Urbi – die Stadt. Die Lateiner unter Euch werden sich noch erinnern. Ja, in der Stadt ist das so eine Sache mit der Mobilität. Das eigene Auto ist längst nicht mehr die schnellste und beste Option. Leih-Fahrräder, -Roller oder -Autos sowie öffentlicher Nahverkehr sind oft die schnellere, günstigere, bequemere Alternative. Für manche Strecken bietet sich auch ein Mix aus unterschiedlichen Verkehrsmitteln an. In Hamburg zeigt die App des HVV bereits alle möglichen Verkehrsmittel neben Bus und Bahn für die gesuchte Strecke an (Car-Sharing, Taxi und Fahrrad). Hier geht es allerdings um Urbi. Die kostenlose App zeigt verfügbare Sharing-Transportdienste in der näheren Umgebung. In meinem Testumfeld Hamburg sind das: Car2go, Car2go Black, Drive Now, Jaano Roller, StadtRad und Next Bikes.

Trend: Kurzstrecken-Mobilität

Das Ganze ist natürlich ein Trend und der hat auch einen Namen: Short Distance Mobility. Laut Trendinstitut Trend One gehört diese Entwicklung neben Continuity Services und Cruelty Freeness zu den großen Themen 2016. Für meinen Weg innerhalb der Stadt lege ich in den Urbi-Einstellungen fest, welche Anbieter angezeigt werden sollen. Jaano habe ich direkt aktiviert, obwohl ich bei dem Motorroller-Verleih noch nicht angemeldet bin. Doch das steht auf der To-do-Liste für die warmen Tage des Jahres … Neben den Anbietern kann ich mir auch freie Parkplätze, Tank- und Ladestellen sowie aktuelle Verkehrsmeldungen anzeigen lassen. In Hamburg kann man noch den Schieber für Kabel Deutschland aktivieren. Damit hat man deren WLAN-Hotspots im Blick.

Als Kunde der Car-Sharing-Anbieter Drive Now und Car2Go kann ich meine Zugangsdaten in Urbi hinterlegen. So kann ich ein gefundenes Fahrzeug direkt in der App reservieren. Vorher sehe ich natürlich wie voll der Tank bzw. die Batterie ist und wie die Sauberkeits-Bewertung ausfällt. Auch die praktische Einrichtung von Radar-Meldungen ist in Urbi möglich. Sobald ein freies Fahrzeug im gewünschten Umkreis frei wird, erhalte ich eine Benachrichtigung. Auch die Geschäftsgebiete der einzelnen Anbieter kann ich mir als zusätzliche Ebene in der Karte anzeigen lassen. Das ist alles schon sehr praktisch und durchdacht.

Isch ´abe gar keine Auto

Urbi funktioniert in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Außerhalb Deutschlands zählen Wien, Kopenhagen, Stockholm und einige italienische Großstädte zum Verbreitungsgebiet. Entwickelt wurde die Idee 2014 in Italien von Emiliano Saurin und Serena Schimd, die sich ohne eigenes Auto und mit allen verfügbaren Mobilitätsdiensten besser in der Stadt fortbewegen wollten (Kann sich noch jemand an Angelo erinnern?). Im Februar 2015 wurde Urbi im Rahmen des „SpeedUp! – Fi-ware accelerator„-Programms als beste App unter 741 Startups und 16 Acceleratoren in den Kategorien „Bestes Business Potential“ und „Fi-Ware-Technologie“ ausgewählt.

Urbi ist eine Marke der Schweizer Firma URBANnext SA. An dem Unternehmen ist die Lastminute.com Group als Mehrheitsaktionär beteiligt. Die Motivation für die Beteiligung lautet: Antworten auf die wachsenden Bedürfnisse von Reisenden und der zehn Millionen Kunden der Gruppe zu geben, die beruflich oder in ihrer Freizeit unterwegs sind. Im Portfolio des Reiseanbieters sind neben lastminute.com Marken wie Bravofly, Rumbo, Volagratis und Jetcost.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here