Schluss, trotz des großen Erfolgs: Mobile Butler stellt den aktiven Verkauf seiner App ein! „Wir müssen leider wieder feststellen, dass diese aktuellen Probleme nach dem Update von MobileButler tatsächlich nicht an unserer Software liegen“ schreiben die Entwickler, Holger Frank und Werner Hoier, in ihrem Blog. Die beiden haben ihre Frustrationsgrenze erreicht. Wilde Beschimpfungen von Nutzern per Mail oder bei den iTunes-Bewertungen haben zu der extremen Entscheidung geführt.

Die beiden Münchner sind mit ihrer App, die die Vertrags- und Verbindungsdaten von T-Mobile ausliest, nicht ganz Herr ihrer Applikation gewesen. Wenn etwas nicht funktionierte, landete der Nutzer-Frust sofort bei den Entwicklern, doch die konnten in der Regel nichts dafür. Die App leidet an einer massiven Abhängigkeit von Drittanbietern: Apple bei der Freischaltung von Updates und T-Mobile bei der Bereitstellung der Daten, als auch dem automatischen Login in die T-Hotspots ab OS 3.0. Aufgrund dieser Abhänigkeiten konnten Frank und Hoier ihre eigenen Qualitätsstandards nicht halten, der Frust gewann die Oberhand.

„Das Ding ist unser Baby, aber man muss auch loslassen können“, sagt Holger Frank im Gespräch mit dem iPhone-Fan. Es wird keine weiteren Updates geben Weiterentwicklung geben. Notwendige Updates für Bestandskunden sind geplant. Darum wird die App auch nicht aus dem AppStore entfernt. Die Käufer sollen das Update auf Version 3.5 noch herunterladen können. Doch die Entwickler raten Neukunden vom Kauf ab. In der Beschreibung steht: ***Bitte nicht kaufen!***. Der Preis wurde auf 9,99 Euro hochgesetzt – zur Abschreckung.

Mobile Butler gehörte von Anfang an zu den erfolgreichsten deutschen iPhone-Apps. Die Anwendung war fast ausnahmslos in den Top 25 vertreten. Ein drastischer, aber mutiger Schritt der Entwickler. Respekt.

5 KOMMENTARE

  1. „Ein drastischer, aber mutiger Schritt der Entwickler. Respekt.“

    Seh ich anders… sie habens hingeschmissen was ist daran mutig? Wieso soll man da Respekt haben? Ich mach denen keinen Vorwurf, sie hatten ja ihre Gründe, aber bewundernswert finde ich daran jetzt echt nichts.

    • @Haus Wenn man eine erfolgreiche App, für die es Nachfrage gibt, aufgibt und den Umsatz sausen lässt, finde ich das mutig.
      Andere Entwickler würden ihren kleinen Finger geben, um wenigstens einmal in die Top 25 zu kommen.

  2. @JanM
    an den Kopf packen?
    Die Leute, die dort rummaulen würden das doch genauso tun wenn die App gratis wäre.
    Echt traurig, dass Entwickler zu solchen Schritten greifen müssen.

  3. Sehr schade! Das sollte der Telekom und Apple auf jeden Fall zu denken geben, wenn durch ihre Beschränkungen engagierte Entwickler zum Aufgeben gezwungen werden. Ich werde die letzte Version auf jeden Fall weiter nutzen.
    Auch Kommentarschreiber sollten sich mal an den Kopf packen und vielleicht erstmal eine Minute tief durchatmen, bevor sie so einen Müll schreiben.

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