WLAN im Zug – es gibt nichts besseres auf Bahnreisen. Man schimpft ja gern auf die Bahn, aber an dieser Stelle muss ich sie mal loben: Der kostenlose Zugang zum Hotspot im ICE in der 1. Klasse ist großartig.

Mit dem Wechsel zum iPhone 6 musste ich meinen Tarif bei der Telekom auf Magenta Mobil umstellen und da ist der Telekom Hotspot nicht mehr inklusive. Den vermisse ich mit LTE-Verbindung auch nur in der Bahn, weil die Wagen die Funkwellen abschirmen. Hier sind die Innenantennen und Verstärker der Hotspots ein Segen und sorgen für spürbar besseren Empfang.

WLAN-Empfang für alle Bahnreisenden

Bahnchef Rüdiger Grube hat angekündigt, dass die WLAN-Nutzung in Fernzügen der Deutschen Bahn ab 2016 eine kostenlose Inklusiv-Leistung sein wird. “Wir haben beschlossen, in den kommenden drei Jahren 200 Millionen Euro zusätzlich in die Hand zu nehmen, um Service, Qualität und Pünktlichkeit im Fernverkehr zu verbessern”, so Grube in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

In der 1. Klasse etlicher ICE-Verbindungen ist das bereits Realität. In der 2. Klasse benötigt man noch einen entsprechenden Mobilfunktarif beim Technik-Partner Deutsche Telekom oder löst ein Tagesticket für 4,95 Euro. Allerdings ist WLAN in der Bahn bislang noch oft eine wackelige Angelegenheit. Bei meiner jüngsten Fahrt erreichte ich laut Ookla Speedtest immerhin 3,3 Mbit/s im Download und sogar 11,79 Mbit/s im Upload. Die bahneigene App DB Netzradar zeigt noch bessere Werte an, bis zu 5,18 Mbit/s im Download und 13,27 Mbit/s im Upload. Warum ist unterwegs der Upload nur so viel schneller? Mit dem DB Netzradar testet man die Verbindungsgeschwindigkeit am Hotspot und kann die Daten dem Betreiber zur Verfügung stellen, um „weiße Flecken“ entlang der Strecken ausfindig zu machen.

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450 zeitgleiche Übergaben

Für eine bessere und schnellere Datenverbindung in Zügen stellen Bahn und Telekom die Hotspots auf  LTE um. Doch Tempo ist nicht die einzige Herausforderung bei der mobilen Datenübertragung: “In so einem ICE können bis zu 900 Fahrgäste sitzen“, sagt Grube. “Mal angenommen, nur die Hälfte von denen würde WLAN nutzen – dann muss die Strecke links und rechts der Gleise so ausgestattet sein, dass sich bei Tempo 250 oder noch schneller 450 Menschen gleichzeitig aus einer Funkzelle auswählen und in die nächste einwählen können, ohne dass die Verbindung abbricht.” Andernfalls würden sich die Menschen ständig über schlechte Qualität ärgern. “Das wollen wir erst recht vermeiden”, so der Bahnchef.

WLAN Bahn Tempotest
Tempotest im ICE mit dem DB Netzradar und dem Ookla Speedtest

Verschlüsselte Verbindungen

Bis Ende 2015 will die Bahn 231 ihrer 255 ICE-Züge mit der entsprechenden Funktechnik ausgestattet haben. Bleibt zu hoffen, dass die Bahn bzw. die Telekom in Sachen Sicherheit die Nutzer besser aufklärt. Bislang ist ein öffentlicher WLAN-Hotspot der perfekte Ort für “Lauscher”. Bei unverschlüsselten Verbindungen lassen sich Daten, die zwischen Hotspot und den mobilen Geräten ausgetauscht werden, abfangen. Sicherheit bieten verschlüsselte VPN-Verbindungen, die allerdings das Übertragungstempo wieder drosseln.

Wer demnächst mit der Bahn verreist, sollte vorher nochmal in die Bahnhofsbuchhandlung schauen. dort als auch in diversen Kiosken gibt es vergünstigte iTunes Guthabenkarte zu kaufen (Aktion zu Weihnachten 2014: 20 Prozent Rabatt auf die 25 Euro Guthabenkarte).

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