Das HomeKit dürfte auf der kommenden Apple Entwicklerkonferenz eine große Rolle spielen. Licht, Heizung, Klima und Sicherheit in den eigenen vier Wänden, auch Smart Home genannt, könnte das nächste große Ding im Zusammenspiel mit iPhone und iPad werden. Laut to BI Intelligence stecken vor allem in den Bereichen Sicherheit und Energie die größten Wachstumschancen. Für Thermostat-Hersteller Nest (machen Thermostate, Rauch- und CO-Melder) wird bis 2019 eine jährliche Wachstumsrate von 74 Prozent erwartet. Das Tochterunternehmen von Nest, Dropcam (machen Überwachungskameras) liegt bei geschätzten 77 Prozent Wachstum pro Jahr. Die Zahl der Haushalte mit Breitbandinternetanschluss dürfte bis dahin weltweit auf  1,2 Milliarden steigen.

Smart Home Homekit AppleMit der App die Tür aufschließen

Hierzulande sind bereits etliche Smart Home-Anbieter aktiv, auch wenn bislang noch keiner den Segen von Apple in Form des Abzeichens „Works with Apple HomeKit“ trägt. Das wären zu nennen: das Münchner Startup Tado mit seiner Heizungssteuerung. Gigaset bietet das Alarmsystem Elements und Philipps steuert mit Hue die Beleuchtung in den Wohnräumen. Den Zugang zur Wohnung mit Aufsätzen für den Schließzylinder wollen gleich zwei Anbieter ermöglichen. Und das Schweizer Unternehmen Digitalstrom steuert über seine Lüsterklemmen gleich jedes Gerät im Haushalt, das an den Stromkreis angeschlossen ist.

Apple TV Box als Steuerungszentrale für die Heizung

HomeKitDoch keins der genannten Systeme unterstützt bereits den Apple-Standard HomeKit. In den USA sieht das anders aus, Apple veröffentlicht eine Liste mit Herstellern und ihren HomeKit-tauglichen Produkten, dazu zählen beispielsweise Elgato, Ecobee, iHome, Lutron Insteon. Für den Einsatz von HomeKit benötigt man auf dem mobilen Gerät mindestes iOS 8.1 sowie ein Empfangsgerät (Steckdose, Lichtschalter, Türschloss o.Ä.) mit der hier abgebildeten Kennzeichnung.

Der Vorteil von HomeKit dürfte in einer tieferen Einbindung in iOS liege. Steuerbefehle bzw. Werte sind direkt im Kontrollzentrum sichtbar. Natürlich funktioniert auch jetzt bereits eine App-Steuerung mit Tado oder Elements von Gigaset, doch muss dazu die jeweilige App aktiviert werden. Außerdem setzt jeder Hersteller auf sein eigenes Gateway, in Form einer Box, die an den heimischen Router angeschlossen werden muss. Bei den freien LAN-Buchsen wird es langsam eng. Apple setzt für eine Haussteuerung von unterwegs auf die Apple TV-Box. Ja, man benötigt mindestens eine silberne Kiste der dritten Generation (ab Software-Version 7), um HomeKit-Geräte von außerhalb zu steuern. Ein perfekte Absatzförderung, so wie die Apple Watch ein iPhone benötigt. Ob damit allerdings die Gateways der einzelnen Hersteller überflüssig werden, konnte ich bislang nicht herausfinden. Vielleicht erfahren wir bei der Keynote zur WWDC 2015 mehr.

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