Da will jemand einen Tag vor der vermeintlichen Präsentation des Apple Tablets (iSlate) noch schnell ein paar Adressen sammeln. Thomas Kuhn schreibt bei Wiwo.de über den iFake. Auf den Seiten der Email-Schleudern GMX und Web.de tauchte heute ein ganzseitiges Apple iSlate-Gewinnspiel auf. Allerdings in Varianten mit unterschiedlichen Produktbildern und Rechtschreibfehlern „… und gehöhre Sie zu den Ersten, …„.

Hinter der Aktion steckt laut Kuhn die Düsseldorfer Marketingagentur adRom Holding. Die nahm zu dem dubiosen Gewinnspiel bislang keine Stellung. Wenn man allerdings den Firmennamen googlte, bildet sich schnell eine Meinung. Mal verlost adRom im Auftrag seiner Kunden ein BMW Z4, mal eine Dubai-Reise, mal ein Cabrio.

Sinn und Zweck ist immer, an die Adressen der Teilnehmer zu kommen und die sollen folgenden Bedingungen zuzustimmen: Meine Angaben dürfen von adRom und den Sponsoren verarbeitet und genutzt werden (auch von externen Datenverarbeitern wie z.B. Datenerfassern, Internetdienst-Anbietern, Lotteriegesellschaften) [Ausschnitt aus einem Gewinnspiel]

8 KOMMENTARE

  1. Ist zwar schon etwas her aber hat sich mal jemand einen Gedanken gemacht, was es für einen technischen und personellen Aufwand gekostet hätte, all diese Pappendeckel auszuwerten?
    Auspacken, öffnen, auswerten und den ausgewerteten Deckel der, auf der Tüte befindlichen Adresse zuzuordnen…

    Die Leute sind verarscht worden – ganz einfach.

    Der dumme deutsche Michel glaubt schön brav an das, was auf den Dingern draufsteht, klebt sich die Dinger auf den Fernseher und schaut sich, wie es sich gehört – den Werbescheiß auch noch an.
    Dann gibt man auch noch ein paar sehr persönliche Infos preis und fertig.

    Warum wohl befand sich Name und Adresse auf einem abtrennbaren Papierfähnchen außerhalb der Tüte.

    Ich habe damals bei Mc Doof gearbeitet und die Dinger hätten wöchentlich von WLS (McD Logistik Service) abgeholt werden sollen.
    Ist bei uns nie passiert…

    Da wir kurz daraufhin FFC (Kontrolle durch die Hauptverwaltung) hatten und die Kisten mit den abgegebenen Dingern im Büro mitten im Weg standen, hat unser Restaurantleiter die gesamten Kisten ins Altpapier gekippt.
    So sind zumindest ein paar Leute von Datenspeicherung und Werbemüll durch Bertelsmann & Co verschont geblieben.

    Bei derartigen sog. Gewinnspielen geht es einerseits natürlich um die pers. Daten, deren Wert die ausgeschriebenen Preise bei weitem übersteigt.
    Andererseits – und das wurde damals auch in internen Mails eindeutig kommuniziert, um mehr Kunden – in unserem Fall – zu McD zu locken.

    Das gleiche Kundenfangspiel lief und läuftwohl immer noch mit dem ebenfalls völlig schwachsinnigen Monopoly-Spiel bei McDoof ab.
    Der Gewinn, der auf Grund der Deppen gemacht wurde, die mit dem großen Gewinn rechneten überstieg den Wert der Preise um ein Vielfaches.

    Desweiteren ist nicht mal sicher, daß der Hauptgewinn überhaupt gezogen werden kann.
    Was ist, wenn jemand den entscheidenden Kleber mit dem Hauptgewinn auf seinem Becher hat, diesen aber wegwirft, weil er kein Interesse an solchen Gewinnspielen hat?

    Schade, daß sich noch immer so wenig Leute die richtigen Gedanken um die Marketingkampagnen diverser Großkonzerne machen.

  2. Ich habe dort leider versucht teilzunehmen, einen Tag später spürte ich den Fehler direkt. Aus iSlat wird iPad und somit ist alleine schon damit klar, dass man dort nie einen iPad gewinnen kann und was ein iSalte ist in deren Augen möchte ich garnicht wissen.

    Was ich jedoch weiss, dass man denen in Deutschland auf die Füße treten kann, denn eine einfache direkte Löschung meiner Daten klappte nicht, jeden Falls nicht über das Internet. Was half sind diese Kontaktdaten +49(0)21130122333 s.ficici@adrom.net.

