Laut Wirtschaftswoche droht iPhone-Nutzern mit Telekom-Vertrag, die im Mobilfunknetz mit Skype telefonieren und keinen Zusatztarif gebucht haben, ein Rausschmiss. „Im Extremfall kann es sogar sein, dass wir den Vertrag einseitig kündigen“, sagt ein Telekom-Sprecher dem Magazin.

Hintergrund: Mit der Version 2.0 können Skype-Nutzer andere Skype-Nutzer bis mindestens August 2010 kostenlos im 3G-Netz anrufen. Bislang waren kostenlose Gespräche mit der App nur via WLAN möglich. Skype plant, den Dienst im Mobilfunknetz ab Herbst kostenpflichtig zu machen. Dann müssten Telekom-Kunden zweimal zahlen, denn die Telekom erlaubt ihren iPhone-Kunden Telefonate per Skype im mobilen Netz, allerdings nur gegen Geld.

Der drastische Schritt der Telekom ist hausintern schwer umstritten. Die Ankündigung vor einem Jahr, Skype im Netz der Telekom für iPhones und Blackberrys zu blockieren, hatte zu einem Aufschrei bei den Nutzern geführt. Gleichzeitig drohten Bundesnetzagentur und EU-Kommissarin Viviane Reding mit dem Zeigefinger. Der Imageschaden war perfekt und hält bis heute an.  Andererseits bedrohen Skype und andere VoIP-Anbieter das Minuten-Geschäftsmodell, denn die Zukunft ist paketvermittelte Telefonie via Web. Verständlich, das einige Gestrige innerhalb der Telekom auf “harte Kante” machen.

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So, schön die Möglichkeit der Telefonate via Skype im 3G-Netz sein mag, nach meiner Erfahrung sind die Produkte noch nicht marktreif. Bei meinen Testtelefonaten in Hamburg mit Skype aber auch Sipgate kam ich nie über gefühlten CB-Funk hinaus.

3 Kommentare

  1. ich habe zwei fragen zu der news:
    1. wie erfährt die telekom, ob ich mit skype telefoniere
    und 2. wie kann ich das, falls erforderlich, verhindern?^^

  2. Schlecht recherchiert. Skype hat schon seit einigen Tagen die Frist von “August” auf “Ende des Jahres” ausgeweitet.

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