Auf Deinem iPhone schlummern sicherlich hunderte Fotos. Da ist bestimmt auch ein hervorragendes Naturfoto, eine Sehenswürdigkeit oder ein interessanter Mensch dabei. Ambitionierte Hobbyfotografen können mit diesen Bildern Geld verdienen, denn Agenturen, Verlage oder Webseitenbetreiber suchen nach diesen Motiven. Das Münchner Start-Up The World of Picutres (TWOP) agiert als Vermittler zwischen Fotograf und Abnehmer.

Ein Blick in die iPhone-App zeigt, dass aktuell Bilder von DJs, Weihnachtsmärkten, Katzen und Grillfesten gesucht werden. Honorare für verwendete Bilder liegen zwischen 5 und 500 Euro. TWOP behält 50 Prozent als Kommission ein, ausgezahlt wird ab einem Guthaben von 30 Euro. Die Gründer geben in der Beschreibung einen niedrigeren Durchschnittspreis an. Für ein Foto mit 3,8 Megapixel gibt es 2,50 Euro und bei 7,8 Megapixel werden 5,00 Euro fällig, wenn der Auftraggeber das Motiv aus den Einsendungen auswählt und nutzt. „Aktuell haben wir mehr als 50.000 Fotos und über 35.000 Fotografen im Bestand“, sagt Günder Bernd Schmekel, der zuvor im Film- und Fotobereich tätig war.

Vorteile für den Abnehmer: Er muss nicht tausende Bilder in diversen Datenbanken sichten. Er bekommt genau das Motiv, das er jetzt benötigt. Falls man gerade keine Bilder mit Herbstlaub oder Schnee schießen kann oder keinen Fotografen an einen tropischen Strand schicken kann, es gibt bestimmt einen iPhone-Besitzer, der so ein Foto auf seinem Gerät schlummern hat. Oder aus seiner flickr-, Instagram- oder Photobucket-Sammlung zurückholen kann.

Wer Bilder verkaufen will, muss sich einmal bei TWOP registrieren und den Nutzungsbedingungen zustimmen. TWOP agiert als direkter Lizenzgeber für die Aufnahmen. Der Käufer erhält ein zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht und kann die Bilder in sämtlichen Medienformen einsetzen. Wichtig für die Fotografen: Auf Fotos dürfen keine Logos, Warenzeichen oder geschützte Marken zu sehen sein. Sind Menschen im Bild erkennbar, muss der Fotograf deren Nutzungseinwilligung (Model Release) mitliefern. TWOP bietet auf seiner Webseit dafür ein PDF-Formular.

Die Idee des Gründerpaares Bernd Schmekel und Susanne Odendahl (sie arbeitete zuvor als Art Director und Art Buyer in einer Werbeagentur) kommt gut an, in der ersten Finanzierungsrunde erhielt das Unternehmen einen sechsstelligen Betrag. Ein erster Großkunde hat mehr als 20.000 Fotos angefragt, denn für Verlage, Werbe- und Internetagenturen ist TWOP eine interessante Quelle, um günstiger an Bildmaterial zu kommen.

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