPhone 6s, wäre – zumindest bei mir – die Enttäuschung groß. Schon vom iPhone 6 zum 6s gab es keine optische Weiterentwicklung. Das iPhone SE ist ein Rückschritt in die Zeit des iPhone 5. Und nun soll es schon wieder nicht weiter gehen? Der Kaufanreiz sinkt gegen Null. Außer: Apple wartet mit technischen Neuerungen auf. Aber auch da ist laut Wall Street Journal nicht viel zu erwarten.

Was muss das iPhone 7 haben?

Auf ein Kabel können sie meinetwegen gern verzichten: Das Ladekabel. Ich wünsche mir den kabellosen Ladestandard Qi. Einfach das iPhone auf die passende Ladefläche legen und schon fließt die Energie. Vergessene Ladekabel sind kein Problem mehr. Ikea hat das bereits in etliche Möbel integriert und es gibt passendes Ladezubehör. Den Qi-Standard könnten Cafés, Messen, Hotels sowie Bahn- und Fluggesellschaften in ihren Wartebereichen leicht integrieren.

Was wünscht Ihr Euch vom iPhone 7? Schreibt es in die Kommentare!

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