Konkurrenz belebt das Geschäft. Selbst ich, mit meiner rosaroten Apple-Brille, wünsche mir Smartphones, die mit dem iPhone mithalten können und Tablets, die so gut sind wie das iPad. Wettbewerb ist gut für uns Kunden, es macht Produkte besser und günstiger.

Nun ist ein deutsches Unternehmen angetreten, einen würdigen iPad-Konkurrenten auf den Markt zu bringen. Doch was Neofonie und 4tiitoo mit dem WeTab geboten haben, ist überaus peinlich. Ich vermute, die Verantwortlichen in Cupertino liegen immer noch lachend unter ihren Schreibtischen.

Über das eigentliche Geräte will ich gar nicht urteilen, ich durfte es bei einer Vorführung in Berlin ja nicht mal anfassen. Mir geht es um den faszinierenden Fall, wie man es nicht macht. Kommende Generationen von PR-Beratern werden am Beispiel des WePads gezeigt bekommen, wie man sämtliche Fehler in der Kommunikation bei der Einführung nur eines Produkts begehen kann.

Ein kleines Clipping:

n-tv: We Tab enttäuscht Käufer
„Die Stimmung schwankt zwischen blanker Wut und Hoffnung. … Dass das WeTab komplett bestückt ausgeliefert wird, hatte wohl selbst der größte Optimist nicht mehr erwartet. Rund eine Woche vor dem Marktstart fehlten auf dem Tablet noch viele essenzielle Funktionen.“

inside-handy.de: Nach Verkaufsstart viele Kunden enttäuscht
Gravierender noch ist es, dass einige Kunden ihr Gerät nicht einmal hochfahren können. Auch das Gewicht der Geräte enspricht nicht den ursprünglichen Herstellerangaben.“

Chip.de: Schwerer als angkündigt, kein Multitouch
Zudem scheint sich leider auch unsere Befürchtung zu bewahrheiten: Offenbar wird an die Käufer des WeTab dasselbe unfertige Produkt ausgeliefert, das uns noch als Vorserienmodell präsentiert wurde.

Notebook Check: WeTab enttäuscht
„Das erste Update hat das WeTab nun auch bereits hinter sich. Dieses soll die Probleme mit der UMTS Verbindung und Probleme mit den Beschleunigungssensoren behoben haben.“

Krönung ist ein bitterböser Comic sowie ein fiktives Interview von Richard Gutjahr mit Helmut Hoffer von Ankershoffen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

3 KOMMENTARE

  1. Nicht gerade qualifiziert sind die Kommentare hier.

    @DAMerrick Wer andere Leute grundlos beschimpft, ohne irgendetwas verstanden zu haben und unqualifiziert über irgendetwas ablästert, ohne es zu kennen, ist ein Idiot.
    Wer ein WeTab kauft ist dagegen ganz sicher kein Idiot, es sei denn, er kauft das Gerät als Apple-Klon. Das WeTab als Hardware ist perfekt. Es tut genau das, was man von einem Netbook in Slate-Bauweise erwarten kann.

    Allerdings hätte es mit dieser Softwareausstattung niemals ausgeliefert werden dürfen. Daß es allerhöchstens halbfertig ausgeliefert wurde, läßt sich kaum bestreiten, aber es soll ja auch Leute geben, die fähig sind, sich auf ihrem Rechner ein eigenes Betriebssystem ganz nach ihren Vorlieben zu installieren.

    Auch auf dem WeTab ist diese möglich, wenn auch über ein paar Umwege.
    Ein gutes Netbook, aber eben KEIN iPad, da eine völlig andere Geräteklasse…

  2. Toll, ein unfertiges Teil auf dem Markt zu bringen, das war wohl der größte Fehler, den man machen kann. Damit wird wohl das Ende eingeläutet worden sein. Idee war gut, aber grottenschlecht umgesetzt.

  3. Das das WeTab Nichts ist war schon während der ersten Präsentation klar (Ihr erinnert euch, das Tablet mit dem Media Player).

    Aber lassen wir uns davon nicht täuschen: Neofonie wird das weTab an Apple verkaufen, Steve Jobs stellt sich auf die Bühne und alle Jünger werden es kaufen.

    Jobs: „Ja. Wir gehen zurück zu den Anfängen (…) Magische ZUsammensetzung (…) Umweltfreundlichste Technologien (…) Revolutionärer Preis (…) Nutzbar in allen Lebenslagen (…) Keine Vorkenntnisse nötig, Sie müssen nicht mal wissen wie man einen Computer anschaltet! (…) Wir haben auf die Wünsche unserer Kunden gehört: Jetzt sogar für Portable Devices!!! (……) Wir nennen es iBizzo!!!

    Btw, das WeTab ist Mist und alle die es vorbestellt haben sind Idioten. Ich will nur klarstelllen das ich von den iPad-Nutzern nicht viel mehr halte. Auf ihre Weise haben sie nämlich ein WeTab von Apple gekauft.

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