Kleines Schmankerl für Telekom-Kunden mit iPhone: die Banking-App Finanzblick erhalten sie kostenlos (statt 0,79 Euro). Dazu muss man die Version Finanzblick Lite installieren, die App von Buhl Data Service erkennt die Telekom-SIM und schaltet die Premium-Funktionen frei.

Der rosa Kommunikationsriese will so seine Kunden bei der Stange halten. Da das iPhone 4S nun auch als Prepaid-Variante verkauft wird, müssen diese Bonbons attraktiv sein. Ein guter Anfang war die Navi-App Navigon Telekom Select Edition, wobei deren kostenlose Nutzung auf zwei Jahre begrenzt ist, wenn man keine Zusatz-Option kauft. Das schlagende Argument für mich, bei der Telekom zu bleiben, sind die rund 11.000 T-Hotspots im Lande. Die WLAN-Nutzung in Bahnhöfen, Zügen, Flughäfen, Hotels, Restaurants und Shops ist bei den meisten iPhone-Tarifen inklusive. Vielleicht klappt auch eines Tages der automatische Login reibungslos. Eigentlich sollte sich das iPhone beim T-Hotspot anmelden, sobald es in der Nähe ist, was aber leider nur in einigen Fällen funktioniert.

Finanzblick als Kontoverwalter

Nun gibt es also die Banking-App von Buhl, die für Ihre Steuer- und Finanzprogramme der Wiso-Reihe bekannt sind. In der App verwalten Sie Online-Banking-Konten, Barkonten (also Ausgabelisten, Spesenabrechnungen oder ein Haushaltsbuch) sowie PayPal-Konten. Den eBay-Bezahldienst richten Sie nicht wie gewohnt mit Benutzernamen und Kennwort ein, sondern müssen Ihre API-Zugangsdaten generieren und anzeigen lassen. Dieser Weg ist sicherer, aber auch komplexer. Eine Anleitung ist in der App enthalten, doch benötigte ich drei Anläufe, bis alle Angaben von der App angenommen wurden.

Die App ist grafisch erstaunlich gelungen, überraschend wenn man die Buhl-Produkte kennt. Ich mache seit längerem meine Buchhaltung mit der Windows-Version von Mein Büro und verdrehe regelmäßig die Augen ob der altbackenen Oberfläche, dem unübersichtlichen Menü und der komplizierten Benutzerführung. In der App hat man die Wahl zwischen diversen Auswertungen seiner Finanzen: Tortendiagramm nach Kategorien, Einnahmen / Ausgaben, Monatsvergleich, Kontosaldoverlauf, monatlicher Überschuss, Barabhebungen und Ausgaben für iTunes.

Auswertungs-Möglichkeiten in der App FinanzblickPraktisch sind auch die Budget-Vorgaben. Man richtet sich für Freizeit, Lebensmittel, Klamotten, Apps oder was auch immer ein Monatsbudget ein, dem die entsprechenden Ausgaben automatisch zugeordnet werden. So hat man sofort im Blick, ob man im laufenden Monat bereits drüber liegt – Peter Zwegert wäre stolz.

Auf dem iPhone-Bildschirm sind lange Saldo-Listen nicht so komfortabel zu betrachten. Wer eine noch bessere Übersicht haben möchte, sollte sich für die iPad-Version (4,99 Euro) entscheiden. Die müssen allerdings auch Telekom-Kunden kaufen.

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