    Ansonsten habe ich mir immer die Geschäftsführer der jeweiligen Sponsoren rausgesucht und mehrmals als Empfänger eingefügt. Da die Mailadressen in den meisten Firmen immer gleich sind, hatte ich bis dato keinen Rückläufer.

    LG
    Dirk

  3. Es war nicht der einzige Artikel von mir über diese Firma. Ich habe auch mal die Ausschüttung der Gewinne hinterfragt. Klick mal auf meinen Nickname zu diesem Kommentar und staune.

  4. Princo,
    Ja das sieht dem fake-kommentator ähnlich, der macht noch ganz andere sachen.
    Ich bin in dem Business tätig und kenne adrom im wettbewerb. es gibt dort sehr viele unzufriedene mitarbeiter und diejenigen die raus kommen, die plaudern und wenn das war ist was die plaudern (weil der inhaber nicht dicht halten kann oder was weis ich woher die das wissen) dann könnte man den laden ganz einfach dicht machen. Nicht durch BDSG oder so – nein. Wer in der EU tätig ist und dort seine leistungen erbringt aber das geld nach liechtenstein oder in die schweiz schafft, kann das heute nicht mehr ungestraft tun – ausser er bringt nur die kohle hin, die man unter bestimmten gesetzlichen Bedingungen darf. Aber meistens ist die Gier stärker wie Finanzgesetze – manche lernen es nie. So wie die Lage ist müsste hier nur die oesterreichische finanz nachhaken – auf jedenfall die in Düsseldorf, was das für ein Buero ist und sich dann international austauschen. ein freund von mir arbeitet beim fa und der meinte, im Prinzip ist das einfach zu überprüfen. wenn alles korrekt ist – d.h. es werden tatsaechlich gewinne ausgeschüttet und auch brav die steuern dort bezahlt wo man die gewinne mit dem adresshandel erzielt (der hauptmarkt soll ja deutschland sein), dann haben wenigstens die leute und die volkswirtschaft der EU länder österreich und deutschland etwas. sonst geht es halt weiter und morgen kann man die erste reise ins weltall bei adrom gewinnen und übermorgen die unsterblichkeit
    ich verstehe nicht warum in deutschland so etwas nicht kontrolliert wird – ich meine es müsste ein gesetz geben, dass wenn einer gewinne verspricht muss er sie auch öffentlich ausschütten und notare müssen dafür zeichnen. Wenn die gewinner anonym bleiben wollen – die Notare könnten die gewinne verschicken die sache bleibt anonym. aber so kann man ja alles machen und die leute nach strich und faden belügen. so könnte man das internet wieder ein stück sauberer machen. danke für deinen kommentar.

  5. @Schabernack Im Artikel gibt es einen Link auf dem Wort Cabrio. Nimm dir etwas Popcorn und klicke ihn an. Er führt zu einem Artikel, den ich vor ca. zweieinhalb Jahren geschrieben habe, und der auch schon von dem einen oder anderen Staatsanwalt und vielen Anwälten gelesen wurde. In den Kommentaren äußert sich übrigens der Firmeninhaber höchstpersönlich (nachdem er als Fake-Kommentator geoutet wurde).

  6. ich habe mir schon immer gedcht, dass man hier nichts gewinnen kann. es gibt anscheinend trotz Datengesetze keinen Schutz im Internet. Wegen diesen Firmen kommt das internet in verruf, es wird verstopft und verliert an Wert dieser adrom sollte man das handwerk legen. wem gehort diese firma eigentlich ?

  7. adRom ist eine bekannte Firma, die es nicht so genau nimmt mit dem Datenhandel. Soll eine Liechtensteinische Connection sein, deren Server von Deutschland aus gesteuert werden. Das Gute Geld geht ins Drittland und die Späne fliegen in Deutschland. Und der Fiskus sieht munter zu – ach ja, ich glaube die operieren von Oesterreich aus, damit sich die Spuren ein bischen verwischen – das Oesterreichische Finanzamt hat sicher schon ein Auge drauf. Es geht ja immer nur ums Geld – und so läuft es auch bei anderen Abzockern – also nicht nur Leute betrügen mit Gewinnspielen die es in Wirklichkeit gar nicht gibt, sondern auch noch den Staat. Schön mal die Kaufkraft von Sozialstaaten melken (die haben ja die Höchste) und dann raus mit dem Geld in ein Niedrigsteuerland. Naja – die Herren richten es sich wie sie können

  8. Jaja, das Netz ist voller Gefahren. Ich mache generell bei so etwas nicht mit, mir grummelt es schon immer wenn ich irgendwo meine „Müll“-Emailadresse angeben muss…

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