Mir erzählte neulich ein Bekannter, er hätte sein iPhone 6 Plus auf Raten gekauft. Da habe ich kurz gezögert, doch mir war schnell klar, das ist gar keine so blöde Idee. Ein neues Smartphone kostet ohne Subventionen des Mobilfunkproviders irgendetwas zwischen 700 und 1.000 Euro. Auch wer sich mit dem Gedanken trägt, ein iPhone in Kombination mit einer Apple Watch zu kaufen, sollte über Ratenzahlung nachdenken. Die smarte Uhr von Apple spielt ihren vollen Funktionsumfang nämlich nur mit einem iPhone aus. Zusammen wären das 1.498 Euro, beim mittleren Uhrenmodell (699 Euro) und einem iPhone 6 mit 64GB Speicher (799 Euro).

Kombi aus Apple Watch und iPhone

Bei diesen Einstiegspreisen lohnt ein Blick auf Ratenkauf- und Finanzierungsangebote. Ist das Bargeld aktuell knapp oder wird für andere Dinge benötigt, spricht nichts gegen einen Kauf auf Pump, solange man seinen finanziellen Rahmen kennt. Die monatlichen Raten sollten das monatlich zur Verfügung stehende Haushaltsgeld nicht „sprengen“. Vor allem, wenn eine Kombination von Geräten wie Smartphone, Tablet, Laptop und Wearables angeschafft werden.

Die Apple Watch ist wohl noch zu jung – sie wird bei jetziger Bestellung erst im Juni 2015 ausgeliefert – die findet man noch keine Ratenkauf-Angeboten, aber das wird kommen. Ein iPhone 6 mit 64 GB gibt es beispielsweise ab monatlich 46,40 Euro bei auf Raten kaufen. Die Abwicklung der Ratenzahlung übernimmt nicht der Online-Shop, sondern der schwedische Finanzdienstleister Klarna. Das iPhone erhält man sofort von handy24, die Rechnung von Klarna kommt erst gegen Ende des Monats. Beim Ratenkauf zahlt man mindestens 1/24 des Kaufpreises pro Monat. Somit läuft die Finanzierung über 24 Monate. Der effektiven Jahreszins liegt bei 14,79 Prozent. Er kann jedoch auch höher oder niedriger ausfallen, das richtet sich im Einzelfall nach der Höhe des Kredites, der von Klarna gewährt wird. Die Kreditsumme bei Klarna kann sich bei mehreren Ratenkäufen in unterschiedlichen Online-Shops zu einer Gesamtsumme addieren. Dafür wird dann ein individueller Jahreszins errechnet.

Eine Versicherung gegen Ausfälle

Viele Banken und Finanzdienstleister bieten beim Finanzkauf eine Restschuldversicherung an. Die greift, wenn man die Raten aufgrund von Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit nicht bezahlen kann. Bei einem Haus- oder Autokauf macht eine derartige Versicherung durchaus Sinn. Doch bei monatlichen Raten um im zweistelligen Bereich, dürften die Kosten für diese Versicherung sich kaum lohnen.

Als grobe Faustformel der Verbraucherschützer gilt: Ein Haushalt sollte nicht mehr als 15 Prozent des monatlichen Netto-Einkommens für die Rückzahlung von Raten ausgeben. Da kaum jemand sein frei verfügbares Einkommen beziffern kann (Monatsgehalt minus alle festen Ausgaben), sollte man vor der Kreditaufnahme für einige Monate ein Haushaltsbuch führen. Damit wird deutlich, was man sich „auf Pump“ pro Monat leisten kann.

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