Das Dutzend ist voll. Den Eindruck vermittelt zumindest die Bezeichnung iPhone 12. In den vergangenen 14 Jahren gab es natürlich deutlich mehr iPhone-Modelle. Schließlich wurde nicht stumpf durchnummeriert. In Cupertino setzte man auf wechselnde Namensgebung: 3G, SE, 6S, X und 11 Pro sind dafür Beispiele.

iPhone 12 und iPhone 12 Pro eröffnen das Kapitel einer neuen Mobilfunkgeneration. Mit dem 5G-Standard hat man die schnellste kabellose Datenanbindung. Natürlich gibt es weitere Verbesserungen (A14 Bionic Chip, Ceramic Shield gegen Glasschäden, verbesserter Schutz gegen Flüssigkeiten) gegenüber den Vorgängern. Aber mein Eindruck ist, das iPhone wandelt sich immer mehr zur Kamera mit Internetanbindung. Vor allem bei den Linsen, der Bildverarbeitung – egal ob Fotos oder Videos – haben die Apple-Ingenieure ihren Schwerpunkt in der Weiterentwicklung gelegt.

Verbesserungen vor allem bei der Kamera

Dafür spricht auch die neue Verpackung. Holte man frühere Versionen aus der Verpackung, blickte einen der schwarze Bildschirm unter Schutzfolie entgegen. Heute schaut man auf die zwei, respektive drei Kameralinsen. Da weiß man sofort, was wichtig ist: Weitwinkel, Ultraweitwinkel, Teleobjektiv sowie Blitz. Die Entwickler haben es beim iPhone 12 geschafft, nochmals mehr Licht durch die Linsen auf den Sensor fallen zu lassen. Bei der neuen Weitwinkelkamera sind es 27 Prozent mehr Licht. Das Resultat sind bessere Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen. Der Nachtmodus hilft noch mal zusätzlich genau wie die HDR3-Software-Funktion. Damit werden Kontraste, Farben und Helligkeit zu einer perfekten Bildkomposition abgestimmt, ohne dass man großartige Fotografen-Kenntnisse benötigt.

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Ich nutze die iPhone-Kamera inzwischen häufiger für Videoaufnahmen. 4k-Aufnahmen sind schon länger möglich, doch im iPhone 12 wurde Dolby Vision integriert. Es verpasst meinen Aufnahmen noch stärker einen „Profi-Look“. Mit 10-Bit HDR Video werden die 4k-Aufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunden zu Bewegtbildern, auf denen jedes Detail zu erkennen ist. Da setze ich immer öfter ein Stativ oder Gimble ein, weil ich aus der Hand nicht so ruhige Schwenks hinbekomme, wie es die gestochen scharfen Videos verdienen.

iPhone 12 Modelle

Preisentwicklung beim iPhone 12

Wer die Kamera für Fotos und Videoaufnahmen nur selten nutzt, fragt sich mit Sicherheit: Soll ich so viel Geld ausgeben? Los geht es bei den vier Varianten mit 799 Euro beim Mini, 899 Euro für das iPhone 12 bis rauf zu 1.249 Euro für das iPhone 12 Pro Max. Doch wer etwas Geduld hat und nicht zu den ersten Käufern zählen muss, kann Geld sparen. Laut der Preisvergleichsplattform idealo ist der Durchschnittspreis für das iPhone 12 innerhalb von drei Monaten bereits auf 707 Euro gefallen. Da sind 192 Euro oder 21Prozent weniger.

Die idealo-Experten haben die Preisentwicklung mit Blick auf verherige iPhone-Versionen untersucht. Die Realität hat ihre Schätzungen bereits überflügelt. Eigentlich hätte der Preis nach fünf Monaten auf etwa 750 Euro fallen müssen – er liegt bereits darunter. Wenn man ein ganzes Jahr wartet, könnte der Verkaufspreis auf 670 Euro runter gehen. Die tatsächliche Entwicklung hängt natürlich eng mit der Nachfrage nach der neuesten iPhone-Generation zusammen. Sollten 5G und die verbesserten Kamera-Funktionen nicht ausreichend Käufer überzeugen, dürften die Preise noch tiefer sinken.

Ich liebe die Foto- und Filmfunktionen in meinem iPhone noch aus anderen Gründen: Das iPhone habe ich stets dabei. Es ist immer geladen und innerhalb von Sekunden einsatzbereit. Aufnahmen kann ich direkt bearbeiten (Videos sogar schneiden) und dann an Freunde schicken oder auf Plattformen veröffentlichen. Da staubt die gute alte Digitalkamera daheim leider ein.

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