Aktualisierung 26. Januar 2020

Sonos reagiert

Sonso-CEO wendet sich in einer Mail an die Kunden und schriebt: „Wir haben einen Fehler gemacht. Ich möchte mich dafür entschuldigen und dich persönlich über die kommenden Schritte informieren.“ Der Protest hat also gewirkt.

Updates erhalten die Alt-Geräte ab Mai 2020 nicht mehr, ABER: „Auch wenn veraltete Sonos Produkte keine neuen Software-Features erhalten, verpflichten wir uns, sie so lange wie möglich mit Fehlerbehebungen und Sicherheitspatches auf dem neuesten Stand zu halten.

Außerdem schreibt der Firmenchef: „Wir arbeiten an einer Möglichkeit, dein System so aufzuteilen, dass moderne Produkte zusammen funktionieren und die neuesten Features erhalten, während ältere Produkte ebenfalls zusammen funktionieren und in ihrem aktuellen Zustand bleiben. Wir sind dabei, die Einzelheiten auszuarbeiten und werden in den kommenden Wochen mehr darüber berichten.“

Es läuft vermutlich auf „zwei Lautsprecher-Kreise“ in der Sonos App hinaus. Damit lassen sich immerhin aller Lautsprecher mit einer App steuern. Aber die Übergabe von Musik von neuen Geräten auf die Altgeräte (Play 5) wird nicht funktionieren. Da wird man eine neue Wiedergabe starten müssen. Aber immerhin …

Aktualisierung: 22. Januar 2020 – Sonos stellt Updates für ältere Geräte ein.

Es fing damit an, dass man einen Sonos One und einen Sonos Play 1 nicht zu einem Stereo-Lautsprecher-Paar koppeln konnte – jedenfalls nicht in der Hersteller-App. Im App-Store gab es allerdings eine Lösung von einem unabhängigen Entwickler. Seitdem verrichten die beiden Lautsprecher in meiner Küchen ganz wunderbar ihren Dienst als Stereo-Paar.

Nun schießt das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Barbara den Vogel ab. Ab Mai 2020 werden der Support und damit auch technische Updates für ältere Produkte eingestellt. Dazu zählen

  • der Zone Player, der Connect-Amp und die Streaming-Box Connect, die zwischen 2006 und 2015 verkauft wurden,
  • die erste Generation des Play 5,
  • die Fernbedienung CR200 und
  • die Bridge.

Nicht weiter schlimm, werden einige sagen, denn man kann die Geräte ja weiterhin nutzen. Sie werden halt nur auf dem technischen Stand von Mai 2020 eingefroren. Angeblich weil die Prozessor- und Speicherleistung für zukünftige Anforderungen nicht ausreicht. Im Fall der Play 5 geht es um einen Lautsprecher, der kabellos Podcast, Musikstreams oder Internetradio abspielen soll. Nicht mehr, nicht weniger. Mir ist nicht klar, welche technischen Anforderungen in der Benutzung eines Lautsprechers steigen sollen. Von daher hinken auch die Vergleiche mit dem iPhone. Etliche Nutzer sagen: Auch ein iPhone 3GS wird heute nicht mehr unterstützt. Stimmt. Aber ein Smartphone mit Telefon, Kamera, Musikabspieler, Internetzugang und Navi ist ein deutlich komplexeres Gerät.

Sonos: Gesamtfunktionalität beeinträchtigen

Wer die alten Geräte im Verbund mit neueren Sonos-Produkten nutzt, kann auch die neuen Lautsprecher nicht mehr aktualisieren. Nicht umsonst heißt es in der Mitteilung: „Künftig wird das die Gesamtfunktionalität jedoch beeinträchtigen.“ Die Nutzung nervt also. Die Lösung bietet Sonos gleich mit: Alles neu kaufen. Man gibt großzügig 30 Prozent Rabatt auf den UVP-Preis. Das riecht nach Umsatz-Beschaffungsprogramm. Und die eigentlich funktionierenden Alt-Geräte landen als Elektroschrott auf dem Müll. Was für eine Verschwendung! Vor allem: Wer garantiert mir denn, dass die neuen Geräte in fünf bis sieben Jahren nicht auch wieder Elektroschrott sind?

Sonos bestraft seine frühen Kunden. Käufer, die für den Erfolg des heute börsennotierten Unternehmens extrem wichtig waren. Verständlich, dass sich hier Widerstand regt. Auf der Webseite Boycottsonos kann man sich leider nicht eintragen, aber auf Twitter machen Hashtags wie #boycottsonos, #sonosgate und #sonosfail bereits die Runde.

Sonos Update

Sonos One und Sonos Play 1 zum Paar machen

Voller Vorfreude habe ich den Lautsprecher Sonos One in meiner Küche aufgestellt. Nun kann ich endlich auch hier Alexa nutzen, von der ich deutlich angetaner bin als von Siri. Aber zum eigentlichen Thema: Die Sonos One soll natürlich im Stereomodus mit der bereits vorhandenen Sonos Play 1 Musik abspielen. Aber das geht nicht!

Mir ist bekannt, dass man nur gleiche Sonos Modelle zu Stereopaaren koppeln kann. Also eine Play 5 mit einer Play 5 usw. Logisch, aber eine One nicht mit einer 1? Das will mir nicht in den Kopf. Beide Lautsprecher haben das selbe Format, beide sind die Einstiegsmodelle in die Sonos-Welt. Warum sollte das nicht funktionieren?

Der SonoSequencr hilft

Entsprechend groß war die Enttäuschung. Aber nach einer kleinen Webrecherche gilt mein großer Dank Marcus Pleintinger. Der hat die App SonoSequencr entwickelt. Gut, optisch und von der Handhabung kommt die App (Preis: 2,29 Euro) nicht an die Sonos-App heran. Aber sie hat es unter der Haube: Sie macht aus einer Sonos One und einer Play 1 ein Stereopaar.

Einfach eine neue Sequence in der App starten. Bei der Auswahl „Stereopaar erstellen“ antippen. Der linke Lautsprecher sollte unbedingt der Sonos One sein, egal wie die beiden Lautsprecher im Raum stehen. Ansonsten hat Alexa ein Problem mit der Spracherkennung. Der rechte Lautsprecher ist somit die Play 1. Fertig.

Wenn man nun in die Sonos-App wechselt taucht unter Raumeinstellungen die Küche mit der Angabe „Küche (L+R)“ in der Übersicht auf. Prima, funktioniert also. Mit dem EQ kann man in der Sonos-App wie gewohnt die Balance oder den Bass anpassen.

Die SonoSequencr-App eignet sich für sehr persönliche Einstellungen: Alle Lautsprecher leiser / lauter, Alle umgruppieren, einen Radiosender in allen Räumen spielen, Party-Modus, TV-Modus und, und, und. Die App unterstützt neben den Lautsprechern auch die Playbar am Fernseher.

App: SonoSequencr hilft

‎SonoSequencr
‎SonoSequencr
Entwickler: Marcus Pleintinger
Preis: 2,29 €+

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