Es ist Bewegung in den Tarifdschungel gekommen. O2 und ePlus gehören zusammen und bilden nun den größten Mobilfunkprovider in Deutschland. Das setzt die Telekom und Vodafone unter Druck. Vodafone übernimmt Kabel Deutschland und damit auch deren Telefon-Festnetz. Fest- und Mobilfunknetz wachsen zusammen und werden auch zusammen vermarktet. All in One (Vodafone) und Magenta Eins (Telekom) heißen die entsprechenden Produkte. Die Veränderungen haben auch Auswirkungen auf die Tarife.

Tarif Wechsel ProviderGeld sparen durch Tarifwechsel

Wer jetzt einen neuen Vertrag abschließt oder verlängert, sollte über einen Wechsel nachdenken. Dabei kann man Geld sparen, einen umfassenden Vergleich aktuelle Smartphone-Tarife kann man hier finden.

Die Rufnummern-Mitnahme nimmt dem Aufwand eine Providerwechsels den Schrecken. In der Regel übernimmt der neue Anbieter sogar oft die dazugehörige Gebühr (um die 20 Euro) – alles Verhandlungssache. Unsinnige Anschluss- und Bereitstellungsgebühren lassen sich ebenfalls mit etwas Geschick „wegverhandeln“. Für derartige Verhandlungen ist die Zeit gerade günstig. Die Verkäufer der Mobilfunkprovider sind um jede „Seele“ bemüht. Die (LTE-)Investitionen in das Netz sind getätigt, nun geht es darum, dass möglichst viele Nutzer es refinanzieren.

SMS raus, VoIP rein

Werfen Sie einen Blick auf Ihren bisherigen Tarif. Enthält der ausreichend Datenvolumen? Surfen Sie bereits mit LTE-Tempo? Brauchen Sie noch eine SMS-Flat? Die bezahlte Kurznachricht (SMS) ist Dank WhatsApp, Facebook Messenger, Nachrichten (Apple iMessages) und anderer Dienste inzwischen ein Relikt der Mobilfunk-Vergangenheit. Als Zusatz-Option sollten Sie für SMS keine Gebühren mehr bezahlen. Legen Sie mehr Wert auf die Nutzung von VoIP-Diensten. Hinter dem Wortungetüm verbirgt sich die Internettelefonie (Voice over IP) via Facebook, WhatsApp (wird auch für iOS kommen), Skype, Sipgate oder anderer Anbieter. Die Telekommunikationsunternehmen nutzen für ihre Sprachübertragung zwar auch die IP-Technologie, bei der die Worte in digitale Datenpakete zerlegt und übertragen werden, doch im eigenen Netz will man das fremden Anbietern nur ungern gestatten. Insbesondere bei den günstigeren Smartphone-Tarifen ist die VoIP-Nutzung oft ausgeschlossen und nur gegen eine kostenpflichtige Option möglich.

Datenvolumen ermitteln

Wesentlicher bei der Smartphone-Nutzung ist das Datenvolumen und das Tempo mit dem die Daten auf Ihr Gerät kommen. Wie viele Daten Sie im Mobilfunknetz pro Monat übertragen, können Sie mit dem iPhone ja mal austesten. Löschen Sie den Zähler unter Einstellungen / Mobiles Netz / Statistik zurücksetzen (ganz unten) am Monatsende und schauen mal, was da im Folgemonat zusammenkommt. Damit bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie groß Ihr Datenvolumen mindestens sein sollte. Eigentlich kann es gar nicht zu groß sein. Wenn Sie einmal die Tempovollbremsung (auf 0,0625 Mbit/s) am Ende des Volumens mitbekommen haben, wissen Sie wovon ich schreibe.

Sind sie oft im Ausland unterwegs? Dann schauen Sie, dass Ihr Tarif die Nutzung des Inklusivvolumes auch im Ausland gestattet. Oder ist die WLAN-Hotspot-Nutzung des Providers im In- und Ausland mit dabei ist? Bei der Telekom können Sie für rund 20 Euro Aufpreis Ihr Monatsvolumen mit in den Urlaub nehmen.

Auf´s Tempo kommt es an

Fragen Sie auch nach, mit welchem Tempo Sie surfen. Selbst bei LTE gibt es große Geschwindigkeitsunterschiede. Das reicht von 16 bis zu 100 Mbit/s. Hier ist stets die Download-Rate, also das Tempo mit der Daten aus dem Netz auf Ihr Gerät kommen, angegeben. Wer viele Daten von seinem Smartphone oder Tablet sendet (Dateianhänge, Cloud-Uploads oder Live-Videostreams), der benötigt auch einen schnellen Upload. Dieser zweite Wert ist meist nur klein geschrieben angegeben. In der Regel liegt das Tempo für den Datenupload zwischen 5 und 10 Mbit/s.

Bei der Entscheidung für einen Tarifanbieter, erkennt man nicht immer auf den ersten Blick, in wessen Netz man surft und telefoniert. Fragen Sie nach, welches der drei Netze es ist (Vodafone, Telekom, O2). Die Mobilfunknetze sind deutschlandweit unterschiedlich gut ausgebaut. Auf den Webseiten der Provider finden Sie LTE-Netzabdeckungskarten. Doch aussagekrätiger sind praktische Erfahrungen: Fragen Sie Freunde, Verwandte und Bekannte, mit welchem Provider Sie in Ihrer Region die beste Erfahrung gemacht haben. Was nützt ihn einen schneller LTE-Tarif mit massenhaft Datenvolumen, wenn der Provider in Ihrer Region beim LTE-Ausbau noch hinterherhinkt?

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